
Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate

Deutschland- Basiszins: 0,75%
- Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate

Niederlande- Basiszins: 1,80%
- Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Die Angriffe der USA und Israels auf Iran und dessen Gegenschläge haben die Börsen weltweit eine Woche lang in Atem gehalten. Hauptgrund sind Befürchtungen, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus noch länger beeinträchtigt wird. Durch diese gehen etwa 20 Prozent der globalen Öltransporte. Für den Transport von Flüssigerdgas ist die Bedeutung ähnlich hoch.
Trotz zwischenzeitlicher Erholungsversuche wiesen die wichtigsten Aktienindizes auf Wochensicht erhebliche Verluste auf. Beim Deutschen Aktienindex (Dax) summierte sich das Minus auf rund sieben Prozent. Dabei waren beinahe alle Indexwerte betroffen, nachdem Rüstungsunternehmen zu Wochenbeginn noch zugelegt hatten. Reise- und Touristik-Titel sowie Unternehmen aus der energieintensiven Chemiebranche büßten allerdings überdurchscnittlich ein.
Autofahrer haben es an den Tankstellen gesehen: Der Ölpreis kletterte infolge der Angriffe auf Iran steil nach oben. Zwar gab es im Wochenverlauf auch hier Gegenbewegungen, die aber wie an den Aktienmärkten zeitlich begrenzt blieben. Bis zum Freitag (6. März 2026) stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Brent-Öl erstmals seit April 2024 auf über 90 US-Dollar. Seit dem Beginn des Krieges hat sich Brent-Rohöl um etwa 25 Prozent verteuert. Wie es weitergeht, dürfte von der Entwicklung des Konflikts abhängen. Sollte die Störung an der Straße von Hormus andauern, könnte der Preis nach Expertenmeinung bis auf 100 US-Dollar pro Barrel steigen, manche sprechen sogar von 150 US-Dollar.
Anders als in anderen Zeiten von Unsicherheit war Gold nur kurz gefragt. Nach einem Anstieg zu Wochenbeginn ging der Preis auf rund 5.160 US-Dollar zurück. Allerdings liegt der Goldpreis ohnehin auf einem sehr hohen Niveau. Auch ein anderer „sicherer Hafen“, deutsche Staatsanleihen, profitierten nicht von der Krise. Hier gaben die Kurse nach, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,87 Prozent. Grund dafür waren Sorgen vor einer anziehenden Inflation und damit einhergehenden Zinserhöhungen. Der Bitcoin-Kurs legte auf Wochensicht zu.

Deutschland
Deutschland
NiederlandeWie stark die neue Eskalation im Nahen Osten die Märkte in den nächsten Tagen und Wochen beeinflussen wird, hängt von der Entwicklung des Konflikts ab. Falls sich der Krieg ausweitet oder in die Länge zieht, könnte die schlechte Börsenstimmung noch anhalten. Denn ein längerfristig hoher Ölpreis verteuert nicht nur Benzin und andere Energieträger, sondern erhöht auch die Inflation und schwächt das Wirtschaftswachstum.
Dennoch sollten Sie Ruhe bewahren und nicht übereilt handeln. Verkaufen, wenn alle dies tun, ist selten eine gute Idee. Besser ist es, die Lage aufmerksam zu verfolgen. Sollte sich tatsächlich eine längere deutliche Störung der Ölversorgung abzeichnen, könnten Sie Ihr Portfolio überprüfen. Historische Daten zeigen aber, dass sich die Märkte in der Regel rasch von Kriegen und Krisen erholen.
Aktien und ETFs: Sollte der Konflikt andauern und die Ölpreise längerfristig nach oben treiben, könnte dies auch die Aktienmärkte zumindest zeitweilig nach unten ziehen. Wer langfristig in Aktien investiert hat, etwa über einen weltweiten ETF, muss dennoch erst einmal nichts tun. Für unsichere Anleger kann eine Umschichtung in sichere Anlagen wie Festgeld, Tagesgeld oder Anleihen sinnvoll sein – allerdings nur mit einem Teil des Anlagebetrags.
Festgeld und Tagesgeld: Auf die Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld dürfte der Konflikt kurzfristig keine Auswirkungen haben. Sollte es allerdings zu einem dauerhaften Anstieg des Ölpreises kommen, könnte das die weltweite Inflation nach oben treiben. In der Folge könnten die Notenbanken reagieren und ihre Zinsen erhöhen. Dies wird aber – wenn überhaupt – nicht in den kommenden Monaten passieren. Insofern können Zinssparer vorerst gelassen bleiben.