Ladestation

Elektroauto in der eigenen Garage aufladen

22.05.2019
Auf einen Blick
  • Eine Standard-Haushaltssteckdose reicht zum Aufladen eines Elektroautos nicht aus. Schneller und sicherer ist eine spezielle Ladestation.

  • Die Installation sollte ein qualifizierter Elektroinstallateur übernehmen.

  • Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft und Mieter müssen sich eine Erlaubnis einholen.
Eine normale Haushaltssteckdose ist nicht geeignet, um Elektroautos zu betanken. Eine spezielle Ladestation muss her.
TAMVISUT/Shutterstock.com
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Langsam, aber sicher steigt die Nachfrage nach umweltfreundlichen Stromflitzern, aber die Zahl der öffentlichen Ladestationen ist noch immer gering. Und so stellen sich viele Interessenten die Frage: Wie und wo kann ich meinen Stromer betanken?

Ihre Haushaltssteckdose reicht nicht

Rein theoretisch sollte Ihre Standardsteckdose reichen, aber Sie werden daran wenig Freude haben. Bei einer gängigen Stromstärke von 10 Ampere kommen bei 230 Volt Wechselstrom gerade mal 2,3 Kilowatt Ladeleistung heraus. So dauert es dann rund zehn Stunden, bis der komplette Ladezyklus erreicht ist. Vorausgesetzt, dass Ihre Steckdose überhaupt so lange durchhält. Denn eigentlich sind normale Haushaltssteckdosen nicht darauf ausgelegt, dauerhaft sehr hohe Stromleistungen zu übertragen.

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Eigene Ladestation einrichten

Sehr viel schneller und sicherer können Sie ihr Elektroauto an der eigenen Ladestation auftanken. Für die Ladezeit spielt das verbaute Ladegerät (On Board Charger) in Ihrem Auto eine wichtige Rolle – die Spanne der möglichen Leistungen reicht von 3,7 kW bis 22 kW. Und die Ladeleistung hängt dann natürlich auch von dem Steckersystem Ihres Ladekabels ab. In Europa ist der Typ 2-Stecker Standard, seltener gibt es noch Typ 1-Stecker. Fehlt nur noch die richtige Ladestation für Ihre Garage.

Experten raten, sich beim Kauf einer Ladestation für Ihr Elektroauto nur für Qualitätshersteller zu entscheiden, die bei führenden Autoherstellern geprüft und gelistet sind. Eine zuverlässige Ladestation bekommen Sie als Basismodell ab etwa 500 Euro. Je nach Ausstattung und Zusatzfunktionen kann sich der Preis selbstverständlich erhöhen. Für zusätzliche Kosten sorgt natürlich die fachgerechte Installation der Ladestation. Die sollten Sie auf jeden Fall einem qualifizierten Elektroinstallateur überlassen.

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Der Profi sollte dann auch entscheiden, ob die Ladestation an der Wand oder auf einem Standfuß installiert wird, ob eine vorhandene Leitung genutzt werden kann oder eine neue Leitung verlegt werden muss. Die Kosten sind davon abhängig, wie weit der Parkplatz vom nächsten Sicherungskasten entfernt ist und ob für die Leitung Wanddurchbrüche oder Grabungsarbeiten erforderlich sind.

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Wenn die Wohneigentümer nicht mitspielen

Während Sie als Hausbesitzer ganz eigenständig über die Installation einer Ladestation für Ihr Elektroauto entscheiden können, müssen Sie bei einer Eigentumswohnung die Eigentümergemeinschaft um Erlaubnis bitten. Und das muss nicht immer klappen.

Beispiel: Auf seinem Tiefgaragen-Stellplatz wollte sich der Miteigentümer einer Wohnungsgemeinschaft auf eigene Kosten eine Ladestation installieren, brauchte dafür allerdings eine Zuleitung vom Hausverteiler. Aber die Eigentümerversammlung lehnte ab, das Landgericht München I stoppte den geplanten Ladebox-Einbau (Az.: 36 S 2041/15).

Die Richter sahen in den geplanten Maßnahmen eine "bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum, welche die Rechte der anderen Eigentümer über das zumutbare Maß hinaus beeinträchtige". Die geplante Stromleitung sei später als Teil des Gemeinschaftseigentums auch von der Gemeinschaft instand zu halten, und außerdem sei nicht auszuschließen, dass weitere Eigentümer im Rahmen der Gleichbehandlung Ähnliches fordern.

Zwar sieht das Wohneigentumsgesetz (Paragraf 21 Absatz 5 Nummer 6 WEG) vor, dass Maßnahmen zur Herstellung eines Energieanschlusses im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung einer Wohnanlage von den anderen Eigentümern zu dulden ist, aber, so die Münchner Richter, diese Regelung beziehe sich nur auf die Herstellung eines Mindeststandards nach dem Stand der Technik – und dazu gehörten Ladestationen für Elektroautos zumindest bei bestehenden Tiefgaragen nicht.

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Mieter müssen um Erlaubnis fragen

Als Mieter eines Tiefgaragenstellplatzes bleibt Ihnen ohnehin nichts anderes übrig, als vor der Installation einer Ladestation Ihren Vermieter um Erlaubnis zu bitten. Dabei sind wichtige Fragen zu klären, zum Beispiel, wie die Stromabrechnung erfolgt und was bei Ihrem Auszug mit der Ladestation passiert.

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