Kfz-Versicherung

Kfz-Versicherung 2026: Warum sich ein Wechsel jetzt besonders für Ältere lohnt

Annette Jäger
Autorin
Stefanie Engelmann
Redakteurin
Aktualisiert am: 05.11.2026

Auf einen Blick

  • Die Kfz-Versicherungsbeiträge dürften 2027 erneut steigen – ein Preisvergleich kann Geld sparen.
  • Besonders ältere Autofahrer ab 70 Jahren können von erheblichen Beitragsunterschieden zwischen Versicherern betroffen sein.
  • Für viele Kfz-Versicherungen ist der 30. November 2026 der Kündigungsstichtag. Beim Wechsel sollten Sie Rabattschutz und Schadenfreiheitsklasse prüfen.
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Ältere Autofahrer zahlen häufig höhere Versicherungsbeiträge. Ein Vergleich verschiedener Anbieter kann sich lohnen.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Wer seine Kfz-Versicherung 2026 wechseln möchte, sollte jetzt die Beiträge vergleichen und den 30. November im Blick behalten. Zum Jahreswechsel ist auch in der Kfz-Versicherung wie schon im vergangenen Jahr mit einem Beitragsanstieg zu rechnen. Nach wie vor wirken sich teurere Werkstattkosten aus, außerdem ein erhöhtes Unfallgeschehen, sagt Philipp Rehberg, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

„Doch es gibt immer Spielraum“, sagt der Verbraucherschützer mit Blick auf die Beiträge. Versicherer seien immer an Neukunden interessiert. Ein Wechsel des Versicherers kann nicht nur Geld sparen. „Neukunden können möglicherweise auch ihre Bedingungen verbessern.“

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Warum lohnt sich ein Wechsel der Kfz-Versicherung besonders für Senioren?

Wer bereits im Rentenalter ist, wundert sich möglicherweise, dass er oder sie mit einem besonders hohen Preisanstieg konfrontiert ist. Das kann damit zusammenhängen, dass der Versicherer das Risiko neu kalkuliert hat: Da das Unfallrisiko ab einem bestimmten Alter laut Statistik deutlich ansteigt, müssen ältere Versicherte häufig höhere Beiträge zahlen.

Das wirkt sich laut Rehberg vor allem in der Vollkaskoversicherung aus. „Allerdings bewerten Versicherer das Risiko unterschiedlich.“ Besonders ab einem Alter von 70 Jahren gebe es zum Teil erhebliche Beitragsunterschiede. Gerade für diese Altersgruppe empfehle sich ein Preisvergleich und gegebenenfalls ein Versichererwechsel. Überlegenswert sei dabei, ob sich der Vollkaskoschutz kündigen lasse. Denn ab einem bestimmten Fahrzeugalter lohne sich der Schutz oft nicht mehr. „Dann stehen die Beiträge nicht mehr in Relation zur Versicherungsleistung bei einem Totalschaden.“

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Bis wann kann ich meine Kfz-Versicherung 2026 kündigen?

Die meisten Policen laufen bis zum Jahresende. Wer einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 wechseln will, muss in der Regel bis zum 30. November 2026 kündigen. Die Kündigung muss bis dahin beim bisherigen Versicherer eingegangen sein. Bei Verträgen mit abweichender Laufzeit kann ein anderer Stichtag gelten.

Wichtig: Sichern Sie sich zunächst die Annahme des neuen Versicherungsvertrags, bevor Sie Ihre bisherige Police kündigen. So vermeiden Sie Probleme mit dem Anschlussversicherungsschutz.

Biallo-Lesetipp: Ausführliche Informationen zu Kündigungsfristen, Sonderkündigungsrechten und dem Ablauf finden Sie in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung wechseln: So funktioniert der Versichererwechsel.

Wann kann ein Wechsel der Kfz-Versicherung teurer werden?

Allerdings gibt es Szenarien, in denen ein Versichererwechsel auch eine Beitragssteigerung bewirken kann. Etwa, wenn man bei seinem Versicherer nach einem Unfall den Rabattschutz in Anspruch genommen hat. Dieser bewirkt, dass man trotz eines Schadensfalls beim bisherigen Versicherer nicht in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse eingestuft wird. Wechselt man zu einem neuen Versicherer, gilt diese Sondervereinbarung nicht mehr.

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„Man sollte immer bei seinem Versicherer fragen, welche Schadenfreiheitsklasse ohne Rabattschutz im kommenden Jahr gelten würde, bevor man Preise vergleicht“
— Philipp Rehberg, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen

Das sei grundsätzlich ratsam, empfiehlt Rehberg. Denn manche Versicherer gewährten auch aus Kulanzgründen Sondereinstufungen, von denen der Versicherungsnehmer vielleicht gar nichts wüsste.

Kfz-Versicherung wechseln: Die wichtigsten Tipps im Video

Worauf sollten Sie beim Versicherungswechsel achten? Welche Fallstricke drohen? Und wie können Sie Beiträge sparen? Unser Video gibt einen Überblick.

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Wie lässt sich bei der Autoversicherung zusätzlich Geld sparen?

Vergleicht man Preise im Internet auf Vergleichsportalen, sollte man unbedingt korrekte Angaben in der Suchmaske machen: jährliche Fahrleistung, Alter des Fahrzeugs, Stellplatz und Unfallhistorie. Nimmt man es hier nicht so genau, verzerrt das den Preis. Will man dann auf dieser Basis einen neuen Vertrag abschließen, überprüft der Versicherer die Angaben und ermittelt möglicherweise einen höheren Beitrag. Dann kann sich eine erhoffte Ersparnis schnell in Luft auflösen.

Der Verbraucherschützer rät außerdem, kritisch zu prüfen, welchen Versicherungsumfang man überhaupt benötigt. Wer nie ins Ausland fährt, benötigt möglicherweise keinen zusätzlichen Auslandsschadenschutz. Und wer ein sehr altes Auto versichert, kann unter Umständen auch auf die Teilkaskoversicherung verzichten. Ist man alleiniger Fahrer des Autos, lässt sich der Fahrerkreis einschränken, was eine deutliche Ersparnis bewirken kann. Ebenso sollte man die jährliche Fahrleistung realistisch einschätzen. Auch das ist ein Kostenfaktor. Eine weitere Sparmöglichkeit können sogenannte Telematik-Tarife sein, bei denen der Versicherer ein vorsichtiges Fahrverhalten mit Beitragsrabatten belohnt.

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Worauf sollte ich bei den Versicherungsleistungen achten?

Wer wechselt, kann möglicherweise parallel zur Beitragsersparnis auch bessere Versicherungsbedingungen herausholen.

So sollte der Versicherer in der Kaskoversicherung auf den Einwand grober Fahrlässigkeit verzichten. Ebenso sollte der Versicherer Schäden durch Kollisionen mit Tieren aller Art und durch Tierbisse einschließlich möglicher Folgeschäden abdecken. „Wer einen Neuwagen fährt, sollte darauf achten, dass die Neupreisentschädigung besser 24 statt zwölf Monate beträgt“, sagt Rehberg.

Biallo-Lesetipp: Welche weiteren Leistungen für einen guten Tarif wichtig sind, wie sich Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherung unterscheiden und welche Sparmöglichkeiten Sie zusätzlich prüfen sollten, erfahren Sie in unserem ausführlichen kostenlosen PDF-Ratgeber.

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Häufige Fragen zum Kfz-Versicherungswechsel

Beim Versicherungswechsel sind nicht nur die Beiträge entscheidend. Auch Fristen und bestehende Vertragsbedingungen sollten Sie prüfen.

Kann ich meine Kfz-Versicherung nach dem 30. November noch kündigen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Erhöht der Versicherer beispielsweise den Beitrag ohne entsprechende Verbesserung des Versicherungsschutzes, kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Dafür gilt grundsätzlich eine Frist von einem Monat nach Zugang der Mitteilung.

Lohnt sich der Kfz-Versicherungswechsel ab 70 Jahren?

Ein Vergleich kann sich besonders lohnen. Versicherer bewerten das Unfallrisiko älterer Fahrer unterschiedlich. Dadurch können die Beiträge ab 70 Jahren zum Teil erheblich voneinander abweichen.

Kann ich meine Schadenfreiheitsklasse mitnehmen?

Grundsätzlich ja. Allerdings sollten Sie vor einem Wechsel prüfen, welche Schadenfreiheitsklasse der neue Versicherer tatsächlich anerkennt. Ein beim bisherigen Anbieter vereinbarter Rabattschutz oder eine besondere Einstufung lässt sich nicht ohne Weiteres übertragen.

Können Fahranfänger bei der Kfz-Versicherung sparen?

Ja. Genauso wie ältere Fahrerinnen und Fahrer zahlen auch junge Leute häufig höhere Beiträge. „Sie können sparen, indem sie das Auto auf die Eltern anmelden und sich selbst nur als Fahrer versichern lassen“, rät Rehberg.

Biallo-Lesetipp: Welche weiteren Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Autoversicherung für Fahranfänger.

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Über die Autorin Annette Jäger

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren. Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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