Kosten beachten

Kreditkarte Kosten beachten

Horst Biallo
von Horst Biallo
20.06.2017
Auf einen Blick
  • Bei der Wahl der richtigen Kreditkarte sollten Sie die Kosten im Blick haben, denn diese bestehen nicht nur aus der Jahresgebühr! 
  • Hohe Zinsen können bei Kreditkarten viel Geld kosten. 
  • Je nachdem, wie häufig Sie Ihre Kreditkarte nutzen, lohnt sich möglicherweise eine Kreditkarte mit Jahresgebühr, weil Sie im Umkehrschluss von vielen Zusatzleistungen wie tolle Versicherungen profitieren.  
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Kreditkarten: Das sind alle möglichen Kosten im Überblick

Bei der Wahl Ihrer Kreditkarte gibt es unterschiedliche Aspekte, die Sie beachten müssen. Dazu zählen nicht nur der Kartenbetreiber und der Kartentyp (siehe Kreditkarten-Vergleich). Ein wichtiger Aspekt sind die jährlichen Gebühren und die Frage, mit welchen sonstigen Kosten der Einsatz Ihrer Kreditkarte verbunden ist. 

Kreditkarten-Kosten: Die Vorteile vieler Karten sind bares Geld wert!

Wer bereits ausreichend versichert ist, der sollte lieber eine kostenlose Kreditkarte wählen, erst recht, wenn die Karte eine weltweit kostenlose Bargeldversorgung garantiert. Ein anständiges Versicherungspaket mit Reiseunfall-Police oder Reiserücktrittsversicherung findet sich nur bei Kreditkarten, für die eine hohe Jahresgebühr von mindestens 60 Euro gezahlt werden muss.

Die – aus unserer Sicht – beste Kreditkarte, für die man kein Gehaltskonto eröffnen muss, ist die 1Plus Visa Card der Santander Consumer Bank. Hier bekommen Verbraucher sogar Fremdgebühren erstattet, die ausländische Automatenbetreiber zum Beispiel in den USA verlangen.

Diese Kosten erstattet die Visa Karte der DKB Bank nicht mehr. Ansonsten sind deren gebührenfreie Visa-Karten empfehlenswert, weil sie eben auch die weltweite Bargeldversorgung sichern. Man muss jedoch ein gebührenfreies Cash-Konto eröffnen, um in den Genuss dieser und vieler anderer Vorteile zu kommen.

Umfassender Reiseschutz und Vergünstigungen 

Diese sind häufig bei einer Kreditkarte mit Jahresgebühr enthalten und Verbraucher können sich dadurch sogar manchmal Geld sparen. Hier gilt: Wer hohe Umsätze mit der Kreditkarte verbucht und sie häufig nutzt, kann in der Regel von kostenpflichtigen Kreditkarten profitieren. So zum Beispiel bei der Frequent-Traveller-Mastercard der Lufthansa.

Diese Kreditkarte erhalten Kunden, die oft mit dieser Airline fliegen. Obendrauf gibt es auch Extrameilen, Guthabenzinsen, Reise-Rücktrittsversicherungen, eine Auslandsreiseversicherung und eine Mietwagen-Vollkaskopolice. Einen umfassenden Reiseschutz erhalten Sie auch bei den Gold- oder Platinum Kreditkarten der Netbank oder Mercedes Benz Bank. 

Aber Vorsicht: Bevor Sie sich entscheiden, müssen Sie unbedingt genau die Vertragsbedingungen durchlesen. Viele Versicherungen haben Einschränkungen. Die wichtigste: Die Leistung muss meist mit der Karte bezahlt worden sein, sonst springen Versicherungen wie Reisehaftpflicht oder Reiserücktritt im Schadensfall nicht ein.

Cashback-Programme für Shopping-Liebhaber 

Wenn Sie Ihre Kreditkarte vermehrt zum Online-Shopping einsetzen, könnten Bonus-Programme interessant sein. Bei sogenannten Cashback-Programmen erhalten Sie als Kreditkartenbesitzer für jede Zahlung mit der Kreditkarte direkt Geld zurück. Je nach Institut handelt es sich hierbei um einen absoluten Betrag - wie etwa zehn Cent pro Kartenzahlung - oder um einen prozentuellen Teil des Rechnungsbetrags.

Beim Online-Shopping haben Sie als Kreditkarteninhaber außerdem weitere Vorteile: Sonderleistungen wie Internet-Lieferschutz sind bei einigen Kreditkarten inklusive. Damit wird sichergestellt, dass die Ware sicher beim Kunden ankommt. 

Kreditkartenkosten Überblick

Jahresgebühr:

Die Mehrzahl der Direktbanken wie ING-Diba oder DKB verlangen weder für die Haupt- noch für die Partnerkarte eine Jahresgebühr. Bei regionalen Banken und Sparkassen, aber auch bei den überregionalen Instituten (Hypovereinsbank, Postbank, Commerzbank usw.) ist das anders. Diese Geldhäuser verlangen pro Jahr und Karte mindestens 20 Euro, manchmal auch deutlich mehr.

     

Bargeldversorgung:

Fallen dafür im Inland, der Eurozone oder außerhalb des Euroraums Gebühren an? Das ist für Leute, die viel reisen, sehr wichtig.

     

Fremdwährungsgebühr:

Zahlen Sie in Deutschland und der Eurozone mit der Karte, fallen keine Gebühren an. Das ist außerhalb des Euroraums anders. Hier gibt es teils drastische Kosten.

     

Kreditzinsen:

Wenn Sie den monatlichen Zahlbetrag nicht auf einen Schlag abbuchen lassen, sondern in Raten zahlen, verlangen einige Kreditkarten-Herausgeber zum Teil drastisch hohe Zinsen von 20 Prozent und mehr.

     

Zweitkarte:

Manche Anbieter erheben auch Gebühren für eine Zweitkarte oder wenn die erste verloren geht.

     

Eigenanteil bei Missbrauch:

Kommt es zu einem Missbrauch Ihrer Kreditkarte kann es sein, dass Sie einen Eigenanteil selbst tragen müssen. Informieren Sie sich hier genau. Denn gerade im Ausland kann es zu Kreditkartenmissbräuchen kommen. Sie sollten in diesem Zusammenhang Ihren Schutz kennen und wissen, was Sie möglicherweise dafür zahlen müssen.

     

Kosten Kontoauszüge:

Manche Anbieter lassen sich die Erstellung von Kontoauszügen teuer bezahlen. 

     

Überweisungen:

Prüfen Sie außerdem auch, ob Gebühren für mögliche Überweisungen anfallen. In diesem Fall sollten Sie dann auf Bezahlungssysteme wie Paypal setzen und auf die Überweisung über Ihr Kreditkarten-Konto verzichten. 

     

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de