Konflikt

Angriff auf Iran: Das bedeutet der Nahost-Krieg für Anleger 

Redaktion
Redakteur
Aktualisiert am: 06.03.2026

Die Angriffe der USA und Israels auf Iran und dessen Gegenschläge haben die Börsen weltweit eine Woche lang in Atem gehalten. Hauptgrund sind Befürchtungen, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus noch länger beeinträchtigt wird. Durch diese gehen etwa 20 Prozent der globalen Öltransporte. Für den Transport von Flüssigerdgas ist die Bedeutung ähnlich hoch.

Aktienbörsen deutlich im Minus 

Trotz zwischenzeitlicher Erholungsversuche wiesen die wichtigsten Aktienindizes auf Wochensicht erhebliche Verluste auf. Beim Deutschen Aktienindex (Dax) summierte sich das Minus auf rund sieben Prozent. Dabei waren beinahe alle Indexwerte betroffen, nachdem Rüstungsunternehmen zu Wochenbeginn noch zugelegt hatten. Reise- und Touristik-Titel sowie Unternehmen aus der energieintensiven Chemiebranche büßten allerdings überdurchscnittlich ein.

Ölpreis erheblich gestiegen

Autofahrer haben es an den Tankstellen gesehen: Der Ölpreis kletterte infolge der Angriffe auf Iran steil nach oben. Zwar gab es im Wochenverlauf auch hier Gegenbewegungen, die aber wie an den Aktienmärkten zeitlich begrenzt blieben. Bis zum Freitag (6. März 2026) stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Brent-Öl erstmals seit April 2024 auf über 90 US-Dollar. Seit dem Beginn des Krieges hat sich Brent-Rohöl um etwa 25 Prozent verteuert. Wie es weitergeht, dürfte von der Entwicklung des Konflikts abhängen. Sollte die Störung an der Straße von Hormus andauern, könnte der Preis nach Expertenmeinung bis auf 100 US-Dollar pro Barrel steigen, manche sprechen sogar von 150 US-Dollar.

Goldpreis und Anleihekurse gesunken 

Anders als in anderen Zeiten von Unsicherheit war Gold nur kurz gefragt. Nach einem Anstieg zu Wochenbeginn ging der Preis auf rund 5.160 US-Dollar zurück. Allerdings liegt der Goldpreis ohnehin auf einem sehr hohen Niveau. Auch ein anderer „sicherer Hafen“, deutsche Staatsanleihen, profitierten nicht von der Krise. Hier gaben die Kurse nach, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,87 Prozent. Grund dafür waren Sorgen vor einer anziehenden Inflation und damit einhergehenden Zinserhöhungen. Der Bitcoin-Kurs legte auf Wochensicht zu. 

Biallo Tagesgeld Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000 €, Anlagedauer: 6 Monate, Sicherheit: Alle Anbieter. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz / Zinsertrag
Bewertung
S&P Länderrating
Produktdetails
Anbieter und Produkt
Zinssatz
2,75% /
138,29 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 1,00%
  • Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
2,75% /
137,97 €
Bewertung
S&P Länderrating
AAA
Deutschland
Produktdetails
  • Basiszins: 0,75%
  • Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate
Zum Anbieter
Anbieter und Produkt
Zinssatz
3,00% /
129,02 €
Bewertung
5/5
S&P Länderrating
AAA
Niederlande
Produktdetails
  • Basiszins: 1,80%
  • Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Zum Anbieter
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 08.03.2026

Wie geht es weiter? 

Wie stark die neue Eskalation im Nahen Osten die Märkte in den nächsten Tagen und Wochen beeinflussen wird, hängt von der Entwicklung des Konflikts ab. Falls sich der Krieg ausweitet oder in die Länge zieht, könnte die schlechte Börsenstimmung noch anhalten. Denn ein längerfristig hoher Ölpreis verteuert nicht nur Benzin und andere Energieträger, sondern erhöht auch die Inflation und schwächt das Wirtschaftswachstum. 

Dennoch sollten Sie Ruhe bewahren und nicht übereilt handeln. Verkaufen, wenn alle dies tun, ist selten eine gute Idee. Besser ist es, die Lage aufmerksam zu verfolgen. Sollte sich tatsächlich eine längere deutliche Störung der Ölversorgung abzeichnen, könnten Sie Ihr Portfolio überprüfen. Historische Daten zeigen aber, dass sich die Märkte in der Regel rasch von Kriegen und Krisen erholen. 

Aktien und ETFs: Sollte der Konflikt andauern und die Ölpreise längerfristig nach oben treiben, könnte dies auch die Aktienmärkte zumindest zeitweilig nach unten ziehen. Wer langfristig in Aktien investiert hat, etwa über einen weltweiten ETF, muss dennoch erst einmal nichts tun. Für unsichere Anleger kann eine Umschichtung in sichere Anlagen wie Festgeld, Tagesgeld oder Anleihen sinnvoll sein – allerdings nur mit einem Teil des Anlagebetrags. 

Festgeld und Tagesgeld: Auf die Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld dürfte der Konflikt kurzfristig keine Auswirkungen haben. Sollte es allerdings zu einem dauerhaften Anstieg des Ölpreises kommen, könnte das die weltweite Inflation nach oben treiben. In der Folge könnten die Notenbanken reagieren und ihre Zinsen erhöhen. Dies wird aber – wenn überhaupt – nicht in den kommenden Monaten passieren. Insofern können Zinssparer vorerst gelassen bleiben. 

Biallo.de, dahinter steckt erfahrener und unabhängiger Verbraucherjournalismus. Unsere Redaktion vereint Finanzjournalisten, Autoren und fachliche Experten, die dafür brennen, die vielfältigen Angebote und Themen der Finanzwelt zu analysieren und verständlich für Sie aufzubereiten. Dabei steht der praktische Nutzwert immer ganz oben auf der Agenda. Die Biallo-Redaktion informiert aber nicht nur auf biallo.de, sondern auch über unsere Podcasts und YouTube-Videos, unseren Newsletter sowie auf unseren Social-Media-Kanälen und in zahlreichen Printmedien.

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.