

Kaltmiete in München über 20 Euro pro Quadratmeter, in Leipzig nicht mal halb so viel: Der Mietmarkt in Deutschland driftet auseinander. Dabei zieht es Mieterinnen und Mieter laut ImmoScout24-Wohnbarometer verstärkt in Städte und Metropolen. Im Umland und in ländlichen Gebieten dagegen sinkt die Nachfrage nach Mietwohnungen. Wo die Wohnung noch erschwinglich ist – und wo besonders teuer.
Deutsche Mieterinnen und Mieter zieht es immer stärker dahin, wo es auch Jobs, Studienmöglichkeiten und eine gute Infrastruktur gibt: in die Städte. Das zeigt jetzt eine Untersuchung des Immobilienportals ImmoScout24. Dennoch sind die Mietpreise zuletzt kaum gestiegen. Wir sagen Ihnen, wo Mieter noch am ehesten Wohnungen finden, wo das Mieten günstig ist – und wo teuer.
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Laut dem sogenannten "Wohnbarometer" des Portals konzentriert sich die Mietsuche in Deutschland zunehmend auf Metropolen und kreisfreie Städte. Sie verzeichneten im dritten Quartal 2026 deutlich mehr Anfragen nach Mietwohnungen als noch im Vorquartal. Im Umland und in ländlichen Gegenden lässt das Interesse an Mietwohnungen dagegen nach.
So legten die Anfragen nach Mietangeboten in kreisfreien Städten um sieben Prozent zu, in den großen Metropolen um sechs Prozent. Im Umland und im ländlichen Raum schrumpfte die Nachfrage. Dabei hätten "viele, die jetzt zur Miete suchen, zuvor zum Kauf gesucht", heißt es in einer Mitteilung von Immoscout24.
Bei den Preisen allerdings schlägt die verstärkte Nachfrage in den Städten noch nicht durch: Die Angebotsmieten seien im Quartalsvergleich nahezu konstant geblieben. Bestandswohnungen kosten derzeit im bundesweiten Durchschnitt 9,01 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Bei Neubauwohnungen sind es 13,42 Euro.
Zwischen den Metropolen gibt es aber große Unterschiede. Am teuersten sind die Kaltmieten in München mit mehr als 20 Euro pro Quadratmeter für Bestandswohnungen (siehe Grafik). In Leipzig sind die Preise nicht einmal halb so hoch.
Bei einer Bestandswohnung mit 70 Quadratmetern macht dieser Unterschied fast 800 Euro monatlich aus. Wer in München eine Neubauwohnung dieser Größe mietet, muss im Schnitt mittlerweile mit einer Kaltmiete von 1.930 Euro rechnen.
In der Untersuchung weist ImmoScout24 auch darauf hin, dass 2025 in Deutschland nur gut 206.000 Wohnungen gebaut wurden. Das sei knapp ein Fünftel weniger als im Jahr zuvor. Verlagert sich demnach künftig die Mietnachfrage noch weiter in die Städte, "trifft sie dort auf ein Angebot, das kaum wächst", heißt es in der Mitteilung.
Um den Mietmarkt zu entlasten, komme es daher neben verstärktem Neubau künftig auch darauf an, den Menschen den "Weg ins eigene Zuhause" zu ermöglichen. So sei derzeit nach Berechnungen des Immobilienportals die monatliche Belastung beim Kauf in gut 300 von mehr als 400 Kreisen und kreisfreien Städten "nach fünf Jahren niedriger als die Miete oder etwa gleich hoch."
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