Premiumkonten: Lieber manchmal etwas mehr bezahlen

Neue exklusive Girokonten-Studie Premiumkonten: Lieber manchmal etwas mehr bezahlen

Horst Biallo
von Horst Biallo
21.03.2019
Auf einen Blick
  • Es ist bundesweit die größte Premiumkonten-Untersuchung, die es je gab: Biallo.de hat 1.000 Kontomodelle von insgesamt rund 1.300 Banken und Sparkassen unter die Lupe genommen.

  • 36 Geldhäuser erzielen die Höchstbewertung von 5,0 Biallo-Sternen. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Am teuersten ist ein Premiumkonto im Bankenland Hessen.
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Wir haben 2018 erstmals die Premiumkonten von Banken und Sparkassen untersucht. Das sind die Girokonten mit dem breitesten Leistungsspektrum zum monatlichen Pauschalpreis. Dieser liegt natürlich höher als der von Klassikkonten mit Einzelabrechnung.

Eine solche Analyse haben wir Anfang 2019 wiederholt. Denn das Zahlungskontengesetz verpflichtet mittlerweile alle Geldhäuser zu mehr Transparenz: Seit 31. Oktober 2018 müssen sie die Preise ihrer Girokonten auf der Internetseite veröffentlichen. So haben wir diesmal 1.000 statt 805 (im Jahr 2018) solcher Konten untersuchen können. Rund 300 Banken und Sparkassen bieten diese Konten nicht an.

Positiv fällt auf: Das Preisniveau dieser Pauschalkonten ist im Wesentlichen gleich geblieben. Zwischen zehn und 35 Prozent aller Kunden, je nach Bank oder Sparkasse, haben sich mittlerweile für dieses Kontomodell entschieden – obwohl dessen Monatspreis im Vergleich zum klassischen Girokonto mit Einzelabrechnung deutlich höher liegt.

Woran kann das liegen? Wir vermuten: Die meisten Premiumkunden können gut rechnen. Unterm Strich kommen sie mit einem Pauschalangebot günstiger weg als mit dem Klassiker und seinen vielen Einzelposten. Sie überzeugt offenbar das Preis-Leistungs-Verhältnis der Premiumofferten vieler Banken und Sparkassen.

Hier einige Highlights unserer Recherchen:

  • Preisspanne von 4,00 bis 28,50 Euro pro Monat fürs Konto mit gleicher Leistung
  • 150 Konten mit einem guten bis sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 36 von 1.000 Geldhäusern mit Bestnote von 5,0 Sternen
  • Goldkarten mit überragenden Versicherungsleisten schon ab 25,00 Euro
  • 300 regionale Banken mit kostenloser Bargeldversorgung im Ausland
  • Sparkasse Ulm bundesweit wieder die Nummer eins aller Geldhäuser
  • Raiffeisenbank Niederschlesien die Nummer eins aller deutschen VR-Banken

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Girokonten: Für jeden das Richtige

Heute bieten Banken und Sparkassen in der Regel fünf Kontomodelle an, die sich auch in unserer Online-Datenbank zum Thema Girokonto wiederfinden:

  • Klassikkonten mit Einzelabrechnung
  • Onlinekonten fürs reine Internetbanking
  • Basiskonten ohne Dispo und Kreditkarte
  • Konten für Schüler und Studenten
  • Premiumkonten – alles Wesentliche zum Pauschalpreis

Das verstehen wir unter Premiumkonten

Bei unserer Untersuchung kam es uns nicht auf die Bezeichnung des Kontos an, sondern auf vergleichbare Leistungen, die es zu einem monatlichen Pauschalpreis gibt.

Untersucht haben wir Konten, in deren Monatspreis die nachfolgenden Services enthalten sind:

  • Girocard für den Kontoinhaber
  • sämtliche Buchungsposten
  • Online-Banking
  • Nutzung der SB-Terminals
  • pushTAN / smsTAN
  • Überweisungen, sowohl online als auch am SB-Automaten
  • Daueraufträge einrichten und ausführen
  • Kontoauszüge am Drucker der Bankfiliale
  • Kontoauszüge im elektronischen Postfach
  • Ein- und Auszahlungen am Schalter und an den bankeigenen Automaten
  • uneingeschränkte Bargeldversorgung an Automaten im Bankenverbund
  • persönliche Beratung in Sachen Kredit, Geldanlage und Altersvorsorge

Viele Geldhäuser mit zusätzlichem Plus

Die Praxis zeigt aber auch: Über diese Dinge hinaus haben viele regionale Banken und Sparkassen weitere interessante Dinge in den Pauschalpreis eingebunden. Dafür einige Beispiele:

  • Die Sparkasse Rhein-Nahe verwöhnt ihre Giro-Komfort-Kunden mit einer kostenlosen zusätzlichen Giro-Partnerkarte und einer gebührenfreien Standard Mastercard oder Visa Card. 

  • Die VR Bank München Land schließt auch beleghafte Überweisungen in den Preis ein, was immer seltener geschieht.

  • Die Volksbank Dresden-Bautzen gibt allen Mitgliedern einen Nachlass von 50 Prozent auf den Dispo auf dann nur noch 4,875 Prozent pro Jahr.

  • Die Sparkasse Emden, die Nummer eins in Deutschlands Norden, gewährt einen Nachlass von 50 Prozent auf die goldene Mastercard auf dann nur noch 36 Euro.

  • Die VR-Bank München Land ermöglicht ihren Kunden – als eine der wenigen VR Banken – genauso wie jede zweite Sparkasse eine kostenlose Bargeldversorgung im Ausland über die Kreditkarte.

  • Die Kreissparkasse Schlüchtern (nahe Fulda) gibt im Kontomodell "Classic Plus" die Goldkarte im ersten Jahr kostenlos dazu. Danach kostet sie 24 Euro – der günstigste Preis bundesweit.

  • Die PSD-Bank Westfalen-Lippe aus Münster verzichtet bei ihrem "GiroPremium" komplett auf die monatliche Grundgebühr von 4,95 Euro ab einem monatlichen Gehaltseingang von 1.000 Euro.

Premiumkonten: Wenn nur der Name stimmt

Wir haben nachgezählt: Knapp ein Drittel der 1.000 analysierten Mehrwertkonten hatte das Wort "Premium" entweder allein oder in Kombination mit einem Zusatz im Namen. Die Sparkasse Engen-Gottmadingen im schönen Hegau nennt es beispielsweise "Giro all inclusive premium". Die meisten Volksbanken begnügen sich dagegen mit "VR Premium". Es folgte die Bezeichnung "Komfort", die in 249 Kontenbezeichnungen steckte. Wir wollten uns aber nicht von diesen Bezeichnungen verleiten lassen, sondern haben uns jedes einzelne Konto und seine Serviceleistungen genau angeschaut.

Dabei sind uns nicht selten hochpreisige Konten begegnet, die "Premium", "Komplett" oder "Exklusiv" im Namen führen und deutlich teurer sind als die Klassik- und erst recht die Onlinekonten. Doch trotz eines Monatspreises jenseits von zehn Euro war deren Leistungsspektrum im Vergleich zu den tatsächlichen Premiumkonten sehr eingeschränkt.

Dafür ein signifikantes Beispiel: Die Sparkasse Langen-Seligenstadt bietet zehn unterschiedliche Girokonten an – darunter ein "Giro Kompakt" für 4,20 Euro und ein "Giro Premium" für 9,80 Euro im Monat. Bei diesem könne man, so heißt es auf der Website, "nach Lust und Laune rund um die Uhr auf das Girokonto zugreifen". Lust und Laune vergehen einem jedoch, wenn man sich die Details näher ansieht. Denn neben der Monatsgebühr stellt die Sparkasse bei ihrem Premiumkonto in Rechnung:

  • 0,50 Euro für Buchungen am SB-Terminal
  • 1,20 Euro für beleghafte Buchungen
  • 1,20 Euro für Buchungen am Schalter
  • 1,20 Euro für Bargeldein- und -auszahlungen mit der Debitkarte an der Kasse

Trotz der irreführenden Produktbezeichnung haben wir dieses Konto genauso wenig in unsere Untersuchung aufgenommen wie manche andere, deren Namen mehr versprachen als sie in Wirklichkeit hielten.

Premiumkonten pur: Sinnvoll und oft günstig

Grundsätzlich lassen sich zwei Gruppen von Premiumkonten-Anbietern unterscheiden:

  • Geldhäuser, die keine goldene Kreditkarte in den Preis inkludiert haben.
  • Geldhäuser, die diese hochwertigen Karten als Gesamtpaket zum monatlichen Festpreis anbieten.

Zunächst haben wir uns mit den "Premiumkonten pur" beschäftigt, also den Gehaltskonten ohne Goldkarte. Rund 800 Banken und Sparkassen bieten ihren Kunden ein solches Girokonto zum Durchschnittspreis von 8,70 Euro an. Das sind 244 Sparkassen und der Rest Banken.

Im Pauschalpreis enthalten ist meist eine Girocard, manchmal auch zwei. Rund zehn Prozent der Anbieter haben auch eine Standard Visa- oder Mastercard mit ins Paket gepackt. Der Rest bietet dieses Zahlungsmittel zusätzlich zum Jahrespreis von 20,00 Euro an.

Sieht man sich einmal die Spanne der Einzelpreise im Monat an, reibt man sich erstaunt die Augen. Denn die ist bei annähernd gleichen Leistungen riesengroß.

Da ist einmal die Stadtsparkasse Rahden als bundesweit günstigster Anbieter, die ihren Kunden für ihr Komfort-Giro lediglich 4,50 Euro in Rechnung stellt. Das Geldhaus aus dem äußersten Norden Nordrhein-Westfalens, zwischen Bielefeld und Bremen gelegen, verspricht seinen Kunden für dieses Konto sogar eine Preisgarantie bis 2020. So etwas haben wir noch nirgendwo anders entdeckt!

Oder die Genobank Mainz, die ihren Mitgliedern nur vier Euro im Monat abverlangt. Zusammen mit der goldenen Kreditkarte für 70,00 Euro hat sie den niedrigsten Jahrespreis aller Banken in Rheinland-Pfalz und gehört auch bundesweit zu den 36 Anbietern mit Bestnote.

Am anderen Ende der Skala befindet sich die Raiffeisenbank am Dreisessel mit Sitz in Neureichenau im bayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Deren VR-Comfort kostet 17,50 Euro im Monat. Hinzu kommt ein Euro pro Bargeldauszahlung am Schalter. Wer eine Standard-Kreditkarte möchte, zahlt dafür noch einmal 30,00 Euro im Jahr. Für die Goldkarte werden 80,00 Euro zusätzlich fällig. Der Jahrespreis fürs Konto plus Goldkarte kommt damit auf 290 Euro – Bargeldauszahlungen am Schalter exklusive.

So sieht die Verteilung der Preise bundesweit aus:


Preisspanne "Premiumkonto pur"


Anzahl der Anbieter

4,00 bis 5,99 Euro

26

6,00 bis 7,99 Euro

304

8,00 bis 9,99 Euro

358

10,00 bis 14,99 Euro

99

15,00 bis 28,50 Euro

9

Etwa 550 der 800 Geldhäuser mit "Premium pur" sind Volks- und Raiffeisenbanken mit einem Durchschnittspreis von 8,86 Euro pro Monat. Die 244 Sparkassen liegen mit einem Durchschnittspreis von 8,40 Euro pro Monat etwas darunter. Die restlichen sechs sind drei PSD Banken und drei überregionale Geldhäuser mit einem Durchschnitt von 8,80 Euro. Alle Banken und Sparkassen zusammengerechnet kommen auf einen Durchschnittspreis von 8,70 Euro im Monat.

Bundesweit: Top 10 der Sparkassen nach Monatspreis

Geldhaus

Kontoname

Euro/Monat

Stadtsparkasse Rahden

Komfort-Giro

4,50

Kreissparkasse Melle

GIRO STAR

4,95

Kreissparkasse Syke

Girokonto Pauschalabrechnung

5,11

Sparkasse Pfaffenhofen

SGiroPremium

5,90

Kreissparkasse Heilbronn

Giro comfort

5,90

Sparkasse Bodensee

Bodensee Giro

5,90

Kreissparkasse Göppingen

GIRO.

5,90

Sparkasse Tauberfranken

Giro Kompakt

5,90

Kreissparkasse Halle (Westf.)

Giro Privat Vorzug

5,95

Sparkasse Ulm

giro.kompakt

6,00

Zum Vergleich:
Sparkasse Freyung-Grafenau


Giro Premium


19,00

Bundesweit: Top 10 VR-Banken nach Monatspreis

Geldhaus

Kontoname

Euro/Monat

Genobank Mainz

Geno-Ideal

4,00

Volksbank Lauterecken

VR-Privat

4,95

Budenheimer Volksbank

BVB Privatkonto

5,00

Raiffeisenbank Bad Schussenried

VR-KomplettKonto

5,00

Raiffeisenbank Hiltenfingen

Konto Komfort

5,00

Genossenschaftsbank München

Privatkonto 5000plus

5,00

VR Bank Alsheim

Deluxe

5,00

VR Bank München Land

VR MeinKonto Flat

5,50

Volksbank Immenstadt

Privatkonto Komplett

5,50

Raiffeisenbank Flachsmeer

Konto Pauschal

5,50

Zum Vergleich: Raiffeisenbank am Dreisessel

VR-Comfort 17,50

Warum Gold auch hier glänzt

Zur Erinnerung: Konten zum Pauschalpreis ohne inkludierte Kreditkarte kosten im Schnitt 8,70 Euro im Monat. Gar nicht einmal viel höher, mit 13,80 Euro im Monat, liegt der Durchschnittspreis der 200 Premiumkonten, die mit einer goldenen Mastercard oder Visa Card ausgestattet sind. Übers Jahr gerechnet sind das also nur rund 60 Euro, die der Kunde mit Premiumpaket mehr zahlt. Das entspricht in etwa dem gleichen Durchschnittpreis, den der "Premium-pur-Kunde" zahlt, wenn er die goldene Plastikkarte separat zum Konto ordert.

Als Verbraucher muss man sich fragen, ob sich der Kauf einer goldenen Kreditkarte für 60 Euro im Jahr lohnt. Eindeutige Antwort: Im Fall der goldenen Kreditkarte von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken lohnt sich dies auf jeden Fall.

Diese Goldkarten rechnen sich besonders für Leute, die agil und reiselustig sind. Das liegt am Versicherungspaket der goldenen Karten und seinen verbraucherfreundlichen Bedingungen.

Die Reiserücktritts- und Reiseabbruch-Versicherung gilt bei den Goldkarten der regionalen Banken und Sparkassen immer. Sie springt beispielsweise im Krankheitsfall auch dann ein, wenn die gebuchte Urlaubsreise gar nicht mit ihr bezahlt wurde. Sie ist besonders interessant für Familien, die eine teure Ferienwohnung von einem privaten Vermieter gebucht haben, der keine Kreditkarten-Zahlung akzeptiert.

Bei der Europäischen Reiseversicherung ERV, zum Beispiel, zahlt eine Familie, die eine Reise im Wert von 3.000 Euro absichern will, dafür allein schon 119 Euro. Bei Leuten über 65 Jahren verdoppeln sich bei den meisten Versicherern die Preise.

Enthalten ist auch eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Diese dürfte gerade für jüngere Leute sehr interessant sein, die oft mehrmals im Jahr im Ausland Urlaub machen und so keine Versicherung separat abschließen müssen. Es kommt noch etwas hinzu: Diese Police kennt keine Altersbegrenzung. Das ist besonders attraktiv für Menschen über 65 Jahren, die aufgrund ihres Alters oft gar keine Police mehr bekommen oder nur zu einem deutlich höheren Preis.

Ein Beispiel: Will ein Ehepaar – beide über 65 Jahre alt – einen USA-Urlaub bei der Hanse Merkur absichern, zahlt es dort 532 Euro. Eingeschlossen sind außerdem eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung (auch bei Miete eines Leihwagens) und eine Reise-Service-Versicherung. Beide zu haben, kann bei Schwierigkeiten auf Auslandsreisen sicher nicht schaden.

Die Goldkarte ist also für sehr viele Kunden interessant. Sie zu haben, rechnet sich in den allermeisten Fällen. Zumal viele Sparkassen an diese noch eine kostenlose Bargeldversorgung im Ausland knüpfen.

Wie gut diese Karten sind, zeigt ein Vergleich mit jenen Kreditkarten, die nicht an die Eröffnung eines Girokontos geknüpft sind. Egal, ob ADAC-Karte oder Lufthansa-Karte: Ihre Versicherungen springen im Notfall nur dann ein, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde.

Premiumkonten: Pur plus Gold – pures Gold

Das wäre doch aus Verbrauchersicht ideal: Ein Premiumkonto mit allen Zahlungsfunktionen zum niedrigen Monatspreis und dazu eine günstige Goldkarte mit allen Versicherungsleistungen. Oder beides zusammen als günstiges Komplettpaket.

Die nachfolgende Übersicht zeigt Geldhäuser mit den niedrigsten Jahrespreisen für Premiumkonten mit Goldkarte. Die Sparkasse Ulm stellt dabei eine Besonderheit dar. Bei ihr kann man für nur 30 Euro jährlich ein Versicherungspaket für zwei Kreditkarten hinzukaufen. Das erklärt mit dem niedrigen Monatspreis von nur 6,00 Euro den Spitzenrang beim Jahrespreis.


Geldhaus

Jahrespreis in Euro

Sparkasse Ulm

102,00

Raiffeisenbank Niederschlesien

106,80

Raiffeisenbank Garrel

108,00

Sparkasse Pfaffenhofen

109,80

Raiffeisenbank Bad Schussenried

110,00

Raiffeisenbank Hiltenfingen

110,00

Sparkasse Emden

114,00

Winterlinger Bank

117,00

Genobank Mainz

118,00

Sparkasse Rhein-Nahe

118,80

Volksbank Dresden-Bautzen

118,80

Städtische Sparkasse zu Schwelm

118,80

Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt

118,80

Sparkasse Mittelmosel Eifel

118,80

Volksbank Weinheim

118,80

Budenheimer Volksbank

120,00

Kreissparkasse Ravensburg

120,00

Raiffeisenbank Bütthard-Gaukönigshofen

120,00

Kreissparkasse Heilbronn

120,80

Volksbank Schwanewede

120,94

Preise für Goldkarten sehr unterschiedlich

Günstige Goldkarte? Wie bei den Monatsgebühren, unterscheiden sich deren Preise ebenfalls gewaltig und wirken sich so auf den Gesamtpreis im Jahr aus, der für uns ein wesentlicher Maßstab für die Güte eines Premiumkontos ist. Hier zehn günstige und zehn teure Anbieter, die sich in den Leistungen praktisch nicht unterscheiden, sondern nur im Jahrespreis:

Geldhaus

Jahrespreis Goldkarte

Kreissparkasse Schlüchtern

24,00

Volksbank Grebenhain

25,00

Raiffeisenbank Kaarst

25,00

Zum Vergleich:
Echterdinger Bank



100,00

Kostenlos Bargeld im Ausland

Knapp 300 Sparkassen sowie eine Handvoll Volks- und Raiffeisenbanken ermöglichen ihren Kunden, mit der Goldkarte im Ausland gebührenfrei Bargeld zu bekommen. Die Hälfte davon macht keinerlei Einschränkungen. Das heißt: Egal ob man dreimal oder 50 mal Geld im Urlaub oder auf der Dienstreise abhebt, die Sparkasse übernimmt die Gebühren des ausländischen Geldinstituts für ihren Kunden. Die anderen tun das zwischen drei- und zwölfmal im Jahr. Gerade für Leute, die viel unterwegs sind, ist dies ein unbestreitbarer Vorteil. Wir haben diesen erstklassigen Service mit Sonderpunkten in unserer Qualitäts-Bewertung belohnt.

Land schlägt Stadt

Unsere aktuelle Untersuchung bestätigt den Trend des vergangenen Jahres: Günstige Anbieter finden sich vor allem in Bayern und Baden-Württemberg mit der Vielzahl der dort existierenden Banken und Sparkassen – und eher in kleineren Orten als in größeren Städten. In der nachfolgenden Übersicht finden Sie die 30 größten Städte Deutschlands, sortiert nach der Einwohnerzahl.

Sie sehen in der Übersicht auch – pro Stadt – die teuerste Bank oder Sparkasse vor Ort und wie viel sich durch einen Bankenwechsel sparen lässt. Der Jahrespreis errechnet sich aus zwölf Monatsbeiträgen plus Jahrespreis für die Kreditkarte, wenn diese noch nicht im Pauschalpreis enthalten ist.

Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt beträgt 175,00 Euro im Jahr. Die zehn günstigsten Anbieter nehmen im Schnitt 110,00 Euro für Pauschalkonto plus Goldkarte mit Versicherungspaket.

Geldhaus

Jahrespreis
inkl. Kreditkarte in Euro

Leipziger Volksbank

155,80

Raiffeisenbank Augsburger Land West

165,00

Sparkasse Bielefeld

166,80

Sparkasse Nürnberg

166,80

Volksbank Karlsruhe

166,80

Sparkasse Hannover

168,00

Volksbank im Bergischen Land

168,00

Sparkasse Gelsenkirchen

170,40

Volksbank Stuttgart

171,00

Ostsächsische Sparkasse Dresden

172,80

Förde Sparkasse (Kiel)

174,00

Stadtsparkasse München

177,40

GENO BANK ESSEN

178,80

Sparkasse Chemnitz

178,80

Sparkasse Rhein Neckar Nord

184,80

Dortmunder Volksbank

186,40

Volksbank Bochum-Witten

189,00

VR-Bank Bonn

190,30

Volksbank Düsseldorf Neuss

191,88

BLB Bremer Landesbank – NORD/LB

192,00

Sparkasse Münsterland Ost

192,40

Frankfurter Sparkasse

192,80

Volksbank Mönchengladbach

194,00

Volksbank Braunschweig-Wolfsburg

194,88

Kreissparkasse Köln

198,00

VR-Bank Region Aachen

198,80

Berliner Volksbank

202,80

Hamburger Sparkasse (Haspa)

202,80

Wiesbadener Volksbank

203,80

Volksbank Rhein-Ruhr

226,80

Vorteile beim Dispozins

Rund ein Fünftel aller Banken verwöhnen ihre Premiumkunden im Vergleich zu den anderen mit niedrigeren Zinssätzen beim Dispo- und Überziehungszins. Aus unseren Gesprächen mit Vorständen von Sparkassen sowie Volk- und Raiffeisenbanken wissen wir, dass die angebotenen Kreditlinien viel weniger genutzt werden, als allgemein angenommen. Im Durchschnitt erheben die Geldhäuser einen Dispo von 9,67 Prozent und 11,92 Prozent, wenn diese vereinbarte Kreditlinie überschritten wird.

Wie weit die zehn günstigsten Anbieter von den zehn teuersten entfernt sind, zeigen diese Übersichten. Dabei fällt auf, dass gerade die günstigeren auf einen Aufschlag in Sachen Überziehung verzichten.

Geldhaus

Dispo

Überziehung

Kreissparkasse Weilburg

3,49

3,49

VR-Bank Uckermark-Randow

4,10

9,10

VR Bank Südthüringen

4,43

4,43

Zum Vergleich:
VR-Bank Landsberg-Ammersee


12,97


17,97

Überregionale Anbieter sind selten eine gute Alternative

Zumindest in etwas größeren Städten könnten die überregionalen Banken eine Alternative zu teuren Volks- und Raiffeisenbanken oder Sparkassen sein. Jeder Einzelne sollte vor Ort schauen, ob die unteren genannten Anbieter mit Premiumkonten eine Filiale haben. Ist dies der Fall, sollte man die Jahrespreise einschließlich einer Goldkarte prüfen. Und dann zum Schluss unsere Bewertung.

Doch die Deutsche Bank ist trotz des relativ niedrigeren Jahrespreises eigentlich keine Alternative zu den meisten Sparkassen und VR-Banken. Denn in ihrer Goldkarte sind nur eine Warenschutzversicherung und ein Auslandskrankenschutz integriert. Das ist sehr mager im Vergleich zu den Versicherungspaketen, die die Goldkarten der Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken enthalten.


Geldhaus

Jahrespreis
einschl. Goldkarte in Euro


Deutsche Bank

142,80

Postbank

148,80

GLS Bank

150,60


Commerzbank

154,80

Hypovereinsbank

178,80


Targobank

208,40

Für wen lohnt es sich, mehr zu zahlen?

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten. Denn die Preisgestaltung der Banken und Sparkassen vor Ort ist sehr unterschiedlich. Bei den meisten Filialbanken ist beispielsweise die Nutzung der SB-Terminals kostenlos. Die Bremische Volksbank verlangt allein für jede Überweisung drei Euro, so dass sich bei ihr schnell ein Umstieg auf ein vermeintlich teureres Konto lohnt. Wir können aber vier Regeln aufstellen.

Sehr empfehlenswert: Wer jünger ist und gut verdient, leistet sich öfter mal einen Urlaub im Ausland. Da schützt die Goldkarte im Krankheitsfall, die im Premiumpreis enthalten ist oder günstig bei Bank oder Sparkasse dazu gekauft werden kann. Sie ist noch wertvoller, wenn man mit ihr im Ausland kostenlos Bargeld abheben kann.

Empfehlenswert: Rüstige Rentner, die oft und vor allem im Ausland Urlaub machen, werden kaum an günstigere Reisepolicen kommen als über die Goldkarte.

Weniger geeignet: Stubenhocker, die nur Online-Banking machen, fahren mit Klassikkonten oft günstiger, aber nicht immer.

Nicht geeignet: Ein Rentner mit wenigen Kontobewegungen, der seinen Urlaub in Deutschland verbringt, wird mit der Einzelabrechnung meist besser fahren.

Premiumkonten: Wie wir objektiv bewerten

In unserem Girokonto-Vergleich befinden sich die Daten von über 1.300 Banken und Sparkassen – weit mehr als in jedem anderen Vergleich in Deutschland. Unter der Rubrik "Premiumkonto" finden sich mehr als 1.000 Offerten regionaler und überregionaler Banken und Sparkassen. Das Tool findet automatisch den Wohnort der Nutzer über seine IP-Adresse. Zusätzlich kann man über die Eingabe der Postleitzahl Institute finden.

Der User erhält diese Informationen auf den ersten Blick:

  • Preis pro Monat
  • Höhe des Dispozinses
  • Preise der Girocard, wenn zusätzlich verlangt
  • Jahrespreis Girocard
  • Bargeldversorgung
  • Bewertung in Sternen

Ein Klick auf die Sterne verrät, wie wir die einzelnen Komponenten bewertet haben.

Im ersten Schritt haben wir den Jahrespreis der Premiumkonten ermittelt. War die Girocard nicht im monatlichen Pauschalpreis enthalten, haben wir diesen hinzuaddiert. Das gleiche gilt für den jeweiligen Preis der Goldkarte, falls diese – wie bei 80 Prozent aller Geldhäuser – separat dazu geordert werden muss. Auf diese Weise haben wir einen vergleichbaren Jahrespreis hergestellt.

Aus Verbrauchersicht spielt der Jahrespreis die größte Rolle, weil er mehr als anderes ins Geld geht und regelmäßig zu zahlen ist. Weniger relevant ist dagegen die Höhe des Dispozinses, den man in Anspruch nehmen kann, aber nicht muss. Daher haben wir dem Jahrespreis in der Gesamtbewertung mit maximal 60 von maximal 100 Punkten das größte Gewicht gegeben.

Goldene Kreditkarten haben zwar ihren Preis, schließen aber auch attraktive Versicherungsleistungen ein. Das trifft auf fast alle Standardkreditkarten nicht zu. Sie verbessern das jeweilige Ergebnis um 30 Punkte.

Der Dispozins beeinflusst das Ergebnis – je nach seiner Höhe – um maximal fünf Punkte. Das gleiche gilt für die kostenlose Bargeldversorgung im Ausland über die Kreditkarte.

Schließlich erhalten jene knapp 300 Geldhäuser – darunter allein 290 Sparkassen – zusätzlich fünf Punkte, wenn sie ihren Premiumkunden über die Kreditkarte eine gebührenfreie Bargeldversorgung im Ausland ermöglichen.

Die höchste Bewertung sind 5,0 Sterne. Die erreichten nur 36 Filialbanken vor Ort. Das sind 19 Sparkassen, die PSD Bank Westfalen-Lippe sowie 16 Volks- und Raiffeisenbanken.

Volks- und Raiffeisenbanken mit den attraktivsten Premiumkonten

Geldhaus


Jahrespreis einschl. Goldkarte in Euro

Raiffeisenbank Niederschlesien

106,80

Raiffeisenbank Garrel

108,00

Raiffeisenbank Bad Schussenried

110,00

Raiffeisenbank Hiltenfingen

110,00

Winterlinger Bank

117,00

Genobank Mainz

118,00

Volksbank Dresden-Bautzen

118,80

Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt

118,80

Volksbank Weinheim

118,80

Spar- und Kreditbank des Bundes Freier evangelischer Gemeinden

120,00

Raiffeisenbank Bütthard-Gaukönigshofen

120,00

Budenheimer Volksbank

120,00

Volksbank Schwanewede

120,94

Volksbank Feldatal

121,00

Volksbank Heilbronn

122,00

PSD Bank Westfalen-Lippe

124,35

VR Bank München Land

126,00

Sparkassen mit den attraktivsten Premiumkonten

Geldhaus

Jahrespreis einschl.
Goldkarte in Euro

Sparkasse Ulm

102,00

Sparkasse Pfaffenhofen

109,80

Sparkasse Emden

114,00

Sparkasse Rhein-Nahe

118,80

Städtische Sparkasse zu Schwelm

118,80

Sparkasse Mittelmosel Eifel

118,80

Kreissparkasse Ravensburg

120,00

Kreissparkasse Heilbronn

120,80

Stadtsparkasse Rahden

126,00

Sparkasse Mecklenburg-Nordwest

129,88

Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

130,80

Sparkasse Erding-Dorfen

130,80

Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

130,80

Kreissparkasse Syke

131,32

Sparkasse Oder-Spree

133,40

Kreissparkasse Biberach

137,00

Kreissparkasse Melle

137,40

Sparkasse Fürth

138,00

Sparkasse Miltenberg-Obernburg

142,80

Premiumkonten in den Bundesländern

Nach dem Blick auf die Gesamtsituation in der Bundesrepublik Deutschland wollen wir uns die Verhältnisse von Nord nach Süd ansehen, da diese recht unterschiedlich sind.

Die nachfolgende Übersicht zeigt kurz zusammengefasst:

  • Die meisten Anbieter von Premiumkonten gibt es in Bayern, NRW und Baden-Württemberg.
  • Am wenigsten zahlen die Kunden im Durchschnitt mit 162,79 Euro pro Jahr in Sachsen.
  • Das Bankenland Hessen nimmt seinen Kunden mit 184,25 Euro am meisten ab.
  • Über das beste Preis-Leistungs-Verhältnis können sich die Einwohner Mecklenburgs-Vorpommerns freuen. Knapp dahinter: Sachsen und Baden-Würtemberg.

Diese Bundesländer stellen wir Ihnen näher vor:

Bundesland

Anbieter

Durchschnittspreis in Euro pro Jahr

Durchschnittsbewertung nach Sternen

Baden-Württemberg

176

177,78

4,27

Bayern

229

173,39

4,09

Berlin + Brandenburg

19

173,48

4,11

Hessen

68

184,25

3,95

Mecklenburg-Vorpommern

12

164,59

4,33

Niedersachsen + Bremen + Hamburg

125

179,44

4,03

NRW

188

180,31

4,02

Rheinland Pfalz und Saarland

70

169,28

4,23

Sachsen

27

162,79

4,29

Sachsen-Anhalt

25

176,69

4,08

Schleswig-Holstein

37

183,15

3,91

Thüringen

24

177,22

4,12

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de