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Auf Sicht weniger Monate lohnt sich Tagesgeld, Festgeld ist spätestens ab etwa einem Jahr klar im Vorteil.
Aktuell steigen die Sparzinsen. Daher bieten sich vor allem kurzfristige Geldanlagen an. Wir zeigen, warum das so ist und welche Erträge die jeweils besten Angebote für Tagesgeld und Festgeld aktuell abwerfen.
Tagesgeld lohnt sich vor allem wegen der kurzfristigen Zinsgarantien, die es oft für Neukunden gibt. Nach dem Garantiezeitraum sinkt der Zins aber meist deutlich. Wer Tagesgeld mit Festgeld vergleicht, sollte daher auf den Ertrag über die gesamte Anlagedauer achten.
Hier zeigt sich: Bei den besten überregionalen Angeboten für sechs oder neun Monate liegen die besten Tages- und Festgelder etwa gleichauf. Kurzfristig ist Tagesgeld klar im Vorteil, langfristig Festgeld. Die Tabelle zeigt den Zinsertrag einer Anlage von 25.000 Euro unter der Annahme, dass sich die variablen Zinsen beim Tagesgeld im jeweiligen Zeitraum nicht ändern.
| Anlagedauer | Festgeld | Tagesgeld |
| 3 Monate | 175,00 € (Ferratum) | 212,50 € (Consorsbank) |
| 6 Monate | 350,00 € (Ferratum) | 345,73 € (Volkswagen Bank) |
| 9 Monate | 496,88 € (Bigbank) | 510 € (Ferratum) |
| 12 Monate | 750,00 € (Bank of Scotland) | 683,42 € (Ferratum) |
Tagesgeld ist bei gleich großen Erträgen aber grundsätzlich im Vorteil. Schließlich besteht hier immer die Möglichkeit, kurzfristig wieder zu wechseln – was gerade bei allgemein steigenden Zinsen interessant sein kann. Der Nachteil liegt entsprechend in der fehlenden Gewissheit über die Zinsentwicklung, sobald die Garantiefrist abgelaufen ist.
Vergleicht man nur die vertraglich garantierten Zinssätze, ist Festgeld schon bei etwa neun Monaten deutlich im Vorteil. Derart lange Zinsgarantien bieten die meisten Banken schlicht nicht an. Eine der wenigen Ausnahmen ist die easybank (früher: Barclays) mit zwei Prozent für neun Monate. Bei neun Monaten Festgeld sind aber bis zu 2,65 Prozent möglich (bei der Bigbank), mit deutscher Einlagensicherung immerhin 2,60 Prozent (bei der SBI Frankfurt).
Seit etwa Mitte letzten Jahres erholen sich die Sparzinsen allmählich. Im März ging es dann erstmals seit Jahren auch wieder deutlicher nach oben:
In Anbetracht der unsicheren Weltlage und einer steigenden Inflation in Europa dürfte sich dieser Trend auch erstmal fortsetzen. In einer solchen Situation sind kurzfristige oder flexible Anlagen im Vorteil. Mit ihnen können Anlegerinnen und Anleger erstens die vermeintlich noch besseren Angebote in der Zukunft nutzen. Zweitens umgehen sie so das Inflationsrisiko, das bei langfristigen Anlagen mit festen Zinsen besteht.
Wer sich generell nicht von der Entwicklung der Sparzinsen abhängig machen möchte, kann Geld aber auch auf verschiedene Laufzeiten aufteilen, zum Beispiel in Form einer Festgeldtreppe. Diese verspricht sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Zinsen ordentliche Erträge.

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