Ab dem 20. November 2026 gelten strengere Regeln für Ratenkäufe mit Klarna und PayPal, bei der Kfz-Versicherung läuft am 30. November die Kündigungsfrist ab, und der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen bleibt für 2027 rechnerisch bei 2,9 Prozent. Was müssen Sie tun?

Der November bringt wieder mehrere Änderungen auf einmal. Manche betreffen wirklich alle, andere nur bestimmte Gruppen wie Autofahrer oder Familien. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir die wichtigsten Neuerungen für Sie geordnet: erst die Finanzthemen, die die Mehrheit betreffen, dann die für einzelne Gruppen.

Besonders im Blick haben sollten Sie den 20. November. An diesem Tag greift das neue Verbraucherkreditgesetz, und zwar pünktlich kurz vor dem Weihnachtsgeschäft. Wenn Sie beim Online-Shopping gerne "Kauf jetzt, zahle später" nutzen, ändert sich für Sie einiges.

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Alle Änderungen im November 2026 auf einen Blick

Die folgende Übersicht bündelt die wichtigsten Neuerungen nach Datum sortiert. Darunter ordnen wir die großen Posten einzeln ein.

Ab wannÄnderungWen es betrifft
bis 1.11.2026Krankenkassen-Zusatzbeitrag 2027: Durchschnittswert festgelegtRund 57 Mio. gesetzlich Versicherte
ab 1.11.2026 (Verkauf ab 26.10.)Bahn-Familienticket wird dauerhaftes AngebotFamilien im Fernverkehr
20.11.2026Neue Regeln für Ratenkauf und "Buy now, pay later" (Klarna, PayPal, Kleinkredite)Alle, die online auf Raten oder später zahlen
Eingang bis 30.11.2026Kfz-Versicherung: Kündigungsfrist zum JahreswechselAutofahrer mit Vertrag bis 31.12.
bis 30.11.2026 / ab 1.11.2026Lohnsteuerermäßigung: Antragsfrist 2026 endet, Antrag für 2027 startetArbeitnehmer mit hohen absetzbaren Kosten
im NovemberWeiteres (Ökodesign-Regeln, Rechtsänderungen)einzelne Gruppen
Quelle: eigene Recherche; Stand: 23. Oktober 2026
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Ratenkauf mit Klarna und PayPal: Ab 20. November gelten neue Regeln

Ab dem 20. November 2026 fallen erstmals auch Kleinkredite und "Buy now, pay later"-Modelle (BNPL) unter das Verbraucherkreditrecht. Das ist die größte Finanzänderung des Monats, weil Millionen Menschen beim Online-Shopping auf Raten oder mit Zahlungsziel bezahlen.

Dahinter steckt das neue Verbraucherkreditgesetz, mit dem Deutschland die EU-Richtlinie 2023/2225 umsetzt. Die Regelungen zu Verbraucherkreditverträgen treten laut Bundesregierung im November 2026 in Kraft. Welche Kreditformen künftig geschützt sind, erklärt die Bundesregierung: Kleinkredite bis 200 Euro, zins- und gebührenfreie Kredite, Kredite mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten sowie sogenannte "Buy now, pay later"-Modelle werden in die verbraucherschützenden Regelungen für Kreditverträge einbezogen.

Für Sie bringt das konkrete neue Rechte. Anbieter wie Klarna oder PayPal müssen künftig Ihre Kreditwürdigkeit prüfen, bevor Sie auf Raten kaufen. Zudem haben Sie ein Widerrufsrecht und bekommen vorab klare Informationen zu Laufzeit, Raten und Kosten. Mehr Details dazu lesen Sie in unserem Biallo-Ratgeber zum neuen Widerrufsrecht bei Klarna und PayPal.

Ein Punkt sorgt häufig für Verunsicherung: der Schufa-Score. Ob die Bonitätsabfrage selbst Ihren Score beeinflusst, hängt davon ab, wie der jeweilige Anbieter sie technisch gestaltet. Dabei gilt: Reine Konditionsanfragen wirken sich nicht auf den Score aus, während Kreditanfragen ihn kurzfristig leicht senken können. Wie die "Buy now, pay later"-Anbieter das künftig konkret umsetzen, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist hingegen: Versäumen Sie eine Rückzahlung, kann der Anbieter das als Zahlungsverzug an die Schufa melden, mit möglichen Folgen für künftige Verträge wie Mietwohnung, Mobilfunk oder Kredit.

Wichtig: Nicht jede Zahlung fällt unter die neuen Regeln. Für Kreditverträge, die an diesem Stichtag bereits bestehen, gelten nach den Übergangsregelungen grundsätzlich weiterhin die bisherigen Vorschriften, bis der jeweilige Vertrag beendet ist. Auch der klassische Kauf auf Rechnung bleibt in bestimmten Fällen außen vor. Für Sie heißt das trotzdem: Behalten Sie offene Beträge im Blick, gerade wenn Sie mehrere kleine Zahlungsaufschübe parallel laufen haben.

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„Das neue Gesetz schließt eine Lücke, die lange zu Lasten der Verbraucher ging: "Später zahlen" fühlt sich harmlos an, ist aber ein Kredit. Ab November haben Sie hier dieselben Rechte wie beim klassischen Ratenkredit.“
— Franziska Baum, Redakteurin bei biallo.de
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Kfz-Versicherung: Bis 30. November handeln und sparen

Wenn Ihre Kfz-Versicherung zum 31. Dezember ausläuft, ist der 30. November 2026 Ihr Stichtag für die Kündigung. Das betrifft die meisten Autofahrer, denn der Großteil der Verträge folgt dem Kalenderjahr.

Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat zum Vertragsende. Entscheidend ist dabei ein Detail, das viele übersehen: Es zählt nicht das Absendedatum, sondern wann Ihre Kündigung beim Versicherer ankommt. Planen Sie also lieber ein paar Tage Puffer ein und lassen Sie sich den Eingang bestätigen. Verpassen Sie den Termin, verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um ein Jahr.

Ein echter Vorteil: Ihre Schadenfreiheitsklasse nehmen Sie beim Wechsel mit, der neue Versicherer fragt sie beim alten ab. Prüfen Sie vor der Kündigung aber Ihren Versicherungsschein, denn bei unterjährigen Verträgen verschiebt sich der Stichtag. Schließen Sie am besten zuerst den neuen Vertrag ab und kündigen Sie dann den alten. So sind Sie nie ohne Schutz.

Lohnsteuerermäßigung: Stichtag 30. November für mehr Netto

Haben Sie lange Pendelstrecken zur Arbeit oder hohe Ausgaben für Fortbildung, doppelte Haushaltsführung oder Kinderbetreuung? Dann holen Sie sich einen Teil Ihrer Steuerentlastung schon über den Monatslohn, statt bis zur Steuererklärung zu warten. Das Finanzamt trägt dafür einen Freibetrag in Ihre elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ein, Ihr Arbeitgeber zieht dann jeden Monat weniger Lohnsteuer ab. Im Endeffekt bleibt ein dickeres Plus auf der Lohnabrechnung.

Beachten Sie: Die Höhe Ihrer Steuer ändert sich dadurch nicht, Sie bekommen Ihr Geld nur früher. Für das laufende Jahr 2026 muss Ihr Antrag bis zum 30. November 2026 beim Finanzamt eingehen, sonst rutscht die Entlastung in die Steuererklärung. Die Antragsfrist für 2027 startet am 1. November 2026. Das regelt das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren nach Paragraf 39a Einkommensteuergesetz. Je früher Sie den Antrag stellen, desto gleichmäßiger verteilt sich der Freibetrag auf die restlichen Monate.

Krankenkassen: Zusatzbeitrag 2027 soll stabil bleiben

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen soll 2027 rechnerisch bei 2,9 Prozent bleiben. Diesen Richtwert legt das Bundesgesundheitsministerium bis zum 1. November fest. Er ist damit ein Thema für rund 57 Millionen Versicherte.

Die Grundlage lieferte der GKV-Schätzerkreis. Die offizielle Prognose des sogenannten Schätzerkreises sieht trotz steigender Gesundheitsausgaben zunächst keine weitere Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes vor. Nach der Schätzung des GKV-Schätzerkreises werden die Ausgaben der Krankenkassen 2027 voraussichtlich auf 378,1 Milliarden Euro steigen.

Bei aller Entwarnung lohnt ein zweiter Blick: Der Durchschnittswert ist nur eine Orientierung, keine Obergrenze. Jede Kasse legt ihren Zusatzbeitrag selbst fest. Der tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz kommt zum allgemeinen Beitragssatz von einheitlich 14,6 Prozent des Bruttolohns. Nach Zahlen der Kassen liegt das tatsächliche Niveau der Zusatzbeiträge inzwischen im Schnitt bei 3,1 Prozent. Die Spanne unter den 93 Kassen reicht von 2,18 bis 4,39 Prozent. Ein Kassenvergleich kann sich für Sie also spürbar lohnen, denn zwischen günstigster und teuerster Kasse liegen mehr als zwei Prozentpunkte.

Das Bahn-Familienticket kommt als Dauerangebot

Für Familien kommt im November eine gute Nachricht. Das Familienticket der Deutschen Bahn, ursprünglich nur ein Sommerangebot, wird zum dauerhaften Tarif. Eine einfache Fahrt im Fernverkehr kostet 59,99 Euro für bis zu fünf Personen. Eine Hin- und Rückfahrt im Fernverkehr kostet 99,99 Euro für bis zu fünf Personen. Sitzplatzreservierungen für maximal fünf Personen sind im Familienticket inklusive.

Laut Deutscher Bahn ist der erste buchbare Reisetag der 1. November 2026, der Verkauf startet bereits am 26. Oktober. Wenn Sie mit der Familie eine Fernverkehrsreise planen, lohnt sich vor der Buchung ein kurzer Preisvergleich: Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung ohnehin kostenlos mit. Der Vorteil des Tickets liegt vor allem im festen Pauschalpreis für die Erwachsenen und den schon enthaltenen Reservierungen.

Damit Sie bei den ständigen Änderungen für Ihren Geldbeutel nichts verpassen, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Newsletter zu allen wichtigen Finanz- und Geldthemen.

Ökodesign und Rechtliches

Neben den großen Finanzthemen greifen im November weitere Neuerungen, die eher einzelne Gruppen betreffen. Drei davon lohnt ein genauerer Blick.

Neues Ökodesign-Gesetz: Deutschland passt sein Recht an die EU-Ökodesign-Verordnung an. Dahinter steht die Idee, Produkte langlebiger, reparierbarer und ressourcenschonender zu machen. Künftig können für immer mehr Produktgruppen verbindliche Vorgaben gelten, etwa zur Haltbarkeit, zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder zu einem digitalen Produktpass, der Informationen zu Material und Reparatur bündelt. Für Sie als Verbraucherin und Verbraucher wirkt das vor allem mittelbar, über das Angebot im Laden: Produkte sollen sich leichter reparieren lassen, Wegwerfen soll seltener werden. Spürbar wird das aber erst nach und nach, wenn die einzelnen Produktvorgaben greifen.

Bessere Anerkennung ausländischer Qualifikationen für Heilberufe: Für Fachkräfte aus dem Ausland wird die Anerkennung ihrer Abschlüsse in Gesundheitsberufen vereinfacht und stärker vereinheitlicht. Das betrifft etwa Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte oder Apothekerinnen und Apotheker, die in Deutschland arbeiten möchten. Wenn Sie selbst einen ausländischen Abschluss in einem Heilberuf haben oder im Gesundheitswesen einstellen, sollten Sie die neuen Verfahrenswege prüfen.

Digitalisierung in der Migrationsverwaltung: Verfahren rund um Aufenthalt und Migration sollen schrittweise digitaler ablaufen, etwa durch elektronische Akten und Online-Anträge. Das betrifft vor allem Menschen mit laufenden ausländerrechtlichen Verfahren und soll Abläufe beschleunigen.

Gehören Sie zu einer dieser Gruppen, prüfen Sie die Details am besten gezielt für Ihren Fall.

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Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 4 Monate, Sicherheit: mind. geringe Sicherheit. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 23.10.2026

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Welche November-Änderung betrifft Sie am stärksten: die neuen Kreditregeln, der Stichtag bei der Kfz-Versicherung oder die Krankenkassenbeiträge? Werden Sie Ihre Autoversicherung noch vor dem 30. November wechseln? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Fragen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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Häufige Fragen zu den Änderungen im November 2026

Was ändert sich am 20. November 2026 bei Klarna und PayPal?

Ab dem 20. November 2026 fallen Ratenkäufe und "Buy now, pay later"-Modelle unter das Verbraucherkreditrecht. Anbieter müssen vor dem Abschluss Ihre Kreditwürdigkeit prüfen. Sie erhalten ein Widerrufsrecht und klare vorvertragliche Informationen. Nicht jede Zahlung ist betroffen, der klassische Kauf auf Rechnung bleibt in bestimmten Fällen ausgenommen.

Bis wann muss ich meine Kfz-Versicherung 2026 kündigen?

Läuft Ihr Vertrag zum 31. Dezember aus, muss Ihre Kündigung bis zum 30. November 2026 beim Versicherer eingegangen sein. Maßgeblich ist der Eingang, nicht das Absendedatum. Bei unterjährigen Verträgen gilt ein anderer Stichtag, den Sie auf Ihrem Versicherungsschein finden.

Wie hoch ist der Krankenkassen-Zusatzbeitrag 2027?

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag soll 2027 rechnerisch bei 2,9 Prozent bleiben, festgelegt bis zum 1. November 2026. Das ist aber nur ein Orientierungswert. Tatsächlich verlangen viele Kassen bereits im Schnitt rund 3,1 Prozent, die Spanne reicht von 2,18 bis 4,39 Prozent.

Ab wann gilt das neue Bahn-Familienticket?

Das Familienticket wird ab dem 1. November 2026 dauerhaft angeboten, der Verkauf startet am 26. Oktober. Eine Hin- und Rückfahrt im Fernverkehr kostet 99,99 Euro für bis zu fünf Personen inklusive Sitzplatzreservierung.

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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