Auf einen Blick
  • Die Münchener Hypothekenbank ist eine der größten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Sie finanziert Wohn- und Gewerbeimmobilien.

  • Die rund 60.000 Mitglieder der Bank sind über eine jährliche Dividende am Gewinn der Bank beteiligt.

  • Mitglied kann dabei jede Privatperson werden. Wir sagen Ihnen, wie es geht – und mit welchen Dividenden Sie rechnen können.
* Anzeige: Mit Sternchen (*) oder einem (a) gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Wenn Sie auf solch einen Link klicken, etwas kaufen oder abschließen, erhalten wir eine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit.

Sie ist keine Bank wie jede andere: Die Münchener Hypothekenbank zählt mit derzeit rund 60.000 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Das Institut ist auf die Finanzierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien spezialisiert. 

Als Genossenschaftsbank ist die Münchener Hypothekenbank ihren Mitgliedern verpflichtet. Diese sind als Miteigentümer über eine jährliche Dividende am Gewinn der Bank beteiligt. Mitglied können dabei auch Privatpersonen werden und so vom Erfolg der Bank profitieren. Wir sagen Ihnen, wie das funktioniert und stellen Ihnen die Münchener Hypothekenbank vor.

 

So profitieren Mitglieder vom Gewinn der Münchener Hypothekenbank

Jede Privatperson kann Mitglied der Münchener Hypothekenbank werden. Sie muss dafür nur volljährig sein – und Geschäftsanteile der Bank zeichnen. Nicht nötig ist es dagegen, Kundin oder Kunde der Bank zu sein.

Ein Geschäftsanteil kostet 70 Euro. Die Höchstgrenze, bis zu der sich eine Privatperson an der Genossenschaft beteiligen kann, beträgt derzeit 1.000 Anteile. Folglich beträgt die maximale Zeichnungssumme 70.000 Euro pro Privatperson. Mit dem Kauf der Anteile wird man zum Kapitalgeber und Miteigentümer der Bank und ist damit an deren Gewinn beteiligt: Die Mitglieder erhalten eine jährliche Dividende.

Wie hoch diese ausfällt, hängt von der Ertragslage der Genossenschaftsbank ab. Für das Geschäftsjahr 2022 beschloss die Vertreterversammlung im April 2023 eine Ausschüttung von 3,00 Prozent je Mitgliederanteil. Vor der Corona-Krise hatte das genossenschaftliche Institut regelmäßig Dividenden von mindestens 3,25 Prozent ausgeschüttet.

Auch in Zeiten relativ hoher Tages- und Festgeldzinsen kann eine solche regelmäßige Dividende ein guter Grund sein, Mitglied bei der Münchener Hypothekenbank zu werden – zumal Experten damit rechnen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) spätestens ab Mitte des Jahres ihre Leitzinsen senken wird. Dann gehen auch die Zinsen für Tages- und Festgeld nach unten. Das macht die Dividendenzahlungen einer Traditionsbank wie der Münchener Hypothekenbank attraktiv. Das gilt umso mehr, als die Bank seit 1948 stetig gewachsen ist.

 

Die Geschichte der Münchener Hypothekenbank

Die Münchener Hypothekenbank wurde im Jahr 1896 als "Bayerische Landwirthschaftsbank" gegründet. Sie finanzierte mit ihren Krediten Bauern, die damit oft ihre Altschulden ablösten. Außerdem vergab die Bank Darlehen an bayerische Kommunen und trug so zur Entwicklung und Modernisierung der ländlichen Infrastruktur Bayerns bei.

1971 begann für die Bank eine neue Ära, die sich in einem neuen Namen widerspiegelte: Münchener Hypothekenbank. Sie gründete in den 1970er Jahren Außenstellen im gesamten Bundesgebiet. Seitdem expandierte sie kräftig und baute auch das gewerbliche Finanzierungsgeschäft aus.

Seit Ende der 1990er-Jahre ist die Bank auch in der gewerblichen Immobilienfinanzierung in ausgewählten europäischen Staaten tätig. Dabei bewältigte sie die zahlreichen Umbrüche seit der Jahrtausendwende aus eigener Kraft. Seit 2014 gehört die Münchener Hypothekenbank zu den bedeutenden Banken Europas. Sie steht dabei unter der direkten Aufsicht der EZB.

 

Die heutige Bedeutung der Münchener Hypothekenbank

Trotz ihres Wachstums ist die Münchener Hypothekenbank ihren genossenschaftlichen Wurzeln stets treu geblieben. Der genossenschaftliche Leitgedanke prägt die Geschäftspolitik und die Unternehmenskultur. So arbeitet die Bank als Mitglied der genossenschaftlichen Finanzgruppe eng mit den örtlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken als Vertriebspartner zusammen.

Die Finanzgruppe der Volksbanken Raiffeisenbanken ist dabei mit gut 730 Kreditinstituten sowie etlichen Verbundunternehmen eine der größten Bankengruppen Deutschlands. Bundesweit hat die Gruppe gut 8.600 Geschäftsstellen. Experten der Münchener Hypothekenbank betreuen bundesweit Kundinnen und Kunden in elf Regionalbüros und fördern die Geschäftsbeziehungen zu lokalen Partnerbanken vor Ort.

Der Schwerpunkt der Münchener Hypothekenbank liegt auf dem deutschen Markt. Fast 90 Prozent der Hypothekenvergaben im Jahr 2022 erfolgten hierzulande. Die Genossenschaftsbank fühlt sich dabei einer risikobewussten Geschäftspolitik verpflichtet. Das heißt: Erstrangige, langfristige Finanzierungen von Objekten in guten Lagen mit gesicherten Erträgen und moderaten Beleihungsausläufen haben absolute Priorität.

Die Münchener Hypothekenbank refinanziert sich dabei in erster Linie durch die Ausgabe von Hypothekenpfandbriefen. Das sind Schuldverschreibungen, die von der Bank ausgegeben werden, um Kapital für die Vergabe der Immobilienkredite zu beschaffen. Die US-Ratingagentur Moody's bewertet die Hypothekenpfandbriefe der Münchener Hypothekenbank mit der Höchstnote Aaa.

 

Nachhaltigkeit bei der Münchener Hypothekenbank

Nicht nur der Genossenschaftsgedanke prägt die Geschäftsstrategie der Münchener Hypothekenbank. Auch die Idee nachhaltigen Wirtschaftens spielt eine wichtige Rolle. Das schließt die ökologische und soziale Verantwortung mit ein: "Insbesondere ist es uns ein Anliegen, die vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Mitgliedern, Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, Investoren und der Öffentlichkeit zu stärken", heißt es bei der Bank.

Nicht umsonst erhielt die Münchener Hypothekenbank von den Ratingagenturen in den vergangenen Jahren stets sehr gute Noten beim Thema Nachhaltigkeit. Im vergangenen Jahr etwa verlieh die Ratingagentur ISS ESG der Bank zum wiederholten Male den Prime-Status in der Kategorie "Financials/Mortgage & Public Sector".

 

Fazit: Was die Dividende der Münchener Hypothekenbank attraktiv macht

Der deutsche Immobilienmarkt durchläuft derzeit keine leichte Phase. Schwache Konjunktur und gestiegene Zinsen dämpfen die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Das macht sich auch im Neugeschäft der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung bemerkbar.

Dennoch konnte die Münchener Hypothekenbank im vergangenen Geschäftsjahr (Stichtag 30. September) das Volumen ihres Neugeschäfts insgesamt im Vergleich zum Vorjahr von 4,8 Milliarden auf 5,9 Milliarden Euro steigern. Gründe dafür waren unter anderem der Erwerb des Darlehensportfolios der Warburg Hypothekenbank, die auf die Münchener Hypothekenbank verschmolzen wurde, sowie das Neugeschäft mit öffentlichen Kunden.

Gleichzeitig wuchs wegen der gestiegenen Zinsen der Zins- und Provisionsüberschuss 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 41,6 Prozent auf 325,6 Millionen Euro. Dadurch steigerte die Münchener Hypothekenbank auch ihr Ergebnis deutlich und erzielte einen zeitanteiligen Jahresüberschuss in Höhe von 82,1 Millionen Euro.

Das macht deutlich: Der Kauf von Genossenschaftsanteilen der Bank kann für Anleger auch in der jetzigen Phase sinnvoll sein. Das gilt umso mehr, als die Zinsen in den nächsten Monaten zurückgehen dürften. Dadurch dürfte auf der einen Seite die Nachfrage nach Baukrediten wieder anziehen. Und es macht auf der anderen Seite mögliche Dividendenzahlungen attraktiv gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten. Anleger, die einen Teil ihres Geldes auf diesem Weg in den Immobilienmarkt investieren möchten, sollten sich daher durchaus überlegen, eines von rund 60.000 Mitgliedern der Münchener Hypothekenbank zu werden.

Teilen:
Über den Autor Redaktion

Biallo.de, dahinter steckt erfahrener und unabhängiger Verbraucherjournalismus. Unsere Redaktion vereint Finanzjournalisten, Autoren und fachliche Experten, die dafür brennen, die vielfältigen Angebote und Themen der Finanzwelt zu analysieren und verständlich für Sie aufzubereiten. Dabei steht der praktische Nutzwert immer ganz oben auf der Agenda. Die Biallo-Redaktion informiert aber nicht nur auf biallo.de, sondern auch über unsere Podcasts und YouTube-Videos, unseren Newsletter sowie auf unseren Social-Media-Kanälen und in zahlreichen Printmedien.

Beliebte Artikel