Geschäftskonto

ING-Geschäftskonto: Weiter bis zu einem Jahr gratis, nun auch mit Apple Pay und Google Pay

Matthias Autenrieth
Redakteur
Aktualisiert am: 12.10.2026
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Die ING bietet ihr Geschäftskonto weiterhin mindestens sechs Monate ohne Grundpreis und Transaktionskosten an, für Gründerinnen und Gründer sogar zwölf Monate. Seit unserem Test im Mai hat die Bank nachgebessert: Die Visa Business Debitkarte lässt sich jetzt in Apple Pay und Google Pay hinterlegen.

Beim ING-Geschäftskonto läuft die Gratis-Aktion weiter, mit der Deutschlands größte Direktbank seit dem Marktstart um Selbstständige und Gründende wirbt. Zugleich hat die ING am Konto geschraubt, seit biallo.de es zuletzt geprüft hat. Vor allem ist eine der meistbemängelten Lücken beim mobilen Bezahlen inzwischen geschlossen worden.

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Das steckt in der Aktion

Die ING verzichtet in den ersten sechs Monaten ab Kontoeröffnung auf Grundpreis und Transaktionskosten, für Gründerinnen und Gründer sind es sogar zwölf Monate. Die zwölf Gratis-Monate gelten für alle, die sich zum Zeitpunkt der Eröffnung noch im ersten Geschäftsjahr seit der Gründung befinden. Gebühren, wie Automatengebühren von Fremdanbietern oder Auslandsentgelte, können allerdings auch in den Aktionszeiten anfallen.

Nach der Gratis-Phase greift die sogenannte Bestpreisgarantie. Die ING rechnet dann automatisch rückwirkend den Tarif ab, der auf Basis des tatsächlichen Nutzungsverhaltens am günstigsten ist. Der Einstieg beginnt bei 0 Euro Grundpreis im Tarif S, in dem allerdings die Kosten je Transaktion mit 0,30 Euro am höchsten sind. Die kostenlose Visa Business Debitkarte ist in jedem Tarif dabei.

Bedingungen für das Konto gibt es natürlich. Einen Mindestgeldeingang oder vorgeschriebenen Jahresumsatz verlangt die ING zwar nicht. Für die Rechtsformen gibt es dagegen klare Linien. Seit Mai 2026 dürfen zwar auch UGs das Konto nutzen, nicht aber GbR, GmbH & Co. KG oder eine GmbH in Gründung vor dem Handelsregistereintrag. Wer für die Stammkapital-Einzahlung ein Konto braucht, ist bei der ING also weiterhin falsch, wie wir in unserem Geschäftskonto-Vergleich 2026 gezeigt haben. Und wer nach mindestens einem Jahr sein Konto nicht weiter nutzen will, sollte es kündigen: Die ING erhebt dann unter bestimmten Bedingungen eine monatliche Nichtnutzungsgebühr von 4,90 Euro.

Auf einen Blick: die Aktion im Überblick

MerkmalKonditionen
Kostenlos für Neukunden6 Monate ohne Grundpreis und Transaktionskosten
Kostenlos für Gründer/-innen12 Monate (im ersten Geschäftsjahr)
Grundpreis danachab 0,00 € (Tarif S, Bestpreisgarantie)
Visa Business Debitkartekostenlos, in jedem Tarif
Mindestgeldeingangkeiner
Quelle: ING, Stand: 12. Oktober 2026
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Das hat sich seit dem Mai-Test geändert

Die wichtigste Neuerung gegenüber unserem Test von Mai: Die Visa Business Debitkarte lässt sich seit dem 1. Juli 2026 in Apple Wallet und Google Wallet hinterlegen. Als wir das Konto zuletzt ausführlich geprüft haben, war das mobile Bezahlen über die Business-Karte noch nicht möglich. Zusätzliche Kosten für Einrichtung oder Transaktion fallen nicht an. Mit Apple Pay und Google Pay lässt sich kontaktlos per Smartphone und Smartwatch zahlen. Damit schließt die Bank eine Lücke, die viele Selbstständige zuvor bemängelt hatten, zumal die privaten ING-Karten Mobile Payment schon deutlich länger anboten.

In der Leistungsübersicht führt die ING Apple Pay und Google Pay inzwischen fest unter den bestehenden Funktionen. Dort nennt die Bank auch, woran sie noch arbeitet: Push-Benachrichtigungen über Zahlungen und Bargeldabhebungen sowie zusätzliche Visa Business Debitkarten sind als kommende Funktionen gelistet.

Für wen sich das Konto lohnt, und für wen nicht

Das ING-Geschäftskonto eignet sich besonders für Solo-Selbstständige, Freiberuflerinnen und Einzelunternehmer mit überschaubarem Buchungsvolumen. Die Gratis-Phase passt gut zum Ausprobieren, und für Gründende ohne laufenden Umsatz sind zwölf kostenlose Monate ein starkes Startangebot. Wer im Alltag viel mobil bezahlt, profitiert davon, dass die Bank mit der Anbindung an Apple Pay und Google Pay eine der größten Schwachstellen des Kontos ausgeräumt hat.

Zwei Haken bleiben. Erstens der Bargeldservice: Als reine Direktbank ohne Filialnetz bietet die ING keine klassischen Bargeldeinzahlungen, Abhebungen funktionieren über Geldautomaten mit Visa-Zeichen, dreimal im Monat kostenlos. Wer im Einzelhandel oder in der Gastronomie regelmäßig Bargeld einzahlt, stößt hier schnell an Grenzen. Zweitens stellt die ING pro Konto bislang nur einen Online-Zugang und eine Karte bereit, separate Mitarbeiterkarten gibt es noch nicht.

Wer diese Punkte nicht braucht, bekommt ein schlankes, digitales Konto. Wer ein Geschäftskonto für GbR, GmbH & Co. KG oder eine Gründung vor dem Handelsregistereintrag sucht, sollte zunächst auf andere Anbieter ausweichen. Einen Überblick über passende Alternativen für verschiedene Profile gibt der große Biallo-Geschäftskonto-Vergleich.

Häufige Fragen zum ING-Geschäftskonto

Wie lange ist das ING-Geschäftskonto kostenlos?

In den ersten sechs Monaten ab Kontoeröffnung zahlen Sie keinen Grundpreis und keine Transaktionskosten. Für Gründerinnen und Gründer im ersten Geschäftsjahr gilt das sogar zwölf Monate lang. Danach greift die Bestpreisgarantie ab 0 Euro Grundpreis im Tarif S.

Unterstützt das ING-Geschäftskonto Apple Pay und Google Pay?

Ja. Seit dem 1. Juli 2026 lässt sich die Visa Business Debitkarte in Apple Wallet und Google Wallet hinterlegen. Zusätzliche Kosten für Einrichtung oder Transaktion fallen dabei nicht an.

Welche Rechtsformen können das ING-Geschäftskonto eröffnen?

Das Konto steht Selbstständigen, Freiberuflern, eingetragenen Kaufleuten sowie GmbH, UG, KG und OHG mit Sitz in Deutschland offen. Seit Mai 2026 sind auch UGs zugelassen. Nicht möglich ist die Eröffnung für GbR, GmbH & Co. KG und eine GmbH in Gründung vor dem Handelsregistereintrag.

Kann ich mit dem ING-Geschäftskonto Bargeld einzahlen?

Klassische Bargeldeinzahlungen sind bei der reinen Direktbank nicht vorgesehen. Abhebungen funktionieren an Geldautomaten mit Visa-Zeichen, bis zu dreimal im Monat kostenlos innerhalb Deutschlands. Für bargeldintensive Geschäfte ist das Konto daher wenig geeignet.

Über den Redakteur Matthias Autenrieth

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Nach Abschluss der Deutschen Journalistenschule und Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Zwischenstation beim Fernsehen, seitdem im Bereich Finanz- und Wirtschaftsjournalismus tätig. Dabei reichte das Spektrum von Ratgebertexten für unterschiedliche Publikumsmedien über Artikel für Fachzeitschriften bis zu Börsenberichten. Zudem unterstützte er diverse Unternehmen bei ihrer internen und externen Kommunikation. Seit 2026 ist er in der Redaktion von biallo.de, wo sein Fokus vor allem auf dem Nutzwert für die Leserinnen und Leser liegt.

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