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MaltaEine Direktbank prescht vor: Die pbb direkt hebt am 11. Juni 2026 ihre Festgeldzinsen bei drei und fünf Jahren deutlich an, auf bis zu 3,40 Prozent pro Jahr. Damit setzt sie sich bei der deutschen Einlagensicherung an die Spitze des Vergleichs. Wir zeigen Ihnen, was die neuen Konditionen taugen und ob Sie jetzt zugreifen oder die Zinsentscheidung der EZB abwarten sollten.
Suchen Sie ein Festgeld mit ordentlichen Zinsen und deutscher Einlagensicherung? Dann lohnt ein Blick auf die pbb direkt. Zum 11. Juni 2026 hebt sie die Zinsen für Festgeld bei den Laufzeiten von drei und fünf Jahren spürbar an. Festgeld ist eine Bankeinlage, bei der Sie Ihr Geld für eine feste Laufzeit zu einem garantierten Zinssatz anlegen. Genau an dieser Stellschraube hat die Direktbank der Deutschen Pfandbriefbank jetzt kräftig gedreht.
Besonders der Zeitpunkt lässt aufhorchen. Am selben Tag tagt der EZB-Rat, und an den Finanzmärkten wird über eine Zinserhöhung diskutiert. Statt die Entscheidung abzuwarten, prescht die pbb direkt vor. Wir zeigen Ihnen, wie gut die neuen Konditionen sind, wo sie im Markt stehen und was das ungewöhnliche Timing für Ihre Anlageentscheidung bedeutet.
Die pbb direkt zahlt ab dem 11. Juni 2026 bei drei Jahren Laufzeit 3,25 Prozent pro Jahr und bei fünf Jahren 3,30 Prozent pro Jahr. Bei der Variante mit automatischer Verlängerung, der sogenannten Prolongation, liegen die Sätze sogar bei 3,35 Prozent (drei Jahre) und 3,40 Prozent (fünf Jahre).
Der Sprung ist beträchtlich. Bei drei Jahren ging es von 2,80 auf 3,25 Prozent nach oben, bei fünf Jahren von 2,90 auf 3,30 Prozent. Das sind 0,45 und 0,40 Prozentpunkte mehr. Die übrigen Laufzeiten bleiben dagegen unverändert. Für zwölf Monate gibt es weiterhin 2,50 Prozent, für zwei Jahre 2,70 Prozent und für zehn Jahre 3,00 Prozent.
| Laufzeit | Festgeld vorher | Festgeld jetzt | mit Prolongation |
|---|---|---|---|
| 12 Monate | 2,50 % | 2,50 % | 2,60 % |
| 2 Jahre | 2,70 % | 2,70 % | 2,80 % |
| 3 Jahre | 2,80 % | 3,25 % | 3,35 % |
| 5 Jahre | 2,90 % | 3,30 % | 3,40 % |
| 10 Jahre | 3,00 % | 3,00 % | 3,10 % |
Ein echter Vorteil: Ihr Erspartes ist bei der pbb direkt über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt, zusätzlich greift die freiwillige Sicherung des Bundesverbands deutscher Banken. Die Zinsen werden jährlich gezahlt und verzinsen sich mit, die Abgeltungsteuer führt die Bank automatisch ab. Den Vertrag müssen Sie am Laufzeitende nicht kündigen, er endet automatisch.
Mit der Erhöhung mischt die pbb direkt das Vorderfeld im Festgeld-Vergleich von Biallo neu auf. Das wird vor allem dann interessant, wenn Ihnen die deutsche Einlagensicherung wichtig ist.
Bei drei Jahren führten unseren Vergleich zuletzt die JT Direktbank und die Ferratum Bank mit jeweils 3,20 Prozent an, beide allerdings mit einer Einlagensicherung im Ausland (Tschechien und Malta). Die beste deutsche Sicherung bot die Volkswagen Bank mit 3,10 Prozent. Mit 3,25 Prozent zieht die pbb direkt nun an allen vorbei, in der Prolongations-Variante sogar mit 3,35 Prozent.
Bei fünf Jahren liegt im Markt die spanische BBVA mit 3,40 Prozent vorn. Bei der deutschen Einlagensicherung kam man bislang kaum über 3,00 Prozent hinaus, etwa bei der Grenke Bank. Mit 3,30 Prozent rückt die pbb direkt nun dicht an die Marktspitze heran und überflügelt das deutsche Feld klar. In der Prolongations-Variante erreicht sie mit 3,40 Prozent das Niveau der BBVA.
Wie weit das über dem Durchschnitt liegt, zeigt unser Biallo-Index für Festgeld. Der Marktdurchschnitt liegt aktuell bei 2,11 Prozent für drei Jahre und 2,28 Prozent für fünf Jahre Laufzeit. Die pbb-Sätze liegen also deutlich über dem Schnitt. Damit Sie bei den ständigen Zinsänderungen nicht den Anschluss verlieren, lohnt sich ein Blick in unseren kostenlosen Newsletter zu allen wichtigen Finanzthemen.
Die eigentliche Pointe steckt im Datum. Die Zinsanhebung fällt auf den 11. Juni 2026, also genau auf den Tag, an dem der EZB-Rat über die Leitzinsen entscheidet. Der Einlagensatz liegt seit Juni 2025 unverändert bei 2,00 Prozent, zuletzt am 30. April 2026 zum siebten Mal in Folge bestätigt.
Diesmal könnte es anders kommen. An den Finanzmärkten gilt eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent als wahrscheinlichstes Szenario. Es wäre die erste Anhebung seit Herbst 2023. Hintergrund ist die hartnäckige Inflation, die im April 2026 im Euroraum bei 3,0 Prozent lag, deutlich über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat eine Erhöhung im Juni öffentlich ins Spiel gebracht. Beschlossen ist allerdings nichts. Die EZB entscheidet von Sitzung zu Sitzung, und die Entscheidung vom 11. Juni wird erst am Nachmittag um 14.15 Uhr veröffentlicht.
Dass die pbb direkt nicht abwartet, sondern am Morgen desselben Tages vorlegt, ist ein deutliches Signal. Auffällig ist auch, dass sie ausgerechnet die langen Laufzeiten anhebt, nicht die kurzen. Wer langfristig hohe Zinsen anbietet, greift bewusst nach der Spitze im Vergleich, um neue Kundschaft zu gewinnen.
Für Sie ist die Lage zwiespältig. Mit einem Festgeld sichern Sie sich den heutigen Zinssatz für die gesamte Laufzeit, unabhängig davon, wie die EZB entscheidet. Das ist genau dann Ihr Vorteil, wenn die Zinsen später wieder fallen sollten.
Bei aller Begeisterung lohnt ein zweiter Blick. Sie binden Ihr Geld für drei oder fünf Jahre. Sollte die EZB mehrere Zinsschritte nach oben gehen, könnten Sie in einigen Monaten womöglich noch etwas mehr bekommen. An den Märkten werden bis Jahresende weitere Zinsschritte nach oben erwartet. Diese Bindung ist der Preis für die Zinsgarantie.
Wenn Sie flexibel bleiben wollen, müssen Sie sich nicht auf eine einzige Laufzeit festlegen. Bei der sogenannten Treppenstrategie verteilen Sie Ihr Geld auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten. Ein Teil ist dann lange zu einem hohen Satz gebunden, ein anderer Teil wird regelmäßig frei und kann zu den dann gültigen Konditionen neu angelegt werden. So sichern Sie sich einen Teil der starken pbb-Zinsen und lassen sich zugleich ein Hintertürchen für mögliche höhere Zinsen offen.

Deutschland
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MaltaWie beurteilen Sie den Vorstoß der pbb direkt? Würden Sie sich die langen Laufzeiten jetzt zu bis zu 3,40 Prozent sichern oder lieber die EZB-Entscheidung und mögliche weitere Zinsschritte abwarten? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
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Ab dem 11. Juni 2026 zahlt die pbb direkt bei drei Jahren Laufzeit 3,25 Prozent pro Jahr und bei fünf Jahren 3,30 Prozent pro Jahr. In der Variante mit Prolongation sind es 3,35 Prozent (drei Jahre) und 3,40 Prozent (fünf Jahre). Die Zinsen bei Laufzeiten von einem, zwei und zehn Jahren bleiben unverändert.
Ihre Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt. Zusätzlich greift die freiwillige Einlagensicherung des Bundesverbands deutscher Banken. Die pbb direkt ist die Direktbank der Deutschen Pfandbriefbank mit Sitz in Deutschland.
Prolongation steht für die automatische Verlängerung Ihrer Anlage. Statt das Geld am Laufzeitende auszahlen zu lassen, legen Sie es zu den dann gültigen Konditionen erneut an. Bei der pbb direkt erhalten Sie für diese Variante einen etwas höheren Zins und können die Verlängerung bis zwei Bankarbeitstage vor Fälligkeit im Onlinebanking steuern.
Das hängt von Ihrer Erwartung ab. Mit einem Festgeld sichern Sie sich den aktuellen Zins für die gesamte Laufzeit. Erwarten Sie weitere Zinsschritte nach oben, kann ein Abwarten oder eine gestaffelte Anlage sinnvoll sein. Eine pauschale Antwort gibt es nicht.