Ab 01. Februar Pflicht Wie Sie sich die IBAN merken

Girokonto Vergleich Wie Sie sich die IBAN merken

Brigitte Watermann
von Brigitte Watermann
19.10.2016
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Hand aufs Herz: Haben Sie sich auch bislang, wo es ging, gedrückt, die lange IBAN einzutippen, wenn Sie etwas zu überweisen hatten? Da geht es Ihnen wie vielen, die es praktischer finden, bei Überweisungen die kurze Kontonummer und getrennt davon die Bankleitzahl ins Online-Banking einzugeben. Doch seit Februar 2016 geht das nicht mehr. Die Bürger mussten sich umstellen. Wir von biallo.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema:

Was ist die IBAN eigentlich?

Die Abkürzung IBAN steht englisch für International Bank Account Number, also internationale Kontonummer. Sie umfasst insgesamt 22 Stellen.

Gibt es eine Regel, wie die IBAN aufgebaut ist?

Ja, die gibt es: Zu Beginn steht immer die jeweilige Länderkennung, in der das Konto geführt wird. Für Deutschland lautet sie DE. Dann folgt eine zweistellige Prüfziffer, danach kommen die altbekannte achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer (ggf. durch Nullen ergänzt). „Hat man dieses System einmal verinnerlicht, gibt es bei der Umstellung keine Probleme“, gibt sich Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands optimistisch.

Wo finde ich meine IBAN?

Sie müssten eigentlich in der Vergangenheit schon häufig darüber „gestolpert“ sein, denn sie wird schon seit geraumer Zeit auf Kontoauszüge gedruckt, ist auch im Online-Banking unter den Kontoinformationen zu finden – und auf den allermeisten Girocards aufgedruckt. Der BIC wird seit Ende Januar 2016 für grenzüberschreitende Überweisungen in Euro nicht mehr benötigt, es reicht die IBAN.

Seit wann ist die Eingabe der IBAN ein Muss?

Unternehmen, Vereine und öffentliche Verwaltungen hierzulande mussten ihre Zahlverfahren bereits zum August 2014 auf die neuen europaweiten Formate mit der IBAN umstellen. Privatleuten wurde allerdings eine Schonfrist bis Ende Januar 2016 eingeräumt. Seit Februar 2016 funktionieren nationale wie auch europaweite Überweisungen nur noch mit Eingabe der langen Buchstaben- und Zahlenkolonne.

Meine Bank hat mir früher im Online-Banking einen Konverter auf die IBAN angeboten, gibt es das nicht weiterhin?

Nach Auskunft des Bundesverbands deutscher Banken dürfen die bisher auf vielen Online-Bankseiten verfügbaren Konverter, die die bisherigen Kontodaten in IBAN und BIC umrechnen, seit Februar 2016 von den Banken zumindest nicht mehr direkt auf dem Online-Überweisungsformular angeboten werden. „Natürlich bieten wir unseren Kunden weiter Hilfestellung, die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden aber aus dem täglichen Geschäft verschwinden“, sagt Kemmer.

Wie kann man sich als Kunde das Überweisen erleichtern?

Es offerieren sehr viele Banken und Sparkassen in ihrem Onlinebanking die Möglichkeit, Überweisungsvorlagen anzulegen. Wer immer wieder an dieselben Adressaten Geld überweisen muss, kann dort die Kontodaten abspeichern und bei Bedarf direkt aufrufen. Den Betreff und den Betrag muss man allerdings meist abändern.

Doch es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, unproblematisch und schnell Überweisungen zu tätigen. Das Smartphone ist ein wichtiger Unterstützer: Bei der Direktbank Comdirect beispielsweise gibt es das Tool „Smart Pay App“, die man sich auf das Smartphone laden kann, bei der ING-Diba, DKB und der Commerzbank gibt es die „Fotoüberweisung“ im Rahmen der Banking-App. Ein Rechnung wird dann einfach abfotografiert, kurz kontrolliert und mit einer TAN freigegeben. Bei der Deutschen Bank gibt es die „SmartÜberweisung“: Man kann eine Rechung mit allen Details einfach ins Online-Banking hochladen. Weitere Banken haben ähnliche Angebote in Planung.

Biallo-Tipp: Einfach bei der eigenen Bank nachfragen. Außerdem: Im Jahr 2016 trat eine weitere wichtige Neuerung beim Girokonto ein. Banken mussen nun aktiv beim Girokonto-Wechsel helfen.

Interessant ist auch das Girocode-Verfahren, das die Sparkassen und Genossenschaftsbanken  offerieren und das auf dem quadratischen QR-Code basiert. Wer eine Rechnung mit QR-Code bekommt, kann ihn abfotografieren und problemlos überweisen. Auch die Postbank ermöglicht bereits das Überweisen mit einem QR-Code-Scanner; hier kann man sogar eigene QR-Codes erzeugen und an Freunden versenden, etwa wenn man für den Geburtstag eines Freundes ein Gemeinschaftsgeschenk besorgt und die Überweisung der Teilbeträge vereinfachen möchte. Allerdings sind die QR-Codes noch nicht auf allzu vielen Rechnungen zu finden.

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Warum gibt es überhaupt die IBAN – und was habe ich davon?

Die IBAN ist die vielleicht wichtigste Säule des einheitlichen Euro-Zahlungsraum SEPA (Single Euro Payment Area). Darin sind die 28 Mitgliedstaaten der EU zusammengeschlossen sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und die Schweiz. Mit Sepa wurden gemeinsame Verfahren für nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Euro eingeführt. Für die Bürger soll es unter SEPA keine Rolle mehr spielen, in welchem Staat in Europa sie ein Konto führen. Sie können zum Beispiel ohne Probleme von einem deutschen Konto aus Aufwendungen für Ihr Ferienhaus in Spanien begleichen oder sich Ihr Gehalt auf ein ausländisches Konto überweisen lassen. Für die Banken bedeutet SEPA daher unter anderem auch einen intensiveren grenzüberschreitenden Wettbewerb.

Ich kann mir die IBAN immer noch nicht merken - was tun?

Kein Problem: Wir von biallo.de hält beim Klick auf diesen Link einen Merkzettel für Ihre IBAN-Nummer zum Download bereit. Ab damit in die Brieftasche; irgendwann können Sie die vielleicht auch mal auswendig.

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Brigitte Watermann
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Für meine Leser bin ich stets auf der Suche nach neuen Angebots- und Konditionen-Trends bei Direkt- und Filialbanken. Denn mein Ziel ist es, dass Anleger wohl durchdachte Entscheidungen treffen können, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen schenken. Außerdem schreibe ich seit vielen Jahren zu den Themen Vermögensaufbau und Altersvorsorge, aber auch Anlegerschutzrecht und Steuern. Private Geldanleger und ihre Bedürfnisse stehen dabei für mich immer im Fokus.  

In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

Seit 2009 schreibe ich für biallo.de, aber auch für Capital, Euro am Sonntag, Euro und weiterhin für Börse Online sowie für andere bekannte überregionale Wirtschaftsmedien. Gemeinsam mit früheren Börse Online-Kollegen betreibe ich den börsentäglichen Blog finanzjournalisten.blogspot.com. Daneben bin ich als Referentin für Wirtschaftsjournalismus an der Deutschen Journalistenschule München sowie als Moderatorin von Podiumsdiskussionen tätig.

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In München und Washington, D.C., habe ich Diplom-Journalistik und Diplom-Volkswirtschaftslehre studiert, außerdem meine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolviert. Nach meinem Berufseinstieg als Redakteurin beim Anlegermagazin Börse Online arbeitete ich von 1998 bis 2000 als Investor Relations Managerin bei der HypoVereinsbank. 2000 kehrte ich als Ressortleiterin zu Börse Online zurück und verantwortete dort bis 2009 die Bereiche “Geld und Vorsorge” sowie die Portrait- und Interviewstrecke “Börsianer und Anleger”. In dieser Zeit habe ich mehrere renommierte Journalistenpreise gewonnen.  

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