
Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate

Niederlande- Basiszins: 1,80%
- Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 3,21% - gilt für die ersten 4 Monate
Die 1.000-Euro-Entlastungsprämie schien beschlossene Sache – bis der Bundesrat am 8. Mai 2026 überraschend Nein sagte. Für Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet das vorerst: kein steuerfreies Extra vom Chef. Ob die Prämie doch noch kommt, ist offen.
Hätten Sie damit gerechnet? Die steuerfreie 1.000-Euro-Entlastungsprämie galt nach dem "Ja" des Bundestages Ende April 2026 als so gut wie sicher – und wurde am 8. Mai vom Bundesrat überraschend gestoppt. Erfahren Sie hier, woran die Prämie scheiterte, ob sie noch eine zweite Chance hat und was das für Ihre Gehaltsabrechnung bedeutet.
Die Entlastungsprämie sollte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei helfen, die gestiegenen Lebenshaltungskosten – ausgelöst vor allem durch den Krieg in Iran – abzufedern. Geplant war eine einmalige, steuer- und abgabenfreie Zahlung von bis zu 1.000 Euro, die Arbeitgeber bis zum 30. Juni 2027 freiwillig auszahlen können. Für die Unternehmen wäre die Zahlung als Betriebsausgabe abzugsfähig gewesen – eine Pflicht hätte es aber nicht gegeben.
Mehr Geld, weniger Finanzstress: Mit unserem Newsletter holen Sie sich die besten Infos, Tipps und Vergleiche von Biallo kostenlos ins Postfach. Jetzt zum Newsletter anmelden – und künftig besser entscheiden!
Der Bundesrat verweigerte dem zustimmungspflichtigen Gesetzentwurf die notwendige Mehrheit. Der Knackpunkt: Die gesamten Steuerausfälle durch die Prämie belaufen sich laut Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel auf 2,8 Milliarden Euro – und fast zwei Drittel davon sollen bei Ländern und Kommunen landen. Der Bund hat sich über eine erhöhte Tabaksteuer selbst gegenfinanziert, einen Ausgleich für Kommunen in Höhe von rund 700 Millionen Euro aber schlicht nicht vorgesehen.
Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann brachte den Unmut vieler Länder auf den Punkt: Der Bund liefere regelmäßig nur die Anschubfinanzierung – die Folgekosten blieben am Ende bei Ländern und Kommunen hängen.
Auf Seiten der Wirtschaft hielt sich die Begeisterung ebenfalls in Grenzen. Der Mittelstandsverband bezeichnete die Prämie als "Unverschämtheit" und warf der Politik vor, Entlastungsverantwortung auf Unternehmen abzuwälzen, die ohnehin unter wirtschaftlichem Druck stehen. Die Gewerkschaften störten sich wiederum daran, dass es sich lediglich um eine Einmalzahlung handelt – sie könnte eine dauerhafte Gehaltserhöhung eher ausbremsen als ergänzen.
Noch nicht zwingend. Die Bundesregierung kann den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen, um einen Kompromiss zu suchen. Ob das passiert, wie lange es dauert und ob am Ende wirklich Geld fließt, lässt sich derzeit nicht sagen.
Sie können in der Zwischenzeit prüfen, welche steuerfreien Gehaltsbestandteile bereits heute bei Ihrem Arbeitgeber möglich sind – etwa Sachbezüge, Jobticket oder die steuerfreie Erholungsbeihilfe
Mit dem Biallo-Newsletter bleiben Sie über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.
Hätten Sie sich die Entlastungsprämie von Ihrem Arbeitgeber gewünscht – oder wäre Ihnen eine dauerhafte Gehaltserhöhung ohnehin lieber? Schreiben Sie uns an redaktion@biallo.de. Registrierte Nutzer können sich im Login-Bereich direkt einloggen, sich Artikel merken oder unsere ausführlichen Vergleiche nutzen.

Deutschland
Niederlande
Deutschland