
Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 2,75% - gilt für die ersten 6 Monate

Niederlande- Basiszins: 1,80%
- Aktionszins: 3,00% - gilt für die ersten 4 Monate

Deutschland- Basiszins: 1,25%
- Aktionszins: 3,21% - gilt für die ersten 4 Monate
Auf einen Blick
Eine aktuelle Biallo-Auswertung zeigt: Viele Verbraucher zahlen für den Dispokredit deutlich mehr als nötig. Besonders teuer wird es bei einigen regionalen Banken – doch es gibt günstigere Alternativen.
In der Spitze liegen die Dispozinsen bei einzelnen Anbietern bei mehr als 15 Prozent. Wer sein Konto regelmäßig überzieht, sollte seine Konditionen deshalb prüfen.
Was heißt das für Verbraucher? Wer den Dispo nur kurz nutzt, zahlt oft überschaubare Beträge. Wer aber dauerhaft im Minus ist, kann durch einen Vergleich, einen Kontowechsel oder eine Umschuldung mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.
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Untersuchungen aus der Vergangenheit zeigen: Im Schnitt geraten zehn von hundert Bankkunden regelmäßig mit ihrem Gehaltskonto ins Minus. Da reicht das aktuelle Monatsgehalt nicht für die teure Autoreparatur. Oder die Waschmaschine, die man schon länger im Blick hatte, gibt es jetzt zum Sonderpreis, ohne dass das nötige Geld auf dem Konto ist. Gut, dass einem die Bank oder Sparkasse erlaubt, das Konto bis zu einem bestimmten Limit zu überziehen. Doch diesen Dispositionskredit (Dispokredit) lassen sich viele Geldhäuser fürstlich entlohnen.
Nach einer aktuellen Marktuntersuchung von biallo.de verlangen teure Anbieter wie die VR-Bank Landsberg Ammersee 15,389 Prozent, die Volksbank Nordharz 14,935 oder die Raiffeisenbank Fränkische Schweiz 14,48 Prozent Dispozinsen. Hier wie bei vielen anderen Häusern mit sehr hohen Zinsen fällt auf: Fast immer handelt es sich dabei um eher kleine Häuser in Orten ohne unmittelbare Konkurrenz einer Sparkasse oder einer überregionalen Bank. Oder sie haben eine ältere Kundschaft, der die Suche nach günstigeren Alternativen im Internet nicht so vertraut ist. Rentner sind oft die Leidtragenden solcher Geschäftspolitik.
Die 20 bundesweit besonders teuren Anbieter sind überwiegend Volks- und Raiffeisenbanken. Fünf davon sind Sparkassen. Andererseits: Unter den 20 günstigsten Banken in Deutschland sind immerhin zehn VR-Banken. Es geht also auch anders.
Dass man offensichtlich auch mit geringeren Zinsen auskommen kann, zeigen viele Banken und Sparkassen. Knapp 200 der gut 1.000 von biallo.de untersuchten Banken geben sich mit Zinssätzen unter 10,0 Prozent zufrieden. Bundesweit sehr günstig ist die Kreisparkasse Gotha aus Thüringen mit nur 5,44 vor der hessischen Raiffeisenbank Kirtorf mit 6,028 und der Volksbank Gera mit 6,20 Prozent. Wer übers Jahr gerechnet sein Konto im Durchschnitt mit 4.000 Euro überzieht, zahlt bei sechs Prozent 240 Euro an Zinsen, bei 15 Prozent sind es dagegen 600 Euro.
Besonders relevant wird der Vergleich, wenn das Konto nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft im Minus ist. Dann summieren sich wenige Prozentpunkte Unterschied schnell auf mehrere Hundert Euro pro Jahr.
Wer als Bankkunde mit dem eingeräumten Kreditrahmen von meist zwei oder drei Netto-Monatsgehältern nicht auskommt und diese Linie reißt, zahlt bei der Hälfte aller Banken für diese „geduldete Überziehung“ einen Überziehungszins, der im Schnitt rund 5,0 Prozentpunkte über dem Dispozins liegt. Direktbanken wie ING, DKB oder Consorsbank haben diesen Zinsaufschlag vor Jahren gestrichen. Die Hälfte aller regionalen Banken hat hier mittlerweile nachgezogen
Wer spontan Geld braucht, um im Handel vor Ort oder im Internet ein Schnäppchen zu machen oder eine Reparatur zu bezahlen, wird den Dispo zu schätzen wissen. Hat einem die Bank diese Kreditlinie eingeräumt, kann man darüber verfügen, ohne nachzufragen und diese Darlehen jederzeit ganz oder teilweise zurückführen. Der Dispo wird in der Schufa eingetragen. Wer ihn regelmäßig nutzt und genauso regelmäßig zurückführt, erhöht dadurch seine Bonität und verbessert seinen Schufa-Score. Nachteilig wirkt sich dieser Kredit aus Verbrauchersicht vor allem dann aus, wenn Zinsen von 13 Prozent und mehr für den Dispo verlangt werden. Und es zusätzlich einen Überziehungskredit gibt, der noch einmal zusätzlich fünf Prozentpunkte oder mehr kostet. Der hohe Zins erschwert die Tilgung.
Im ausführlichen Biallo-Ratgeber erfahren Sie, welche Banken besonders hohe Dispozinsen verlangen, welche Alternativen günstiger sind und wie Sie einen teuren Dispo Schritt für Schritt ablösen können. Den Ratgeber erhalten Sie kostenlos als PDF-Download.
Gerade wenn die Bank oder Sparkasse deutlich mehr als zehn Prozent verlangt und die Kontoüberziehung kein einmaliges Ereignis, sondern ein Dauerzustand ist, sollte man überlegen, wie sich diese enormen Kosten vermeiden lassen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Viele Verbraucher haben ein paar Tausend Euro auf einem niedrig verzinsten Sparkonto als eiserne Reserve. Die kurzfristig aufzulösen und damit wenigstens einen Teil des hochverzinsten Dispos abzulösen, macht auf jeden Fall Sinn. Das gleiche gilt aber auch, wenn das Ersparte auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto liegt. Dessen Zins von rund 3,0 Prozent ist natürlich deutlich niedriger als jeder Dispo.
Biallo-Tipp: Wer seine eiserne Reserve nicht komplett für den Dispo einsetzen möchte, sollte zumindest prüfen, ob das Geld auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto liegt. Unser Tagesgeld-Vergleich zeigt aktuelle Angebote.
Volkswagen Bank oder ING bieten einen niedrig verzinsten Rahmenkredit (auch Abrufkredit genannt) um die acht Prozent, für den man kein Girokonto bei ihnen eröffnen muss. Die Rückzahlung kann man frei wählen, die Obergrenze beträgt 25.000 Euro. Mit diesem günstigen Kredit lässt sich ein teurer Dispokredit auf einen Schlag ablösen.
Ein Rahmenkredit funktioniert ähnlich flexibel wie ein Dispo, ist aber oft günstiger. In unserem Ratgeber zum Rahmenkredit erfahren Sie, wann sich ein Abrufkredit lohnt und welche Risiken Sie kennen sollten.
Überziehen Kunden ihr Konto permanent, sind Banken nach § 504a BGB verpflichtet, beratend tätig zu werden und Alternativen anzubieten. Das dürfte in den meisten Fällen ein Ratenkredit mit niedrigeren Zinsen sein. Der Überziehungsbetrag wird so in einen Betrag mit fester monatlicher Tilgung umgewandelt und getilgt.
In der Praxis zeigt sich aber, dass Banken mit extrem hohen Dispozins ihren Kunden auch teure Ratenkredite anbieten. Bei den VR-Banken ist dies meist der Easy Credit, der den Zins nach Bonität vergibt. Schlechte Schuldner zahlen mehr.
Hier empfiehlt sich unbedingt ein Ratenkreditvergleich im Internet. Günstige Geldhäuser bieten Zinssätze zwischen fünf und sieben Prozent. So zahlt man beispielsweise bei der PSD Bank Rhein-Ruhr knapp 120,00 Euro monatlich für ein Darlehen über 5.000 Euro und hat dieses nach vier Jahren komplett getilgt.
Wichtig ist aber: Verbraucher sollten nicht automatisch das erste Angebot ihrer Hausbank annehmen. Ein unabhängiger Ratenkredit-Vergleich kann sinnvoll sein, weil gerade Banken mit hohen Dispozinsen nicht immer die günstigsten Umschuldungsangebote machen. Nutzen Sie dazu am besten direkt den Ratenkredit-Vergleich von biallo.de.
Die Erfahrung zeigt: Geldhäuser mit hohem Dispo sind auch teuer bei Ratenkrediten oder den Girokonten. All das gibt es viel günstiger bei Direktbanken wie ING, DKB, Meine Bank oder 1822direkt. Der Wechsel des Kontos geht heute online und ist in weniger als einer halben Stunde erledigt. (Hinweis zu den Daten: Alle Konditionen aus Mai 2026).
Wer dauerhaft hohe Dispozinsen zahlt, sollte nicht nur den Dispo, sondern das gesamte Girokonto prüfen. Ein Girokonto-Vergleich zeigt, welche Banken beim Konto und beim Dispo günstiger sind.
Nicht jede Kontoüberziehung ist problematisch. Teuer wird es vor allem dann, wenn der Dispo regelmäßig genutzt wird oder der Zinssatz deutlich über dem Marktniveau liegt.
Alle Tipps zum teuren Dispo im kostenlosen PDF: Sie möchten genauer prüfen, welche Alternativen zum teuren Dispo infrage kommen? Der kostenlose Biallo-Ratgeber bündelt Bankenvergleich, Rechenbeispiele und konkrete Spartipps als PDF.

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