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Auf einen Blick
  • Der Staat bezuschusst Kauf und Leasing von neuen und gebrauchten Elektroautos und Plug-in-Hybriden um die Elektromobilität in Deutschland voranzutreiben.

  • Auch Steuervorteile schaffen zusätzliche Anreize für die Anschaffung eines E-Autos.

  • Unser Ratgeber zeigt, welche Förderungen für Elektroautos es gibt und wie Sie von Ihnen profitieren können.
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Wer sich heute ein neues Auto anschaffen möchte, wird sich immer auch die Frage stellen, ob es ein Elektroauto oder Verbrenner sein soll. Viele wollen mittlerweile lieber nachhaltig handeln und setzen beim Autokauf auf Elektromobilität.

Doch die Anschaffung eines E-Autos kostet Geld, denn nach wie vor sind Elektroautos relativ teuer – dazu kommen dann meist noch die Kosten für die Installation einer Wallbox in der eigenen Garage. Mit unterschiedlichen Fördermitteln wie dem Umweltbonus, Steuervergünstigungen und einem wachsenden Angebot innovativer E-Auto-Modelle, versuchen Staat und Hersteller die Verbreitung von Elektroautos in Deutschland zu steigern.

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Elektromobilität & Umweltbonus: BAFA-Zwischenbilanz zum Antragsstand

Mit Erfolg, wie die aktuelle Zwischenbilanz zum Antragsstand des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigt: Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde bis zum Stichtag 1. September 2021 insgesamt 795.346 mal beim BAFA beantragt. Reine Elektroautos führen bei der Anzahl der Förderanträge vor den Plug-In Hybridautos. Der Trend zum E-Auto setzt sich erkennbar durch: Allein im August 2021 war circa jeder siebte Neuwagen ein Elektroauto mit Batterie, fast genauso viel wie Autos mit Dieselmotor. Und in den ersten acht Monaten dieses Jahres bereits mehr als 200.000 rein elektrisch angetriebene Autos zugelassen.

 

Förderung Elektroauto 2021 mit Innovationsprämie & Co.

Ein entscheidender Schub für Elektrofahrzeuge ging von der im Sommer 2020 erhöhten staatlichen Förderung aus: Seit Einführung der "Innovationsprämie" im Juni 2020 profitieren Käufer eines förderfähigen E-Autos von einem nochmals erhöhten Umweltbonus. Bis zu 9.000 Euro E-Auto Prämie sind damit beim Kauf eines Elektroautos in Deutschland aktuell drin. Mit dieser Förderung kommen viele Elektroautos daher heute schon in Preisbereiche, in denen sie konkurrenzfähig zu vergleichbaren Diesel- oder Benzinmodellen sind.

Was genau ist der Umweltbonus?

Die Umweltbonus genannte Förderprämie beim Kauf eines Elektroautos wurde 2019 eingeführt und besteht aus zwei Teilen: Der staatlichen Prämie, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ausgezahlt wird, und den Herstellerbonus. Wer ein reines Elektrofahrzeug (Batterieelektrofahrzeug), ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-in-Hybrid) oder ein Brennstoffzellenfahrzeug gemäß der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA gekauft oder geleast und nach dem 4. November 2019 auf sich zugelassen hat, kann sich diese Prämie sichern. Mit ihr unterstützt der Bund den Absatz elektrisch betriebener Neufahrzeuge in Deutschland bis mindestens Ende 2025.

  • Hinweis: Elektroautos mit einem Nettolistenpreis über 65.000 Euro und Autos, die im Ausland zugelassen sind, erhalten keine Förderprämie.

Innovationsprämie: Erhöhung des Umweltbonus aufgrund der Corona-Krise

Die Innovationsprämie wurde im Jahr 2020 – im Rahmen des Konjunktur-Programms aufgrund der Corona-Krise – als Erhöhung des Umweltbonus für elektrifizierte Fahrzeuge eingeführt. Mit ihr verdoppelte der Staat seinen Förderanteil für Plug-in-Hybride und E-Autos auf maximal 6.000 Euro. Der Anteil der Hersteller bleibt mit maximal 3.000 Euro unverändert. Bei vereinzelten Automobilherstellern mit Werbeaktionen geht aber manchmal sogar noch etwas mehr. Seine zwei Drittel der Innovationsprämie gewährt der Staat über das BAFA nach der Zulassung, der Automobilhersteller sein Drittel als Netto-Rabatt direkt beim Erwerb.

Batteriefahrzeuge oder Plug-in-Hybride, die ab dem 04. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 erstmalig zugelassen wurden oder werden, erhalten die erhöhte Innovationsprämie. Der Antrag hierauf ist bis einschließlich 31. Dezember 2021 möglich. Das Wirtschaftsministerium versicherte, dass eine Verlängerung dieser höheren Innovationsprämie bis zum 31. Dezember 2025 geplant und bereits politisch beschlossen ist.

 

Voraussetzungen: Wie komme ich an die Elektroauto-Prämie?

Um die Prämie zu erhalten, muss das E-Auto in Deutschland auf den Antragsteller zugelassen sein und mindestens sechs Monate von ihm gehalten werden. Das gilt sowohl für Neuwagen als auch für junge Gebrauchtwagen. Bei Leasingfahrzeugen liegt die Mindesthaltedauer je nach Laufzeit zwischen zwölf und 24 Monaten. Außerdem gelten weitere Voraussetzungen – je nachdem, ob es sich um einen Neuwagen- oder Gebrauchtwagenkauf handelt:

Fördervoraussetzungen für Elektro-Neuwagen

  • Fahrzeugmodell muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des BAFA stehen
  • Erwerb des E-Fahrzeugs und Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein
  • Neuwagen (zugelassen bis zum 04. November 2019): Antragstellung muss bis zum 18. August 2020 erfolgt sein
  • Neuwagen (zugelassen nach dem 04. November 2019): Antragstellung muss spätestens ein Jahr nach der Zulassung auf den Antragsteller erfolgen
  • Das Elektroauto muss in Deutschland zugelassen sein und mindestens sechs Monate von gehalten werde
  • Höhere Innovationsprämie: Für Neuwagen, die ab dem 04. Juni 2020 zugelassen wurden.

Fördervoraussetzungen für Elektro-Gebrauchtwagen

Den Umweltbonus können Käufer auch beim Kauf eines jungen gebrauchten elektrischen Fahrzeugs (zweite Zulassung) mit dem Nachweispaket von Gebrauchtwagen beantragen. Die Voraussetzungen für die Förderung sind wie folgt:

  • Fahrzeugmodell muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des BAFA stehen
  • Erstzulassung muss nach dem 04. November 2019 erfolgt sein
  • E-Auto war höchstens zwölf Monate erstzugelassen
  • Laufleistung darf bei Erwerb 15.000 km nicht überschreiten.
  • Für das Fahrzeug darf nachweislich noch kein Umweltbonus in Anspruch genommen worden sein.
  • Antrag muss innerhalb von zwölf Monaten nach erneuter Zulassung eingereicht werden.
  • Auto muss mindestens sechs Monate gehalten werden.
  • Fahrzeug darf den maximal förderfähigen Bruttogesamtfahrzeugpreis nicht überschreiten. Dieser beträgt 80 Prozent des Brutto-Listenpreises des Neufahrzeugs (inklusive Sonderausstattung, ohne Berücksichtigung von Preisnachlässen) abzüglich dem Bruttoherstelleranteil.
  • Höhere Innovationsprämie: Für Fahrzeuge mit Zweitzulassung ab dem 04. Juni 2020.

Verschärfungen für Plug-In-Hybride

Plug-in-Hybridautos verfügen nur über eine kleine Batterie, die auf kurzen Strecken elektrisches Fahren ermöglicht. Wenn die Batterie leer ist oder schneller gefahren wird, schaltet sich ein klassischer Verbrenner-Motor zu. Die Batterie kann an einer Steckdose wieder aufgeladen werden. 

Der CO2-Ausstoß von Plug-in-Hybriden darf für eine Förderung nicht höher sein als 50 g/km. Bei Anschaffung vor dem 31. Dezember 2021 muss die elektrische Mindestreichweite bei 40 Kilometern liegen. Ab 2022 werden Plug-In-Hybridautos nur noch gefördert, wenn sie mindestens 60 Kilometer und ab 2025 mindestens 80 Kilometer elektrisch schaffen.

 

Bis zu 9.000 Euro Zuschuss: So hoch ist die Elektroauto Förderung

Käufer von reinen E-Autos erhalten mit der Innovationsprämie eine Förderung von bis zu 9.000 Euro, bei Plug-in-Hybriden fällt der Zuschuss mit maximal 6.750 Euro etwas kleiner aus.

E-Auto Prämie Höhe beim Neuwagen-Kauf

Fahrzeugart Nettolistenpreis (in Euro)  Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil)
 Elektroauto (Batteriefahrzeug)  bis 40.000  9.000 Euro (6.000 Euro + 3.000 Euro)
 Elektroauto (Batteriefahrzeug)  über 40.000 bis 65.000  7.500 Euro (5.000 Euro + 2.500 Euro)
 Plug-in-Hybrid  bis 40.000  6.750 Euro (4.500 Euro + 2.250 Euro)
 Plug-in-Hybrid  über 40.000 bis 65.000  5.625 Euro (3.750 Euro + 1.875 Euro)

Höhe der Elektroauto Förderung beim Neuwagen-Leasing

Schließt man für das neue E-Auto einen Leasingvertrag ab, bestimmt die Leasingdauer die Förderhöhe. Volle Förderung gibt es bei Leasingverträgen, die 24 Monate und länger laufen. Bei einer Vertragslaufzeit von bis zu 23 Monaten wird die Förderhöhe für Fahrzeugzulassungen seit dem 16. November 2020 gestaffelt: Bei einer Leasing-Laufzeit von 12 bis 23 Monaten gibt es die Hälfte, bei Kurzzeitleasing bis elf Monate nur ein Viertel. Die Kürzung gilt gleichermaßen für Herstellerbonus und BAFA-Prämie.

Reines Elektroauto (Nettolistenpreis bis 40.000 Euro)

Leasingdauer     Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil)
6 bis 11 Monate 2.250 Euro (1.500 Euro + 750 Euro)
12 bis 23 Monate 4.500 Euro (3.000 Euro + 1.500 Euro)
ab 24 Monate (volle Förderung) 9.000 Euro (6.000 Euro + 3.000 Euro)

Reines Elektroauto (Nettolistenpreis 40.000 bis 65.000 Euro)

Leasingdauer     Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil)
6 bis 11 Monate 1.875 Euro (1.250 Euro + 625 Euro)
12 bis 23 Monate 3.750 Euro (2.500 Euro + 1.250 Euro)
ab 24 Monate (volle Förderung) 7.500 Euro (5.000 Euro + 2.500 Euro)

Plug-In-Hybridauto (Nettolistenpreis bis 40.000 Euro)

Leasingdauer     Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil) 
6 bis 11 Monate 1.687,50 Euro (1.125 Euro + 562,50 Euro)
12 bis 23 Monate 3.375 Euro (2.250 Euro + 1.125 Euro)
ab 24 Monate (volle Förderung) 6.750 Euro (4.500 Euro + 2.250 Euro)

Plug-In-Hybridauto (Nettolistenpreis 40.000 bis 65.000 Euro)

Leasingdauer     Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil) 
6 bis 11 Monate 1.406,25 Euro (937,50 Euro + 468,75 Euro)
12 bis 23 Monate 2.809,50 Euro (1.875 Euro + 937,50 Euro)
ab 24 Monate (volle Förderung) 5.625 Euro (3.750 Euro + 1.875 Euro)

Höhe der Innovationsprämie für Gebrauchtwagen

Bei Kauf oder Leasing gebrauchter E-Autos oder gebrauchter Plug-In-Hybride entspricht die Förderhöhe bei der Zweitzulassung den oben genannten Prämien für den Kauf und das Leasing eines Neufahrzeugs mit einem Nettolistenpreis von über 40.000 bis 65.000 Euro.

Fahrzeugtyp   Umweltbonus (Bundesanteil + Herstelleranteil)
Elektroauto (Batteriefahrzeug) 7.500 Euro (5.000 Euro + 2.500 Euro)
Plug-in-Hybrid 5.625 Euro (3.750 Euro + 1.875 Euro)

Quelle: Biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: September 2021.

 

Wie beantrage ich die BAFA Förderung Elektroauto?

Für die Beantragung der Förderung aller Elektroautos gilt: Das Auto muss gekauft und zugelassen sein. Dann erst kann der Käufer – berechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine – den Antrag auf Förderung bei der BAFA in einem einstufigen Verfahren digital stellen und die Zulassungsbescheinigung einreichen. Danach erfolgt die Antragsprüfung durch das BAFA.

  • Förderfähiges Elektroauto kaufen und zulassen
  • Antrag auf Förderung beim BAFA stellen und Zulassungsbescheinigung einreichen
  • Antragsprüfung durch das BAFA.

Wann ist der richtige Zeitpunkt der Antragstellung?

Der Herstellerbonus wird gleich von der Rechnung abgezogen, die staatliche Prämie kann nach Zulassung des Fahrzeugs über die Webseite des BAFA beantragt werden – nach sechs bis acht Wochen ist im Regelfall das Geld auf dem Konto. Das Förderprogramm des Bundes soll vorerst noch bis zum 31. Dezember 2025 laufen.

Welche Unterlagen sind für die Antragstellung nötig?

Über das Online-Portal reichen Käufer folgende Unterlagen ein:

  • die Rechnung
  • die Zulassungsbescheinigung Teil II
  • das Formular „Nachweispaket von Gebrauchtwagen“
  • der Nachweis über den Listenpreis des Neufahrzeugs (bei Gebrauchtfahrzeugen).

Elektroauto-Leasingnehmer reichen folgende Unterlagen ein:

  • Leasingvertrag
  • Unterlagen der verbindlichen Bestellung
  • Kalkulation der Leasingrate
  • Zulassungsbescheinigung Teil II.

Nach einer positiven Prüfung der Unterlagen kommt ein Zuwendungsbescheid und die Auszahlung des Bundesanteils am Umweltbonus erfolgt auf das im Antragsformular angegebene Konto.

Quelle: BAFA.

  • Hinweis: Der staatliche Anteil am Umweltbonus muss erst einmal vorgestreckt werden. Sobald Sie das Fahrzeug zugelassen haben, können Sie den Antrag beim BAFA stellen und erhalten den Betrag rückerstattet. Dabei darf das Fahrzeug nicht länger als maximal ein Jahr zugelassen sein.

 

Welche weiteren Vorteile oder Förderungen für Elektroautos gibt es?

Die Förderung der Elektrofahrzeuge läuft in ganz Deutschland nach den einheitlichen Regeln des BAFA. Doch beim Kauf eines Elektroautos kann man mit zusätzlichen Förderprogrammen noch mehr rausholen.

Ladestationen / Wallboxen

Es winkt zum Beispiel eine Bezuschussung beim Einbau von Stromleitungen, Schaltern und Steckdosen in der privaten Garage. Wie genau diese Förderung aussieht, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Wallbox-Förderung.

Regionale Förderprogramme

In München zum Beispiel gibt es das Förderprogramm emobil. Anträge können Unternehmen, Privatpersonen, gemeinnützige Organisationen und Wohnungseigentümergemeinschaften stellen. Das Fördergeld können Interessenten für die Ladeinfrastruktur oder/und Beratungen erhalten. Beispielsweise schießt die Stadt 40 Prozent der Nettokosten bei der Ladeinfrastruktur zu. Bei einem Schnell-Ladepunkt bis zu 10.000 Euro.

Nordrhein-Westfalen bietet ebenfalls Fördergelder für die eigene Elektrofahrzeug-Ladestation. Auch einige Energieversorger (oft die Stadtwerke) zahlen Prämien an Kunden, die sich ein E-Auto kaufen, so zum Beispiel die Energieversorgungsunternehmen in NRW.

Auf Sonderaktionen der Hersteller achten!

Viele Hersteller bieten zusätzliche Sonderaktionen. Manche erhöhen ihren Anteil am Umweltbonus noch einmal auf eigene Faust, andere locken mit Sonderprämien. Es lohnt sich daher, Preise, Prämien und Produkte der verschiedenen Autohersteller zu vergleichen. Bei tatsächlichem Kaufinteresse sollte man daher immer nachfragen, welche Extras für den Neuwagen dazu kommen können oder ob am Preis noch was zu machen ist.

Erwerb Akustisches Warnsystems (AVAS)

Der Erwerb eines akustischen Warnsystems (Acoustic Vehicle Alerting System, AVAS) zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer ist mit pauschal 100 Euro förderfähig. Voraussetzung: Es wurde es zum Zeitpunkt des Erwerbs serienmäßig vom Hersteller oder durch eine autorisierte Werkstatt in ein zu förderndes Fahrzeug eingebaut. Zudem muss eine Allgemeine Betriebserlaubnis für das AVAS erteilt worden oder es muss Teil der EU-Typgenehmigung sein. Das AVAS ist mittlerweile in den meisten E-Autos bereits ab Werk integriert. Seit 1. Juli 2021 muss es laut EU-Gesetz in sämtlichen neu zugelassenen Elektrofahrzeugen enthalten sein.

Mehr Ladestationen

Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan – der Ausbau einer flächendeckenden und nutzerfreundlichen Lade-Infrastruktur in Deutschland schreitet voran. Nutzer von E-Fahrzeugen sollen künftig überall in Deutschland schnell und unkompliziert ihr Auto aufladen können. Internetseiten wie e-stations.de oder Apps, die Ladestationen anzeigen, helfen dabei. Auf interaktiven Karten finden Elektroauto-Fahrer freie und passende Ladestationen in ihrer Umgebung. Laut Förderrichtlinie soll in erster Linie die Errichtung von Schnell-Lade-Stationen begünstigt werden. Daneben möchte man aber auch den Ausbau herkömmlicher Ladestationen, zum Beispiel in der Nähe von Warenhäusern, Restaurants und Kinos, weiter ankurbeln.

Kostenlos Parken & Co.

Städte und Kommunen können – soweit sie das möchten – Busspuren für die E-Autos öffnen, Durchfahrverbote aufheben und kostenlose Parkplätze einrichten. In einigen Städten Deutschlands wird das bereits erfolgreich praktiziert.

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Können verschiedene Förderprogramme miteinander kombiniert werden?

Seit dem 16. November 2020 ist eine Doppelförderung für E-Autos möglich. So können Sie den BAFA-Umweltbonus beispielsweise zusammen mit Förderungen von Gemeinden oder Städten für das gleiche Fahrzeug in Anspruch nehmen. Folgende Förderprogramme sind zum Beispiel in Kombination mit der staatlichen Umweltprämie zugelassen:

  • Sofortprogramm “Saubere Luft” (BMU)
  • Flottenaustauschprogramm “Sozial und Mobil” (BMU)
  • Förderrichtlinie Elektromobilität (BMVI)
  • Förderrichtlinie Markthochlauf NIP2 (BMVI)
  • Klimaschutzoffensive für den Mittelstand (KfW)
  • Wirtschaftsnahe Elektromobilität WELMO (Land Berlin)
  • Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen (Land Mecklenburg-Vorpommern)
  • BW-e-Gutschein (Land Baden-Württemberg)
  • Förderprogramm Inklusionstaxi Berlin (Land Berlin).

(Quelle: BAFA, Stand: September 2021).

 

Elektroauto und Steuervorteile

Der Staat fördert Elektromobilität auch steuerlich, Fahrzeuge mit einem hohen CO2-Ausstoß hingegen werden seit diesem Jahr höher besteuert als bisher. So sind Elektroautos, die bis 2025 zugelassen werden, für maximal zehn Jahre komplett von der Kfz-Steuer befreit. Die Befreiung gilt längstens aber bis Ende 2030 (§ 3d Abs. 1 KraftStG 2002).

Die zehnjährige Steuerbefreiung gilt auch rückwirkend für alle E-Autos, die ab dem 18. Mai 2011 erstmalig zugelassen wurden. Ein E-Gebrauchtwagen Käufer profitiert somit von der Steuerbefreiung, wenn die zehn Jahre seit Erstzulassung noch nicht abgelaufen sind. Beispiel: Ein Käufer entscheidet sich für ein gebrauchtes Elektroauto. Der Vorbesitzer hat es im Juli 2019 zugelassen. Der neue Besitzer ist bis einschließlich Juli 2029 von der Kfz-Steuer befreit. Unabhängig davon, wann er das Fahrzeug zulässt.

Steuerlich stehen Fahrer eines rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugs besser als die eines Plug-In-Hybriden da: Sowohl bei der Kfz-Steuer als auch bei der Dienstwagensteuer, wenn es sich um einen Firmenwagen handelt. Der Bonus bei der Dienstwagensteuer beträgt bis zu 75 Prozent.

Steuervorteil für Elektro-Firmenwagen

Private Fahrten mit dem Dienstwagen müssen generell als geldwerter Vorteil versteuert werden. Fahrzeuge mit Verbrennmotor werden nach der 1-Prozent-Regelung versteuert: Ein Prozent des Bruttolistenpreises des Firmenautos kommt zum monatlichen Gehalt dazu. Plus 0,03 Prozent des Listenpreises für jeden gefahrenen Kilometer zur ersten Tätigkeitsstätte. Für Fahrer eines Elektro-Firmenwagens winken hier Steuervorteile:

Reines E-Auto als Firmenwagen: Seit Juli 2020 muss man reine Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 60.000 Euro nur noch mit monatlich 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. E-Autos mit einem Bruttolistenpreis über 60.000 Euro müssen mit 0,50 Prozent versteuert werden.

Plug-in-Hybridfahrzeug als Firmenwagen: Für Plug-in-Hybridfahrzeuge gilt generell die 0,5 Prozent-Regelung (halber Steuersatz). Allerdings müssen die Hybridfahrzeuge dafür extern aufladbar sein (also ausschließlich Plug-Ins) und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • maximale CO2-Emission von 50 Gramm je gefahrenem Kilometer ODER
  • eine elektronische Reichweite von mindestens 40 Kilometer (2021). Ab 2022 mindestens 60 Kilometer, ab 2025 mindestens 80 Kilometer.

Die Regelungen für die Steuererleichterung gelten vorerst bis Ende 2030. Erfüllt das Fahrzeug die Normen nicht, gilt der Nachteilsausgleich. Dieser sieht vor, dass der Bruttolistenpreis um pauschale Beträge für das Batteriesystem gemindert wird.

In einem separaten Ratgeber zu den Steuerkniffen für Firmenwagen erläutern wir Ihnen die Steuervorteile für E-Autos und Hybridfahrzeuge noch einmal etwas ausführlicher.

Zusätzliche steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität

Als weitere Schwerpunkte des Steuerpaketes der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität gelten folgende Punkte:

Lieferfahrzeuge: Für rein elektrische Lieferfahrzeuge gibt es eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Anschaffungsjahr – zusätzlich zur regulären Abschreibung. Die Regelung wird von 2020 bis Ende 2030 befristet.

Ladevorrichtung: Das elektrische Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers ist aktuell bis Ende 2030 steuerfrei. Das Gleiche gilt für die zeitweise Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung zur privaten Nutzung. Ihr Arbeitgeber kann sich den Aufbau von Ladestationen bezuschussen lassen.

 

Überblick: Fragen und Antworten zur Förderung Elektroauto

Für alle, die mit dem Kauf eines E-Autos liebäugeln, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema E-Auto Prämie noch einmal zusammengefasst.

Wer darf einen Antrag auf Elektroauto-Förderung (Umweltbonus) stellen?

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Wer bekommt keine E-Auto Förderung?

  • Bund und die Bundesländer sowie deren Einrichtungen und Kommunen
  • Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen, sowie deren Tochtergesellschaften.

Wo beantrage ich die BAFA-Förderung?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist der passende Ansprechpartner. Wie schon bei der Abwrackprämie für Altautos im Jahre 2009, verwaltet das Amt die Auszahlung der Kaufprämie. Dort können Sie einen Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen stellen. "Schnell, voll elektronisch und sicher!" soll die Abwicklung sein, so BAFA-Chef Arnold Wallraff.

Wie viel Auto Prämie bekomme ich?

Für den rein batteriebetriebenen Neuwagen oder den Neuwagen mit Brennstoffzelle gibt es bis zu 9.000 Euro Zuschuss. Für Plug-in-Hybridautos sind bis zu 6.750 Euro Förderung drin. Diese Regelung ist vorerst befristet bis 31. Dezember 2025. Die Kosten für den Umweltbonus werden von Bund und Automobilherstellern getragen. Die Hersteller ziehen ihren Anteil an der Kaufprämie einfach vom Kaufpreis ab. Vereinzelt bieten Autohersteller auch einmal mehr Prämie als vereinbart oder der Bonus lässt sich individuell verhandeln. Benötigen Sie einen Autokredit? Dann schauen Sie doch einmal in unseren  Autokredit-Vergleich und sichen Sie sich das beste Angebot heraus.

Wie bekomme ich die Elektroauto Kaufprämie ausgezahlt?

Für die Förderung benötigen Sie Bestellung, Kauf- oder Leasingvertrag, Rechnung, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Auf der Rechnung sollte stehen, dass der Händleranteil der Kaufprämie vom Netto-Kaufpreis abgezogen wurde. Laden Sie die Dokumente über Ihren Computer hoch und versenden Sie diese per E-Mail. Die Abwicklung funktioniert komplett online.

Antragstellung: Laden Sie im Online-Portal der BAFA entweder die verbindliche Bestellung, den Kauf- oder Leasingvertrag hoch. Achtung: Bei Leasingverträgen sollten Sie eine Kalkulation der Leasingrate ohne Umweltbonus einreichen. Nach Überprüfung der Daten erhalten Sie einen sogenannten Zuwendungsbescheid. Nun können Sie Ihr E-Auto zulassen. Dafür haben Sie maximal neun Monate Zeit.

Auszahlung: Laden Sie die Rechnung und einen Nachweis für die Zulassung Ihres E-Autos im elektronischen Nachweisverfahren (auf der BAFA-Seite) hoch. Nach positiver Prüfung erfolgt die Auszahlung des Bundesanteils auf Ihr Konto (= Konto des Antragstellers). 

Wie lang gibt es die Elektroauto-Förderung noch?

Gefördert wird nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer alle Voraussetzungen erfüllt und die Prämie beantragt, bekommt sie auch. Ist der Fördertopf allerdings leer, wird der Deckel zugemacht – so der Plan. Ist die Frist für die Förderung erreicht – bislang Ende 2025 – ist voraussichtlich ebenfalls Schluss.

Welche Autos werden gefördert?

Hören Sie E-Auto, denken Sie an Luxusmarken und „Reichenspielzeug“? Käufer von Tesla, Porsche und Co bekommen auch noch Geld für das Luxusgefährt on top? Nein! Hier hat der Bund ganz klare Grenzen gesetzt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 65.000 Euro nicht überschreiten. Käufer von Luxusfahrzeugen kommen also nicht in den Genuss der Kaufprämie. Die Kaufprämie gibt es bei Erwerb eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeugs unter dem oben genannten Nettopreis. Als förderfähiges E-Auto gilt nach Paragraf 2 des Elektromobilitätsgesetztes ein
  • reines Batterieelektrofahrzeug,
  • von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder
  • Brennstoffzellenfahrzeug.
  • Förderfähig sind auch Fahrzeuge, egal mit welchem Antrieb, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen.  

Wie schaut es beim Leasing mit dem Umweltbonus aus?

Ja. Auch beim Leasing können Sie den staatlichen Umweltbonus in Anspruch nehmen. Voraussetzung: Der Antragsteller muss derjenige sein, auf den das Fahrzeug zugelassen wird. Die Anteile am Umweltbonus müssen von Automobilhersteller und Bund gleich sein und aus dem Leasingvertrag hervorgehen.

Bekommt man die Auto Prämie auch für Tageszulassungen, Jahres- oder Gebrauchtwagen?

Ja, auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge erhalten bei Zweitveräußerung eine Umweltprämie erhalten, wenn sie nicht als Firmen- oder Dienstwagen des Ersterwerbers bereits eine Förderung erhalten haben.

Wie lang muss der Käufer das Elektroauto behalten (Haltedauer)?

Der Halter sollte seinen Wagen mindestens sechs Monate in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen haben. Etwaige Änderungen, wie beispielsweise ein Verkauf sind der BAFA sofort anzuzeigen.

Dürfen sich Erwerber und Halter des E-Autos unterscheiden?

Erwerber und Halter müssen nicht ein und dieselbe Person sein. Antragsberechtigter ist derjenige, auf den das Fahrzeug erstmalig zugelassen wird, nicht der Erwerber.

Kann ich für die Umrüstung meines Fahrzeugs eine E-Auto Förderung beantragen?

Nein. Nur der Kauf eines neuen Elektroautos wird bezuschusst.
Über die Autorin Stefanie Engelmann
  Stefanie Engelmann
  Sabina Hoerder
  Ines Baur