Auf einen Blick
  • Zu den Pennystocks zählen Aktien mit sehr niedrigen Kursen, meist liegen die Notierungen unter einem Euro oder unter fünf US-Dollar.

  • Die stark schwankenden Aktien werden in der Regel an nicht oder wenig regulierten Börsenplätzen gehandelt, hierzulande im sogenannten Freiverkehr (Open Market). Der Anlegerschutz ist entsprechend eingeschränkt.

  • Pennystocks bieten für Anleger zwar Chancen auf hohe Gewinne, aber entsprechend groß ist auch das Risiko eines Totalverlustes.
* Anzeige: Mit Sternchen (*) oder einem (a) gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Wenn Sie auf solch einen Link klicken, etwas kaufen oder abschließen, erhalten wir eine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit.

Der Kauf von Aktien oder ETFs bringt wegen permanenter Kursschwankungen stets auch einen gewissen Nervenkitzel. Pennystocks steigern diesen Kitzel deutlich, denn die Aktien gehören zu den hochspekulativen Wertpapieren. Fundamentale Daten des Unternehmens spielen bei Pennystocks kaum eine Rolle. Vielmehr werden Aktienorders vor allem von Spekulanten lanciert. Für Anlegerinnen und Anleger lauern hier große Chancen, aber auch große Gefahren.

 

Was sind Pennystocks?

Als Pennystocks bezeichnet man Aktien mit einem sehr niedrigen Kurswert. Der Aktienkurs bewegt sich üblicherweise im Cent- oder Penny-Bereich, also unterhalb von einem Euro oder einem Pfund. Fachlich lautet die Definition: Der Aktienkurs liegt unterhalb der Geldeinheit „Eins“. Allerdings findet die Zielmarke „Eins“ nicht überall Anwendung. In den USA spricht man bereits ab einem Aktienkurs von weniger als fünf US-Dollar von einem Pennystock. Das liegt daran, dass eine Aktie, die an den regulierten Börsen New York Stock Exchange (NYSE) oder Nasdaq gelistet werden möchte, einen Mindestkurs von fünf US-Dollar vorweisen muss. In Deutschland beträgt diese Grenze einen Euro.

Genossenschaftsbank – 3,20 Prozent sechs Monate garantiert!

Hohe Zinsen, bei höchster Sicherheit: Das bietet Ihnen die PSD Bank Hessen-Thüringen mit ihrem „PSD FestGeld Direkt“. Sichern Sie sich jetzt einen Festzins in Höhe von 3,20 Prozent für ganze sechs Monate garantiert – ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro.  Jetzt mehr erfahren!
Anzeige

Wann wird ein Unternehmen zu einem Pennystock?

Wirtschaftet eine Aktiengesellschaft erfolgreich, steigert sich ihr Wert und damit in der Regel auch ihr Aktienkurs. Das Gegenteil ist der Fall, wenn das Management schlecht wirtschaftet oder schwerwiegende Krisen die Umsätze in den Keller treiben. Misswirtschaft, Katastrophen, kriminelle Machenschaften (siehe Wirecard) oder Spekulation können Unternehmen in den Ruin treiben. Gerät das Unternehmen in Schieflage und muss Konkurs anmelden, schmiert der Aktienkurs ab. Beträgt der Kurswert nur noch wenige Cent, wird er zu einem Pennystock und damit zum Spielball von Spekulanten. Viele Pennystocks können sich von solch einem Absturz nicht mehr erholen, sie verlassen letztlich einen regulierten Börsenplatz und können nur noch an unregulierten Börsen gehandelt werden.

Es geht aber auch umgekehrt, nämlich wenn junge Unternehmen ihren Börsengang (IPO) vollziehen und noch eine geringe Marktkapitalisierung aufweisen. Diese in der Entwicklung befindlichen Unternehmen weisen in der Regel eine Marktkapitalisierung von 50 bis 300 Millionen US-Dollar auf. Man spricht in diesem Fall von sogenannten Micro Caps. Ist die Marktkapitalisierung noch niedriger, fallen die Unternehmen in den Bereich der Nano Caps. Das meist sehr geringe Handelsvolumen bedingt eine hohe Volatilität der Aktien und macht diese Unternehmen zu hochspekulativen Investments.

Eine dritte Möglichkeit, ein Pennystock zu sein oder zu werden, besteht darin, dass ein Unternehmen seine Aktien zu einem sehr niedrigen Preis ausgibt. Die Geschäftsführung hofft so, möglichst viele Anleger anzulocken. Diese Firmenphilosophie kann später auch bei steigendem Aktienkurs beibehalten werden, indem das Unternehmen sogenannte Aktiensplits durchführt, die die Anzahl der Aktien extrem erhöht und so den Aktienkurs entsprechend minimiert. Ein geringer Aktienkurs muss kein Nachteil sein, auch große Unternehmen wie Vodafone oder der chinesische Computerriese Lenovo splitten ihre Aktien beziehungsweise ADRs bis in den Pennystock-Bereich.

 

Was unterscheidet Pennystocks von anderen Aktien?

Der offensichtliche Unterschied zwischen Pennystocks und anderen Aktien zeigt sich im Aktienkurs. Während die Billigaktien nur wenige Cent kosten, sind prosperierende Aktien ein Vielfaches davon wert. Ein weiterer Unterschied zeigt sich in der Handelbarkeit. Die in einem Börsenindex gelisteten Aktien sind praktisch bei jeder Bank oder jedem Onlinebroker zu handeln und werden viel häufiger umgesetzt als unreguliert gehandelte Pennystocks. Bei besonders illiquiden Pennystocks erfolgen nur selten Kursstellungen und der Spread, das heißt der Abstand zwischen Geld- und Briefkurs, kann extrem groß sein. Manchmal kann er zehn Prozent und mehr betragen.

Die Kursausschläge zeigen ebenfalls ein sehr differenziertes Bild. Der niedrige Aktienkurs von Pennystocks erleichtert den Kauf großer Stückzahlen, was den Aktienkurs schnell und massiv in die Höhe treiben kann. Die hochspekulativen Papiere können aber ebenso schnell im Wert fallen und für herbe Verluste unter Tradern sorgen. Klassische Aktien verzeichnen dagegen nur in Extremfällen eine ähnlich hohe Volatilität.

Ein Beispiel verdeutlicht das Anlagerisiko von Pennystocks: Kostet eine Aktie 20 Cent, benötigt man für den Kauf von 50.000 Stück lediglich 10.000 Euro. Sinkt der Aktienkurs nur um fünf Cent, entsteht ein Verlust von 2.500 Euro. Das entspricht einem Minus von 25 Prozent.

Wo werden Pennystocks gehandelt?

An vielen Börsen der Welt gelten verschärfte Regeln für die Handelbarkeit von Pennystocks. Die Billigaktien sind gewöhnlich nicht Bestandteil klassischer Börsenindizes wie etwa dem Dax oder dem Dow Jones. Fällt eine Aktie unter das Ein-Euro- oder Fünf-Dollar-Limit, muss sie meist in kurzer Zeit den angestammten Index verlassen. Die Aktie wird dann im Freiverkehr, dem sogenannten Open Market, oder als OTC (Over the Counter) im Direkthandel ge- und verkauft. Diese Märkte stellen keine strengen Anforderungen an Berichterstattungen, Bilanzierungen oder Veröffentlichungspflichten. Zugang zum Handelssegment Open Market der Deutschen Börse bieten die meisten gängigen Onlinebroker wie ConsorsbankComdirectING oder Flatex.

In den USA werden Aktien unter fünf US-Dollar nur im weitgehend unregulierten OTC-Markt gehandelt. Dieser Markt unterliegt kaum Regeln. Die Aktien sind weder bei der US-Wertpapierbörse SEC registriert noch sind Mindestanforderungen wie Veröffentlichungspflichten zu erfüllen. Der Anlegerschutz ist entsprechend eingeschränkt. In den USA werden Pennystocks übrigens auch Pink Sheets (deutsch: roas Zettel) genannt. Das rührt daher, dass die Börsenhändler früher Informationen zu den OTC-Aktien auf rosafarbenen Zetteln austauschten.

 

Warum sind Pennystocks so attraktiv?

Risikobereite Anleger wagen gern Investments in Pennystocks, weil diese für geringes Geld enorme Kursgewinne ermöglichen. Wetten viele Trader gleichzeitig auf einen Kursanstieg, kann der Aktienkurs sprunghaft in die Höhe schnellen. Dies passiert nicht selten dadurch, dass sich viele Trader über Internetplattformen verabreden und den Kurs in die Höhe treiben. Aber auch Nachrichten, die einen Hoffnungsschimmer für die Krisenaktie beinhalten, können einen kurzfristigen Run auf das Papier auslösen. Werden dann noch Leerverkäufer, die auf fallende Kurse gewettet haben, auf dem falschen Fuß erwischt und kaufen ihre Papiere zurück, kann der Kurs des betreffenden Pennystocks weiter nach oben schnellen (Short Squeeze).

Für die Attraktivität von Pennystocks spielt die Psychologie eine entscheidende Rolle. Der sehr niedrige Kurs der Papiere klingt für viele Anleger nach einem verlockenden Investment. Denn er suggeriert, dass die Aktie besonders preiswert ist und somit hohe Gewinne ermöglicht. Um eine Rendite von 200 Prozent zu erzielen, muss ein Pennystock nur von 15 Cent auf 45 Cent steigen. Eine Dax-Aktie zu 60 Euro müsste für den gleichen Gewinn hingegen auf bis zu 180 Euro zulegen. Die Cent-Steigerung erscheint vielen Investoren deutlich wahrscheinlicher als die Euro-Steigerung, obwohl der prozentuale Gewinn in beiden Fällen gleich hoch ist.

Tagesgeld zu Spitzenkonditionen!

Sie wollen Ihr Erspartes zum Spitzenzins mit höchster Flexibilität anlegen? Dann eröffnen Sie heute noch das Tagesgeldkonto der Suresse Direkt Bank. Keine Mindestanlage, keine Kontoführungsgebühren und sechs Monate garantierter Spitzenzins!  Mehr erfahren!
Anzeige
 

Woran erkennt man Pennystocks mit Zukunftspotential?

Mit Pennystocks haben sachkundige Anleger die Chance, hohe Gewinne zu erzielen. Der Handel mit diesen Aktien erfordert aber Rechercheaufwand, Marktwissen und eine ordentliche Portion Risikobereitschaft. Als erster Indikator für eine chancenreiche Aktie kann die Bewertungen von Analysten führender Investmentbanken dienen. Das heißt aber nicht, dass man auf eigene Recherchen verzichten sollte. Im Fokus stehen dabei vor allem Unternehmenskennzahlen und die weitere Unternehmensstrategie.

Informieren Sie sich zudem darüber, wie viele Aktien momentan auf dem Markt sind und welche geplanten Firmenaktivitäten den Aktienpreis beeinflussen könnten. Im Allgemeinen gilt: Werden viele neue Unternehmensanteile auf den Markt gebracht, können die bestehenden Aktien nur schwer an Wert gewinnen. Finden Sie im Internet keine oder nur sehr eingeschränkte Unternehmensinformationen, sollten Sie hellhörig werden und dies als Warnsignal verstehen.

Ein weiterer wichtiger Indikator ist, ob es sich bei dem anvisierten Pennystock um einen reinen Börsenmantel handelt. Als Börsenmantel werden die gelisteten Überbleibsel eines insolventen Unternehmens bezeichnet - im Börsenjargon auch „Special Purpose Acquisition Company“ (SPAC) genannt. Diese „leeren“ Aktien haben keine Aussicht auf Kurserholung oder eine abschließende Barauszahlung.

Da der Gang an die Börse für Firmen inzwischen aber sehr aufwändig und an immer strengere Regeln gebunden ist, sind die SPACs dennoch sehr gefragt. Möchte ein Unternehmen an die Börse gehen, kann es mit seinem Geschäft und seinem Vermögen mit vergleichsweise geringem Aufwand in den leeren Mantel des noch insolventen Unternehmens schlüpfen. Zwar muss es dann zunächst den Namen der Mantelfirma, deren Zulassung und oftmals auch alle Forderungen und Verbindlichkeiten übernehmen. Dafür ist das neue Unternehmen günstig an die Börse gekommen und bietet Anlegern jetzt einen Pennystock mit Zukunftspotential. Eine Garantie auf Wertsteigerung gibt es allerdings nicht.

 

Welche Pennystocks sind aktuell besonders gefragt?

Im Folgenden stellen wir Ihnen sechs Pennystocks vor, die ein reges Handelsvolumen aufweisen – jeweils drei Titel aus dem europäischen Raum und drei aus Nordamerika.

Wichtig: Die aufgeführten Wertpapiere dienen lediglich Informationszwecken. Die bereitgestellten Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines bestimmten Finanzinstruments und stellen keine Anlageberatung dar!

Deutsche und europäische Pennystocks

Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige interessante deutsche und europäische Pennystocks.

Meyer Burger AG

Die Meyer Burger AG (WKN: A0YJZX) – ehemals führender Maschinenbauer für die Produktion von Solarzellen und -modulen – ist eine Schweizer Halbleiterfirma, die unter anderem in Sachsen Solarpaneele für den deutschen und europäischen Markt produziert. Meyer Burger nimmt dank einer neuartigen Technologie für sich in Anspruch, dass ihre Paneele bis zu 20 Prozent mehr Energieertrag erzielen als vergleichbare Module – insbesondere auch bei schwachen Lichtverhältnissen. Meyer Burger möchte eine wichtige Rolle bei der Energiewende in Deutschland spielen. Der von der Bundesregierung angestrebte, zügige Ausbau von Solarenergie könnte dem Aktienkurs weiter Auftrieb geben. In den vergangenen drei Jahren stieg der Kurs des Pennystocks bereits von 0,15 auf aktuell rund 0,50 Schweizer Franken.

Lavipharm

Lavipharm (WKN: A3DSHM) wurde 1911 gegründet und ist heute das größte Unternehmen der Pharmaindustrie in Griechenland. Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist die Kopfschmerztablette Algon, die in Griechenland mit Aspirin konkurriert und auch auf weiteren Märkten (vornehmlich Südosteuropas) angeboten wird. Lavipharm forscht und entwickelt nicht nur neuartige Medikamente, es produziert und vertreibt auch medizintechnische Produkte. Die Aktie verzeichnet eine Jahresperformance von +88,45 Prozent und liegt aktuell bei 0,71 Euro.

Telecom Italia

Die Telecom Italia, Abkürzung TIM, (WKN: 120470) zählt zu den größten Telekommunikationsunternehmen in Europa. Aufgrund ihres niedrigen Kurswertes zählt die Aktie – ähnlich wie die Vodafone-Aktie – zu den Pennystocks. Die hohe Marktkapitalisierung und das große Handelsvolumens sorgen aber im Gegensatz zu vielen kleineren Pennystocks für einen ruhigeren Kursverlauf. Derzeit besteht ein Bieterwettbewerb um die Festnetzsparte von TIM. Sie soll verkauft werden, um die bestehende Schuldenlast zu senken. Gelingt ein guter Deal, dürfte die Aktie weiter Fahrt aufnehmen. Die Jahresperformance mit +16 Prozent kann sich bereits sehen lassen.

Nordamerikanische Pennystocks

In Nordamerika und Asien ist die Auswahl an aussichtsreichen Pennystocks deutlich größer als in Europa. Nicht nur die Anzahl der potenziell lohnenden Aktien ist größer, vor allem aus dem Tech-Sektor, auch das Handelsvolumen ist dort höher.

Vortex Energy

Das kanadische Unternehmen Vortex Energy (WKN: A3D4EP) besitzt eine patentrechtlich geschützte Technologie zur Umwandlung von grünem Wasserstoff in grünen Ammoniak. Ammoniak hat eine fünfmal höhere Energiedichte als Wasserstoff. Dies könnte die Massenanwendung von Wasserstoff in Flugzeugen und Autos entscheidend voranbringen. Untersuchungen der Bank of America (BoA) zeigen, dass die Wasserstofftechnologie bis 2050 ein Marktpotenzial von insgesamt elf Billionen Dollar besitzt. Außerdem verfügt Vortex Energy über die potentiell größten Wasserstoffspeicher an der Ostküste Kanadas, da es große Salzstöcke ausbeutet und die hohlen Kavernen als Wasserstoffspeicher nutzen möchte. Der Wasserstoff-Pennystock könnte eine führende Rolle in der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff und grünen Ammoniak übernehmen. Die Nachfrage ist groß, Deutschland und Kanada schlossen kürzlich einen Vertrag über die Lieferung von grünem Wasserstoff ab 2025 nach Europa. Die Aktie bewegt sich mit einem Kurs von gut einem Dollar im Bereich der Pennystocks.

Ambari Brands

Ambari Brands (WKN: A3DP2A) ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). KI ist dabei, das gesamte Leben auf der Erde zu verändern. Eine bedeutende Veränderung ist die Personalisierung. Jede Interaktion wird bald für jede einzelne Person maßgeschneidert sein. Dieser Trend dürfte sich nach Analystenschätzungen zu einem milliardenschweren Markt entwickeln. Ambari entwickelt eine proprietäre KI-Technologie mit dem Codenamen “Scarlett”, die die Hautpflege- und Kosmetikindustrie revolutionieren möchte. Ambari Brands Inc. strebt mit seiner Software an, zu einem Daten- und Analyse-„Gehirn“ für die globale Schönheitsindustrie zu werden. Aktuell bewegt sich der Aktienkurs um etwa 0,40 Euro.

Canopy Growth

Der kanadische Marihuana-Produzent Canopy Growth (WKN: A140QA) war einst ein Highflyer an der Börse. In Spitzenzeiten notierte die Aktie bei fast 70 Kanadischen Dollar. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Das Unternehmen schaffte es bislang nicht, aus der Verlustzone zukommen. Ein Hoffnungsschimmer ist der geplante Schuldenabbau durch die Ausgabe neuer Aktien. Zusammen mit dem Verkauf von firmeneigenen Vermögenswerten sollen in den nächsten zwei Quartalen Schulden von insgesamt 437 Millionen US-Dollar getilgt werden. Durch die geplante Legalisierung von Cannabis in Deutschland entsteht einer der größten Cannabis-Märkte weltweit. Für Canopy Growth würde das erhebliche Wachstumschancen bieten. Die Aktie notiert derzeit auf Pennystock-Niveau bei etwa 0,60 CAD, in Europa wird sie für etwa 0,40 Euro das Stück gehandelt.

 

Wo kann ich Pennystocks möglichst günstig und einfach kaufen?

Pennystocks sind bei vielen etablierten Direktbanken und Onlinebrokern handelbar. Anleger finden Pennystocks zum Beispiel bei Comdirect, Consorsbank, ING, Flatex oder S-Broker. Günstig sind auch Neobroker wie JusttradeScalableTrade Republik oder Smartbroker. Die drei letztgenannten bieten teilweise auch kostenfreien Börsenhandel an. Die meisten Anbieter erheben keine Depotgebühr, einige unter bestimmten Bedingungen. Wer sehr ausgefallene oder exotische Aktien sucht, der findet bei den etablierten Direktbanken in der Regel eine größere Aktienauswahl als bei Neobrokern oder spezialisierten Trading-Plattformen.

 

Pennystocks und Risiken

Wer Pennystocks handeln möchte, der sollte sich der extrem hohen Risiken bewusst sein. Durch die geringe Marktkapitalisierung und das häufig sehr geringe Handelsvolumen sind deren Aktienkurse leicht zu beeinflussen. Dies geschieht zum Beispiel durch das sogenannte Pump-and-Dump (Aufpumpen und Abladen). Bei dieser Betrugsmasche werden häufig von selbsternannten Börsengurus oder unseriösen Börsenbriefen Meldungen zu kleineren Firmen in Börsenforen wie Reddit.com lanciert, die mit frei erfundenen Kurszielen zum Kauf der jeweiligen Pennystocks anregen sollen. Hinter diesen Kaufempfehlungen oder Erfolgsmeldungen stehen meist betrügerische Organisationen oder Einzelpersonen, welche bereits im Besitz der betreffenden Aktien sind, und nur darauf warten, diese mit satten Kursaufschlägen wieder loszuwerden. In Deutschland wird solch eine Methode auch als Scalping-Strategie bezeichnet.

Neben der Verlustgefahr besteht auch das Risiko, die Aktien nicht wieder verkaufen zu können. Schwindet das Interesse der Anleger an einem Pennystock, wird das Papier oft über Tage oder Wochen gar nicht gehandelt. Wird die Aktie zudem teuer angeboten, kann es passieren, dass sich keine Abnehmer finden.

Anlegerinnen und Anleger sollten Pennystocks daher stets mit Vorsicht genießen und keine großen Summen investieren. Pennystocks sind Spekulationsobjekte und nicht mit klassischen Investments in Standardaktien zu vergleichen. Als Anleger sollten Sie sich sicher sein, dass Sie im Ernstfall auch einen Totalverlust Ihres Investitionskapitals verkraften können.

Teilen:
Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
Beliebte Artikel