PayPal-Zahlungen

Google Wallet sperrt PayPal: Alle Termine und Lösungen im Überblick

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 23.03.2026
Die Wege von PayPal und Google Wallet trennen sich

Bezahlen mit PayPal über Google Wallet steht vor dem Aus. Ab Juni 2026 löscht Google alle Verknüpfungen, doch schon ab März gelten erste Einschränkungen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Smartphone weiterhin als digitalen Geldbeutel nutzen können.

Möchten Sie im Supermarkt oder im Café schnell mit dem Handy bezahlen? Viele Nutzer von Android-Smartphones haben dafür bisher ihr PayPal-Konto in der Google Wallet hinterlegt. Doch damit ist bald Schluss. Google hat angekündigt, diese Zusammenarbeit zu beenden und alle bestehenden Verbindungen zu löschen.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Termine Sie beachten müssen. Wir zeigen Ihnen außerdem, wie Sie Ihr Smartphone weiterhin als digitalen Geldbeutel nutzen, damit Sie an der Kasse keine Überraschung erleben.

Was sich bei Google Wallet und PayPal ändert

Die Partnerschaft zwischen den beiden Tech-Riesen Google und PayPal endet. Das hat große Auswirkungen auf Ihren Alltag beim Bezahlen. Google wird am 16. Juni 2026 alle verknüpften PayPal-Konten automatisch aus der Wallet-App entfernen. Sie können dann dort nicht mehr auf Ihr PayPal-Guthaben zugreifen.

Bereits vorher gibt es eine wichtige Einschränkung: Ab dem 31. März 2026 ist es nicht mehr möglich, PayPal neu mit Google Wallet zu verbinden. Wenn Sie also ein neues Handy kaufen oder die App neu installieren, können Sie PayPal dort nicht mehr hinzufügen.

Besonders für Kunden und Kundinnen von Banken, die Google Wallet nicht direkt unterstützen (wie manche Sparkassen oder Volksbanken), war PayPal bisher eine tolle Brücke. Diese Lücke müssen Sie nun anders füllen.

Anleitung: So fügen Sie PayPal der Google Wallet jetzt noch hinzu (bis 31. März)

Möchten Sie die Funktion bis zum Stichtag noch nutzen, können Sie PayPal wie folgt einrichten:

  • Voraussetzungen: Sie benötigen ein Android-Smartphone (mindestens Android 5.0) mit aktivierter NFC-Funktion.
  • App öffnen: Öffnen Sie die Google Wallet App (früher Google Pay) auf Ihrem Handy.
  • Hinzufügen: Tippen Sie auf das Symbol "+ Zu Wallet hinzufügen".
  • Zahlungsmethode: Wählen Sie "Zahlungskarte" und anschließend "PayPal" aus.
  • Anmeldung: Melden Sie sich mit Ihren PayPal-Zugangsdaten an.
  • Bestätigung: Bestätigen Sie die Einrichtung (oft ist ein Sicherheits-Code per SMS oder App nötig).
  • Nutzung: Nach der Einrichtung wird PayPal als virtuelle Karte angezeigt. Sie können nun kontaktlos bezahlen, solange Sie Ihr Bankkonto mit dem PayPal-Konto verknüpft oder Guthaben auf der Karte haben.

Tipp: Oft lässt sich diese Verknüpfung auch direkt über die Einstellungen in Ihrer PayPal-App starten.

Checkliste: Das müssen Sie beim Gerätewechsel beachten

Nach dem 31. März 2026 wird es knifflig, wenn Sie ein neues Smartphone bekommen. Damit Sie nicht plötzlich ohne Bezahlfunktion dastehen, hilft Ihnen diese Liste:

  • Keine Neuverknüpfung: Denken Sie daran, dass Sie nach dem 31. März auf einem neuen Handy PayPal nicht mehr als Konto in Google Wallet hinzufügen können.
  • Nicht löschen: Löschen Sie die bestehende PayPal-Verbindung auf Ihrem aktuellen Handy nicht manuell, wenn Sie sie bis Juni 2026 weiter nutzen möchten.
  • Backup-Plan: Wenn Sie Ihr Handy nach dem 31. März wechseln oder auf Werkseinstellungen zurücksetzen, müssen Sie auf die PayPal-App oder eine andere Bankkarte ausweichen.
  • App-Check: Prüfen Sie vor dem Handywechsel, ob Ihre Bank (etwa Sparkasse oder Volksbank) inzwischen eine eigene Lösung für Google Wallet anbietet.

Warum wird die Funktion abgeschaltet?

Einen offiziellen Grund für das endgültige Aus im Juni nennt Google nicht. Es scheint jedoch so, als wolle PayPal die Nutzer stärker in die eigene App ziehen. Schon seit Mai 2025 bietet PayPal eine eigene Lösung für das Bezahlen in Geschäften an.

Interessanterweise arbeiten Google und PayPal in anderen Bereichen, wie zum Beispiel beim Einkaufen mit Künstlicher Intelligenz (KI), weiterhin zusammen. Für Sie als Kunden wird es durch die Trennung in der Wallet-App aber erst einmal etwas umständlicher.

So bezahlen Sie weiterhin mit PayPal im Geschäft

Auch wenn die direkte Verknüpfung in Google Wallet verschwindet, können Sie weiterhin mit PayPal im Laden bezahlen. Sie haben dafür drei Möglichkeiten:

1. Die PayPal-App direkt nutzen

Sie können die PayPal-App selbst als "Standard-App" für das Bezahlen festlegen. Das funktioniert so:

  • Öffnen Sie die PayPal-App auf Ihrem Smartphone.
  • Aktivieren Sie dort das "Bezahlen im Geschäft". Dabei wird eine kostenlose, virtuelle PayPal Card (eine Mastercard) erstellt.
  • Gehen Sie in die Einstellungen Ihres Smartphones unter den Punkt NFC.
  • Wählen Sie dort PayPal als Standard-App für Zahlungen aus.

2. Die virtuelle Mastercard in Google Wallet nutzen

Es gibt einen kleinen Trick: Wenn Sie in der PayPal-App die virtuelle Mastercard aktiviert haben, lässt sich diese oft wie eine normale Kreditkarte in Google Wallet hinterlegen. Google hat bestätigt, dass diese Methode wahrscheinlich auch nach dem Juni 2026 noch funktioniert. So behalten Sie Ihre Karten an einem zentralen Ort.

3. Die physische PayPal-Karte bestellen

Falls Sie Ihr Handy einmal nicht dabei haben oder lieber eine echte Karte in der Hand halten, können Sie sich auch eine physische PayPal-Karte nach Hause bestellen. Beachten Sie dabei jedoch folgende Kosten und Regeln:

  • Bestellgebühr: Für die Ausstellung und den Versand der Karte fällt eine einmalige Gebühr von aktuell 4,99 Euro an.
  • Bargeld abheben: Sie können mit der Karte Geld am Automaten abheben. Dafür berechnet PayPal eine Gebühr von 2 Euro pro Abhebung. Wichtig: Der Automatenbetreiber kann zusätzlich eigene Gebühren verlangen.
  • Guthaben: Sie benötigen für Abhebungen immer ein ausreichendes Guthaben auf Ihrem PayPal-Konto, das sowohl den gewünschten Betrag als auch die Gebühren abdeckt.
  • Limits: In Ihrem PayPal-Konto können Sie sehen, welche täglichen oder monatlichen Limits für Ihre Karte gelten.
  • Hinweis: Das Bezahlen mit der Smartwatch (etwa einer Pixel Watch) ist über die reine PayPal-App aktuell bislang nicht möglich. Hier müssen Sie hoffen, dass die Einbindung der virtuellen Mastercard in Google Wallet dauerhaft klappt.

Die neue Alternative: Wero statt PayPal?

Während PayPal bei Google Wallet an Bedeutung verliert, rückt eine europäische Lösung immer mehr in den Fokus: Wero. Dieser Dienst wird von immer mehr deutschen Banken und Sparkassen unterstützt und ermöglicht es Ihnen, Geld in Echtzeit direkt von Konto zu Konto zu senden – ganz ohne den Umweg über einen US-Anbieter.

Da Wero direkt in viele Banking-Apps integriert ist, brauchen Sie oft gar keine zusätzliche App. Es ist die Antwort Europas auf PayPal und bietet hohe Sicherheitsstandards nach europäischem Recht. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Wero als europäische Alternative funktioniert.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was halten Sie von dieser Änderung? Werden Sie auf die PayPal-App umsteigen oder probieren Sie den neuen Dienst Wero aus? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de.

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 23.03.2026

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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