Ausblick

Bis zu 4 Prozent: So viel Rendite gibt es 2026 mit sicheren Anlagen

Rudolf Krux
Redakteur
Veröffentlicht am: 20.03.2026

Auf einen Blick

  • Auch mit sicheren Geldanlagen lassen sich dieses Jahr sehr auskömmliche Renditen erzielen.
  • Am meisten werfen Genossenschaftsanteile und Anleihen ab. Bei Letzteren können die Renditen sogar weiter steigen.
  • Unter allen Anlageformen werfen einzelne Produkte deutlich mehr als der Markt ab.
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Das erwartet Sie in diesem Artikel

Auch ohne bedeutende Kurs- oder Verlustrisiken lassen sich dieses Jahr 3,90 Prozent Rendite und mehr erzielen, wie unser Überblick zeigt.

Keine Anlage ist ganz ohne Risiko. Einige sind aber deutlich sicherer als andere. Zu den sicheren zählen wir hier solche, bei denen sich Kurs- und Verlustrisiken in engen Grenzen halten: Sparkonten, AAA-Anleihen, Genossenschaftsanteile und Geldmarktfonds. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Renditen aktuell möglich sind und wie sie sich voraussichtlich im Jahresverlauf entwickeln. 

Von der niedrigsten zur höchsten Rendite:

Tagesgeld: 1,50 Prozent

Seit bald einem Jahr erholen sich die Tagesgeldzinsen – allerdings nur geringfügig. Außerdem steigen die Zinsen vor allem für Neukunden. So werben die Banken zunehmend mit über drei Prozent für die ersten Monate, unter anderem die Consorsbank(3,40 Prozent) oder die Advanzia Bank (3,35 Prozent). Danach sinkt der Zins meist deutlich. Marktüblich sind aktuell eher 1,50 Prozent, wie der Biallo-Index zeigt:

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Solange sich keine Zinsänderung durch die EZB abzeichnet, dürften die Tagesgeldzinsen grob auf dem aktuellen Niveau bleiben und allenfalls geringfügig weiter steigen. Allerdings wird eine Zinserhöhung wegen der steigenden Inflation zunehmend wahrscheinlich.

Risiko & Verfügbarkeit

Aufgrund der täglichen Verfügbarkeit können Anleger ihr Geld womöglich noch vorher abziehen, bevor es bei einer Bank zu größeren Problemen kommt. Können sie das nicht mehr, greift im Insolvenzfall die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 je Bank und Kunde.

Geldmarktfonds: 1,90 Prozent

Am Geldmarkt leihen sich Banken gegenseitig kurzfristig Geld. Über Fonds ist dieser Markt auch für Privatanleger zugänglich. Die Verzinsung liegt üblicherweise leicht unter dem Niveau der EZB-Zinsen für kurzfristige Einlagen. Das heißt auch: Es gibt immer etwas mehr als auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto. Als Referenzzins für Geldmarktfonds dient uns die von der EZB ermittelte Euro-Short-Term-Rate, an der sich auch verschiedene Geldmarkt-ETFs orientieren.

Ausblick

Eine Zinserhöhung der EZB wird zunehmend wahrscheinlich. Sie ist aber auch zwingende Voraussetzung, damit sich an der Euro-Short-Term-Rate etwas Bedeutendes ändert. Wie die Grafik zeigt, ändert sich die Rendite praktisch nur bei Leitzinsänderungen – wie zuletzt im Juni 2025.

Risiko & Verfügbarkeit

Geldmarktfonds lassen sich über die Börse flexibel handeln. Bei Insolvenz des Brokers bleiben sie als Sondervermögen in Ihrem Besitz. In diesem Fall gibt es aber ein gewisses Kursrisiko.

Festgeld: um die 2,00 Prozent

Bei den Festgeldzinsen ging es zuletzt nach oben. Über ein Jahr sind aktuell etwa 1,60 Prozent üblich, über zehn Jahre sogar 2,40 Prozent. Die besten Angebote lagen zuletzt bei 2,80 Prozent für ein Jahr (Ferratum) und 3,30 Prozent für zehn Jahre (willbe). Besonders bei den langen Laufzeiten zeigt der Trend nach oben:

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Bei längeren Laufzeiten orientieren sich die Renditen stark an den Zinsen am Kapitalmarkt. Bei kürzeren ist die Erwartung an die Zinsentwicklung bei der EZB wichtiger. Besonders bei den längeren Laufzeiten könnten die Zinsen daher im Jahresverlauf noch weiter anziehen.

Risiko & Verfügbarkeit

Die geringe Verfügbarkeit kann bei längeren Laufzeiten zu einem Problem werden. Hier ergibt sich ein gewisses Inflationsrisiko. Ebenso steigt mit der Laufzeit auch die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einem Geldhaus zu Problemen kommt und notfalls die Einlagensicherung einspringen muss.

Anleihen: 2,80 Prozent

Anleihen sind als Geldanlage zuletzt immer lukrativer geworden. Das gilt sowohl für Staats- als auch für Unternehmensanleihen. Je nach Risiko sind hier sehr unterschiedliche Renditen möglich. Als Referenz dient uns die als sehr sicher geltende zehnjährige Bundesanleihe, die derzeit bei um die 2,80 Prozent jährlich rentiert:

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Hier werden zunehmend Risiken eingepreist, sei es steigende Staatsverschuldung oder die unsichere Weltlage. Die Vorhersehbarkeit ist gering. Nach einem Rücksetzer Ende 2025 zeigt der Trend wieder klar nach oben.

Risiko & Verfügbarkeit

Anleihen lassen sich jederzeit über die Börse handeln. Das Kursrisiko lässt sich aber nur ausschließen, indem man sie bis zum Laufzeitende hält. Bei langen Laufzeiten gibt es dafür aber ein Inflationsrisiko. Das Verlustrisiko hängt von Laufzeit und Herausgeber ab. Bei sogenannten AAA-Anleihen wie denen der Bundesrepublik geht das Risiko gegen Null.

Genossenschaftsanteile: 3,90 Prozent

Mit Anteilen von Genossenschaftsbanken lassen sich mancherorts sogar zweistellige Jahresrenditen erzielen, wie unsere regelmäßige Auswertung zeigt. Allerdings sind die Anlagebeträge oft stark begrenzt. Oft wird auch eine aktive Kundenbeziehung zur jeweiligen Bank vorausgesetzt. Im Mittel gab es für Genossen zuletzt 3,90 Prozent. Zu den wenigen Banken ohne besondere Einschränkungen zählt die Münchener Hypothekenbank, die seit vielen Jahren konstant vier Prozent ausschüttet.

Ausblick

Laut vorläufigen Zahlen des BVR haben die Genossenschaftsbanken 2025 zusammen 9,5 Milliarden Gewinn vor Steuern erzielt. Damit würde man das Rekordjahr 2023 übertreffen. Allerdings lag der tatsächliche Gewinn in den letzten beiden Jahren merklich unter der Schätzung. Auch würde man selbst mit dem vorläufigen Ergebnis nur knapp besser als 2023 abschneiden. Entsprechend dürfte es in der Breite dieses Jahr keinen bedeutenden Anstieg bei den Dividenden geben.

Risiko & Verfügbarkeit

Anteile von Genossenschaftsbanken haben kein Kursrisiko und sind über die Institutssicherung des BVR praktisch in unbegrenzter Höhe geschützt. Bei schlechter Geschäftsentwicklung besteht aber das Risiko, dass Dividenden gekürzt oder gar gestrichen werden. Außerdem dauert es abhängig von Kündigungstermin und -frist oft deutlich über ein Jahr, bis gekündigte Anteile ausgezahlt werden.

Sparbücher, Gold, Immobilien und Co.

Neben den hier behandelten Anlagen gibt es noch einige weitere, die ebenfalls als sicher gelten. Für diesen Beitrag haben wir alles ausgeschlossen, was kaum Rendite verspricht (wie Sparbücher oder Bausparverträge) oder bedeutende Kurs- beziehungsweise Wertänderungsrisiken birgt (etwa Gold oder Immobilien). Mehr über diese Anlageformen finden Sie in unserer Übersicht zu den sicheren Geldanlagen.

Schreibt seit etlichen Jahren schwerpunktmäßig über das Thema Geldanlage mit all seinen Facetten. In der Vergangenheit arbeitete er als (Finanz-) Redakteur für verschiedene Websites und Blogs (unter anderem für Check24 und Utopia.de). Seine Leser möchte er vor allem darin unterstützen, wichtige Anlageentscheidungen selbstständig zu treffen.

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