Zinserhöhung

3,50 Prozent für Ihre Rücklagen: FYRST und Postbank ziehen bei Tagesgeld nach

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 11.05.2026
Fyrst und die Postbank haben das Firmentagesgeld auf 3,50 % angehoben.

Sie suchen attraktive Zinsen für Ihre Firmenrücklagen? FYRST und die Postbank heben beide den Business-Tagesgeldzins auf 3,50 Prozent für drei Monate an. Welches der beiden Schwester-Angebote der Deutschen Bank besser zu Ihrem Unternehmen passt, zeigt unser Vergleich.

Suchen Sie ein Geschäftskonto, das Ihre Rücklagen ordentlich verzinst? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie: Sowohl FYRST als auch die Postbank zahlen Firmenkunden ab sofort für drei Monate 3,50 Prozent Zinsen pro Jahr auf das Tagesgeldkonto. Wir zeigen Ihnen, welches der beiden Angebote derzeit besser zu Ihrem Unternehmen passt.

Geschäftstagesgeld ist eine täglich verfügbare Bankeinlage für Firmenkunden, die in der Regel variabel verzinst wird und der kurzfristigen Anlage betrieblicher Liquidität dient. Im Markt für solche Konten hat sich gerade etwas bewegt: FYRST hat den Aktionszins von 3,00 auf 3,50 Prozent pro Jahr angehoben. Auch die Schwestermarke Postbank zahlt aktuell 3,5 Prozent für drei Monate. Beide gehören zur Deutschen Bank AG.

Diese Konditionen teilen FYRST und Postbank

Bei beiden Banken bekommen Sie 3,50 Prozent pro Jahr für drei Monate für bis zu 250.000 Euro Neugeld. Auch die Folgekonditionen sind identisch: Nach Ablauf der drei Monate fällt der Zins auf 0,50 Prozent pro Jahr.

Damit Sie diese Konditionen mitnehmen können, müssen Sie bis zum 15. Juni 2026 mindestens 2.500 Euro auf ein neu eröffnetes Business Tagesgeldkonto bei FYRST oder der Postbank einzahlen. Der Aktionszinssatz greift dann vom 22. Juni bis zum 21. September 2026. Danach fällt der Zins auf den variablen Standardsatz von 0,50 Prozent pro Jahr, das gilt auch für Beträge oberhalb der 250.000-Euro-Grenze.

Beide Banken verzichten auf eine Geschäftskonto-Pflicht. Heißt für Sie: Wenn Sie Ihr Geschäftskonto schon bei einer anderen Bank haben, können Sie dieses als Referenzkonto nutzen und allein das Tagesgeldkonto bei FYRST oder der Postbank eröffnen. Beide Tagesgeldkonten gibt es ohne Kontoführungsgebühr.

Wichtig für Sie zu wissen: Beide Aktionen gelten ausschließlich für Neugeld. Damit ist Betriebsvermögen gemeint, das vor dem 4. Mai 2026 nicht bei einer Marke der Deutschen Bank AG lag, also nicht bei FYRST, Postbank oder der Deutschen Bank selbst. Sind Sie schon Kunde einer dieser Marken, können Sie Ihr vorhandenes Guthaben nicht einfach in die Aktion schieben.

Ein Pluspunkt für beide Häuser: Ihre Einlagen sind bis 100.000 Euro über die gesetzliche deutsche Einlagensicherung geschützt. Über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken kommen bei FYRST bis zu 438.000 Euro pro Kunde dazu, bei der Postbank sogar mehrere Millionen Euro.

FYRST: die digitale Variante

Wenn die Konditionen identisch sind, entscheidet das Markenprofil. FYRST positioniert sich als digitale Banking-Marke der Deutschen Bank, mit Online-Banking und App im Mittelpunkt. Eigene Filialen gibt es nicht, Bargeld zahlen Sie an den Geräten der Cash Group ein. Schnittstellen für DATEV, Buchhaltungs- und Rechnungssoftware sind direkt im Banking integriert. Wenn Sie ohnehin überlegen, ein digitales Geschäftskonto zu eröffnen, finden Sie bei FYRST vier Geschäftskontomodelle ab 0 Euro Grundgebühr (FYRST Base) bis hin zum Premium-Konto. Pflicht für die Tagesgeld-Aktion ist das aber nicht.

Postbank: die klassische Variante

Die Postbank ist die klassische Variante. Sie können das Business Tagesgeldkonto zwar genauso digital eröffnen, profitieren aber im Hintergrund vom dichten Filialnetz mit rund 600 Standorten. Wenn Sie persönliche Beratung schätzen oder ohnehin Postbank-Privatkundin sind, ist das ein Vorteil. Wer ein Postbank-Geschäftskonto möchte, findet drei Business-Giro-Modelle ab 12,90 Euro pro Monat – aber wie bei FYRST gilt: Pflicht für die Tagesgeld-Aktion ist das nicht.

Konkret heißt das: FYRST ist die richtige Adresse für Selbstständige, Freiberuflerinnen, IT-Dienstleister, Berater oder Online-Händler, die ihr Banking app-gesteuert erledigen und Wert auf Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware legen. Auch für Gründerinnen mit kleinem Budget ist FYRST attraktiv, weil das Base-Konto bei 0 Euro Grundgebühr startet. Die Postbank passt besser zu Handwerksbetrieben, Einzelhandel, Gastronomen und Gewerbetreibenden, die Wert auf die Möglichkeit eines Gesprächs in der Filiale legen. Wenn Sie ohnehin schon Postbank-Privatkundin sind, sprechen ein vertrautes Banking-Interface und ein bestehender Beraterkontakt zusätzlich für die Postbank. Wer nur das Tagesgeld als Park-Lösung sucht, kann übrigens bei beiden Banken bleiben, wo er ist, und das Tagesgeldkonto einfach als Zweitkonto neben der Hausbank führen.

„Beide Marken liefern denselben Zins, dasselbe Volumen, dasselbe Aktionsfenster. Die einzig Frage ist: Wo fühlen Sie sich als Unternehmen besser aufgehoben, im Filialnetz oder in der App?“
Franziska Baum, Redakteurin

Was der Markt sonst noch zu bieten hat

Im aktuellen Biallo-Vergleich der Geschäftskonten mit Zinsen ordnen sich die beiden 3,50-Prozent-Angebote im oberen Mittelfeld ein. An der Spitze steht weiterhin der digitale Anbieter Tide mit 4,25 Prozent für vier Monate, allerdings auf maximal 50.000 Euro. Direkt dahinter folgt die ING mit 3,50 Prozent für vier Monate auf bis zu eine Million Euro.

Heißt für Sie: Wenn Sie maximal 50.000 Euro parken wollen und der Zinssatz das Wichtigste ist, ist Tide die erste Wahl. Wer mehr als 250.000 Euro liquide hat oder einen Monat länger Aktionszins möchte, ist bei der ING besser aufgehoben. Für Beträge zwischen 100.000 und 250.000 Euro sind FYRST und Postbank momentan eine sehr starke Option, weil sie ohne Wechsel der Hausbank funktionieren. Bei der Auswahl spielt aber nicht nur der Zins eine Rolle. Achten Sie auch auf die Buchungspreise des Geschäftskontos, das Sie für den Zahlungsverkehr nutzen, und auf das Tempo der Kontoeröffnung. Eine ausführliche Marktübersicht für Liquiditätsreserven aller Größenordnungen finden Sie zudem im Biallo-Ratgeber zum Firmentagesgeld.

Damit Sie keine Zinsänderung mehr verpassen, lohnt sich ein Blick in den kostenlosen Biallo-Newsletter. Dort erhalten Sie Konditionsanpassungen direkt nach der Veröffentlichung.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Welche der beiden Marken aus der Deutsche Bank Gruppe würden Sie für Ihre Rücklagen wählen, die digitale FYRST oder die Filial-Postbank? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Im persönlichen Bereich auf biallo.de speichern Sie diesen Artikel und vergleichen Geschäftskonten unkompliziert anhand Ihrer eigenen Buchungs- und Anlagebeträge.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keine Anlageberatung darstellt. Wir bieten Ihnen hier lediglich redaktionelle Informationen und objektive Vergleiche an. Jede finanzielle Entscheidung treffen Sie stets eigenverantwortlich. Prüfen Sie vor einem Abschluss immer genau, ob das jeweilige Angebot zu Ihrer persönlichen finanziellen Situation passt.

Über die Redakteurin Franziska Baum

Alle Artikel der Redakteurin Franziska Baum ansehen
Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.