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DeutschlandEin halbes Prozent obendrauf, und die Hausbank wird wieder interessant: Deutsche Bank und Postbank ziehen ihre Festgeldzinsen auf 2,70 Prozent für zwölf Monate. Das Beste daran für viele Sparer: Auch wenn Sie schon Kunde sind, können Sie zugreifen, sofern das neue Geld von außen kommt.
Suchen Sie ein zuverlässiges Festgeld, ohne dafür gleich die Bank zu wechseln? Dann lohnt der Blick auf die neue Aktion bei Deutsche Bank und Postbank. Beide Häuser haben ihren Festgeldzins für zwölf Monate auf 2,70 Prozent pro Jahr angehoben und sprechen ausdrücklich auch ihre Bestandskunden an. Wir zeigen Ihnen, was die Aktion bringt, wo sie ihre Tücken hat und wann sich der Sprung zur Konkurrenz finanziell wirklich auszahlt.
Bisher gab es bei den beiden Schwesterhäusern 2,20 Prozent für die einjährige Anlage. Jetzt erhöhen sie um 0,50 Prozentpunkte. Das klingt nach wenig, summiert sich bei einer Anlage von 25.000 Euro aber auf 125 Euro mehr Zinsertrag pro Jahr. Damit rücken beide Häuser im Festgeldmarkt deutlich näher an die Top-Anbieter heran, ohne dass Sie für Ihr Geld eine fremde Direktbank suchen müssten.
Bei beiden Banken bekommen Sie 2,70 Prozent pro Jahr, wenn Sie zwischen 2.500 und 250.000 Euro für zwölf Monate fest anlegen. Die Postbank startet die neuen Konditionen am 4. Mai 2026, die Deutsche Bank zahlt den Aktionszins ebenfalls seit Anfang Mai.
Was heißt das in Euro? Bei einer Anlage von 10.000 Euro stehen am Jahresende 270 Euro Zinsen auf Ihrem Konto, bei 25.000 Euro sind es 675 Euro. Wenn Sie die Maximalsumme von 250.000 Euro festlegen, kommen Sie auf 6.750 Euro Zinsertrag, jeweils vor Steuern.
Eine Sache wird im Kleingedruckten gern überlesen: Beide Produkte heißen umgangssprachlich Festgeld, juristisch sind es aber Spareinlagen. Das hat eine wichtige Folge. Sie kommen nach den zwölf Monaten nicht automatisch an Ihr Geld. Damit Sie darüber pünktlich zum Laufzeitende verfügen können, müssen Sie schriftlich kündigen, mindestens drei Monate vorher. Verpassen Sie diese Frist, läuft Ihre Anlage zum dann gültigen Zinssatz für ein weiteres Jahr. Wie der Zinssatz dann aussieht, weiß im Mai 2026 noch niemand.

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DeutschlandSind Sie schon Kunde bei der Deutschen Bank oder der Postbank, vielleicht seit Jahrzehnten? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie. Anders als bei vielen Topangeboten am Markt müssen Sie für die 2,70 Prozent kein neues Kundenverhältnis anfangen. Entscheidend ist nicht Ihr Status, sondern woher Ihr Geld kommt.
Als Neugeld zählen ausschließlich Beträge, die bislang nicht auf einem Konto oder Depot von Deutscher Bank, Postbank, norisbank, BHW Bausparkasse oder DWS lagen. Was heißt das in der Praxis?
Stellen Sie sich vor, Sie haben 30.000 Euro auf Ihrem Postbank-Sparbuch. Diese Summe einfach umzubuchen, bringt Ihnen den Aktionszins nicht. Das wäre kein Neugeld. Wenn Sie dagegen 30.000 Euro von der Sparkasse oder der ING zur Postbank überweisen oder eine fällig gewordene Anlage aus dem Deutsche Bank ZinsMarkt direkt wieder anlegen, profitieren Sie sofort von den 2,70 Prozent.
Genau hier sitzt der Komfortvorteil gegenüber vielen Konkurrenten. Wenn Sie 2,90 Prozent oder 3,00 Prozent bei einer ausländischen Direktbank kassieren wollen, müssen Sie ein neues Konto eröffnen, sich per Postident oder Video legitimieren und sich in ein weiteres Onlinebanking einarbeiten. Wenn Sie schon ein Postbank-Konto oder ein Konto der Deutschen Bank haben, sind Sie mit ein paar Klicks im Onlinebanking durch.
Im aktuellen Festgeldvergleich von biallo.de für 12 Monate Laufzeit und 25.000 Euro Anlagebetrag landen Deutsche Bank und Postbank im oberen Mittelfeld. Den höchsten Zins für diese Laufzeit bietet aktuell die tschechische J&T Direktbank mit 3,00 Prozent, gefolgt von der schwedischen HoistSpar und der deutschen Isbank mit jeweils 2,90 Prozent.
| Bank | Zinssatz p. a. | Sicherheit (S&P) | Zinsertrag bei 25.000 € |
|---|---|---|---|
| J&T Direktbank (Tschechien) | 3,00 % | AA- | 750,00 € |
| HoistSpar (Schweden) | 2,90 % | AAA | 725,00 € |
| Isbank (Deutschland) | 2,90 % | AAA | 725,00 € |
| Apotheker- und Ärztebank | 2,80 % | AAA | 700,00 € |
| State Bank of India | 2,80 % | AAA | 700,00 € |
| willbe (Liechtenstein) | 2,75 % | AAA | 687,50 € |
| Volksbank Gestalterbank | 2,75 % | AAA | 687,50 € |
| Deutsche Bank Fresh Money | 2,70 % | AAA | 675,00 € |
| Postbank Zinssparen Neugeld | 2,70 % | AAA | 675,00 € |
| DHB Bank (Niederlande) | 2,65 % | AAA | 662,50 € |
Schauen Sie auf den breiten Markt, schlägt sich das Angebot trotzdem ordentlich. Der EZB-Einlagensatz, an dem sich die Sparzinsen der Banken orientieren, steht seit Juni 2025 bei 2,00 Prozent. Bei seiner Sitzung am 30. April 2026 hat der EZB-Rat den Zins zum siebten Mal in Folge unverändert gelassen. In diesem Umfeld sind 2,70 Prozent für ein Jahr ein hübscher Aufschlag aufs Notenbank-Niveau. Allerdings nagt die Inflation kräftig daran. Sie lag in Deutschland im März 2026 bei 2,7 Prozent. Real schauen Sie also fast genau auf eine schwarze Null.
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Kein Angebot ist völlig fehlerfrei, und auch die neue Aktion von Deutsche Bank und Postbank hat Punkte, die Sie vor einem Abschluss kennen sollten.
Da ist zunächst der Abstand zur Spitze. Mit 2,70 Prozent verschenken Sie gegenüber dem aktuellen Marktführer 0,30 Prozentpunkte. Bei 25.000 Euro Anlage entspricht das 75 Euro weniger Zinsertrag pro Jahr. Wenn Sie 100.000 Euro bewegen, sind es schon 300 Euro. Das ist ein Familien-Restaurantbesuch oder eine Tankfüllung, die woanders einfach übrig bliebe.
Hinzu kommt die Form der Anlage. Spareinlage statt klassisches Festgeld bedeutet im Alltag: Sie müssen die Kündigungsfrist im Kalender haben, sonst übernimmt die Bank die Entscheidung für Sie. Sie verlängert dann zum dann gültigen Zinssatz, und der kann im Mai 2027 deutlich niedriger oder höher liegen.
Die Neugeld-Regel innerhalb des Konzerns ist ein zweiter Stolperstein. Vorhandene Guthaben bei Deutscher Bank, Postbank, norisbank, BHW oder DWS fallen aus der Aktion heraus. Wenn Sie also etwa ein Postbank-Tagesgeldkonto mit 50.000 Euro nutzen und die Summe einfach umbuchen, bekommen Sie nicht 2,70 Prozent, sondern den deutlich niedrigeren regulären Spareinlagen-Zins.
Und schließlich die Sicherheit. Die gesetzliche Einlagensicherung deckt 100.000 Euro pro Person und Bank ab. Beträge darüber hinaus schützt der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Auf den freiwilligen Schutz haben Sie als Anleger allerdings keinen Rechtsanspruch.
Notieren Sie sich den letzten Tag Ihrer zwölf Monate und ziehen Sie davon drei Monate ab. Dieses Datum ist Ihr spätester Kündigungstermin. Nutzen Sie den Biallo-Wechselwecker, um pünktlich die Erinnerung für die Kündigung zu erhalten. Alternativ schützt eine Erinnerung im Handykalender ein paar Tage vorher davor, durch reine Vergesslichkeit für ein weiteres Jahr im Vertrag festzustecken.
Wenn Sie schon Kunde bei der Deutschen Bank, der Postbank oder einer anderen Marke aus dem Konzern sind und einen überschaubaren Betrag für zwölf Monate festlegen wollen, ist die Aktion eine bequeme Wahl. Sie sparen sich Kontoeröffnung, Identifikation und ein neues Onlinebanking. Auch eine Filialaffinität, etwa weil Sie Bargeldgeschäfte gewohnt sind oder Beratung schätzen, spricht für diesen Weg. Bei einer Anlage bis 100.000 Euro ist die deutsche Einlagensicherung Ihre verlässliche Rückversicherung.
Wenn Sie dagegen jeden Zehntelprozentpunkt mitnehmen möchten oder ohnehin offen für eine neue Bankverbindung sind, lohnt der Blick zur Konkurrenz. Mit der J&T Direktbank holen Sie sich 0,30 Prozentpunkte mehr, müssen aber mit der etwas schwächeren tschechischen Einlagensicherung leben. Wenn Sie ausschließlich höchste Sicherheit aus Deutschland wollen, finden Sie mit Isbank, Apotheker- und Ärztebank oder Volksbank Gestalterbank Angebote oberhalb der 2,70 Prozent.
Auch ein Blick auf den aktuellen EZB-Kurs gehört zur Entscheidung. Wegen der zuletzt wieder gestiegenen Inflation rücken Zinserhöhungen langsam in Reichweite. Sollten die Sparzinsen weiter anziehen, halten Sie sich mit einer einjährigen Anlage ein Hintertürchen offen für die nächste Zinsrunde.
Wie beurteilen Sie den neuen Aktionszins von Deutsche Bank und Postbank? Genügen Ihnen 2,70 Prozent bei der vertrauten Hausbank, oder wechseln Sie für knapp einen halben Prozentpunkt mehr zu einer ausländischen Direktbank? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Ihre Meinung gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
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Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keine Anlageberatung darstellt. Wir bieten Ihnen hier lediglich redaktionelle Informationen und objektive Vergleiche an. Jede finanzielle Entscheidung treffen Sie stets eigenverantwortlich. Prüfen Sie vor einem Abschluss immer genau, ob das jeweilige Angebot zu Ihrer persönlichen finanziellen2,70 Prozent pro Jahr für eine Festzinsdauer von zwölf Monaten. Der Zinssatz gilt für Anlagen zwischen 2.500 und 250.000 Euro.
Sowohl neue Sparer als auch Bestandskunden. Voraussetzung ist, dass Ihr Anlagebetrag bislang nicht auf einem Konto oder Depot von Deutscher Bank, Postbank, norisbank, BHW Bausparkasse oder DWS lag.
Jedes Geld, das von außerhalb der genannten Konzernmarken kommt. Auch Wiederanlagen aus dem Deutsche Bank ZinsMarkt gelten als Neugeld. Eine reine Umbuchung von Ihrem bestehenden Postbank-Sparkonto auf das neue Festgeldkonto qualifiziert dagegen nicht.
Schriftlich, mindestens drei Monate vor Ablauf der Festzinsdauer. Versäumen Sie diese Frist, verlängert sich die Anlage automatisch um ein weiteres Jahr. Der dann gültige Zinssatz kann höher oder niedriger ausfallen.
Die gesetzliche deutsche Einlagensicherung greift bis 100.000 Euro pro Person und Bank. Darüber hinausgehende Beträge schützt der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, allerdings ohne Rechtsanspruch.
Beim einjährigen Festgeld zahlen aktuell die J&T Direktbank (3,00 Prozent), HoistSpar (2,90 Prozent), Isbank (2,90 Prozent), Apotheker- und Ärztebank (2,80 Prozent), State Bank of India (2,80 Prozent), willBe (2,75 Prozent) sowie die Volksbank Gestalterbank (2,75 Prozent) mehr.