Geldanlage 2026

Dividendenstrategie 2026: So sichern Sie sich jetzt laufende Erträge

Claudia Lindenberg
Autorin
Veröffentlicht am: 27.04.2026

Auf einen Blick

  • In der Dividendensaison 2026 rücken Ausschüttungen wieder stärker in den Fokus.
  • Viele Aktien bieten aktuell attraktivere Renditen als klassische Zinsanlagen.
  • Dividenden-ETFs gelten als einfache Möglichkeit für den Einstieg.
100 % unabhängig dank Ihres Klicks
Kaufen Sie ein Produkt über einen mit (*) oder (a) gekennzeichneten Werbelink, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit. Vielen Dank!
Mehr erfahren
Viele Anleger setzen 2026 wieder verstärkt auf Dividendenstrategien, um regelmäßige Einnahmen zu erzielen.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Die Dividendensaison läuft – und viele Anleger schauen wieder genauer hin. Gerade in Zeiten schwankender Zinsen gewinnt die Dividendenstrategie wieder an Bedeutung.

Dividendensaison 2026: Warum Dividenden jetzt wieder im Fokus stehen

Alljährlich rückt die Dividendensaison in den Blick von Anlegern weltweit. Während dieser Zeit finden die Jahreshauptversammlungen der Unternehmen statt und es werden auch die Dividendenzahlungen verkündet. In Deutschland ist dies der Zeitraum zwischen April und Juni. Insbesondere Anlegerinnen und Anleger, die auf eine Dividendenstrategie setzen, verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Wie Sie mit Dividenden gezielt Einnahmen aufbauen können, zeigt unser ausführlicher Experten-Ratgeber – jetzt kostenlos als PDF.

Gratis Experten-Ratgeber herunterladen (PDF)

Dividendenstrategie: Experten-Ratgeber als PDF

Erfahren Sie, wie Sie mit Dividenden gezielt regelmäßige Einnahmen aufbauen, Risiken vermeiden und die passenden Aktien und ETFs auswählen. Jetzt kostenlos herunterladen.

Was die Dividendenstrategie für Anleger bedeutet

Die Idee dahinter ist einfach – und für viele Anleger attraktiv.

Die Dividendenstrategie zielt auf Investments in Aktien von Unternehmen ab, die jährlich einen großen Teil ihrer Gewinne an ihre Aktionäre ausschütten. Die ausgezahlten Gewinne werden auch als Dividenden bezeichnet und stellen quasi die Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar. Hauptziel vieler Dividendensparer ist es, über hohe Ausschüttungsquoten robuste und attraktive Zusatzeinkünfte zu erzielen. Im Gegensatz zu Börsenkursen, die jederzeit nachgeben können, gelten Dividendenzahlungen als relativ sichere Einnahmequelle. Ob und in welcher Höhe eine Dividende ausgezahlt wird, wird jährlich neu festgelegt. Verantwortlich dafür ist die Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Laufen die Geschäfte schlecht, kann die Aktionärsversammlung die Ausschüttung ablehnen oder auch senken.

Ursprung der Strategie: Das steckt hinter dem Konzept

Einer der Erfinder der Dividendenstrategie ist der US-Amerikaner Benjamin Graham. Graham erfand in den 1930er Jahren das sogenannte Value-Investing mit Fokus auf werthaltige, substanzstarke Unternehmen – etwa aus der Lebensmittelbranche. Aus diesen Titeln wurden diejenigen mit der höchsten Dividendenrendite ausgewählt. In den 1940er Jahren entwickelte Graham die Strategie weiter und empfahl, jeweils zu gleichen Teilen die zehn dividendenstärksten Titel eines Aktienindex zu kaufen und jährlich zu prüfen, ob sich an der Rangfolge etwas geändert hat. Falls sie nicht mehr zu den besten zehn Dividendenaktien zählten, sollten sie ersetzt werden.

Rendite 2026: Diese Dividenden sind aktuell möglich

2026 zeigt sich: Trotz schwankender Märkte bleiben Dividenden für viele Anleger eine wichtige Einnahmequelle.

Bei den Unternehmen im Deutschen Aktienindex (Dax) liegt die Dividendenrendite derzeit im Schnitt bei rund drei Prozent. Die besten Dividendenrenditen sind allerdings zum Teil deutlich höher: So gibt es bei Mercedes-Benz 2026 eine Rendite von mehr als sechs Prozent. Bei der Allianz sind es rund 4,5 Prozent. Der Versicherungskonzern ist auch einer der verlässlichsten Dividendenzahler – ähnlich wie die Münchener Rück.

Welche Dividendenstrategien sich konkret lohnen und wie Sie typische Fehler vermeiden, zeigt unser ausführlicher Experten-Ratgeber im kostenlosen PDF.

Experten-Ratgeber "Dividendenstrategie 2026" als PDF sichern

Jetzt Dividendenstrategie richtig umsetzen

Der kompakte Experten-Ratgeber zeigt Ihnen konkrete Strategien, Beispiele und Tipps für den Einstieg in die Dividendenstrategie – verständlich und kostenlos als PDF.

So wird die Dividendenrendite berechnet

Die Dividendenrendite gilt als zentraler Faktor für die Qualität einer Aktie – neben dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem Cashflow und dem Kurs-Cashflow-Verhältnis. Sie ergibt sich aus der gezahlten Dividende, geteilt durch den Aktienkurs und multipliziert mit 100.

Kursentwicklung zeigt langfristiges Potenzial

Hinzu kommt die Kursentwicklung der Aktien. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen der Kursentwicklung mit und ohne Berücksichtigung der Dividenden. Wie der Unterschied ausfällt, zeigt ein Blick auf die Entwicklung des iShares DivDAX ETF, der die 15 Dax-Titel mit der höchsten Dividendenrendite nachbildet. Ohne Berücksichtigung der Ausschüttungen legte er zwischen 2016 und 2025 um rund 51 Prozent zu, inklusive Ausschüttungen waren es etwa 100 Prozent.

Dividendenstrategie mit ETFs: einfache Umsetzung

Aufgrund der hohen Risiken bei Einzelaktien empfiehlt sich für Anleger eine Dividendenstrategie über Dividendenfonds oder -ETFs. Bei den aktiv gemanagten Dividendenfonds suchen die Fondsmanager gezielt nach aussichtsreichen Dividenden-Titeln. Dividenden-ETFs hingegen bilden einen entsprechenden Index nach.

Beispiel ETF: Globale Dividendenstrategie

Für eine Dividendenstrategie mit globalen Aktien bietet sich etwa der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield ETF (ISIN IE00BK5BR626) an. Der Indexfonds bildet die Wertentwicklung eines Index nach, der 2.276 weltweite Dividendentitel umfasst.

Ausschüttend oder thesaurierend – was sinnvoll ist

Wer mit Dividenden laufende Einnahmen erzielen möchte, ist mit ausschüttenden Fonds oder ETFs gut beraten. Liegt der Fokus auf Vermögensaufbau und werden die Ausschüttungen während der Sparphase nicht benötigt, sind thesaurierende oder wiederanlegende ETFs die bessere Wahl. In diesem Fall werden die Dividenden sofort wieder investiert. Der Vorteil: Der Zinseszinseffekt aus der Wiederanlage wird nicht durch die bei Ausschüttung anfallende Kapitalertragsteuer samt Solidaritätszuschlag geschmälert. Dieser Effekt wird auch als Steuerstundungseffekt bezeichnet.

Was bedeutet das für Sie als Anleger?

Die Dividendenstrategie kann eine sinnvolle Ergänzung sein – ersetzt aber keine breite Streuung. Wer regelmäßig Erträge erzielen will, sollte Chancen und Risiken abwägen.

Um laufende Erträge zu erzielen, lässt sich die Dividendenstrategie um überdurchschnittlich verzinstes Tagesgeld mit monatlicher Auszahlung der Zinsen ergänzen. Zinsen von drei Prozent und mehr bieten derzeit etwa die Consorsbank, die ING, die Umweltbank oder die Suresse Direktbank (Stand 27.04.2026). Der Tagesgeld-Vergleich von biallo.de zeigt, wo es aktuell die besten Tagesgeldzinsen gibt.

Über die Autorin Claudia Lindenberg

Alle Artikel der Autorin Claudia Lindenberg ansehen
Sie hat Volkswirtschaftslehre in Kiel und Hamburg studiert und 1998 bis 1999 ein Volontariat bei einem Wirtschaftsmagazin absolviert. Es folgten rund 15 Jahre als fest angestellte Redakteurin. Mittlerweile ist sie als freie Finanzjournalistin für verschiedene Auftraggeber tätig. Wie funktionieren Investmentfonds? Nachhaltigkeit und Geldanlage – was ist dabei zu beachten? Was zeichnet eine gut durchdachte Baufinanzierung aus? Solche Fragestellungen sowie weitere Verbraucherthemen wie zum Beispiel „Erben und Immobilien“ bearbeitet sie seit mehr als 20 Jahren anschaulich und auch für Laien gut verständlich auf – nachzulesen unter anderem beim Magazin „Verbraucherblick“ und seit Anfang 2019 auch bei Biallo.

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.