Baufinanzierung jetzt optimieren

Kreditcheck Baufinanzierung jetzt optimieren

Max Geißler
von Max Geißler
06.01.2017
Auf einen Blick
  • Ist Ihr Einkommen gestiegen, sollten Sie den Tilgungssatz heraufsetzen. Das beschleunigt die Entschuldung.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit, einmal jährlich eine Sonderzahlung zu leisten. Das senkt Laufzeit und Kreditkosten.
  • Läuft das Baudarlehen bald aus, sollten Sie sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern. Wechseln Sie zu einer anderen Bank, wenn die Konditionen besser sind.
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Eine wichtige Stellschraube bei der Baufinanzierung ist der Tilgungssatz. Er bestimmt, wie schnell die Entschuldung voranschreitet. Anfänglich wird eine bestimmte Tilgungsquote festgelegt, zum Beispiel ein oder zwei Prozent. Nach ein paar Jahren sollten sich Kreditnehmer jedoch Fragen, ob die einst festgelegte Anfangstilgung noch immer passend ist? Denn ist Ihr Einkommen in der Zwischenzeit gestiegen oder ist der Ehepartner nach der Kinderpause wieder berufstätig, dann steht einer Anhebung des Tilgungssatzes meist nichts im Wege. Mit einer höheren Tilgung beschleunigen Sie die Entschuldung und mindern die Kreditkosten. Allerdings benötigen Sie dafür eine Baufinanzierung mit flexibler Tilgung. Solche Baukredite bieten zum Beispiel Degussa Bank, ING-Diba und Santander Bank.  

Sondertilgung nutzen

Verzeichneten Sie in letzter Zeit unverhoffte Einnahmen, etwa aus einer Erbschaft oder einer betrieblichen Sonderzahlung, sollten Sie prüfen, ob damit nicht eine Sondertilgung möglich ist. Mit einer außerplanmäßigen Einzahlung in das Baudarlehen senken Sie die Gesamtkosten und vermindern die Kreditlaufzeit. Zahlen Sie zum Beispiel jährlich 3.000 Euro in einen Baukredit von über 250.000 Euro mit fünfzehnjähriger Laufzeit ein, so erzielen Sie bei drei Prozent Anfangstilgung eine Zinsersparnis von fast 7.000 Euro. „Eine Sondertilgung ist umso effektiver, je früher sie getätigt wird, und gerade in Zeiten niedriger Guthabenzinsen eine besonders lohnenswerte Geldanlage“, unterstreicht Michiel Goris vom Baukredit-Vermittler Interhyp.  

Energieeffizienz erhöhen mit staatlichen Fördermitteln

Weitere Einsparpotentiale ermöglichen Energiesparmaßnahmen am und im Eigenheim. Gerade ältere Gebäude sind oft unzureichend gedämmt oder besitzen noch eine veraltete Heizung. Mit Wärmedämmung und dem Einbau effizienter Heizungstechnik können Sie den Verbrauch von Öl oder Gas spürbar senken. Bund und viele Länder fördern Baumaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden. Die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bieten niedrige Zinsen für Baudarlehen und attraktive Zuschüsse für energetische Umgestaltungsmaßnahmen. „Die Zuschüsse und Kredite können mit klassischen Baukrediten kombiniert werden“, betont Goris.

Biallo-Tipp

Seit August 2016 bezuschusst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ebenfalls Maßnahmen zur Effizienzsteigerung privater Heizungen, näheres unter bafa.de.

Anschlussfinanzierung rechtzeitig angehen

Eigenheimbesitzer, deren zehnjährige Baufinanzierung zwischen 2007 und 2008 gestartet ist, sollten rechtzeitig an die Anschlussfinanzierung denken. Schließlich geht die Suche nach einem preiswerten Folgekredit sowie der Abschluss neuer Vertragsmodalitäten nicht von heut auf morgen. Holen Sie dabei aber nicht nur ein Angebot Ihrer Hausbank ein, sondern werfen Sie auch ein Auge auf die Konkurrenz. Mit Alternativangeboten lassen sich oft viele Zehntel an Zinsen sparen, unterm Strich bringt dies mehrere Tausend Euro an Zinsersparnis. Wie unser Vergleich Baufinanzierung zeigt, kosten Topangebote mit zehnjähriger Laufzeit derzeit kaum mehr als ein Prozent Zinsen, zum Beispiel bei der Hypovereinsbank und 1822 direkt.

Biallo-Tipp

Einen Blick auf ihre Baufinanzierung werfen können auch Kreditnehmer aus den Jahren 2009 und 2010. Auch sie können ihre Anschlussfinanzierung bereits in 2017 regeln, indem sie sich günstige Zinssätze mit sogenannten Forward-Darlehen für den Zeitpunkt des Auslaufens ihrer Zinsbindung sichern.

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Max Geißler
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de