
Spanien- Basiszins: 1,90%
- Aktionszins: 3,40% - gilt für die ersten 4 Monate

Estland- Basiszins: 2,05%
- Aktionszins: 3,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate
Revolut dreht an der Preisschraube: Ab dem 9. Juli 2026 zahlen auch Bestandskunden deutlich mehr für ihre Kontomodelle Premium, Metal und Ultra. Bevor Sie einfach weiterzahlen, lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz – denn N26, Trade Republic und Wise haben einiges zu bieten. Wir erklären Ihnen die neuen Tarife und zeigen, wie bestehende Abonnenten die Preiserhöhung noch ein Jahr hinauszögern können und welche Alternative zu Ihrer Situation wirklich passt.
Haben Sie auch die E-Mail von Revolut in den letzten Wochen bekommen? Dann wissen Sie bereits: Es wird teurer. Führen Sie bei der Neobank ein Premium-, Metal- oder Ultra-Konto, müssen Sie sich als Bestandskunde ab dem 9. Juli 2026 auf höhere Monatsgebühren einstellen. Neukunden beißen schon jetzt in den sauren Apfel.
Revolut begründet die Anpassung mit neuen Leistungen – doch ob der Aufpreis gerechtfertigt ist, hängt stark davon ab, wie intensiv Sie die neuen Zusatzfeatures wirklich nutzen. Wir erklären Ihnen die neuen Preise, zeigen Ihnen einen unkomplizierten Weg, die Erhöhung hinauszuzögern – und stellen die stärksten Alternativen vor, falls Sie jetzt über einen Wechsel nachdenken.
Revolut unterscheidet bei der Umstellung klar zwischen zwei Gruppen. Haben Sie Ihr Konto am oder nach dem 7. Mai 2026 eröffnet? Dann gelten die neuen, höheren Tarife für Sie bereits von Anfang an. Für alle anderen, die schon länger dabei sind, gibt es eine Schonfrist: Bestandskunden zahlen die neuen Preise erst ab dem 9. Juli 2026.
Die gute Nachricht: Nutzen Sie das kostenlose Standard-Konto oder das Plus-Modell für 2,99 Euro im Monat, können Sie beruhigt sein – diese beiden Tarife bleiben unverändert. Die Erhöhung betrifft ausschließlich die drei teureren Kontomodelle.
Hier sehen Sie auf einen Blick, was sich verändert:
| Kontomodell | Preis bis 7. Mai 2026 | Neuer Preis (ab Juli für alle) |
|---|---|---|
| Standard | gebührenfrei | gebührenfrei |
| Plus | 2,99 € / Monat | 2,99 € / Monat |
| Premium | 7,99 € / Monat | 8,99 € / Monat |
| Metal | 13,99 € / Monat | 15,99 € / Monat |
| Ultra | 60,00 € / Monat | 65,00 € / Monat |
Wenn Sie bereits ein bezahltes Revolut-Abo (Premium, Metal oder Ultra) haben, lohnt sich ein Blick in die App – und zwar schnell. Ein Test von reisetopia, inklusive Screenshot, zeigt: Wechseln bestehende Abonnenten noch vor dem 9. Juli 2026 von monatlicher auf jährliche Zahlung, wird in der App aktuell noch der alte Jahrespreis angezeigt. Ein solcher Wechsel könnte die neuen Gebühren damit effektiv um ein Jahr hinauszögern.
Beim Ultra-Abo ist das Sparpotenzial am größten: Der alte Jahrespreis liegt bei 600 Euro, der neue bei 650 Euro. Stellen Sie also noch rechtzeitig um, sparen Sie 50 Euro gegenüber dem neuen Jahrestarif.
Wichtiger Hinweis: Dieser Tipp gilt ausschließlich für Kunden, die bereits ein kostenpflichtiges Abo laufen haben. Steigen Sie von einem kostenlosen Standard- oder Plus-Konto auf einen höheren Tarif um, zeigt die App bereits den neuen Preis. Außerdem kann Revolut die angezeigte Jahresoption jederzeit vor dem Stichtag anpassen – handeln Sie also lieber früher als später.
Das Unternehmen hat die Preiserhöhung mit erweiterten Leistungen verknüpft. Premium-, Metal- und Ultra-Kunden erhalten künftig Zugang zu Partnerschafts-Abonnements, darunter Sprachlernangebote über Duolingo und die Gesundheits-App Flo. Zusätzlich ist künftig monatlich eine eSIM mit einem Gigabyte Datenvolumen inklusive, nutzbar in über 100 Ländern für jeweils sieben Tage – praktisch für Vielreisende.
Gleichzeitig gibt es Berichte, dass Revolut die Zinsen auf Sparkonten anpasst. Das Tagesgeldangebot orientiert sich momentan laut den offiziellen Seiten am EZB-Leitzins. Nutzen Sie Revolut auch als Sparinstrument, sollten Sie die aktuellen Konditionen regelmäßig in der App unter "Savings" prüfen – und mit Angeboten anderer Anbieter vergleichen.
Bei aller möglichen Begeisterung für die neuen Features: Die neuen Abos und das eSIM-Datenvolumen sind nur dann ein Vorteil, wenn Sie die jeweiligen Dienste tatsächlich nutzen. Haben Sie Duolingo bereits abonniert oder reisen Sie selten ins EU-Ausland, zahlen Sie schlicht mehr für Dinge, die im Alltag für Sie keine Rolle spielen.

Spanien
Estland
DeutschlandPlanen Sie einen Wechsel oder wollen Sie zumindest wissen, was der Markt zu bieten hat? Hier sind vier Alternativen – mit klaren Stärken und ehrlicher Einordnung.
N26 ist der direkteste Revolut-Konkurrent. Das Standard-Konto ist kostenlos und bedingungslos – kein Mindestgeldeingang, keine Altersbeschränkung. Möchten Sie mehr, zahlen Sie ab 4,90 Euro im Monat (Smart), bis hin zu 16,90 Euro für das Metal-Paket mit Reise- und Handyversicherung sowie unlimitierten weltweiten Bargeldabhebungen.
Ein zentraler Unterschied zu Revolut: N26 verfügt über eine BaFin-Vollbanklizenz. Beide Anbieter liefern inzwischen eine deutsche IBAN – Revolut hat die Umstellung für Neukunden im Herbst 2024 eingeleitet und Bestandskunden im Verlauf des Jahres 2025 schrittweise migriert. Der strukturelle Unterschied bleibt jedoch: N26 operiert mit einer deutschen Banklizenz, Revolut über eine bei der BaFin registrierte Zweigniederlassung der litauischen Revolut Bank UAB. Die Einlagensicherung greift bei beiden bis zu 100 000 Euro – bei Revolut über den litauischen Einlagensicherungsfonds.
Ein Haken bei N26: Bargeld einzahlen kostet bei allen Tarifen 1,5 Prozent des Betrags – das ist einer der teuersten Posten am Markt. Zahlen Sie regelmäßig Bargeld ein, sollten Sie das bei Ihrer Kalkulation berücksichtigen.
Trade Republic ist bekannt als Neobroker, hat Ende 2023 jedoch die BaFin-Vollbanklizenz erhalten und bietet seit 2024 ein vollständiges Girokonto an, kostenlos und ohne Mindestgeldeingang. Der besondere Anreiz: Das Verrechnungskonto wird derzeit mit 2,00 Prozent pro Jahr verzinst, ohne Betragsgrenze.
Das Konto passt am besten, wenn Sie es ohnehin als Ergänzung zu einem Wertpapierdepot nutzen und keine komplexen Reise-Features benötigen. Suchen Sie hingegen ein vollwertiges Alltagskonto ohne Investmentfokus, bieten Ihnen N26 oder die DKB mehr Komfortfunktionen.
Die Deutsche Kreditbank bietet ein kostenloses Girokonto für Kunden mit mindestens 700 Euro monatlichem Geldeingang. Erfüllen Sie diese Voraussetzung, erhalten Sie ein Konto bei einer zuverlässigen Direktbank mit deutschen Sicherheitsstandards, kostenloser Visa-Debitkarte und kostenloser Bargeldabhebung weltweit.
Der Unterschied zu Revolut: Die DKB ist keine Neobank mit App-First-Philosophie, sondern eine klassische Direktbank. Suchen Sie Krypto-Handel, Multi-Währungskonten oder Ausgabenkategorisierung in Echtzeit, werden Sie bei der DKB nicht fündig. Dafür spricht das Konto mit seiner deutschen IBAN und der soliden Einlagensicherung besonders sicherheitsbewusste Kunden an.
Wise ist kein klassisches Girokonto, sondern ein Multi-Währungskonto ohne monatliche Grundgebühr. Die Stärke: Überweisungen in über 40 Währungen werden zum echten Mittelkurs abgerechnet – ohne versteckte Spreads. Für jede Überweisung fällt jedoch eine kleine Transaktionsgebühr an.
Schicken Sie häufig Geld ins Ausland oder kassieren in mehreren Währungen, sind Sie bei Wise gut aufgehoben. Als vollständige Hausbank-Lösung taugt Wise weniger: Ein Dispokredit fehlt, und manche Standardleistungen, die andere Konten mitbringen, müssen hier separat bezahlt werden.
Revolut bleibt eine starke Wahl für Vielreisende, die regelmäßig in Fremdwährungen bezahlen und dabei von gebührenfreiem Wechselkurs profitieren wollen. Premium- und Metal-Kunden, die Duolingo oder Flo ohnehin abonniert hätten und regelmäßig Roaming-Daten im Ausland brauchen, rechnen die Erhöhung durch die neuen Extras zumindest teilweise wieder herein.
Nutzen Sie Revolut dagegen hauptsächlich als unkompliziertes Alltagskonto für Überweisungen und Kartenzahlungen in Deutschland, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Kosten-Nutzen-Rechnung. Das kostenlose Standard-Konto bleibt attraktiv. Zahlen Sie aber für die Premium-Features mehr, ohne sie vollständig zu nutzen, sind Sie mit N26, Trade Republic oder der DKB oft günstiger unterwegs.
Einen ausführlichen Vergleich aktueller Girokonten – inklusive kostenloser Optionen – finden Sie in unserem Girokonto-Vergleich auf biallo.de.
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Bestandskunden, die ihr Konto mit entsprechender Bezahl-Option vor dem 7. Mai 2026 eröffnet haben, zahlen die neuen Gebühren ab dem 9. Juli 2026. Bis dahin gelten die bisherigen Preise.
Ja – wenn Sie bereits ein kostenpflichtiges Abo (Premium, Metal oder Ultra) laufen haben. Ein Test von reisetopia zeigt: Wechseln Sie noch vor dem 9. Juli 2026 von monatlicher auf jährliche Zahlung, wird in der App aktuell noch der alte Jahrespreis angezeigt. Beim Ultra-Abo können Sie so bis zu 50 Euro sparen. Die Option finden Sie in den Abonnement-Einstellungen in der Revolut-App. Achtung: Gilt nicht für Kunden, die von einem kostenlosen Konto auf einen bezahlten Tarif wechseln – dort erscheint bereits der neue Preis.
Die Modelle Standard (kostenlos) und Plus (2,99 Euro pro Monat) bleiben unverändert. Die Erhöhung betrifft ausschließlich Premium, Metal und Ultra.
Ja. N26 verfügt über eine BaFin-Vollbanklizenz und ist damit unter der Aufsicht der deutschen Finanzaufsicht. Einlagen sind bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Revolut ist in der EU mit litauischer Banklizenz reguliert und ebenfalls durch die europäische Einlagensicherung geschützt.
Für Kunden, die ihr Konto als Ergänzung zu einem Depot nutzen und Zinsen auf ihr Guthaben wollen (derzeit 2,00 Prozent pro Jahr), ist Trade Republic interessant. Als reines Alltagskonto ohne Investmentfokus bieten N26 oder die DKB mehr Komfortfunktionen.