

Planen Sie ein neues E-Bike oder den Sommerurlaub, aber das Konto ist leer? Wenn Sie jetzt einfach das Girokonto überziehen, zahlen Sie bei Banken oft hohe Zinsen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem einfachen Trick bares Geld sparen und sich Ihre Wünsche clever finanzieren.
Der Frühling lockt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und weckt die Lust auf Neues. Vielleicht träumen Sie von ausgiebigen Touren mit einem modernen E-Bike, möchten Ihren Garten verschönern oder planen bereits die nächste Urlaubsreise. Doch solche Anschaffungen sind kostspielig und das Ersparte reicht nicht immer aus.
Viele Menschen nutzen in diesem Fall ganz bequem ihre Bankkarte und rutschen mit dem Girokonto ins Minus. Der sogenannte Dispokredit (Dispositionskredit) ist zwar unkompliziert, kann Sie jedoch ein kleines Vermögen kosten. Wir erklären Ihnen, warum der Dispo eine teure Falle ist und welche klugen Alternativen es für Ihre Projekte gibt.
Der Begriff Dispositionskredit bezeichnet die Zusage Ihrer Bank, dass Sie mehr Geld ausgeben dürfen, als sich auf Ihrem Konto befindet. Sobald Ihr Kontostand ins Minus rutscht, leiht Ihnen die Bank das fehlende Geld.
Diesen Service lassen sich die Kreditinstitute allerdings teuer bezahlen. Die Zinsen für die Kontoüberziehung liegen oft weit über den Zinsen für normale Kredite. Bei der Sparkasse Magdeburg beispielsweise zahlen Kunden aktuell einen Sollzins von 13,90 Prozent pro Jahr. Das ist eine enorme Belastung für Ihre Haushaltskasse, die oft unterschätzt wird.
Um die Auswirkungen der hohen Zinsen zu verstehen, hilft ein Blick auf die nackten Zahlen. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein neues E-Bike für 3.000 Euro. Da Sie den Betrag gerade nicht flüssig haben, nutzen Sie Ihren Disporahmen bei einer Bank mit einem Zinssatz von 13,90 Prozent (wie etwa bei der Sparkasse Magdeburg). Sie planen, die Summe über ein Jahr in monatlichen Schritten von 250 Euro zurückzuzahlen.
Bereits im ersten Monat, in dem Sie mit den vollen 3.000 Euro im Minus stehen, fallen Zinsen in Höhe von ca. 34,75 Euro an. Da Sie jeden Monat einen Teil der Schulden tilgen, sinkt die Zinslast zwar stetig, doch über das gesamte Jahr summieren sich die Kosten auf stolze 226 Euro – nur für die Leihgebühr der Bank.
Damit Sie nachvollziehen können, wie die Kosten entstehen, schauen wir uns die Rechnung an. Die Bank berechnet die Zinsen tagesgenau auf Ihren aktuellen Schuldenstand. Bei einem Zinssatz von 13,90 Prozent sieht die Rechnung für den ersten Monat wie folgt aus:
Zinsen im 1. Monat = 3.000 € x 13,90 % : 12 Monate = 34,75 €
Da Sie jeden Monat einen Teil der Schulden zurückzahlen, sinkt der Betrag, auf den Zinsen anfallen, stetig. Dennoch zahlen Sie über das gesamte Jahr gerechnet insgesamt rund 226 Euro allein an Zinsen an die Bank.
In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, wie viel Geld Sie sparen, wenn Sie statt des Dispos einen günstigen Online-Ratenkredit (etwa den Privatkredit der PSD Bank Rhein-Ruhr mit 5,89 Prozent effektivem Jahreszins) wählen:
| Kostenfaktor | Dispokredit (13,90 % Zins) | Ratenkredit (5,89 % Zins) |
|---|---|---|
| Kreditsumme | 3.000,00 € | 3.000,00 € |
| Laufzeit | 12 Monate | 12 Monate |
| Monatliche Rate | ca. 250,00 € + Zinsen | 257,84 € (fix) |
| Zinskosten gesamt | ca. 226,00 € | ca. 94,00 € |
| Gesamtkosten | 3.226,00 € | 3.094,00 € |
Der Wechsel zum Ratenkredit spart Ihnen also 132 Euro. Davon können Sie sich problemlos einen hochwertigen Fahrradhelm oder ein massives Schloss für Ihr neues Rad kaufen.
Falls Ihr Konto bereits tief im Minus steht – etwa wegen einer Anschaffung im letzten Jahr –, sollten Sie schnell handeln. Die Lösung heißt Umschuldung. Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie Ihre teuren Disposchulden durch einen günstigeren Kredit ersetzen.
So funktioniert der Wechsel:
Der Dispokredit ist nur für den absoluten Notfall da. Für alle geplanten Anschaffungen ist der Ratenkredit die wirtschaftlichere Wahl. Planen Sie vorausschauend und nutzen Sie Vergleiche, um keine unnötigen Gebühren zu zahlen. Und sollten Sie doch mal in den Dispokredit rutschen, ist die Devise: Zahlen Sie diesen so schnell wie möglich ab oder nutzen Sie eine Umschuldung.


Wie finanzieren Sie größere Anschaffungen im Frühling? Haben Sie bereits Erfahrungen mit Umschuldungen gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne per Mail an redaktion@biallo.de.
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