Sichern Sie sich die Förderung

Elektroauto Sichern Sie sich die Förderung

Ines Baur
von Ines Baur
03.11.2017
Auf einen Blick
  • Beim Kauf eines Elektroautos können Sie bis zu 4.000 Euro Kaufprämie als Zuschuss erhalten. Eine Hälfte gibt’s vom Staat, die andere vom Hersteller. 
  • Die Bezuschussung ist zeitlich begrenzt. Die Aktion „Kaufprämie“ läuft vom 18. Mai 2016 bis 30. Juni 2019.
  • Förderfähige Elektrofahrzeuge können sein: Ein reines E-Auto, ein Plug-In-Hybrid oder ein Fahrzeug mit weniger als 50 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer. 
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Elektroauto Förderung – so funktioniert sie

Das Elektroauto ist (noch) kein Bestseller. Vom anvisierten Ziel bis 2020 rund eine Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu haben, ist man weit entfernt. Um den recht schleppenden Verkauf der E-Autos anzukurbeln, hat die Bundesregierung einen Plan ausgearbeitet. Wer bis zum 30. Juni 2019 ein E-Auto erwirbt, erhält eine Kaufprämie. Die beträgt 4.000 Euro für ein reines E-Auto oder 3.000 Euro für den Plug-in-Hybrid!  Zweck der Aktion ist es, durch mehr schadstoffarme E-Autos die CO2-Emission zu reduzieren. Um die Kaufprämie zu erhalten, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: 

  1. Fahrzeug: Das E-Auto muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stehen.
  2. Zeitfenster: Der Erwerb – egal ob Kauf, Leasing oder Finanzierung – und die Erstzulassung müssen vom 18. Mai 2016 bis 30. Juni 2019 erfolgen.
  3. Zulassung: Der Besitzer muss sein Elektroauto im Inland, auf seinen Namen (= Antragsteller) und für mindestens sechs Monate zulassen.

Weitere Vorteile für Elektroauto Besitzer

Die Deutschen nehmen die Kaufprämie nur zögerlich an. Um Verkauf und Einsatz von Elektroautos zu fördern, legt die Regierung noch eine Schippe drauf und schafft weitere Anreize für Kaufwillige. 

Nachteil für Elektroauto Besitzer

Leider ist das Konzept "Elektroauto" nicht ganz ausgereift. Da relativ neu am Markt und immer noch in den Kinderschuhen, gibt es viel zu verbessern: Reichweite, Heizung im Winter, Ladegeschwindigkeit und vor allem der Kaufpreis. Denn E-Autos sind meist teurer als gleichwertige, konventionelle Modelle. 

Kritiker bemängeln, dass Elektroautos und Hybride 7.000 bis 10.000 Euro mehr kosten als die traditionellen Verbrenner. Elektroautos stellen eine sinnvolle Alternative für Autofahrer dar, die wenig und kurze Strecken fahren. Für Viel- und Langstreckenfahrer dagegen ist das E-Auto bis jetzt keine gute Alternative.

Tipp:

Achten Sie auf entsprechende Ladestationen. Ohne die Möglichkeit, das eigene Auto in der Nähe der Wohnung oder Arbeit aufladen zu können, ist ein E-Auto alles andere als praktikabel. Aktuell ist die Infrastruktur der Stationen leider spärlich.

Zwischenstand zur E-Auto Kaufprämie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat am 30. September 2017 die aktuelle Zahlen zur E-Auto-Kaufprämie veröffentlicht. Demnach wurden bis dahin insgesamt 33.660 Anträge auf Prämie gestellt. 19.589 Anträge gingen für reine Batterie-Elektrofahrzeuge, 14.067 für Plug-In Hybride und vier für Brennstoffzellen-Fahrzeuge ein.

Das sind die beliebtesten Elektrofahrzeuge der Deutschen

Das beliebtestes Auto – nach Anträgen auf Umweltbonus - ist der Audi A3 (3.985 Anträge), gefolgt vom BMW i3 (3.741 Anträge). Aus Ländersicht kamen aus Bayern bisher die meisten Anträge auf die Kaufprämie mit 7.305. Gefolgt von Nordrhein-Westfalen (7.088) und Baden-Württemberg (6.388). Das Schlusslicht bildet Bremen mit 166 Anträgen.

Die Top 10 der Anträge je Hersteller

BMW7.519
Renault4.480
Volkswagen4.198
Audi3.985
Smart2.956
Mitsubishi1.965
Mercedes Benz1.354
Nissan1.065
Tesla1.041
Hyundai996

Quelle: BAFA (Stand: Oktober 2017)

Anträge nach Antragsteller

Privatpersonen14.809
Unternehmen18.271
Kommunaler Betrieb219
Körperschaft201
Vereine107
Stiftungen23
Kommunaler Zweckverband30

Quelle: BAFA (Stand: Oktober 2017)

Fragen und Antworten zur Elektroauto Förderung

Für alle, die mit dem Kauf eines E-Autos liebäugeln, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Kaufprämie (=Umweltbonus) zusammengefasst.

Wer darf einen Antrag zur Kaufprämie stellen?

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Wer bekommt keine Kaufprämie?

  • Bund und die Bundesländer sowie deren Einrichtungen und Kommunen
  • Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen, sowie deren Tochtergesellschaften.

Wo beantrage ich die Förderung?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist der passende Ansprechpartner. Wie schon bei der Abwrackprämie für Altautos im Jahre 2009 verwaltet das Amt die Auszahlung der Kaufprämie.
Hier können Sie einen „Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen“ stellen. "Schnell, voll elektronisch und sicher!" soll die Abwicklung sein, so BAFA-Chef Arnold Wallraff. 

Wie viel Geld bekomme ich als Kaufprämie?

Für den rein batteriebetriebenen Neuwagen „Stromer“ oder den Neuwagen mit Brennstoffzelle gibt es 4.000 Euro Zuschuss. Für Plug-in-Hybride – das sind Autos, die Verbrennungs- und Elektromotor vereinen – gibt es 3.000 Euro. Die Kosten hierfür teilen sich Bund und Automobilhersteller zu gleichen Teilen. Die Hersteller ziehen ihren Anteil an der Kaufprämie einfach vom Kaufpreis ab. Dabei überschlagen sich die Händler mit immer besseren Angeboten. Renault und Nissan erhöhten die Prämien nochmals um 1.000 Euro, Mitsubishi geht mit bis zu 3.000 Euro ins Rennen.
Möchten Sie ein Autokredit? Vergleichen Sie zwischen Händlerkredit und dem günstigeren Autokredit. 

Wie bekomme ich die Kaufprämie ausgezahlt?

Für die Förderung benötigen Sie Bestellung, Kauf- oder Leasingvertrag, Rechnung, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Auf der Rechnung sollte stehen, dass der Händleranteil der Kaufprämie vom Netto-Kaufpreis abgezogen wurde. Laden Sie die Dokumente über Ihren Computer hoch und versenden Sie diese per E-Mail. Die Abwicklung funktioniert komplett online. 

Antragstellung:

Laden Sie im Online Portal der BAFA entweder die verbindliche Bestellung, den Kauf- oder Leasingvertrag hoch. Achtung: Bei Leasingverträgen sollten Sie eine Kalkulation der Leasingrate ohne Umweltbonus einreichen. Nach Überprüfung der Daten erhalten Sie einen sogenannten Zuwendungsbescheid. Nun können Sie Ihr E-Auto zulassen. Dafür haben Sie maximal neun Monate Zeit.

Auszahlung:

Laden Sie die Rechnung und einen Nachweis für die Zulassung Ihres E-Autos im elektronischen Nachweisverfahren (auf der BAFA-Seite) hoch. Nach positiver Prüfung erfolgt die Auszahlung des Bundesanteils auf Ihr Konto (= Konto des Antragstellers). 

Gibt es die Förderung für immer?

Gefördert wird nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Denn insgesamt sind 1,2 Milliarden Euro im Fördertopf. Wer alle Voraussetzungen erfüllt und die Prämie beantragt, bekommt sie auch. Nach optimistischen Schätzungen reichen die Mittel für bis zu 400.000 Elektroautos. Ist das Geld aufgebraucht, wird der Deckel zugemacht – so der Plan. Ist die Frist für die Förderung erreicht - 30. Juni 2019 - ist ebenfalls Schluss, unabhängig davon, wie viel Geld noch im Topf ist.

Welche Autos werden gefördert?

Hören Sie E-Auto, denken Sie an Luxusmarken und „Reichenspielzeug“? Käufer von Tesla, Porsche und Co bekommen auch noch Geld für das Luxusgefährt on top? Nein! Hier hat der Bund ganz klare Grenzen gesetzt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro nicht überschreiten. Käufer von Luxusfahrzeugen kommen also nicht in den Genuss der Kaufprämie. Die Kaufprämie gibt es bei Erwerb eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeugs unter dem oben genannten Nettopreis. Als förderfähiges E-Auto gilt nach Paragraf zwei des Elektromobilitätsgesetztes ein

  1. reines Batterieelektrofahrzeug,
  2. von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder
  3. Brennstoffzellenfahrzeug.
  4. Förderfähig sind auch Fahrzeuge, egal mit welchem Antrieb, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen.  
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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de