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Eine Auswertung von biallo.de zeigt: Robo-Advisors erzielen unterm Strich Renditen von bis zu 15 Prozent. Nach Abzug der Kosten schneiden ING Smartinvest und Quirion am besten ab. Entscheidend bleibt die Performance – die Gebühren spielen langfristig aber eine wichtige Rolle. Anleger sollten daher auf die Kosten achten.
Mit Robo-Advisors lassen sich derzeit unterm Strich Jahresrenditen von bis zu gut 15 Prozent erzielen. Das zeigt eine Auswertung von biallo.de. Demnach liefern die beiden digitalen Vermögensverwaltungen von Quirion und der ING nach Abzug der Kosten die besten Performance-Ergebnisse. Quirion hat dabei in der offensiven Strategie (bis 100 Prozent Aktienanteil) die Nase vorn. Der ING-Robo "Smartinvest" erzielt in der ausgewogenen Strategie (bis 60 Prozent Aktienanteil) die beste Rendite.
Wir sagen Ihnen, welche Performance unterm Strich mit den „Robos“ möglich ist, welche Robo-Advisors bei Kosten und Rendite gut da stehen – und worauf Anlegerinnen und Anleger bei der Auswahl einer digitalen Vermögensverwaltung achten sollten.
Biallo.de wertet in seinem Robo-Advisor Performance Vergleich regelmäßig aus, welche Erträge sich mit digitalen Vermögensverwaltungen erzielen lassen. Die Performance der dort gelisteten 16 "Robos“ weisen wir vor Abzug der sogenannten Servicegebühr aus. Der Grund: Die Art der Berechnung dieser Gebühr für die Vermögensverwaltung ist von Robo-Advisor zu Robo-Advisor unterschiedlich. Das schränkt die Vergleichbarkeit ein.
So machen einige Anbieter die Gebühr von der Höhe der Anlagesumme abhängig. In der Regel wird es dabei für Anleger günstiger, je größer der Anlagebetrag ist. Die Performance nach Abzug der Kosten lässt sich daher am besten für eine bestimmte Anlagesumme vergleichen. Die folgende Grafik zeigt die Spannbreite der Servicegebühr für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro: Sie reicht von 0,46 Prozent der Anlagesumme beim günstigsten Anbieter bis 1,19 Prozent beim teuersten:

Bei Robo-Advisors gibt es zwei wesentliche Kostenarten: die Servicegebühr und die laufenden Kosten etwa für ETFs oder Fonds. Die Servicegebühr umfasst vor allem die Kosten für die Vermögensverwaltung. Enthalten sind aber auch Gebühren für Kauf und Verkauf der Wertpapiere und für Konto- und Depotführung. Die Kosten für Fonds oder ETFs werden in der Regel von der Fondsgesellschaft einbehalten. Sie sind daher schon in der Performance der Fonds enthalten – und damit auch in der Performance, wie sie unser Robo-Advisor Performance Vergleich ausweist.
Für unsere Auswertung haben wir die Performance abzüglich der Servicegebühr in der ausgewogenen und offensiven Strategie für eine Anlagesummer von 10.000 Euro berechnet. Der Anlagezeitraum beträgt 12 Monate. Die Ergebnisse der ausgewogenen Strategie zeigt die Tabelle.
| Robo-Advisor | Performance vor Kosten | Service-Gebühr | Performance nach Kosten |
| ING Smartinvest | 13,79 % | 0,75 % | 13,04 % |
| Oskar | 13,31 % | 0,80 % | 12,51 % |
| Gerd Kommer Invest | 10,63 % | 0,70 % | 9,93 % |
| Quirion | 9,96 % | 0,48 % | 9,48 % |
| Whitebox | 10,34 % | 0,95 % | 9,39 % |
| Smavesto | 10,34 % | 1,00 % | 9,34 % |
| Visualvest | 9,28 % | 0,60 % | 8,68 % |
| Bevestor | 8,80 % | 0,60 % | 8,20 % |
| Growney | 8,68 % | 0,68 % | 8,00 % |
| Scalable Wealth | 8,38 % | 0,75 % | 7,63 % |
Die ING hat also klar die Nase vorn. Der Blick auf die Gebühren zeigt: Die digitale Vermögensverwaltung der Direktbank ist zwar nicht der günstigste unter den Top-10 Robos. ING Smartinvest schneidet jedoch bei der Performance vor Servicegebühr so gut ab, dass dies den Nachteil bei den Kosten mehr als aufwiegt.
Dass geringe Gebühren unterm Strich dennoch einen Rendite-Vorteil bringen, zeigt das Beispiel Quirion: Der Robo-Advisor hat die geringste Servicegebühr der Top-10 Robos. Deswegen schneidet er bei der Performance nach Kosten besser ab als Whitebox und Smavesto, die beide eine bessere Performance vor Servicegebühr aufweisen.
Bei der Rendite in der offensiven Strategie liegt Quirion vorne. Die Tabelle macht dabei deutlich: Die Kostenunterschiede reichen in dieser Strategie nicht aus, um die Rangfolge der Robo-Advisor zu ändern, die sich aus der Performance vor Kosten ergibt. Das Ranking bleibt nach Abzug der Servicegebühr gleich.
| Robo-Advisor | Performance vor Kosten | Servicegebühr | Performance nach Kosten |
| Quirion | 15,87 | 0,48 | 15,39 |
| Oskar | 15,52 | 0,80 | 14,72 |
| Growney | 14,96 | 0,68 | 14,28 |
| Gerd Kommer Invest | 14,49 | 0,70 | 13,79 |
| ING Smartinvest | 14,37 | 0,75 | 13,62 |
| Whitebox | 13,35 | 0,95 | 12,40 |
| Raisin | 12,50 | 0,46 | 12,04 |
| Visualvest | 12,40 | 0,60 | 11,80 |
| Morgenfund | 11,83 | 0,75 | 11,08 |
| Scalable Wealth | 10,80 | 0,75 | 10,05 |
Insgesamt macht die Auswertung deutlich: Die Gebühren, die die Robo-Advisors verlangen, können je nach Höhe die Rendite zwar deutlich schmälern. Sie ändern aber in den meisten Fällen nichts am Ranking, das sich aus der Performance vor Abzug der Kosten ergibt. Entscheidend für die Rendite, die Anleger unterm Strich mit einer digitalen Vermögensverwaltung erzielen, ist daher vor allem die Performance. Vereinfacht gesagt: Performance schlägt Kosten.
Die Performance kann jedoch je nach Stichtag ganz unterschiedlich ausfallen. So ist in den obigen Performance-Zahlen der jüngste deutliche Rückgang an den Aktienmärkten durch den Iran-Konflikt nur zu einem geringen Teil enthalten.
Anlegerinnen und Anleger sollten daher bei der Auswahl eines Robo-Advisors immer auch auf die Kosten achten. Gerade bei Robos, deren Performance ähnlich ausfällt, können sie unterm Strich den Unterschied ausmachen. Darüber hinaus gilt wie bei jeder Anlageform auch für Robo-Advisors: Je geringer die Kosten ausfallen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf eine gute langfristige Rendite.


