Urlaub & Finanzen

Urlaub wird immer teurer: So sparen Sie trotzdem Hunderte Euro

Simin Heuser
Autorin
Aktualisiert am: 15.06.2026

Auf einen Blick

  • Urlauber gaben 2025 durchschnittlich 1.636 Euro pro Person aus – so viel wie nie zuvor.
  • Wer frühzeitig über Tagesgeld spart und die richtige Karte nutzt, kann unnötige Kosten vermeiden.
  • Besonders bei Kreditkarten, Wechselkursen und Versicherungen lauern finanzielle Fallstricke.
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Die Urlaubskosten steigen weiter. Mit der richtigen Finanzplanung lassen sich dennoch viele Ausgaben reduzieren.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Reisen war selten so teuer wie heute. Die Kosten für Flugtickets steigen durch hohe Kerosinpreise, Hotels ziehen die Tarife an, und auch die gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten hinterlassen ihre Spuren im Urlaubsbudget.

Die aktuelle Tourismusanalyse 2026 zeigt zudem, dass die Ausgaben für den Haupturlaub auf einen neuen Höchststand gestiegen sind. Was bedeutet das für Verbraucherinnen und Verbraucher? Wer seine Reisekasse clever plant und typische Kostenfallen vermeidet, kann trotz steigender Preise deutlich sparen.

Urlaubskosten erreichen neuen Höchststand

Und dabei wird mehr Geld ausgegeben als je zuvor. Das zeigt die Tourismusanalyse 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen. Die durchschnittlichen Urlaubskosten im Jahr 2025 betrugen 1.636 Euro pro Person. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren gab man über 500 Euro weniger für den Haupturlaub aus (2015: 1.109 Euro).

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Mit Tagesgeld die Reisekasse aufbauen

Wer gezielt für die Auszeit sparen will, kann das besonders einfach über ein Tagesgeldkonto. Das Geld bleibt jederzeit verfügbar, und wer den Sparzeitraum in einen Zeitraum mit Aktionszins legt, holt das Maximum heraus. Gute Angebote gibt es unter anderem bei der Chase Bank, die vier Monate lang garantierte 4,00 Prozent zahlt, bei der Consorsbank mit 3,40 Prozent für fünf Monate sowie bei der Suresse Direkt Bank, die ebenfalls vier Monate lang 3,27 Prozent bietet.

Tagesgeld für den Urlaub: Diese Banken bieten die höchsten Zinsen

Wer seine Reisekasse auf einem Tagesgeldkonto parkt, profitiert derzeit von attraktiven Aktionszinsen. Die folgende Übersicht zeigt ausgewählte Angebote aus dem Biallo Tagesgeld-Vergleich.

Top-Tagesgeldkonten für Urlaubssparer im Überblick

Anbieter Aktionszins Basiszins Aktionsdauer Zinsertrag nach 4 Monaten *S&P-Rating 

Chase 

4,00 % p. a. 

2,00 % p. a. 

4 Monate 

134 € 

AAA 

Consorsbank

3,40 % p. a. 

0,80 % p. a. 

5 Monate 

113,49 € 

A+ 

Suresse Direkt Bank 

3,27 % p. a. 

1,90 % p. a. 

4 Monate 

109,45 € 

A+ 

TF Bank 

3,25 % p. a. 

1,45 % p. a. 

4 Monate 

108,77 € 

  

AAA 

Bigbank 

3,25 % p. a. 

2,05 % p. a. 

4 Monate 

107,18 

A+**

Quelle: Biallo Tagesgeld-Vergleich, * Anlagesumme 10.000 Euro, ** Rating durch Fitch, Stand: 02.06.2026

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Welche Karte gehört ins Reisegepäck?

Viele Reisende verlassen sich noch immer auf die Girocard. Im Ausland kann das problematisch werden.

Um vor Ort zu bezahlen, reicht die klassische Girocard besonders im EU-Ausland nicht aus: Die zugrundeliegenden Systeme Maestro und V-Pay werden weltweit abgebaut. Die moderne Debitkarte, also Debit-Mastercard oder Visa-Debit, wird dagegen auf der ganzen Welt akzeptiert und bucht dennoch direkt vom Girokonto ab, ohne Kreditrahmen. Die flexibelste Option bleibt aber die Kreditkarte: weltweite Akzeptanz, Chargeback-Recht bei Streitfällen und bei vielen Karten kostenlose Abhebungen. Zudem verlangen viele Hotels und Mietwagenanbieter im Ausland eine echte Kreditkarte als Sicherheitsleistung. Unabhängig von der Kartenart gilt: Außerhalb des Euroraums bei Kartenzahlungen nie die Option „In Ihrer Heimatwährung bezahlen“ nutzen – der Wechselkurs ist dabei meist deutlich schlechter als bei einer Umrechnung durch die Bank, zudem fallen oft zusätzliche Gebühren an. An vielen Kassenterminals im Ausland können Reisende zwischen Euro und Landeswährung wählen.

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Diese Girokonten eignen sich besonders für Reisen

Für Reisende innerhalb der Eurozone sind die meisten Girokonten gleichwertig, da Kartenzahlungen in Euro überall kostenlos sind. Der Unterschied zeigt sich erst außerhalb, etwa in der Türkei, Skandinavien oder den USA. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die jeweiligen Bankbedingungen. So ist unter anderem die DKB im Aktivstatus (mindestens 700 Euro Geldeingang monatlich) eine starke Option: Kartenzahlungen und Abhebungen in Fremdwährung sind weltweit kostenlos. Gute Alternativen bieten die ING, N26 oder die Umweltbank. Einen vollständigen Vergleich von Girokonten finden Sie in unserem Girokonto-Vergleich.

Kostenlose Reisekreditkarten im Vergleich

Eine zusätzliche Kreditkarte kann im Ausland viele Vorteile bieten.

Die easybank Visa (ehem. Barclays) ist dauerhaft gebührenfrei bei vollständiger monatlicher Rückzahlung: keine Abhebungsgebühren, kein Auslandseinsatzentgelt, bis zu drei kostenlose Partnerkarten. Die Hanseatic Bank GenialCard erhebt weder Jahresgebühr noch Auslandseinsatzentgelt. Abhebungen im Ausland sind kostenlos, im Inland kostet jede Abhebung allerdings 3,95 Euro. Optional ist ein Reiseversicherungspaket zubuchbar. Die Awa7-Kreditkarte bietet dieselben Konditionen wie die GenialCard und unterstützt mit den Erlösen Klimaschutzprojekte.

Was Verbraucher vor der Abreise prüfen sollten

Vor der Abreise lohnt ein kurzer Check der wichtigsten Absicherungen. Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist unverzichtbar, besonders außerhalb Europas, wo kein gesetzlicher Schutz besteht. Die Reiserücktrittsversicherung schützt bei teuren Pauschalreisen vor hohen Stornokosten. Der Auslandsschutzbrief lohnt sich für alle, die mit dem eigenen Fahrzeug reisen. Die Reisegepäckversicherung hingegen ist in den meisten Fällen verzichtbar, da oft die eigene Hausratversicherung greift. Ferner empfiehlt es sich, Girokonto und Kreditkarte vor der Reise auf Auslandstauglichkeit zu prüfen, eine Zweitkarte einzupacken und die Notfallnummern der Kartenanbieter im Handy zu speichern. Wer längere Zeit außerhalb der EU unterwegs ist, sollte eine lokale SIM-Karte oder Reise-eSIM einplanen.

Wer im Urlaub seine Karte verliert, sollte sie sofort sperren lassen. Der zentrale Sperrnotruf ist unter 116 116 erreichbar, aus dem Ausland unter +49 116 116.

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Simin Heuser hat in Köln Volkswirtschaftslehre studiert und bereits während des Studiums für verschiedene Fondsgesellschaften und FinTechs gearbeitet. Ihr Fachwissen setzt sie auch als freie Finanzjournalistin ein. Ein Interesse gilt der Rolle von Frauen in der Finanzwelt - ein Bereich, in dem sie sich für mehr Aufklärung engagiert. Bei Investments konzentriert sie sich auf Aktienfonds und fühlt sich besonders im Bereich der nachhaltigen Geldanlage zuhause.

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