Auf einen Blick
  • In der EU haben bislang vier Impfstoffe eine Zulassung erhalten: die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und zuletzt Johnson & Johnson.

  • Große Hoffnungen ruhen auch auf dem Impfstoffkandidaten des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac, dessen Zulassung bereits im Mai erfolgen könnte.

  • Weltweit gibt es derzeit rund 280 Projekte, in denen Unternehmen, Institute und Universitäten an Impfstoff gegen das Coronavirus arbeiten.

  • Die Kurse der am Aktienmarkt notierten Pharma-Unternehmen verzeichnen zum Teil Gewinne von mehreren Hundert Prozent. Rückschläge in der Entwicklung können jedoch Kursstürze zur Folge haben. Anleger sollten vorsichtig sein.
Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer waren im Dezember 2020 die ersten, die eine Zulassung für einen Corona-Impfstoff erhalten haben.
Ascannio / Shutterstock.com

Die Impfgeschwindigkeit in Deutschland hat in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt. Dass die Hausärzte seit einer Woche selbst impfen dürfen, zeigt offenbar Wirkung. Allein am vergangenen Donnerstag wurden laut Impfstatistik des Robert Koch-Instituts (RKI) knapp 720 Tausend Impfdosen verabreicht. Das waren gut doppelt so viel wie eine Woche zuvor.

Zum Stichtag 12. April sind bislang 6,2 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft worden. 16,3 Prozent haben mindestens die erste Dosis erhalten. In der Woche vom 26. April an soll das Impftempo noch mal deutlich zulegen. Denn dann sollen die insgesamt 35.000 teilnehmenden Hausarztpraxen mehr als drei Millionen Dosen erhalten. Derzeit sind es noch rund eine Million pro Woche. Nach aktuellem Kenntnisstand und wenn noch weitere Impfstoffe in den nächsten Monaten zugelassen werden, geht das Bundesgesundheitsministerium davon aus, „dass im Sommer jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden kann“.

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Biontech/Pfizer und Moderna als Vorreiter

Das Mainzer Biotechunternehmens Biontech und sein US-Partner Pfizer erhielten als Erste eine EU-Zulassung für ihren Impfstoff (21. Dezember 2020). Danach folgten das US-Unternehmen Moderna (6. Januar 2021) und der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca (29. Januar 2021). Zuletzt wurde das Vakzin von Johnson & Johnson am 11. März 2021 zugelassen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit drei weitere Impfstoffe: das russische Sputnik V sowie die Präparate von Novavax und dem Tübinger Biotechunternehmen Curevac, an dem auch SAP-Gründer Dietmar Hopp beteiligt ist.

Der Impfstoff von Curevac könnte laut Unternehmensangaben schon im Mai – und damit früher als ursprünglich erwartet – zugelassen werden. "Wir sind bereits sehr fortgeschritten in der dritten klinischen Testphase und erwarten die Daten für das finale Zulassungspaket", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Schüller kürzlich der "Augsburger Allgemeinen".

Hohe Wirksamkeitsquoten der Corona-Impfstoffe

Nach bisherigen Studienergebnissen zeichnen sich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna durch eine hohe Wirksamkeit aus. Laut RKI kommen beide Impfstoffe auf eine Wirksamkeitsquote von jeweils circa 95 Prozent. Die Verabreichung erfolgt stets in zwei Dosen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat mit Schreiben vom 1. April empfohlen, die zweite Dosis bei beiden Impfstoffen nach sechs Wochen zu verabreichen. Bislang lag das Zeitfenster bei drei bis sechs (Biontech/Pfizer) beziehungsweise vier bis sechs Wochen (Moderna). Durch die größeren Abstände sei "eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen“, heißt es in dem Schreiben.

In Sachen Logistik hat der Moderna-Impfstoff offenbar einen Vorteil: Dieser hält sich sechs Monate lang bei minus 20 Grad, bis zu 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur, während das Vakzin von Biontech/Pfizer nach neuesten Daten zwei Wochen lang bei minus 15 bis minus 25 Grad haltbar ist und nach dem Auftauen nur fünf Tage bei Kühlschranktemperatur stabil bleibt und zwei Stunden lang bei Raumtemperatur. Dadurch ist der logistische Aufwand für die Auslieferung höher.

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Das Vakzin von Astrazeneca wird von der Stiko derzeit nur für Menschen im Alter ab 60 Jahren empfohlen. Grund sind spezifische thromboembolische Nebenwirkungen wie etwa Blutgerinnsel im Gehirn, die überwiegend bei Geimpften unter 60 Jahren auftraten. Laut RKI hat das Vakzin mit dem Namen "Vaxzervia" – unter Einhaltung des empfohlenen Abstands von zwölf Wochen zwischen beiden Impfungen – eine Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent in allen Altersgruppen. Vorteil: Der Astrazeneca-Impfstoff kann bis zu sechs Monate im Kühlschrank gelagert werden.

Auch der Impfstoff der Johnson & Johnson-Tochter Janssen kann lang bei Kühlschranktemperatur gelagert werden – und zwar bis zu drei Monate. Weiterer Vorteil: Es ist nur eine Impfdosis nötig. Laut RKI weist das Präparat von Johnson & Johnson eine Wirksamkeit von 65 Prozent in allen Altersgruppen aus. Allerdings traten zuletzt in wenigen Fällen – ähnlich wie bei AstraZeneca – nach der Impfung bei wenigen Personen Blutgerinnsel auf. Die EMA prüft derzeit einen möglichen kausalen Zusammenhang. Auch die USA untersuchen die Vorfälle und haben die Impfungen mit dem Janssen-Vakzin vorerst gestoppt.

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Neuartige mRNA-Technologie soll es richten

Die Impfstoffe von Biontech und Moderna wurden mit einer neuartigen Technologie entwickelt: Sie basieren auf der sogenannten Boten-RNA, auch "messenger RNA" (mRNA) genannt. Dabei handelt es sich um eine einsträngige Ribonukleinsäure, die genetische Informationen des Erregers enthält. Als Wirkstoffträger fungieren flüssige Nanopartikel.

Dringt diese Boten-RNA durch die Impfung in menschliche Zellen ein, baut die Körperzelle das Oberflächenprotein des Virus, auch Spike-Protein genannt, nach. Der Mensch bildet seinen Impfstoff quasi selbst. Das menschliche Immunsystem wiederum reagiert mit Antikörpern, um das Virusprotein zu eliminieren. Trifft das Immunsystem dann später auf das "echte" SARS-Cov-2-Virus, erkennt es dessen genetischen Code und kann es gezielt ausschalten. 

An einem ähnlichen Mittel forscht auch die Tübinger Biotech-Schmiede Curevac. Zur Wirksamkeitsquote des Curevac-Vakzins wurde bislang noch nichts vom Unternehmen veröffentlicht, allerdings zur Haltbarkeit. Demnach soll das Curevac-Mittel bis zu drei Monate im Kühlschrank haltbar sein.

DNA-basierte Impfstoffe und Vektorimpfstoffe

Verwandt mit der mRNA-Technologie ist die DNA-Technologie, die zum Beispiel das US-Biotechunternehmen Inovio einsetzt. Allerdings gestaltet sich der Vorgang etwas komplizierter: Denn die DNA-basierten Vakzine müssen direkt in den menschlichen Zellkern eindringen, um ihre Wirkung zu entfalten, während die Boten-RNA lediglich in das Zytoplasma der Zellen gelangen muss. 

Andere Impfstoffe (AstraZeneca, Johnson & Johnson, Sputnik V) bauen auf die sogenannte Vektor-Technologie. Dabei dienen Trägerviren – sogenannte Adenoviren – als Vehikel für die Information über den Erreger und die DNA des Spike-Proteins wird in die DNA des Transport-Virus eingebaut. "Bei den Trägerviren kann es sich zum Beispiel um abgeschwächte Impfviren wie das Impfmasernvirus handeln", informiert das Paul-Ehrlich-Institut. Allerdings muss auch hier die DNA erst in den menschlichen Zellkern gelangen, wo sie in mRNA übersetzt wird, um dann das Oberflächenprotein nachzubilden. Im Unterschied zu mRNA-Impfstoffen wird hier also noch ein Zwischenschritt eingefügt. Bei Ebola und Dengue-Fieber sind bereits Vektorimpfstoffe zugelassen, während mRNA- und DNA-basierte Impfstoffe in der Humanmedizin noch Neuland sind.

Weltweit gibt es bereits rund 280 Projekte, in denen Unternehmen, Institute und Universitäten an einem Mittel gegen das Corona-Virus arbeiten, heißt es vom Verband forschender Pharmaunternehmen (vfa). In der entscheidenden Phase III angekommen sind laut vfa derzeit 20 weitere Impfstoffe, wovon sich drei (Curveac, Sputnik V, Novavax) im sogenannten Rolling-Preview-Verfahren befinden, dem beschleunigten Zulassungsverfahren der EMA.

Sehen Sie auch unser Youtube-Video mit Börsenlegende Beate Sander zum Thema Impfstoff-Aktien:

Enorme Beschleunigung in der Impfstoff-Forschung

Gemessen an den herkömmlichen Zeitspannen für die Entwicklung eines Impfstoffes, gehen die klinischen Studien derzeit im Eiltempo über die Bühne. Vom Beginn der Forschung bis zur Zulassung eines Impfstoffs dauert es normalerweise mehr als zehn Jahre. Im Kampf gegen Corona jedoch machen "neue Technologien und Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren eine enorme Beschleunigung möglich", heißt es beim Verband forschender Pharmaunternehmen. Hinzu kommt die Konzentration umfangreicher Mittel im Kampf gegen Covid-19.

Die Erforschung eines Impfstoffs läuft dabei in mehreren Stufen ab. Direkt vor der Zulassung wird das Mittel in drei Phasen an Freiwilligen erprobt: In Phase I wird vor allem die Verträglichkeit des Mittels getestet. In der zweiten Phase geht es um die Dosierung des Mittels. Das Wissen um die Verträglichkeit und über die Immunreaktion der Probanden wird vertieft. 

Die Phase III schließlich ist ein groß angelegter Test zur Wirksamkeit und Zuverlässigkeit des Impfstoffs. An dieser Phase nehmen in der Regel mehrere tausend Personen in verschiedenen Ländern teil. Sie werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine bekommt den Impfstoff, die andere ein Placebo. Der Vergleich der beiden Gruppen zeigt, wie gut der Impfstoff schützt. Ist der Test erfolgreich, erfolgt nach einer weiteren Sicherheitsprüfung die Zulassung.

Nach Angaben des vfa gibt es neben den 20 Phase III-Projekten derzeit weitere 30 Impfstoffe in Phase II und 33 in Phase I. An den Projekten sind einige börsennotierte Unternehmen beteiligt.

Wettlauf um einen Corona-Impfstoff

Die Mainzer Biotechnologie-Firma Biontech hat als erstes deutsches Unternehmen einen Impfstoff an Menschen getestet. Neben dem US-Konzern Pfizer kooperiert Biontech auch mit dem chinesischen Pharmakonzern Fosun Pharma, mit dem es eine klinische Studie in China durchführt. Am 21. Dezember 2020 haben Biontech und Pfizer die Zulassung in der EU erhalten. Zuvor gab es bereits Notfallzulassungen in Großbritannien, Kanada und den USA. Im Januar und Februar folgten Australien und Japan. Am 31. März gaben Biontech und Pfizer positive Studiendaten für ihren Corona-Impfstoff "BNT162b2" bei Jugendlichen bekannt – mit einer Wirksamkeit von 100 Prozent. Die Daten sollen in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und bei der EMA eingereicht werden. Die jüngsten Erfolgsmeldungen haben der Aktie von Biontech noch mal einen deutlichen Kursschub gebracht. Seit dem 19. Februar, dem Beginn der Corona-Krise an den internationalen Börsen, hat sich der Titel in Euro gerechnet mehr als verdreifacht. Die Aktie von Pfizer hat im gleichen Zeitraum dagegen gut sieben Prozent verloren.

Eines der vielversprechendsten Unternehmen für die Impfstoff-Entwicklung sitzt in den USA: Die an der US-Börse Nasdaq notierte Firma Moderna konnte bereits im März 2020 die erste klinische Phase für ihren Impfstoff "mRNA-1273" starten, da man zuvor schon an einem Vakzin gegen ein ähnliches Virus gearbeitet hatte. Am 6. Januar 2021 erhielt Moderna die Zulassung in der EU. Zuvor hatte das Vakzin bereits Notfallzulassungen in den USA und Kanada bekommen. Die Aktie von Moderna hat sich seit dem 19. Februar 2020 mehr als versiebenfacht.

Der schwedisch-britische Pharmakonzerns AstraZeneca entwickelte zusammen mit der Universität Oxford einen Impfstoff. Wegen ihrer Erfahrung im Bereich der Ebola-Forschung hat die britische Universität eine führende Rolle in der Entwicklung eingenommen. Die Zulassung des Astrazeneca-Vakzins in der EU erfolgte am 29. Januar 2021. Mittlerweile wird der Impfstoff bereits in mehr als 70 Ländern eingesetzt, in den USA allerdings noch nicht. Der Impfstoff von Astrazeneca sorgte im März für Negativschlagzeilen wegen seltener Blutgerinnsel, die nach dem Impfen vor allem bei Frauen unter 60 auftraten und wurde kurzzeitig von mehreren EU-Ländern aus dem Verkehr gezogen. Mittlerweile empfiehlt die EMA das Vakzin wieder für alle Altersgruppen, in Deutschland werden dagegen nur Personen ab 60 Jahren geimpft. Die jüngste Nachrichtenlage erwies sich auch als Bremsklotz für die Aktie. Seit 19. Februar 2020 liegt das Papier rund zehn Prozent im Minus.

Auch der US-Hersteller Janssen (Johnson & Johnson) hat bei seinem Impfstoff derzeit Probleme mit seltenen Fällen von Sinusvenenthrombosen. Daher verschiebt der Konzern seinen Marktstart in Europa, wie an diesem Dienstag bekannt wurde. Eigentlich sollte hierzulande ab Mitte April mit dem Impfen begonnen werden. Auch die USA haben das Vakzin vorübergehend ausgesetzt, um mögliche schwere Nebenwirkungen zu prüfen. Die schlechten News bringen die Aktie im Moment unter Druck. Seit 19. Februar 2020 belaufen sich die Kursverluste auf knapp vier Prozent.

Das US-Unternehmen Novavax kündigte nach erfolgversprechenden Daten Mitte März an, noch im April die Zulassung in Großbritannien und den USA zu beantragen. In Europa läuft das Rolling-Preview-Verfahren für "NVX-CoV2373" seit Anfang Februar. Die Wirksamkeit soll den jüngsten Studienergebnissen zufolge bei 96,4 Prozent liegen, gegen die britische Mutante sei der Impfstoff zu knapp 90 Prozent wirksam, heißt es vom Unternehmen. Der Gewinn der Novavax-Aktie schlägt derzeit alle Rekorde: Seit Beginn der Corona-Krise hat sich der Kurs in Euro gerechnet mehr als verzwanzigfacht.

Auch das Tübinger Unternehmen Curevac kommt mit den Studien zu seinem Impfstoff "CVnCoV" offenbar voran. Das Unternehmen gehört neben Biontech zu den deutschen Hoffnungsträgern im Kampf gegen das Coronavirus und hat mit Novartis und Bayer namhafte Kooperationspartner gewonnen. Ende April sollen die ersten Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des Curevac-Impfstoffs veröffentlicht werden. Die Zulassung soll spätestens im Juni erfolgen. Das Unternehmen war erst Mitte August vergangenen Jahres an die US-Börse Nasdaq gegangen. Der Ausgabepreis lag am 14. August bei 16 US-Dollar, umgerechnet 13,50 Euro. Seither hat sich der Wert des Papiers in etwa versechsfacht. Im Gegensatz zu Moderna und Biontech arbeitet Curevac bei seinem mRNA-basierten Impfstoff mit natürlichen, nicht mit chemisch modifizierten Bausteinen. "Wir haben hier eine starke Patentposition", sagte Dietmar Hopp im September 2020 im Interview mit dem Handelsblatt. Hopp hält über seine Dievini Hopp Biotech Holding immer noch gut 47 Prozent der Curevac-Anteile. Der Bund ist mit knapp 18 Prozent beteiligt.

Quelle: vfa. 

Investitionen in Impfstoffhersteller sind hochspekulativ

Längst nicht jede Aktie, die mit einem Corona-Impfstoff in Verbindung gebracht wird, ist auch ein Garant für Kursgewinne. Das zeigen die Beispiele von Astrazeneca und Johnson & Johnson, die allerdings auch sehr breit aufgestellt sind. Generell ist bei Unternehmen, die an einem neuen Impfstoff arbeiten, Vorsicht angesagt. Selbst in der letzten Phase der Erprobung oder auch nach der Zulassung können die Impfstoffe noch scheitern. Dann strafen die Investoren die Aktien in der Regel hart ab. 

Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Unternehmen, das aussichtsreich forscht, das Rennen um den Durchbruch bei einem Vakzin am Ende doch noch gegen einen Konkurrenten verliert. Auch das kann zu herben Kursverlusten führen. Auf der anderen Seite ist mittlerweile klar: Die Welt wird im Kampf gegen Covid-19 mehrere Impfstoffe benötigen. Auch "Nachzügler" können daher mit ihrem Mittel noch erfolgreich sein.

Dennoch sind Investitionen in solche Aktien hochspekulativ. Auch dafür ist die Aktie von Biontech ein gutes Beispiel. Ihr Wert hatte sich im März 2020 zwischenzeitlich verdreifacht. Als jedoch klar wurde, dass auch andere Firmen Fortschritte bei der Impfstoff-Forschung machen, sackte der Kurs drastisch ab: Binnen zwei Tagen verlor die Aktie mehr als 50 Prozent an Wert.

Wichtig: Anleger sollten nicht alles auf eine Karte setzen, sondern ihr Risiko über mehrere Titel streuen. Ein Investment im Pharma- und Biotechsektor sollte zudem nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des Gesamtportfolios ausmachen. Wem ein Investment in Einzelaktien zu risikoreich oder aufwendig ist, für den bieten sich spezielle Pharma- und Biotech-Fonds und ETFs an. 

Biallo Tipp

Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland bietet eine ständig aktualisierte Übersicht über die laufenden Projekte zur Coronavirus-Forschung. Dort kann man sehen, in welcher Phase der Forschung sich die Projekte derzeit befinden.

Artikel Quellen

Die im Artikel verwendeten Quellen stammen in erster Linie aus Primärquellen wie zum Beispiel Studien, Analysen, Bundesstatistiken, Geschäftsberichte oder Interviews mit Branchenexperten. Gegebenenfalls verweisen wir auch auf Originalrecherchen anderer seriöser Verlage. In unseren  redaktionellen Richtlinien erfahren Sie mehr über die Kriterien, die wir bei der Erstellung genauer und unvoreingenommener Inhalte einhalten.

https://impfdashboard.de/
https://www.pei.de/DE/service/faq/faq-coronavirus-inhalt.html
https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/faq-pressebriefing-erste-studie-sars-cov-2-impfstoff.pdf
https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov
https://www.bmbf.de/de/das-sollten-sie-ueber-impfstoffe-wissen-12724.html
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/09/30/curevac-startet-mit-naechster-impfstoff-phase
https://www.aerzteblatt.de/archiv/214122/Genbasierte-Impfstoffe-Hoffnungstraeger-auch-zum-Schutz-vor-SARS-CoV-2
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/impfen-mit-rna-oder-dna-118427/seite/2/
https://scilogs.spektrum.de/fischblog/wie-dna-rna-impfungen-funktionieren/





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