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DeutschlandDie DKB hat ihre Festgeldzinsen über alle Laufzeiten angehoben. Bis zu 2,70 Prozent klingen erst einmal stark. Doch im Biallo-Festgeld-Vergleich liegen gleich mehrere deutsche Banken vor der Direktbank aus Berlin. Was Sie jetzt vor einer möglichen EZB-Zinserhöhung beachten sollten.
Sind Sie auf der Suche nach einer planbaren Geldanlage und haben dabei die DKB im Blick? Dann haben wir gleich zwei Nachrichten für Sie. Die Deutsche Kreditbank hat zum Mai 2026 ihre Festgeldzinsen über alle Laufzeiten angehoben und zahlt jetzt bis zu 2,70 Prozent pro Jahr. Wir zeigen Ihnen, wie das Angebot im aktuellen Biallo-Festgeld-Vergleich abschneidet und ob sich der Einstieg vor einer möglichen Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank wirklich für Sie lohnt.
Festgeld ist eine Bankeinlage, bei der Sie eine feste Summe für eine vereinbarte Laufzeit anlegen und dafür einen garantierten Zinssatz erhalten. Anders als beim Tagesgeld können Banken den Zins während der Laufzeit nicht mehr ändern. Genau diese Zinssicherheit ist ein wertvolles Gut. Nach sieben Zinspausen der EZB in Folge wird an den Märkten allerdings zunehmend mit einer Zinserhöhung gerechnet. Das macht die Frage interessant, ob Sie das DKB-Angebot jetzt mitnehmen oder noch warten sollten.
Die DKB zahlt laut der offiziellen Produktseite seit Mai 2026 abhängig von der Laufzeit zwischen 1,30 und 2,70 Prozent Zinsen pro Jahr. Den Spitzenzins gibt es bei der längsten Laufzeit, also bei zehn Jahren. Die Mindestanlage beträgt 2.500 Euro, maximal sind 500.000 Euro pro Festgeldkonto möglich. Voraussetzung ist ein DKB-Girokonto als Verrechnungskonto. Das ist unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos, etwa bei einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro oder für Personen unter 28 Jahren.
| Laufzeit | Zinssatz p. a. |
|---|---|
| 3 Monate | 1,30 % |
| 6 Monate | 1,80 % |
| 1 Jahr | 2,10 % |
| 2 Jahre | 2,20 % |
| 3 Jahre | 2,30 % |
| 4 Jahre | 2,40 % |
| 5 Jahre | 2,50 % |
| 10 Jahre | 2,70 % |
Ein echter Vorteil: Die Zinsen schreibt die DKB Ihnen vierteljährlich gut, nicht erst am Ende der Laufzeit. Dadurch verzinsen sich die bereits gutgeschriebenen Zinsen mit. Aus dem Zinseszinseffekt entsteht so etwas mehr Rendite, als der nominale Zinssatz vermuten lässt.
Im Biallo-Festgeld-Vergleich liegt die DKB bei fünf Jahren Laufzeit, 25.000 Euro Anlage und Beschränkung auf deutsche Banken mit guter Sicherheit aktuell auf Platz 17. Mit ihren 2,50 Prozent rangiert sie damit klar im Mittelfeld. Bei den Top-Anbietern aus Deutschland sind über fünf Jahre derzeit Zinsen bis 3,05 Prozent möglich. Die ING zahlt mit 2,50 Prozent allerdings auch nicht mehr als die DKB bei gleicher Laufzeit.
Der Marktdurchschnitt zieht ohnehin spürbar an. Mehrere Banken wie die Volkswagen Bank haben in den vergangenen Wochen ihre Konditionen verbessert. An der Marktspitze zahlt aktuell die J&T Direktbank bis zu 3,50 Prozent pro Jahr, allerdings über die tschechische Einlagensicherung. Die DKB-Erhöhung ist Teil dieser Marktbewegung, hebt sich aber nicht von ihr ab.
Damit Sie sehen, wie groß der Renditeabstand wirklich ist, haben wir die DKB einigen deutschen Top-Anbietern bei fünf Jahren Laufzeit gegenübergestellt. Alle aufgeführten Banken haben ihren Sitz in Deutschland und damit deutsche Einlagensicherung.
| Anbieter | Zinssatz p. a. | Zinsertrag bei 25.000 € über 5 Jahre |
|---|---|---|
| abcbank | 3,05 % | 4.052,27 € |
| Pbb direkt | 2,90 % | 3.841,44 € |
| Bank11 | 3,00 % | 3.750,00 € |
| Isbank (IsWEB Festgeld) | 3,00 % | 3.750,00 € |
| Volkswagen Bank (Plus Sparbrief) | 3,00 % | 3.750,00 € |
| Hamburg Direct Bank | 2,90 % | 3.625,00 € |
| DKB Festzins | 2,50 % | 3.317,69 € |
| ING (Sparbrief) | 2,50 % | 3.285,21 € |
Wie groß der Renditeabstand wirklich wird, zeigt sich erst in Euro. Bei einer Anlage von 25.000 Euro über fünf Jahre verdienen Sie:
Selbst die Hamburg Direct Bank, die im Vergleich der deutschen Top-Anbieter eher im hinteren Mittelfeld liegt, zahlt damit über fünf Jahre noch rund 307 Euro mehr Zinsertrag als die DKB. Anders gesagt: Die DKB bewegt sich in einem Bereich, in dem sich von den großen deutschen Anbietern eigentlich nur noch die ING mit ihrem Sparbrief findet.
Auffällig ist die Pbb direkt: Sie zahlt mit 2,90 Prozent nominal weniger als Bank11, Isbank oder Volkswagen Bank, liefert wegen ihrer Zinsmechanik aber den zweithöchsten Gesamtertrag in der Tabelle. Das zeigt, warum sich der Blick auf den absoluten Zinsertrag lohnt und nicht nur auf den Prozentwert. Auch die Hamburg Direct Bank zahlt nominal 2,90 Prozent, kommt aber durch eine andere Zinsmechanik auf gut 200 Euro weniger Ertrag als die Pbb direkt. Beim DKB-Beispiel sehen Sie denselben Effekt in die andere Richtung: Bei einem identischen Zinssatz von 2,50 Prozent erwirtschaftet das DKB-Festgeld dank vierteljährlicher Zinsgutschrift rund 32 Euro mehr Ertrag als der ING-Sparbrief mit jährlicher Gutschrift. Über kurze Laufzeiten ist das eine Marginalie, über fünf oder zehn Jahre summiert sich der Unterschied.
Sicherheitsseitig sind alle acht Anbieter in der Tabelle gleichauf. Sie verfügen über deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde. Die Renditeunterschiede entstehen also nicht aus einem höheren Risiko, sondern allein aus der Konditionspolitik der jeweiligen Bank. Wer ungern auf eine kleine, weniger bekannte Marke wechselt, sollte sich klarmachen: Eine deutsche Einlagensicherung schützt Ihr Geld bei der abcbank genauso wie bei der DKB.
Wenn Sie maximale Rendite über fünf Jahre suchen, ist die abcbank derzeit die erste Adresse. Wer einen etablierten Namen bevorzugt, fährt mit Volkswagen Bank, Pbb direkt, Bank11 oder Isbank besser als mit der DKB. Selbst die Hamburg Direct Bank liegt in der Renditerechnung noch klar vor der DKB. Die Direktbank aus Berlin selbst ist vor allem dann eine Option, wenn Sie ohnehin Kunde sind, das Girokonto bereits gebührenfrei führen und auf den Zinseszinseffekt der vierteljährlichen Gutschrift Wert legen. Den vollständigen Biallo-Festgeld-Vergleich finden Sie auf biallo.de. Dort prüfen Sie nach kostenfreier Registrierung Konditionen von über 1.200 Banken aus dem In- und Ausland.
Die Europäische Zentralbank hat ihren Einlagensatz am 30. April 2026 zum siebten Mal in Folge bei 2,00 Prozent belassen. Gleichzeitig ist die Inflation im Euroraum laut Eurostat im April 2026 auf 3,0 Prozent gestiegen. Marktbeobachter rechnen für 2026 inzwischen mit zwei Zinserhöhungen. Die nächste EZB-Sitzung steht am 11. Juni 2026 an.
Für Sie als Sparerin oder Sparer heißt das: Wer sein Geld jetzt für fünf oder zehn Jahre fest bindet, verzichtet möglicherweise auf höhere Zinsen, die nach einer EZB-Anhebung am Markt verfügbar wären. Wichtig für Sie zu wissen: Eine Zinserhöhung ist nicht garantiert. Die EZB legt sich bewusst nicht auf einen Zinspfad fest und entscheidet von Sitzung zu Sitzung.
Wenn Sie flexibel bleiben möchten, parken Sie Ihr Geld zunächst auf einem Tagesgeldkonto und schichten es später in Festgeld um. Aktionszinsen auf Tagesgeld liegen aktuell bei den besten Anbietern bei drei Prozent aufwärts für die ersten Monate. Damit halten sie kurzfristig sogar mit langlaufendem Festgeld mit. Für die letzten Wochen vor der EZB-Entscheidung kann das eine bequeme Lösung sein.
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Wenn Sie sich beim Festgeld eine Bindungsangst nicht leisten wollen, eignet sich eine Zinstreppe. Dabei verteilen Sie Ihr Kapital auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten, etwa ein, zwei und drei Jahre. So wird jedes Jahr ein Teil frei und kann zu den dann gültigen Konditionen neu angelegt werden. Sie sichern sich so einen Teil der heutigen Zinsen und behalten gleichzeitig ein Hintertürchen offen, falls die EZB den Leitzins erhöht.
Auch ein einfacher Zwei-Topf-Mix funktioniert: Einen Teil legen Sie kurzfristig auf einem Top-Tagesgeld an, einen anderen Teil in einem Festgeld mit ein oder zwei Jahren Laufzeit. Damit kombinieren Sie Flexibilität mit einer planbaren Rendite. Wichtig ist, dass Sie pro Bank die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro nicht überschreiten. Die Einlagensicherung garantiert Ihnen, dass Ihr Geld bis zu dieser Grenze pro Bank und Kunde geschützt ist, auch im Fall einer Bankpleite.
Werden Sie das neue DKB-Festgeld nutzen oder steigen Sie lieber bei einem höher verzinsten deutschen Anbieter wie der abcbank oder Pbb direkt ein? Oder warten Sie zunächst die nächste EZB-Entscheidung am 11. Juni 2026 ab? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Einschätzungen gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns über Ihr Feedback.
Damit Sie zwischen DKB-Anpassung und EZB-Sitzung keine Zinsbewegung verpassen, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Newsletter zu allen Finanz- und Geldthemen. Registrieren Sie sich zusätzlich kostenfrei im persönlichen Bereich auf biallo.de. Dort speichern Sie Artikel, nutzen unsere Vergleichsrechner und finden das Festgeldkonto, das zu Ihrer Anlagesumme und Ihrer Laufzeit-Strategie passt.

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DeutschlandDie DKB zahlt seit Mai 2026 zwischen 1,30 und 2,70 Prozent pro Jahr, abhängig von der Laufzeit. Den Spitzenzins von 2,70 Prozent gibt es nur bei einer Bindung über zehn Jahre. Für ein Jahr sind 2,10 Prozent möglich, für fünf Jahre 2,50 Prozent. (Stand 6. Mai 2026)
Sie können bei der DKB ab 2.500 Euro Festgeld anlegen. Maximal sind 500.000 Euro pro Festgeldkonto möglich. Voraussetzung ist ein DKB-Girokonto als Verrechnungskonto.
Das hängt von Ihrer Strategie ab. Wenn Sie auf maximale Rendite achten, lohnt der Vergleich. Im Biallo-Festgeld-Vergleich liegen mehrere deutsche Banken vor der DKB, etwa die abcbank mit 3,05 Prozent über fünf Jahre. Wer flexibel bleiben will, kann sein Geld vor der nächsten EZB-Sitzung am 11. Juni 2026 zunächst auf einem Top-Tagesgeld parken.
Ja. Ihre Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Zusätzlich ist die DKB im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands abgesichert, der unter bestimmten Bedingungen auch Beträge oberhalb dieser Grenze schützt.