
Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 4,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Frankreich- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,10% - gilt für die ersten 4 Monate

Niederlande- Basiszins: 2,30%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 3 Monate
Auf einen Blick
Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte am Donnerstag ihre zweite Zinserhöhung in diesem Jahr beschließen. Viele Banken haben ihre Zinsen für Tages- und Festgeld bereits erhöht. So dürfte es auch weitergehen.
Im Mittel kannte die Zinsentwicklung in den letzten Monaten nur eine Richtung: nach oben. Der übliche Zins für Tagesgeld liegt laut biallo-Index mittlerweile bei 1,73 Prozent, in der Spitze gibt es bereits über vier Prozent. Ähnlich sieht es beim Festgeld aus, wo für ein Jahr jetzt 2,08 Prozent üblich sind und der beste Zins bei 3,40 Prozent liegt. Bei zehn Jahren Laufzeit sind sogar schon vier Prozent möglich. Wie sich die Sparzinsen aktuell entwickeln, worauf Sie achten sollten und wie es künftig weitergehen könnte, lesen Sie hier.
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Die Aktionsangebote beim Tagesgeld werden immer besser. Mit Revolut (4,25 Prozent) und der Renault Bank direkt (4,10 Prozent) zahlen die ersten Anbieter jetzt schon über vier Prozent an Neukunden für je vier Monate. Entsprechend steigt auch der marktübliche Tagesgeldzins laut biallo-Index immer weiter:
Was der Index nicht verrät: Bestandskunden profitieren kaum von der Zinswende. Es gibt zwar positive Ausnahmen. Wer nicht wechselt, bekommt in der Regel aber heute genauso viel wie vor Monaten schon. Im Mittel erhalten bestehende Kunden bei überregionalen Banken aktuell 1,39 Prozent. Zum letzten EZB-Entscheid im Juli waren es 1,37 Prozent. Regelmäßig das Konto zu wechseln, lohnt sich derzeit also ganz besonders.

Deutschland
Frankreich
NiederlandeBeim Festgeld steigen die Zinsen aktuell über alle Laufzeiten hinweg. In der Spitze gibt es für ein Jahr jetzt bis zu 3,40 Prozent mit bester Einlagensicherung (bei der Isbank). Über zehn Jahre sind bis zu vier Prozent möglich (bei der über Raisin verfügbaren Achmea Bank).
Im Festgeld-Vergleich werden vor allem die langen Laufzeiten zunehmend interessanter. Mit ihnen lässt sich das heutige Zinsniveau langfristig sichern. Bei Laufzeiten von ein oder zwei Jahren kann es durchaus passieren, dass die Zinsen nach Ablauf schon wieder niedriger sind. Lange Laufzeiten wie fünf oder zehn Jahre empfehlen sich hingegen vor allem in Kombination mit kurzen – etwa über eine Festgeldtreppe. So lässt sich das Inflationsrisiko der langen Anlagedauer begrenzen.

Deutschland
Deutschland
SpanienAuch die jüngsten Zinserhöhungen sind bei den Banken vor Ort kaum angekommen. Das gilt vor allem fürs Tagesgeld. Regulär zahlen die Sparkassen hier im Schnitt nicht mal ein halbes Prozent. Bei den VR-Banken gibt es im Mittel 0,52 Prozent. Das ist weniger als ein Viertel dessen, was die Banken von der EZB bisher für kurzfristige Rücklagen bekommen.
Besser sieht es vor Ort allerdings beim Festgeld aus. Gerade für längere Laufzeiten zahlen einige Sparkassen über drei Prozent. Die Sparkasse Südpfalz hat zuletzt sogar mit vier Prozent Zinsen von sich reden gemacht. Diese gibt es allerdings nur in Kombination mit schlechter verzinsten Laufzeiten, was die Gesamtrendite deutlich schmälert.
Die Sparzinsen dürften auch nach dem EZB-Entscheid weiter steigen. Bereits absehbar sind die nächsten Zinserhöhungen beim Tagesgeld. Einige wenige Banken dürften auch die nächste Zinserhöhung nachträglich noch an ihre Kunden weitergeben. Zu nennen wäre hier etwa willbe. Der liechtensteinische Vermögensverwalter hat bislang jede Zinserhöhung an seine Kunden weitergereicht.
Auch scheint ein weiterer Zinsschritt der EZB in diesem Jahr nicht ausgeschlossen. Dem Handelsblatt zufolge preisen die Märkte bis ins erste Halbjahr 2027 sogar noch zwei weitere Zinserhöhungen ein. Unter Experten gilt das aber längst nicht als ausgemacht. Denkbar ist daher auch, dass es bei den künftig voraussichtlich 2,50 Prozent Einlagenzinsen bleibt. In diesem Fall dürften die Sparzinsen im Laufe der kommenden Monate ihren Gipfel erreichen. Die für das biallo-Zinsbarometer befragten Banken rechneten zuletzt jedenfalls für 2027 nicht mehr mit steigenden Zinsen.