Auf einen Blick
  • Die Verbraucherzentrale Brandenburg registriert vermehrt Kündigungen von Bausparverträgen, ohne dass die Bonuszinsen ausgezahlt werden.

  • Sind die Kündigungen rechtens und wie kommen Sparer an ihre Bonuszinsen?

  • Wer bereits eine Kündigung erhalten hat, sollte auf jeden Fall zügig reagieren.
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Laut einer Pressemeldung der Verbraucherzentrale Brandenburg kommt es derzeit vermehrt zu Kündigungen von Bausparverträgen seitens der Bausparkassen. Oftmals werden nicht nur die Bausparkonten gekündigt, sondern auch die Auszahlung der Bonuszinsen verwehrt. Der Zinsverlust beläuft sich dabei nicht selten auf mehrere tausend Euro.

 

Prüfen Sie Ihre Bausparverträge

Ist es überhaupt rechtens, dass die Bausparkassen die Verträge einfach kündigen? Laut der Verbraucherzentrale schon, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Doch bis zur Kündigung sollten Sie es nicht kommen lassen. Sie sollten vorher aktiv werden und Ihre Bausparverträge prüfen. Anett Fajerski, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, rät dazu, die allgemeinen Bausparbedingungen zur Zinszahlung anzusehen.

Doch wie kommen Sie nun an Ihre Bonuszinsen? Auch dafür gibt die Verbraucherzentrale einen Rat: Verzichten Sie aktiv auf das Bauspardarlehen. Damit haben Sie gute Chancen, die Bonuszinsen zu erhalten. Doch bei einigen Tarifen sind weitere Bedingungen wie etwa die Beantragung einer „Treueoption“ die Voraussetzung für die Auszahlung. Sie müssen hier exakt lesen. Denn die Formulierungen sind von Bausparkasse zu Bausparkasse verschieden.

Zinswende: Hier gibt es jetzt noch attraktive Zinsen

Die EZB hat Fakten geschaffen und die Leitzinsen gesenkt. Das klassische Zinssparen wird dadurch wieder unattraktiver. Biallo.de hat mit Sebastian Hasenack, dem Leiter der Online-Vermögensverwaltung Solidvest, darüber gesprochen, wie man angesichts sinkender Zinsen eine Zins-Anlage noch sinnvoll gestalten kann.  Mehr erfahren!
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Verbraucherzentrale unterstützt bei Prüfung

Haben Sie bereits die Kündigung erhalten, sollten Sie schnell handeln. „Je nach Fallkonstellation kann dann eventuell noch die Wirksamkeit der Kündigung verhindert und die höhere Sparverzinsung gerettet werden“, sagt Fajerski. Wenn Sie die Kündigung dagegen hinnehmen und erst bei der Auszahlung des Guthabens monieren, dass Sie zu wenig Zinsen erhalten haben, ist es zu spät.

Falls Ihnen das alles zu kompliziert ist, können Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden. Diese unterstützt Sie bei der Prüfung der Verträge. Dafür können Sie die Beratung vor Ort oder eine telefonische Beratung in Anspruch nehmen. Für die E-Mail-Beratung rufen Sie am besten diese Webseite auf. Dort werden Sie nach Eingabe Ihrer Postleitzahl an die für Sie zuständige Verbraucherzentrale weitergeleitet. Achtung: Die Beratung der Verbraucherzentrale ist nicht kostenfrei.

Ihr Bausparvertrag sollte eigentlich für das eigene Haus oder die Eigentumswohnung sein? Eventuell ist ein Immobilienkredit für Sie jetzt genau das Richtige. Stöbern Sie in unserem Kredit-Vergleich nach der für Sie passenden Baufinanzierung. Da die Zinsen derzeit steigen, sollten Sie Ihr verfügbares Kapital anlegen. Wir zeigen Ihnen in unserem Tagesgeld-Vergleich und Festgeld-Vergleich, wer aktuell die besten Zinsen bietet.

Nachfolgend stellen wir Ihnen noch zwei interessante Ratgeber aus unserer Bibliothek vor:

So bremsen Sie explodierende Bauzinsen aus: Die Inflation treibt die Bauzinsen nach oben. Binnen Jahresfrist hat sich der Preis für Baugeld fast verdreifacht. Angesichts der grassierenden Inflation rechnen Experten mit noch höheren Zinsen. Immobilieneigentümer, deren Erstkredit in absehbarer Zeit endet, sollten sich also zügig um eine Anschlussfinanzierung kümmern.
Immobilie und Hausbau absichern: Die wichtigsten Versicherungen für Bauherren und Immobilienbesitzer: Ein Hausbau oder ein Immobilienkauf ist für Viele die größte Investition des Lebens. Ein guter Grund, das Bauprojekt oder die Immobilie rundum zu versichern. Denn eine Baustelle birgt Risiken, die den Bauherren in den Bankrott treiben können. Und auch Immobilienbesitzerinnen und -besitzer sollten einige Gefahren versichern.
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Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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