
Deutschland- Basiszins: 1,10%
- Aktionszins: 4,50% - gilt für die ersten 3 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 4,25% - gilt für die ersten 4 Monate

Luxemburg- Basiszins: 1,50%
- Aktionszins: 4,10% - gilt für die ersten 3 Monate
Auf einen Blick
Die Kontoeröffnung bei Tagesgeld und Festgeld ist einfacher geworden, aber nur für online-affine Sparer. Ohne Smartphone wird es immer schwerer, ein wirklich gutes Sparkonto zu finden. Welche Hürden die bestverzinsten Konten mit sich bringen und wie Sie Ärger vermeiden.
Wer sein Geld bestmöglich anlegen möchte, kommt um den regelmäßigen Kontowechsel nicht herum. Gut ist es dann, wenn sich die relevanten Konten einfach eröffnen lassen und keine komplizierten Nebenbedingungen zu beachten sind. Wir haben uns diese Bedingungen im Rahmen einer Auswertung für die FAZ bei den derzeit bestverzinsten Konten näher angesehen – von den vertraglichen Bedingungen über die Eröffnung bis zur Kontoführung. Womit Sie bei den besten Tages- und Festgeldern derzeit rechnen können und worauf Sie achten sollten – ein Überblick.
Die Kontoeröffnung ist in den letzten Jahren vielfach einfacher geworden – wenn man online-affin ist. In der Regel lässt sich der Antrag im Internet ausfüllen. Der nötige Identitätsnachweis erfolgt dann per Video-Call mit einem Dienstleister. Ausdruck und Postversand von Unterlagen sind kaum noch nötig. Auch zum manchmal etwas umständlichen Videotelefonat werden zunehmend einfachere Alternativen angeboten. Zu nennen sind hier die eID-Funktion des Personalausweises – und das schlichte Abfotografieren von Ausweis und Gesicht.
Besonders neuere Anbieter wie Revolut oder willbe setzen auf letztere Variante. Aber auch bei Advanzia oder der DHB Bank lässt sich das Konto mittlerweile ebenso leicht eröffnen. Gegenbeispiel ist die Opel Direktbank, bei der der Vertrag ausgedruckt und händisch unterschrieben werden muss. Einige Anbieter erlauben zusätzlich auch den klassischen Postident, also das Ausweisen in einer Postfiliale – zum Beispiel Bigbank oder Volkswagen Bank. Standard ist das Verfahren aber nicht mehr.
Zur Kehrseite der Digitalisierung gehört aber, dass immer öfter eine App des Anbieters nötig ist – und sei es nur, um damit Transaktionen im Onlinebanking freigeben zu können. Zwingend notwendig ist diese unter anderem bei DHB Bank, willbe, Revolut oder Chase. Ohne Smartphone wird es also zunehmend schwerer, ein richtig gutes Sparkonto zu finden.
Bei den Apps ist mit den Einstiegshürden aber noch lange nicht Schluss. Tatsächlich kommt nur die Minderheit der von uns untersuchten Konten ohne zusätzliche Anforderungen aus. Bei einigen Konten werden etwa Mindest-Anlagebeträge vorausgesetzt, selbst beim Tagesgeld. Während es bei Distingo Bank und Credit Agricole Savings nur je zehn Euro sind, werden bei Ascory Bank 2.500, bei der Gefa Bank 10.000 Euro verlangt, um Zinsen zu bekommen.
Hinzu kommt, dass das Konto oft nicht ohne weitere Produkte zu haben ist. Diese sind meist – aber nicht immer – kostenlos. Hierzu gehören etwa einfache Verrechnungskonten (Ayvens Bank), Depots (Consorsbank), Girokonten (DKB, Openbank) oder beim Festgeld auch Tagesgeldkonten (Opel Direktbank, Bank of Scotland). Problematisch ist das meist nicht. Es kann allerdings die Eröffnung verkomplizieren, wenn man etwa bei der Tagesgeld-Eröffnung Fragen zum Wertpapierhandel beantworten muss – oder die Kontoführung verkomplizieren, wenn Ein- und Auszahlungen über ein Verrechnungskonto laufen. Vorsicht ist bei Girokonten mit Dispo geboten. Lässt sich der nicht abwählen, wird eine Bonitätsprüfung nötig, die sich wiederum auf den Schufa-Score auswirkt.
Die Kontoführung selbst erfolgt bei den Top-Konten praktisch immer online. Zum Stichtag landete nur eine Filialbank (die Isbank) in der Auswahl mit den besten Zinsen – mit einem reinen Online-Konto. Immerhin haben fast alle Anbieter eigene Hotlines und Mail-Adressen für Service-Anfragen. Dabei gibt es auch hier Ausnahmen – bei Revolut erfolgt der Kundenkontakt nur per Chat. Eine ergänzende Chat-Funktion bieten dagegen mehrere Banken, etwa Ayvens Bank, Chase oder auch die BBVA.
Positiv zu erwähnen hierbei: Mit Test-Anrufen bei mehreren der genannten Anbieter hingen wir nirgendwo länger in der Warteschleife, sondern haben zuverlässig einen echten Ansprechpartner gefunden. Das muss, abhängig von Bank, Tageszeit und Saison, aber natürlich nicht immer der Fall sein.
Bei den von uns betrachteten Konten gibt es etliche kleine und größere Besonderheiten. Diese dürften für die meisten Anleger nicht problematisch sein – für manche aber ein echtes Hindernis oder Ärgernis. Das lässt sich fast immer im Vorfeld vermeiden. Voraussetzung dafür ist es , sich nicht nur an den Zinsen zu orientieren, sondern alle wichtigen Bedingungen vorab zu klären. Hierzu gehört vor allem die Frage nach verpflichtend abzuschließenden Zusatzprodukten und deren Bedingungen, nach Mindestanlagebeträgen und beim Festgeld nach der automatischen Wiederanlage. Diese ist für manche Anbieter bei Vertragsende noch immer Standard.

Deutschland
Deutschland
LuxemburgFür diese Auswertung haben wir uns die Bedingungen von Tages- und Festgeldkonten angesehen, die beim Zins zum Stichtag am 6. Oktober 2026 führend waren. Ausgewählt wurden die zehn Angebote mit den absolut höchsten Tagesgeldzinsen, fünf mit den höchsten Basiszinsen und fünf mit den besten Zinsen, die für mindestens sechs Monate garantiert waren. Beim Festgeld ging es um die jeweils fünf Angebote mit den besten Zinsen für ein, drei und fünf Jahre. Angebote mit generell kostenpflichtigen Zusatzprodukten oder einer Anlage in Geldmarktfonds hatten wir bereits im Vorfeld ausgeschlossen.