
Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 4,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,25%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Seit dem 28. September 2026 ist Santander in Deutschland Geschichte: Neun Produkte laufen jetzt unter dem Namen "Openbank". Für Bestandskunden bleibt alles beim Alten, doch beim Namen "Openbank" lauern zwei Fallen, die Ihr Geld und Ihre Zinsen betreffen.
Haben Sie in den letzten Wochen gestutzt, weil an Ihrer Santander-Filiale plötzlich ein neuer Name prangt oder Ihre Banking-App anders aussieht? Keine Sorge, Ihre Bank ist nicht verschwunden, sie heißt nur anders. Die frühere Santander Consumer Bank tritt in Deutschland jetzt unter der Marke Openbank auf. Zum Start nach der Umfirmierung lockt die Bank mit 4,00 Prozent Zinsen auf das Tagesgeldkonto, aber nicht für jeden.
In diesem Artikel führen wir Sie Schritt für Schritt durch die Umstellung. Sie erfahren, was sich konkret geändert hat und ob Sie handeln müssen. Vor allem aber zeigen wir Ihnen zwei Haken, die oft untergehen: die gefährliche Verwechslung zweier Banken mit fast identischem Namen und den Zins-Nachteil, der ausgerechnet treue Bestandskunden trifft.
Die kurze Antwort für Bestandskunden: Sie müssen nichts tun. Ihre Verträge, Konditionen, Ihre IBAN, Ihre Kartennummern und Zugangsdaten bleiben unverändert und laufen ohne Unterbrechung weiter. Santander-Kunden werden automatisch zu Openbank-Kunden.
Was sich ändert, ist der Name. Seit dem 28. September 2026 führt die frühere Santander Consumer Bank neun Produkte unter der Marke Openbank. Die Website ist jetzt unter openbank.de erreichbar. Rechtlich firmiert das Institut aus Mönchengladbach bereits seit Mai 2026 als Openbank Deutschland AG. Hintergrund ist ein Konzernumbau: Die spanische Banco Santander hat ihre Digitalbank Openbank mit dem Verbrauchergeschäft der Santander Consumer Finance zusammengelegt. Deutschland ist der erste Markt, in dem das umgesetzt wird.
Diese neun Produkte tragen jetzt einen neuen Namen:
| Bisheriger Name | Neuer Name seit 28.09.2026 |
|---|---|
| Santander Tagesgeld | Openbank Tagesgeld |
| Santander Festgeld | Openbank Festgeld |
| Santander BestGiro (Girokonto) | Openbank BestGiro |
| Santander BestCredit (Ratenkredit) | Openbank BestCredit |
| Santander CarCredit (Autokredit) | Openbank CarCredit |
| Santander BestCard Basic, Smart, Extra, Premium | Openbank BestCard Basic, Smart, Extra, Premium |
Hinweis: Versicherungsprodukte wie Santander Protect und das hauseigene Fondsangebot sind von der Umbenennung vorerst ausgenommen und tragen weiter den Namen Santander.
In Deutschland gibt es seit der Umbenennung zwei Banken mit "Openbank" im Namen, und sie haben unterschiedliche Einlagensicherungen. Das ist der erste Haken, und er entscheidet darüber, wie Ihr Geld im Ernstfall abgesichert ist.
Zum einen die Openbank Deutschland AG, die frühere Santander Consumer Bank mit Sitz in Mönchengladbach. Hier greift die deutsche Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro pro Person, zusätzlich abgesichert durch den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Zum anderen die spanische Open Bank S.A., eine eigenständige Tochter der Banco Santander mit Zweigniederlassung in Frankfurt. Bei ihr gilt die spanische Einlagensicherung.
Die wichtigsten Unterschiede der beiden Banken im Überblick:
| Merkmal | Openbank Deutschland AG | Open Bank S.A. |
|---|---|---|
| Herkunft | frühere Santander Consumer Bank | spanische Tochter der Banco Santander |
| Sitz | Mönchengladbach | Madrid, Zweigniederlassung Frankfurt |
| Einlagensicherung | deutsche Einlagensicherung (bis 100.000 Euro) plus freiwilliger Einlagensicherungsfonds | spanische Einlagensicherung (bis 100.000 Euro) |
| Neukunden in Deutschland | ja | nein, seit 15.07.2026 gestoppt |
| Tagesgeld Neukundenzins | 4,00 % pro Jahr (4 Monate) | kein Neugeschäft |
| Tagesgeld Bestandskundenzins | 2,00 % pro Jahr (Basiszins) | für Bestandskunden eingeloggt abrufbar |
Warum ist das für Sie relevant? Weil es keine übergeordnete europäische Einlagensicherung gibt. Jedes nationale Sicherungssystem haftet eigenständig für Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Deutschland genießt bei der US-Ratingagentur S&P Global die Bestnote "AAA", die Openbank Deutschland AG entsprechend ebenfalls. Wenn Sie als früherer Santander-Kunde zur Openbank Deutschland gehören, liegt Ihr Geld also unter dem deutschen Sicherungsschirm. Ein kleiner Hinweis zur Entwarnung: Die spanische Open Bank S.A. nimmt in Deutschland seit dem 15. Juli 2026 ohnehin keine Neukunden mehr an. Prüfen Sie im Zweifel die Herkunft Ihres Kontos, bevor Sie größere Summen anlegen.
Der zweite Haken betrifft die Zinsen, und er trifft ausgerechnet treue Kunden. Zum Markenstart zahlt die Openbank einen Aktionszins von 4,00 Prozent pro Jahr aufs Tagesgeld, vier Monate lang und auf Guthaben bis 100.000 Euro. Das ist ein starker Startzins.
Doch dieses Willkommensangebot gilt ausschließlich für Neukunden. Als Neukunde zählen Sie nur, wenn Sie in den letzten zwölf Monaten kein Openbank-Tagesgeld (ehemals Santander-Tagesgeld) geführt haben. Wenn Sie Ihr Erspartes also seit Jahren beim früheren Santander-Tagesgeld parken, bekommen Sie diese 4,00 Prozent nicht. Für Sie gilt weiterhin der variable Basiszins von derzeit 2,00 Prozent pro Jahr. Dieser Basiszins ist genau der, auf den auch Neukunden nach den vier Aktionsmonaten zurückfallen. Die Zinsen schreibt die Bank monatlich gut, es gibt also einen kleinen Zinseszinseffekt.
Wichtig: Der Unterschied ist spürbar. Bei 10.000 Euro machen 4,00 statt 2,00 Prozent über vier Monate rund 67 Euro vor Steuern aus. Prüfen Sie, ob Sie als Bestandskunde die Voraussetzungen fürs Neukundenangebot vielleicht doch erfüllen.
Für Neukunden lohnt sich die Openbank als solides Angebot, der Spitzenreiter ist sie aber nicht. Die 4,00 Prozent sind stark, beim Aktionszins spielt die Bank ganz vorn mit. An der Spitze stehen jedoch andere. Entscheidend ist für Sie nicht nur der Prozentsatz, sondern auch die Einlagensicherung und der Zins, der nach der Aktion übrig bleibt.
Übrigens: Im Zuge der Umbenennung haben wir unsere Vergleiche bei biallo.de bereits auf die neuen Produktnamen umgestellt. Sie finden die frühere Santander also jetzt unter Openbank, die Konditionen bleiben davon unberührt.
Wir haben im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de 10.000 Euro über vier Monate gerechnet, also über genau den Zeitraum, für den die Openbank ihren Aktionszins zahlt. So sieht die Top 5 nach Zinsertrag aus:
| Anbieter | Aktionszins p. a. | Zinsertrag (4 Monate) | Basiszins danach | Einlagensicherung / S&P |
|---|---|---|---|---|
| Revolut | 4,25 % (4 Monate) | 142,67 € | 1,25 % | Deutschland / AAA |
| Crédit Agricole Savings | 4,10 % (4 Monate) | 137,37 € | 2,50 % | Frankreich / A+ |
| Chase | 4,00 % (4 Monate) | 134,00 € | 2,25 % | Deutschland / AAA |
| Openbank Deutschland | 4,00 % (4 Monate) | 134,00 € | 2,00 % | Deutschland / AAA |
| DISTINGO Bank | 3,95 % (6 Monate) | 132,32 € | 1,95 % | Frankreich / A+ |
Sie sehen: Die Openbank landet mit ihren 4,00 Prozent auf einem guten vierten Platz, gleichauf mit Chase. An der Spitze zahlt Revolut sogar 4,25 Prozent, ebenfalls mit deutscher Einlagensicherung. Ein echter Vorteil der Openbank ist aber der Basiszins danach: 2,00 Prozent sind deutlich mehr als bei Revolut mit 1,25 Prozent und überdurchschnittlich hoch. Die Openbank ist deshalb vor allem dann attraktiv, wenn Sie Wert auf deutsche Einlagensicherung legen und nach der Aktion nicht sofort wechseln möchten. Suchen Sie dagegen schlicht den höchsten Startzins, lohnt der Blick auf die Spitzenreiter. Um bei den ständigen Zinsänderungen nicht den Anschluss zu verpassen, hilft Ihnen unser kostenloser Newsletter zu allen wichtigen Finanzthemen.
Für die allermeisten früheren Santander-Kunden lautet die Handlungsempfehlung: entspannt bleiben. Ihre Konten, Karten und Kredite laufen unverändert weiter, die Umstellung ist für Sie eine Formalie. Aktiv werden sollten Sie nur in zwei Fällen.
Erstens, wenn Sie größere Summen anlegen: Vergewissern Sie sich, dass Ihr Geld bei der Openbank Deutschland AG liegt und damit unter der deutschen Einlagensicherung, nicht bei der spanischen Open Bank S.A. Zweitens, wenn Sie beim Zins das Maximum herausholen wollen. Der aktuelle Openbank-Aktionszins von 4,00 Prozent liegt klar über dem Biallo-Index, der für Tagesgeld bei 10.000 Euro aktuell 1,83 Prozent beträgt und seit Jahresbeginn um gut 0,46 Prozentpunkte gestiegen ist. Als Bestandskunde kommen Sie an diese 4,00 Prozent aber nicht heran. Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich daher in jedem Fall.
Sind Sie selbst von der Umstellung betroffen? Finden Sie den neuen Namen Openbank sinnvoll oder sorgt die Verwechslungsgefahr mit der spanischen Open Bank auch bei Ihnen für Stirnrunzeln? Und werden Sie das Neukundenangebot nutzen oder bleiben Sie Ihrer Hausbank treu? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
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Deutschland
Deutschland
DeutschlandNein. Verträge, Konditionen, IBAN, Kartennummern und Zugangsdaten bleiben unverändert und laufen ohne Unterbrechung weiter. Sie wurden zum 28. September 2026 automatisch Openbank-Kunde. Nur der Name der Bank und der Produkte hat sich geändert.
Ja. Die Openbank Deutschland AG, die frühere Santander Consumer Bank, unterliegt der deutschen Einlagensicherung: gesetzlich bis 100.000 Euro pro Person, zusätzlich über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Verwechseln Sie diese Bank nicht mit der spanischen Open Bank S.A., für die die spanische Einlagensicherung gilt.
In der Regel nicht. Der Aktionszins von 4,00 Prozent für vier Monate gilt nur für Neukunden, die in den letzten zwölf Monaten kein Openbank- oder Santander-Tagesgeld geführt haben. Als langjähriger Bestandskunde erhalten Sie weiterhin den variablen Basiszins von derzeit 2,00 Prozent pro Jahr.
Die Openbank Deutschland AG ist die frühere Santander Consumer Bank mit Sitz in Mönchengladbach und deutscher Einlagensicherung. Die Open Bank S.A. ist eine eigenständige spanische Tochter der Banco Santander mit Zweigniederlassung in Frankfurt und spanischer Einlagensicherung. Letztere nimmt in Deutschland seit dem 15. Juli 2026 keine Neukunden mehr an.