

Auf einen Blick
Anfang des Jahres haben die Bauzinsen etwas nachgegeben. Der Trend zeigt aber weiter nach oben. Vor allem lange Zinsbindungen werden immer teurer. Wie die aktuelle Zinsentwicklung aussieht und wie sich vielleicht trotzdem noch eine gute Lösung finden lässt, erfahren Sie im Artikel.
Die aktuelle Zinsenwicklung zeigt: Bisher hat das Jahr 2026 vor allem etwas Entspannung gebracht. Über alle Laufzeiten hinweg haben die Zinsen etwas nachgegeben:
Die mittelfristige Entwicklung aber zeigt, dass zwei besorgniserregende Trends weiterhin ungebrochen sind. Zum einen sind Baufinanzierungen heute generell deutlich teurer als noch vor einem Jahr. Zum anderen werden vor allem lange Zinsbindungen immer teurer.
So kostete zum Beispiel die 20-jährige Zinsbindung vor einem Jahr im Schnitt einen Aufschlag von 0,31 Prozentpunkten gegenüber der zehnjährigen. Heute sind es 0,43 Prozentpunkte. Noch deutlicher der Unterschied gegenüber einer fünfjährigen Bindung. Hier stieg der Aufschlag von 0,23 auf 0,50 Prozentpunkte.
Das heißt: Nicht nur die Zinsen selbst, sondern auch die Zinssicherheit wird für Kreditnehmer immer teurer.


Insofern verwundert es nicht, dass sich Immobilienkäufer immer häufiger für kürzere Zinsbindungen entscheiden. Das zeigt der Trendindikator Baufinanzierung des Vermittlers Dr. Klein. Wer den Immobilienkauf plant, sollte aber Kosten und Sicherheit stets gut abwägen. Oft sind auch Kompromisse möglich.
Thomas Hügler von der Münchener Hypothekenbank etwa rät im Interview mit biallo.de dazu, zumindest einen Teilbetrag des Kredits mit langer Zinsbindung abzuschließen.