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DeutschlandVon Dividenden leben – das klingt nach viel Vermögen. Doch schon mit 57.000 Euro fließen monatlich 150 Euro aufs Konto. Drei ETFs reichen dafür aus. Allerdings schwanken die Ausschüttungen übers Jahr. Wir zeigen, wie Sie regelmäßige Auszahlungen hinkriegen – und für wen das sinnvoll ist.
Von Dividenden leben können – diesen Traum haben viele Anlegerinnen und Anleger. Um das zu schaffen, ist allerdings ein sehr stattliches Vermögen nötig. Wer das nicht hat, kann auch erstmal kleinere Brötchen backen und sich mit Dividenden-ETFs monatlich zum Beispiel einen Betrag von 150 Euro auszahlen lassen. Der Vorteil: Neben den Dividenden nimmt man auch noch mögliche Kursgewinne mit, die die ETFs übers Jahr erzielen.
Wir sagen Ihnen, wie es geht, wie viel Vermögen dafür nötig ist – und worauf Anlegerinnen und Anleger dabei achten sollten.
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Um von Januar bis Dezember monatlich Dividenden zu kassieren, müssen Anlegerinnen und Anleger mehrere Dividenden-ETFs kombinieren. Die meisten Dividenden-ETFs schütten vierteljährlich aus. Nötig sind also drei ETFs, deren Ausschüttungstermine sich nicht überschneiden.
Die Indexfonds sollten dabei das Anlagerisiko möglichst breit streuen. Sinnvoll sind deshalb drei weltweit investierende Dividenden-ETFs. Diese drei ETFs verteilen das Risiko auf insgesamt rund 2.500 Unternehmen:
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Wie hoch der monatliche Ausschüttungsbetrag aus den drei ETFs ausfällt, hängt von der Anlagesumme ab. Die Aufteilung des angelegten Geldes sollte dabei so erfolgen, dass jeder der drei ETFs übers Jahr gleich viel zur Ausschüttung beiträgt. Die Tabelle zeigt das für eine Ausschüttung von 150 Euro im Monat. Grundlage sind die tatsächlichen Ausschüttungen der drei ETFs in den vergangenen zwölf Monaten.
| ETF (ISIN) | Anlagebetrag | Dividenden-Rendite¹ | Ausschüttung pro Anteil² | ETF-Anteile | Ausschüttung im Jahr |
| Vanguard All-World High Dividend Yield (IE00B8GKDB10) | 25.138 € | 2,50 % | 2,02 € | 311 | 628 € |
| SPDR Global Dividend Aristocrats (IE00B9CQXS71) | 15.810 € | 3,97 % | 1,35 € | 465 | 628 € |
| iShares Global Select Dividend 100 (DE000A0F5UH1) | 16.227 € | 3,87 % | 1,52 € | 413 | 628 € |
| Summe | 57.175 € | 1.884 € brutto |
Die Tabelle zeigt: Mit einer Anlagesumme von knapp 57.200 Euro erzielen Anlegerinnen und Anleger insgesamt 1884 Euro brutto an Dividenden im Jahr. Netto sind es 1.800 Euro – unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer inklusive Soli von 26,375 Prozent. Einberechnet wurde auch der Sparerpauschbetrag, also der jährliche Freibetrag auf Kapitalerträge von 1.000 Euro pro Person. Im Schnitt fließen so Dividenden von 150 Euro im Monat aufs Konto.
Tatsächlich landet jedoch nicht regelmäßig der gleiche Betrag auf dem Konto. Denn die Ausschüttungen schwanken übers Jahr. Das zeigt die nächste Tabelle. Sie gibt die tatsächlichen Ausschüttungen der ETFs bei der obigen Aufteilung des Anlagebetrags über die vergangenen zwölf Monate wieder.
| Monat | ETF | Dividende |
| Oktober 2025 | iShares | 169 € |
| November 2025 | SPDR | 144 € |
| Dezember 2025 | Vanguard | 121 € |
| Januar 2026 | iShares | 103 € |
| Februar 2026 | SPDR | 107 € |
| März 2026 | Vanguard | 115 € |
| April 2026 | iShares | 78 € |
| Mai 2026 | SPDR | 144 € |
| Juni 2026 | Vanguard | 252 € |
| Juli 2026 | iShares | 277 € |
| August 2026 | SPDR | 233 € |
| September 2026 | Vanguard | 140 € |
| Summe | 1.884 € |
Die Dividendenhöhe schwankt dabei zwischen 78 und 277 Euro brutto. Der Löwenanteil der Dividenden fließt in den Sommermonaten. Das liegt daran, dass in diesen Monaten viele Unternehmen ihre Dividende auszahlen.
Um eine gleichmäßige Verteilung der Dividenden übers Jahr zu erreichen, sollten Anleger daher alle Ausschüttungen zunächst auf das Verrechnungskonto des Depots fließen lassen. Von dort können sie sich dann per Dauerauftrag 150 Euro monatlich auszahlen lassen. Damit das Geld auch in schwachen Monaten kommt, empfiehlt sich ein Puffer von etwa 300 bis 400 Euro. In den starken Sommermonaten füllt sich das Konto wieder auf.
Auf ausgezahlte Dividenden kassiert der Fiskus die Abgeltungssteuer. Dabei wird allerdings nicht der gesamte Betrag versteuert: Für Aktienfonds gilt eine sogenannte "Teilfreistellung" von 30 Prozent. Es fallen also nur auf 70 Prozent der Erträge Steuern an.
Hinzu kommt der Sparerpauschbetrag – also der jährliche Freibetrag für Kapitalerträge. Er liegt pro Jahr und Person bei 1.000 Euro. Dafür braucht die Bank oder der Broker einen Freistellungsauftrag. Jede Ausschüttung geht vom Freibetrag ab. Sind die 1.000 Euro aufgebraucht, wird die volle Steuer fällig. Nimmt man im Beispiel den Januar 2026 als Startpunkt, ist das ab August der Fall.
Wer seinen Freibetrag allerdings schon anderweitig verwendet hat, muss die Dividende komplett versteuern. Dann ist auch ein höherer Anlagebetrag nötig, um auf monatlich 150 Euro Ausschüttung zu kommen: Statt gut 57.000 sind es rund 67.000 Euro.
Doch lohnt es sich wirklich, das Geld in einen Dividenden-ETF zu stecken? Tatsächlich erzielt man bei Anlagesumme von 57.200 Euro mit einem Festgeld, das mit 3,3 Prozent verzinst ist, ebenfalls rund 1.900 Euro Ertrag im Jahr. Allerdings gibt es bei den Dividendenfonds die zusätzliche Chance auf Kursgewinne. Beim Festgeld dagegen vermehrt sich der Anlagebetrag nicht, wenn die Zinsen regelmäßig entnommen werden.
Die Alternative ist ein Welt-ETF auf einen der Aktienindizes MSCI World, FTSE All World oder MSCI All Country World. Solche ETFs haben in den vergangenen Jahren unterm Strich häufig etwas bessere Renditen erzielt, als die drei Dividenden-ETFs an Kursgewinn plus Dividenden gebracht haben. Hinzu kommt: Dividenden-ETFs streuen das Anlagerisiko nicht so breit, weil sie sich auf Titel mit hohen Ausschüttungen konzentrieren.
Wer dennoch regelmäßig eine Zusatzrente aus Dividenden haben möchte, für den kann daher auch eine Kombination aus breit anlegendem Welt-ETF und den drei Dividenden-ETFs sinnvoll sein. Die regelmäßigen Ausschüttungen sind in jedem Fall bequemer, als etwa jährlich Anteile eines Welt-ETF zu verkaufen und sich aus dem Ertrag monatlich etwas auszuzahlen. In beiden Fällen sollten Anlegerinnen und Anleger aber bedenken: Die Kurse der ETFs können schwanken – und auch die Dividenden. So fest verlassen wie etwa beim Festgeld kann man sich daher auf die Auszahlungen aus einem ETF nicht.

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