
Deutschland- Basiszins: 1,00%
- Aktionszins: 3,50% - gilt für die ersten 6 Monate

Niederlande- Basiszins: 1,95%
- Aktionszins: 3,40% - gilt für die ersten 6 Monate

Deutschland- Basiszins: 2,00%
- Aktionszins: 4,00% - gilt für die ersten 4 Monate
Tagesgeld ist eine flexible Form der Geldanlage, bei der Guthaben auf einem Tagesgeldkonto verzinst wird und grundsätzlich jederzeit verfügbar bleibt. In diesem Beitrag erfahren Sie, einfach erklärt, wie ein Tagesgeldkonto funktioniert, wofür es sich eignet und was Sie zu Themen wie Sicherheit oder Steuern wissen müssen. Das für Sie beste Tagesgeldkonto finden Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich.

Deutschland
Niederlande
DeutschlandEin Tagesgeldkonto ist ein flexibles, üblicherweise kostenloses Sparkonto ohne feste Laufzeit und gilt als sehr sichere Form der Geldanlage. Es eignet sich für praktisch alle Sparerinnen und Sparer – besonders wenn es um die Anlage von kleineren Beträgen oder von Geld geht, das schnell wieder verfügbar sein soll. Zinseinnahmen auf dem Tagesgeldkonto unterliegen wie alle Kapitalerträge der Kapitalertragsteuer zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Das Tagesgeldkonto gilt nach dem Girokonto als eines der wichtigsten und beliebtesten Bankprodukte überhaupt. Während das Girokonto dem Zahlungsverkehr dient, ist das Tagesgeldkonto ein reines Sparkonto, das sich besonders für Rücklagen eignet, die jederzeit verfügbar sein sollen.
Ein Tagesgeldkonto (kurz: Tagesgeld, auch: Geldmarktkonto) ist ein üblicherweise kostenfreies Sparkonto, bei dem Sie jederzeit Geld ein- und auszahlen können. Sie können es aber nicht überziehen. Die Auszahlung ist nur auf ein Referenzkonto möglich, in der Regel Ihr Girokonto. Dieses können Sie meist auch bei einer anderen Bank führen als das Tagesgeldkonto.
Auf das angelegte Guthaben gibt es Zinsen. Diese sind nach Ablauf etwaiger Garantiefristen variabel. Der Zinssatz kann sich also immer wieder ändern. Das Guthaben ist durch die in der EU vereinheitlichte Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank und Kunde geschützt. Im Falle einer Bankenpleite würden Sie also vom jeweils zuständigen Sicherungsfonds entschädigt werden.
| Tagesgeld passt gut, wenn … | Eher Alternativen prüfen, wenn … |
|---|---|
|
|
Variable Zinsen bedeuten: Die Bank kann den Tagesgeldzins jederzeit anpassen, ohne das vorher anzukündigen. Steigt der EZB-Leitzins, geben viele Banken Erhöhungen zumindest teilweise weiter. Sinkt er, folgen Zinssenkungen meist schnell. Für Anleger heißt das: Der aktuell angezeigte Zinssatz ist keine Garantie für die Zukunft. Wer heute 3,50 Prozent pro Jahr sieht, kann in einigen Monaten einen deutlich anderen Satz vorfinden, ohne dass die Bank das vorab ankündigen muss.
Viele Banken locken Neukunden mit temporären Aktionszinsen, auch Bonuszins genannt, die deutlich über dem dauerhaften Standardzins liegen. Typische Aktionszinsen laufen drei bis sechs Monate und gelten oft nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag. Nach Ablauf des Bonuszeitraums gilt automatisch der niedrigere Standardzins, ohne weitere Benachrichtigung.
Deshalb gilt: Ein Angebot mit hohem Aktionszins und niedrigem Basiszins ist langfristig oft weniger attraktiv als ein Angebot mit moderatem, aber stabilem Standardzins.
Für die kurzfristige Anlage und für Geld, das schnell verfügbar bleiben soll, eignet sich eher Tagesgeld. Geld, das Sie auf absehbare Zeit sicher nicht brauchen, ist meist in Festgeld besser angelegt. Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber: "Tagesgeld oder Festgeld – was ist die richtige Wahl?"
Ein Tagesgeldkonto eignet sich für alle, die etwas Geld übrig haben, das sie als flexible Rücklage nutzen können. Wer mit dem Sparen gerade erst anfängt, kann ein Tagesgeldkonto als erstes Sparprodukt überhaupt nutzen. Wer schon ein größeres Vermögen und langfristige Anlagen hat, kann mit Tagesgeld für unerwartete Ausgaben vorsorgen.
Das Tagesgeldkonto ist der richtige Ort für den Notgroschen, da Sie auf das dort angelegte Geld jederzeit zugreifen können und – anders als auf dem Girokonto – dafür auch Zinsen erhalten.
Sie können Tagesgeld aber auch noch für andere Zwecke nutzen, zum Beispiel für:
Wählen Sie den Weg, der zu Ihrem Anliegen passt. Ob Sie einen Neukundenbonus gezielt mitnehmen, Ihren Notgroschen optimal parken oder verstehen möchten, warum Tagesgeldzinsen sich laufend ändern – die folgenden Kategorien führen Sie direkt zur passenden Antwort:
Tagesgeld ist kein Renditeinstrument, es ist ein Sicherheitsbaustein. Die klassische Empfehlung lautet: drei bis sechs Monatsgehälter als Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto parken, den Rest in renditestärkere, aber weniger liquide Anlagen investieren. So verbinden Sie Sicherheit und Verfügbarkeit, ohne auf Zinserträge zu verzichten.
Für sicherheitsorientierte Anleger, die keine Kursrisiken eingehen möchten, kann Tagesgeld auch den Kern einer konservativen Anlagestrategie bilden, kombiniert mit Festgeld für planbare Zinserträge über einen längeren Zeitraum.
Tagesgeld und Festgeld ergänzen sich ideal: Das Tagesgeld deckt die kurzfristige Liquidität und den Notgroschen ab, jederzeit verfügbar, ohne Abstriche. Das Festgeld arbeitet im Hintergrund für planbare, garantierte Zinserträge über eine definierte Laufzeit.
Eine bewährte Strategie: Notgroschen (drei bis sechs Monatsgehälter) auf dem Tagesgeldkonto belassen, darüber hinausgehende Rücklagen in Festgeld mit gestaffelten Laufzeiten anlegen (Festgeldtreppe). So bleibt ein Teil des Geldes stets verfügbar, während der Rest von höheren Festgeldzinsen profitiert.
Beim Tagesgeld gibt es kein Kursrisiko und das Guthaben ist von der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Bank und Kunde geschützt. Einige Banken sichern darüber hinaus noch höhere Beträge freiwillig ab. Tagesgeld ist also genauso sicher wie Geld auf dem Girokonto der gleichen Bank. Das gilt sowohl für deutsche Tagesgelder als auch für solche in einem anderen EU-Land.
Allerdings hat jedes EU-Land seinen eigenen Fonds zur Einlagensicherung. Wie zuverlässig dieser etwa im Falle einer Finanzkrise wäre, ist schwer einzuschätzen. Einen professionellen und einfach zu verstehenden Hinweis auf die finanzielle Stabilität eines ganzen Landes liefert das Länderrating renommierter Ratingagenturen. Daher finden Sie im Vergleich von biallo.de bei jedem Angebot das Rating des Landes der zuständigen Einlagensicherung.
Ihre flexible Rücklage sollte nach den gängigen Empfehlungen mehrere Monatsgehälter betragen. Die genaue Höhe hängt aber natürlich immer auch von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Je nachdem, wofür Sie das Tagesgeldkonto nutzen, kann es sich auch anbieten, noch höhere Beträge dort anzulegen.
Sie sollten aber nicht mehr Geld auf einem Tagesgeldkonto haben als:
Auf Tagesgeldzinsen fällt 25 Prozent Kapitalertragsteuer (zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer) an. Deutsche Banken und solche mit Zweigstellen in Deutschland ziehen diese automatisch ein.
Unnötige Steuerzahlungen vermeiden Sie, indem Sie einen Freistellungsauftrag einreichen. Das lässt sich meist mit wenigen Klicks im Onlinebanking erledigen. Bis zu 1.000 Euro Zinsen pro Person und Jahr bleiben so steuerfrei. Zahlen Sie nur geringe Einkommensteuern, sind mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung noch höhere Freibeträge möglich. Interessant ist das zum Beispiel auch, wenn Sie das Tagesgeld für ein Kind eröffnen.
Bei einer Direktanlage im Ausland erfolgt kein Steuerabzug und Sie müssen die Zinsen selbstständig in der Steuererklärung angeben. Außerdem ziehen manche Länder eine eigene Quellensteuer ein. In diesem Fall ist häufig eine Ansässigkeitsbescheinigung nötig, um die Steuer zu vermeiden oder zumindest zu senken.
In unseren Ratgebern finden Sie Informationen zu Sparkonten in den wichtigsten Anlageländern, von den Zinsen über die Sicherheit bis hin zu den Steuern:
Es gibt noch andere Konten, bei denen Sie ähnlich flexibel auf Ihr Geld zugreifen können und dabei ebenfalls gute Zinsen erhalten. Dazu gehören:
Kündigungsgeld und flexibles Festgeld: Hier werden Zinsen und Laufzeit (wie beim Festgeld) fest vereinbart. Allerdings können Sie unter bestimmten Bedingungen (etwa der Einhaltung einer Kündigungsfrist) auch vor Laufzeitende auf das Geld zugreifen.
Geldmarktfonds: Diese Investmentfonds investieren in verzinsliche Wertpapiere. Die Fondsanteile können Sie prinzipiell jederzeit verkaufen. Allerdings birgt diese Anlageform eigene Risiken.
Depotkonten: Manche Depotanbieter wie etwa Trade Republic, Smartbroker+ oder Traders Place zahlen auf dem Verrechnungskonto ihres Wertpapierdepots ansehnliche Zinsen. Das Geld ist ähnlich flexibel verfügbar wie auf dem Tagesgeldkonto. Überprüfen Sie aber vorab die Bedingungen des Depots und der Verzinsung.
Tagesgeld ist ein verzinstes Sparkonto ohne feste Laufzeit. Das Geld ist täglich verfügbar, wird aber nicht für den Zahlungsverkehr genutzt. Es gibt keine Karte, keine Lastschriften, keine Überweisungen direkt vom Tagesgeldkonto. Ein- und Auszahlungen laufen immer über ein hinterlegtes Referenzkonto. Das Girokonto hingegen dient dem täglichen Zahlungsverkehr und wirft in der Regel keine oder kaum Zinsen ab
Der Zinssatz beim Tagesgeld ist nicht vertraglich festgeschrieben. Die Bank kann ihn jederzeit anpassen, nach oben wie nach unten. Der wichtigste Einflussfaktor ist der Einlagesatz der Europäischen Zentralbank: Steigt er, tendieren Banken dazu, Tagesgeldzinsen zu erhöhen. Sinkt er, folgen Zinssenkungen. Hinzu kommen der Wettbewerb unter den Anbietern, individuelle Liquiditätsbedürfnisse der Bank und, bei Aktionszinsen, gezielte Neukundenakquise.
Viele Banken bieten Neukunden Aktionszinsen an, die deutlich über dem dauerhaften Standardzins liegen. Diese Bonusangebote laufen typischerweise drei bis sechs Monate und gelten oft nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag (häufig 50.000 bis 100.000 Euro). Nach Ablauf fällt der Zins automatisch auf den niedrigeren Basiszins. Wichtig: Aktionszins und Basiszins immer gemeinsam bewerten – ein hoher Bonus bei niedrigem Standardzins ist langfristig oft weniger attraktiv als ein moderater, aber stabiler Dauerzins.
Tagesgeldkonten verursachen in der Regel keine Kosten. Im Gegenteil: Die Bank möchte mit Ihrem Geld arbeiten und zahlt Ihnen dafür Zinsen. Gebühren gibt es meist nur, wenn Sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Beispielsweise können der Postversand von Kontoauszügen oder Überweisungen per Telefonbanking kostenpflichtig sein.
Ja. Das ist das wichtigste Merkmal von Tagesgeld: Es gibt keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist und keine Strafgebühren für Entnahmen. Da das Tagesgeldkonto jedoch kein Zahlungsverkehrskonto ist, läuft jede Auszahlung über das hinterlegte Referenzkonto. Die Überweisung dauert in der Regel ein bis zwei Werktage.
Das Intervall der Zinsgutschrift variiert je nach Anbieter, etwa monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Je häufiger die Zinsen gezahlt werden, desto stärker ist dabei der Zinseszinseffekt.
Einige Banken bieten Tagesgeld auch für Paare an. Oft müssen diese dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen, etwa einen gemeinsamen Wohnsitz haben oder verheiratet sein. Ist die Eröffnung als Gemeinschaftskonto nicht möglich, könnten Sie Ihrem Partner auch über eine Bankvollmacht Zugriff zum Konto gewähren. Ein gemeinsamer Freistellungsauftrag ist in diesem Fall aber nicht möglich.
Viele Banken bieten auch Tagesgeld für Kinder an. Voraussetzung ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter. Daher müssen Sie bei der Eröffnung zusätzliche Unterlagen einreichen. Was genau benötigt wird, kann sich je nach Bank unterscheiden.
Mehrere Banken bieten auch geschäftliche Tagesgeldkonten an, etwa als Firmentagesgeld. Dabei handelt es sich um eigene Angebote, die bei ihren Bedingungen und der Verzinsung von den privaten Tagesgeldkonten abweichen können – auch wenn es sich um die gleiche Bank handelt.
Grundsätzlich kann sich der Tagesgeldzins jederzeit ändern. Wie oft das tatsächlich geschieht, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Interessant kann hier ein Blick in die Vergangenheit sein. Vergangene Zinsänderungen lassen sich mit dem biallo-Zinsticker nachvollziehen.
Ja, als Notgroschen und Liquiditätspuffer bleibt Tagesgeld auch bei sinkenden Zinsen unverzichtbar. Die Frage ist weniger, ob Tagesgeld sinnvoll ist, sondern wie viel Kapital dort gebunden sein sollte. Bei niedrigen Zinsen empfiehlt es sich, den Tagesgeldanteil auf das notwendige Minimum (Notgroschen und kurzfristiger Puffer) zu begrenzen und darüber hinausgehende Ersparnisse in Festgeld oder renditestärkere Anlagen umzuschichten.
Ja. Einige Banken setzen Einlagen gezielt für ökologische oder soziale Projekte ein. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte das Geschäftsmodell der Bank, mögliche ESG-Zertifizierungen und die Verwendung der Einlagen prüfen. Einen Überblick über nachhaltige Tagesgeldanbieter und ihre Zinsen finden Sie in unserem Ratgeber zu Tages- und Festgeld bei nachhaltigen Banken.
Festgeld ist die bessere Wahl, wenn Sie auf Ihren Anlagebetrag für einen klar definierten Zeitraum verzichten können und dafür einen garantierten, unveränderlichen Zinssatz wünschen. Wer hingegen jederzeit auf sein Geld zugreifen möchte oder unsicher ist, wann er das Kapital benötigt, ist mit Tagesgeld besser beraten. Was für Sie sinnvoller ist, zeigt unser Ratgeber "Tagesgeld oder Festgeld".
Tagesgeld ist die erste Wahl für flexible, sichere Liquiditätshaltung. Als Notgroschen, Cash-Puffer oder kurzfristiger Parkplatz ist es kaum zu ersetzen, vorausgesetzt, Sie wählen den richtigen Anbieter und behalten die Zinsentwicklung im Blick. Wer die folgende Checkliste durchgeht, trifft eine fundierte Entscheidung:
| 1. | Ziel klären | Notgroschen, kurzfristige Rücklage oder Parkplatz vor einer Ausgabe? |
|---|---|---|
| 2. | Sicherheitsbedarf definieren | Deutsche Einlagensicherung oder EU‑weit? Bei Beträgen über 100.000 Euro mehrere Banken nutzen. |
| 3. | Aktionszins und Basiszins betrachten | Nicht nur auf den Bonuszins schauen: Was gilt nach Ablauf der Aktionsphase? |
| 4. | Bedingungen prüfen | Maximalbetrag, Bonusdauer, Neukundenvoraussetzung, Zinsgutschrift-Intervall. |
| 5. | Kombination mit Festgeld erwägen | Notgroschen im Tagesgeld, mittelfristige Rücklagen im Festgeld mit gestaffelten Laufzeiten. |
| 6. | Angebote vergleichen | Täglich aktualisiert – über 1.000 Banken auf biallo.de |
Tagesgeld ist täglich verfügbar, das ist sein zentraler Vorteil. Allerdings gibt es kein Zahlungsverkehrskonto: Ein- und Auszahlungen laufen immer über ein hinterlegtes Referenzkonto (in der Regel das Girokonto). Überweisungen dauern je nach Bank ein bis zwei Werktage.
Weitere Punkte, die vor der Kontoeröffnung geprüft werden sollten: Ist ein separates Girokonto bei derselben Bank Voraussetzung? Gibt es eine Mindestanlage oder einen Maximalbetrag? Ist ein Gemeinschaftskonto möglich? Wie erfolgt die Identifizierung, per Videoident oder Postident? Viele Online-Direktbanken ermöglichen eine vollständig digitale Eröffnung in wenigen Minuten.