Sichern Sie sich die Förderung

Elektroauto: Sichern Sie sich die Förderung

Ines Baur
von Ines Baur
25.03.2017
Auf einen Blick
  • Beim Kauf eines Elektroautos können Sie bis zu 4.000 Euro Kaufprämie als Zuschuss erhalten. Eine Hälfte gibt’s vom Staat, die andere vom Hersteller. 
  • Die Bezuschussung ist zeitlich begrenzt. Die Aktion „Kaufprämie“ ist vom 18. Mai 2016 bis 30. Juni 2019.
  • Ein förderfähiges Elektrofahrzeug kann sein: Ein reines E-Auto, ein Plug-In-Hybrid oder ein Fahrzeug mit weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km. 
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Elektroauto Förderung – so funktioniert sie

Das Elektroauto ist kein Bestseller. Vom anvisierten Ziel bis 2020 rund eine Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu haben, ist man weit entfernt. Um den recht schleppenden Verkauf der E-Autos anzukurbeln hat die Bundesregierung einen Plan ausgearbeitet. Wer bis zum 30. Juni 2019 ein E-Auto erwirbt, erhält eine Kaufprämie. Die beträgt 4.000 Euro für ein reines E-Auto oder 3.000 Euro für den Plug-in-Hybrid!  Zweck der Aktion ist es, durch mehr schadstoffarme E-Autos die CO2-Emission zu reduzieren. Um die Kaufprämie zu erhalten, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: 

  1. Fahrzeug: Das E-Auto muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stehen.
  2. Zeitfenster: Der Erwerb – egal ob Kauf, Leasing oder Finanzierung – und die Erstzulassung müssen vom 18. Mai 2016 bis 30. Juni 2019 erfolgen.
  3. Zulassung: Der Besitzer muss sein Elektroauto im Inland, auf seinen Namen (= Antragsteller) und für mindestens sechs Monate zulassen.

Weitere Vorteile für Elektroauto Besitzer

Die Deutschen nehmen die Kaufprämie nur zögerlich an. Um Verkauf und Einsatz von Elektroautos zu fördern legt die Regierung noch eine Schippe drauf und schafft weitere Anreize für Kaufwillige. 

Autokredit

Trotz Kaufprämie fehlt Ihnen noch das nötige Geld für Ihr neues Auto? Dann vergleichen Sie die beiden Kredite für Ihren Autokauf: Händlerkredit und Autokredit einer Bank. Sie werden sehen, der Autokredit geht als klarer Gewinner hervor. 

Vorteil Autokredit Direktbank Rabatte

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Vorteile Händlerkredit


Nachteile Händlerkredit 


„Stromer“ schön und gut, aber…

Leider ist die Idee „Elektroauto“ noch nicht ganz ausgereift. Da noch relativ neu am Markt und immer noch in den Kinderschuhen, gibt es noch viel zu verbessern: Reichweite, Heizung im Winter, Ladegeschwindigkeit und vor allem Kaufpreis. Denn die E-Autos sind meist teurer als gleichwertige, konventionelle Modelle. Kritiker mäkeln, dass Elektroautos und Hybride 7.000 bis 10.000 Euro mehr kosten als die traditionellen Verbrenner. Elektroautos stellen eine sinnvolle Alternative für Autofahrer dar, die wenig und kurze Strecken fahren. Für Viel und Langstreckenfahrer dagegen ist das E-Auto bis jetzt keine gute Alternative.

Tipp: Achten Sie auf Ladestationen. Ohne Lademöglichkeit in der Nähe Ihrer Wohnung oder Arbeit dürfte es schwierig sein mit einem E-Auto. Noch ist die Infrastruktur der Stationen leider eher spärlich.

Zwischenstand zur E-Auto Kaufprämie


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat am 9.Dezember 2016 aktuelle Zahlen zur E-Auto Kaufprämie veröffentlicht. Demnach wurden bis zum 1.Dezember 2016 insgesamt 7.370 Anträge auf Prämie gestellt. 4.173 Anträge gingen für reine Batterieelektrofahrzeuge, 3.195 für Plug-In Hybride und zwei für Brennstoffzellen-Fahrzeuge ein.

Beliebtestes Auto – nach Anträgen ist der BMW i3 (1.281 Anträge), gefolgt vom Audi A3 (963). Aus Ländersicht kamen aus Bayern bisher die meisten Anträge auf die Kaufprämie. Gefolgt von Baden-Württemberg (1.419) und Nordrhein-Westfalen (1.225). Schlusslicht bildet Mecklenburg Vorpommern mit 50 Anträgen.

Die Top 10 der Anträge je Hersteller


BMW2.144
Renault1376
Audi963
Volkswagen756
Mitsubishi615
Nissan361
Mercedes Benz274
Kia263
Peugeot200
Citroen156

Quelle: BAFA

Anträge nach Antragsteller

Privatpersonen3732
Unternehmen3523
Kommunaler Betrieb47
Körperschaft45
Vereine14
Stiftungen5
Kommunaler Zweckverband4

Quelle: BAFA

 

Fragen und Antworten zur Elektroauto Förderung

Für alle, die mit dem Kauf eines E-Autos liebäugeln, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Kaufprämie (=Umweltbonus) zusammengefasst.

Wer darf einen Antrag zur Kaufprämie stellen?


  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Wer bekommt keine Kaufprämie?


  • Bund und die Bundesländer sowie deren Einrichtungen und Kommunen
  • Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen sowie deren Tochtergesellschaften und alle anderen Tochtergesellschaften der Muttergesellschaft des Automobilherstellers, auf die diese Muttergesellschaft mittelbar oder unmittelbar Einfluss ausüben kann.

Wo beantrage ich die Förderung?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist hier der passende Ansprechpartner. Wie schon bei der Abwrackprämie für Altautos im Jahre 2009 verwaltet das Amt die Auszahlung der Kaufprämie.
Hier können Sie einen „Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen“ stellen. "Schnell, voll elektronisch und sicher!" soll die Abwicklung sein, so BAFA-Chef Arnold Wallraff. 

Wie viel Geld bekomme ich als Kaufprämie?


Für den rein Batterie-elektrischen Neuwagen „Stromer“ oder den Neuwagen mit Brennstoffzelle gibt es 4.000 Euro Zuschuss. Für Plug-in-Hybride – das sind die Autos, die Verbrennungs- und Elektromotor haben – gibt es 3.000 Euro. Die Kosten hierfür teilen sich Bund und Automobilhersteller, fifty fifty. Die Hersteller ziehen ihren Anteil an der Kaufprämie einfach vom Kaufpreis ab. Dabei überschlagen sich die Händler mit immer besseren Angeboten. Renault und Nissan erhöhten die Prämien nochmals um 1.000 Euro, Mitsubishi geht mit bis zu 3.000Euro ins Rennen.
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Wie bekomme ich die Kaufprämie ausgezahlt?

Für die Förderung benötigen Sie Bestellung, Kauf- oder Leasingvertrag, Rechnung, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Auf der Autorechnung sollte stehen, dass der Händleranteil der Kaufprämie vom Netto-Kaufpreis abgezogen wurde. Laden Sie die Dokumente an Ihrem Computer hoch und versenden sie via E-Mail. Die Abwicklung funktioniert komplett online. 

 

Antragstellung:

Laden Sie im Online Portal der BAFA entweder die verbindliche Bestellung, den Kauf- oder den Leasingvertrag. Achtung: Bei Leasingverträgen bitte eine Kalkulation der Leasingrate ohne Umweltbonus einreichen. Nach Überprüfung der Daten erhalten Sie einen Zuwendungsbescheid. Nun können Sie Ihr E-Auto zulassen. Dafür haben Sie maximal neun Monate Zeit.

Auszahlung:

Laden Sie die Rechnung und einen Nachweis für die Zulassung Ihres E-Autos im elektronischen Nachweisverfahren (auf der BAFA Seite) hoch. Nach positiver Prüfung erfolgt der Anteil des Bundes an der Kaufprämie auf Ihr Konto (= Konto des Antragstellers). 

Gibt es die Förderung für immer?

Gefördert wird nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Denn insgesamt sind 1,2 Milliarden Euro im Fördertopf. Wer alle Voraussetzungen erfüllt und die Prämie beantragt, bekommt sie auch. Nach optimistischen Schätzungen reichen die Mittel für bis zu 400.000 Elektroautos. Ist das Geld aufgebraucht, wird der Deckel zugemacht – das ist der Plan. Ist die Deadline für die Förderung erreicht - 30. Juni 2019 – wird der Deckel auch zugemacht… egal, wieviel Geld noch im Topf ist.  

Welche Autos werden gefördert?

Hören Sie E-Auto, denken Sie an Luxusmarken und „Reichenspielzeug“? Käufer von Tesla, Porsche und Co bekommen auch noch Geld für das Luxusgefährt on top? Nein! Hier hat der Bund ganz klare Grenzen gesetzt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro nicht überschreiten. Käufer von Luxusfahrzeugen kommen also nicht in den Genuss der Kaufprämie. Die Kaufprämie gibt es bei Erwerb eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeugs unter dem oben genannten Nettopreis. Als förderfähiges E-Auto gilt nach Paragraf zwei des Elektromobilitätsgesetztes ein

  1. reines Batterieelektrofahrzeug,
  2. von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder
  3. Brennstoffzellenfahrzeug.
  4. Förderfähig sind auch Fahrzeuge, egal mit welchem Antrieb, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen.  
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