Fonds mit Absicherungsstrategien

Corona-Crash: Dirk Müller und Robert Beer liegen im Plus

Update: 26.03.2020
Sebastian Schick
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Auf einen Blick
  • Das Corona-Virus hat die weltweiten Aktienindizes seit ihren Rekordhochs im Februar kräftig einbrechen lassen.

  • Zwei Aktienfonds mit Absicherungsstrategien stemmen sich bislang erfolgreich gegen den Börsencrash.
Nach der deutlichen Erholung seit Wochenbeginn wittern die Börsenbären ihre Chancen für den nächsten Gegenangriff.
Rawpixel.com / Shutterstock.com
Die milliardenschweren Rettungspakete der internationalen Notenbanken und Regierungen haben die Aktienmärkte zumindest kurzfristig etwas beruhigen können. Der US-Leitindex Dow Jones etwa hat seit Wochenbeginn in der Spitze gut 20 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Rekordhoch am 12. Februar bei knapp 29.600 Punkten beträgt das Minus allerdings immer noch gut 25 Prozent.

Weitere Turbulenzen erwartet

Die rasante Achterbahnfahrt an den Börsen dürfte in den nächsten Wochen auf jeden Fall weitergehen. Der Markt schwankt derzeit extrem zwischen Hoffnung und Angst. Zünglein an der Waage sind aktuell die USA. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen und Todesfälle durch das Coronavirus vor allem in der Finanzmetropole New York könnten die von US-Präsident Trump geweckten Hoffnungen, die Einschränkungen bereits an Ostern wieder zu lockern, schnell ins Leere laufen.
Die Schwankungsbreite – auch Volatilität genannt – wird kurzfristig auf jeden Fall hoch bleiben, da sind sich die Experten einig. Punkten können im Moment aktive Fonds, die die Volatilität begrenzen, indem sie sich gegen fallende Märkte mit sogenannten Optionen und Futures absichern und gleichzeitig auf substanzstarke Aktien setzen.
Zwei Fonds stechen dabei im Moment positiv ins Auge: Der Dirk Müller Premium und der LuxTopic Flex, die in den vergangenen sechs Wochen 3,9 beziehungsweise 1,4 Prozent zugelegt haben. Zum Vergleich: Der Weltaktienindex MSCI World hat im gleichen Zeitraum gut ein Viertel verloren.

Wie sich die Fondsmanager absichern

Wie die Absicherung genau funktioniert, erklärte Robert Beer, Fondsmanager des LuxTopic Flex kürzlich im Interview mit dem Investmentmagazin "Fonds Professionell": "Vereinfacht gesagt kaufen wir Puts, also Terminkontrakte, die von fallenden Kursen profitieren." Das koste in Aufwärtsphasen zwar einen Teil der Performance und die meiste Zeit sei die Absicherung unnötig. "Kommt es dann aber plötzlich hart auf hart – so wie jetzt –, zahlt sie sich aus", so Beer weiter.
Neben der Absicherung setzt Beer in seinem Fonds unter anderen auf substanzstarke und liquide Unternehmen wie Apple, Intel oder Amazon. "Mr. Dax" Dirk Müller hat vor kurzem den Videospielehersteller Activision Blizzard zugekauft. "Activision Blizzard als einer der größten Computerspiele-Anbieter bekommt gerade Millionen neue Spieler, die sich zu Hause langweilen und nach Ablenkung suchen", sagte Müller jüngst im Interview mit "Wallstreet Online".

Biallo-Tipp

Ein Investment in Fonds oder Aktien sollte immer langfristig sowie breit gestreut über verschiedene Länder und Branchen angelegt sein. Zudem befinden sich die Aktienmärkte derzeit in einer heißen Phase, weitere Rücksetzer sind kurz- bis mittelfristig nicht ausgeschlossen. Mit einem monatlichen Sparplan nutzen Sie den sogenannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt). Dadurch können Sie größere Kursschwankungen langfristig ausgleichen.
Wer seine Geldanlage nicht komplett selbst gestalten will oder kann, für den sind die sogenannten Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Hier gibt es die Vermögensverwaltung inklusive Transaktionskosten, Depot- und Kontoführung bereits für deutlich weniger als ein Prozent des Anlagevolumens. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.



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