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Deutschland- Basiszins: 1,25%
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Eine täuschend echte E-Mail im Namen des Beitragsservice von ARD und ZDF sorgt gerade für Verunsicherung: Sie fordert 55,08 Euro – mit einer Frist von einem Tag. Dahinter steckt ein dreister Betrug, vor dem die Verbraucherzentrale NRW warnt. Wie die Masche funktioniert und was Sie jetzt wissen müssen, erfahren Sie hier.
Stellen Sie sich vor, Sie öffnen kurz Ihr E-Mail-Postfach und finden eine Nachricht, die wirkt wie eine ganz normale Behördenpost: Logo, Beitragsnummer, Datum, förmliche Anrede – alles da. Nur der Druck, der mitgeliefert wird, ist ungewöhnlich hoch. Bis spätestens zum nächsten Tag sollen Sie 55,08 Euro überweisen, sonst drohen Konsequenzen. Genau auf diese Reaktion setzen Betrüger, die gerade bundesweit E-Mails im Namen des Rundfunkbeitragsservice verschicken. Was hinter der Masche steckt – und wie Sie sich und Ihr Geld schützen.
Der Rundfunkbeitrag ist für viele Haushalte längst Routine: einmal SEPA-Mandat eingerichtet, automatisch abgebucht, fertig. Diese Selbstverständlichkeit nutzen Kriminelle gezielt aus. Wer ohnehin erwartet, dass der Beitrag irgendwann fällig wird, hinterfragt eine entsprechende Zahlungsaufforderung seltener – und klickt schneller. Die Verbraucherzentrale NRW hat die aktuelle Welle registriert und warnt ausdrücklich: Kein Cent sollte auf das angegebene Konto überwiesen werden.
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Phishing lebt von Vertrauen und Zeitdruck – und die aktuelle Rundfunkbeitrag-Mail liefert beides in einer ungewöhnlich überzeugenden Kombination. Das offizielle Logo ist fehlerlos eingebunden, Sprache und Formatierung wirken wie aus einer echten Behördenkommunikation. Ralf Scherfling, Phishing-Experte der Verbraucherzentrale NRW, erklärt das Grundprinzip: "Es wird Zeitdruck ausgeübt, das ist ein klassisches Mittel bei diesen Maschen."
Der Clou der Täter liegt im gewählten Zahlungsweg. Als einzige Option wird die Sofort-Überweisung angegeben – eine Methode, bei der Geld in Echtzeit das Konto wechselt und sich nicht mehr zurückrufen lässt. Wer einmal überwiesen hat, ist sein Geld in der Regel los. Das Zielkonto trägt zwar eine deutsche IBAN, gehört aber einer spanischen Bank mit deutscher Niederlassung – kein Anzeichen, das beim schnellen Lesen auffällt.
Um den Betrag noch attraktiver wirken zu lassen, bietet die Mail einen vermeintlichen Rabatt für Halb- oder Jahreszahler an. Wer doppelt zahlt, verliert doppelt. Beim echten Beitragsservice gibt es solche Staffelpreise schlicht nicht.
Das sollten Sie wissen: Nicht zum ersten Mal wird der Rundfunkbeitrag als Aufhänger für Betrug genutzt. Bereits früher sorgte eine Fake-Website namens "Service Rundfunkbeitrag" für Schlagzeilen: Sie tauchte über bezahlte Google-Anzeigen ganz oben in den Suchergebnissen auf und kassierte 29,99 Euro für eine Datenaktualisierung, die beim echten Beitragsservice kostenlos ist. In unserem Artikel zur Rundfunkbeitrag-Abzocke finden Sie auch Musterbriefe zur Rückforderung für damals Betroffene.

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DeutschlandSo überzeugend die E-Mail auf den ersten Blick wirkt – beim zweiten Hinschauen sind die Warnsignale eindeutig.
Wie Sie Phishing-Mails generell von echten Nachrichten unterscheiden, zeigt unser Phishing-Ratgeber mit Checkliste – dort sind die häufigsten Täuschungsmethoden ausführlich erklärt.
Es passiert schneller als man denkt: kurz abgelenkt, die Mail wirkt seriös, und die Überweisung ist weg. Schämen müssen Sie sich dafür nicht – aber handeln sollten Sie sofort.
Der wirksamste Schutz gegen diese Art von Betrug ist kein technisches Werkzeug, sondern eine einfache Gewohnheit: Zahlungsaufforderungen per E-Mail grundsätzlich nicht über Links in der Mail abwickeln. Tippen Sie die Adresse des Anbieters selbst in den Browser und loggen Sie sich dort ein. Was echt ist, finden Sie so genauso – ohne Risiko.
Wer seinen Rundfunkbeitrag per SEPA-Lastschrift abbuchen lässt, bekommt vom Beitragsservice ohnehin keine spontanen Zahlungsaufforderungen. Kommt trotzdem eine, ist das bereits ein belastbares Warnsignal.
Bleiben Sie auch bei künftigen Maschen auf dem Laufenden: Mit unserem kostenlosen Biallo-Newsletter erhalten Sie aktuelle Warnungen direkt ins Postfach.
Haben Sie diese E-Mail ebenfalls erhalten, oder sind Sie leider auf die Masche hereingefallen? Schreiben Sie uns an redaktion@biallo.de – Ihre Erfahrung kann anderen Leserinnen und Lesern helfen. Bereits angemeldet? Im Login-Bereich auf biallo.de können Sie sich wichtige Artikel merken und unsere ausführlichen Vergleiche nutzen.
Der offizielle Rundfunkbeitragsservice fordert keine Sofort-Überweisungen mit Ein-Tages-Fristen per E-Mail. Wer seinen Beitrag per SEPA-Lastschrift eingerichtet hat, wird ohnehin automatisch abgebucht.
Nein. Der Beitragsservice bietet keine Preisnachlässe für Halbjahres- oder Jahreszahlungen an. Eine solche Vergünstigung ist ein eindeutiger Hinweis auf Betrug.
Bei einer Sofort-Überweisung sind die Chancen leider gering, weil das Geld in Echtzeit das Konto wechselt. Trotzdem sollten Sie sofort Ihre Bank kontaktieren und Strafanzeige erstatten – Letztere ist häufig die Grundlage für Versicherungsleistungen. Alle Details finden Sie in unserem Ratgeber zur Strafanzeige bei der Polizei.
Die tatsächliche Absender-E-Mail-Adresse muss auf @rundfunkbeitrag.de enden. Fahren Sie am PC ohne Klick mit der Maus über den Absendernamen, um sie zu sehen. Öffnen Sie außerdem keine Links aus der E-Mail, sondern rufen Sie rundfunkbeitrag.de direkt im Browser auf.