Auf einen Blick
  • Beim Einkauf per Kreditkarte Geld sparen beziehungsweise zurückbekommen: Diese Möglichkeit bietet sich mit Cashback-Kreditkarten.

  • Eine Kreditkarte mit Cashback-System bringt entweder eine prozentuale Gutschrift für jeden Euro Umsatz, Direkt-Rabatt beim Einkauf, Bonuspunkte oder Meilen zum Einlösen.
     
  • Für einige dieser Kreditkarten wird eine jährliche Gebühr erhoben, manche sind kostenfrei.
Manche Kreditkartenanbieter gewähren Cashback sogar unabhängig davon, wo ihre Kunden einkaufen.
adriaticfoto / Shutterstock.com

Wer die richtige Kreditkarte clever einsetzt, kann jede Ausgabe in ein kleines Plus verwandeln. Einfach die nächste Reise mit der Cashback-Kreditkarte zahlen und Rabatte oder Flugmeilen mitnehmen. Oder Bonuspunkte sammeln und gegen eine schicke Prämie einlösen. Und Teilnehmer eines echten "Geld-zurück"-Programms erhalten Geld aufs Konto gutgeschrieben. 

Cashback interessiert Sie? Dann finden Sie heraus, mit welchen Cashback-Kreditkarten Sie sogar bares Geld sparen könnten.

Cashback-Kreditkarte – was ist das? 

Cashback bedeutet wörtlich aus dem Englischen übersetzt "Geld zurück". Mit diesem Extra wollen Kreditkartenanbieter Kundschaft gewinnen und an sich binden. Cashback steht nicht immer für das Programm, Einkäufe in bare Münzen zu honorieren. Vielmehr werden über Kooperationen mit Dritten, Einkaufsrabatte, Bonusmeilen für Vielflieger oder Prämien angeboten. Für Kreditkartenbesitzer kann so eine Cashback-Kreditkarte ein nützliches Tool sein, um für das alltägliche Shoppen eine Rückerstattung – in welcher Form auch immer – zu erhalten. Beispiele sind:

Echtes Cashback

Mit der Goldkarte der Targobank erhalten Nutzer für jede Zahlung, die sie damit erledigen, ein Prozent des Einkaufswertes im Folgemonat automatisch auf das Kartenkonto gutgeschrieben. Dies ist die simpelste Art einer Cashback-Karte. Man kann sich dieses Cashback-System wie einen kleinen Rabatt auf jeden Einkauf vorstellen. Kauft jemand in einem Monat mit der Karte für 500 Euro ein, spart er automatisch fünf Euro und zahlt letztendlich nur 495 Euro. 

Punkte sammeln

American Express beispielsweise bietet seinen Kunden das vielseitige Bonusprogramm Membership Rewards an. Mit jeder bargeldlosen Zahlung werden Punkte gutgeschrieben. Je nach Konsumverhalten und Karteneinsatz können eine Menge Punkte zusammenkommen. Die tauscht der Kunde dann bei einem Amex-Partner gegen Waren, E-Codes (digitale Einkaufsgutscheine), Flüge, Hotels, etc. ein. Oder – was eine wirklich schöne Idee ist – er macht eine Spende für einen Wohlfahrtsverband. Wichtiger Hinweis: Die Jahresgebühr von 30 Euro des Membership Rewards ist im Kartenentgelt der Gold und Platinum Card enthalten, was aber nicht für die Amex Green Card gilt.

Biallo-Tipp: Mit Amex-Gold sicher unterwegs!

Gold gilt bekanntermaßen in Krisenzeiten als der "sichere Hafen". Passend dazu wurde auch das Amex-Gold aufgewertet. Neben dem umfangreichen Paket an Versicherungen erhalten Kunden auf ihre neue  American Express Gold Card ein Startguthaben von 72 Euro.
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Meilen sammeln

Egal ob beim Fliegen, Shopping am Flughafen oder im täglichen Leben: "Miles & More"-Karteninhaber sammeln mit jedem Umsatz sogenannte Prämienmeilen. Die können sie dann für Flüge, Hotels, Mietwagen, Upgrades oder Produkte bei über 300 Partnern einlösen. Interessant für Vielreisende: Unterschätzen Sie nicht Extras wie die Übernahme der Autovermietungsversicherung oder Rabatte beim Mietwagen. Wer hier nachrechnet, wird merken, dass er Hunderte von Euros sparen kann – vorausgesetzt er vergisst nicht, die Karte einzusetzen.

So wird die Cashback-Karte optimal genutzt 

Tanken, Online Shopping, Wocheneinkauf – bitte Karte zücken! Um seine Cashback-Kreditkarte optimal zu nutzen, ist es wichtig, die Karte tatsächlich für den Großteil der Einkäufe einzusetzen. Da Visa, Mastercard und mittlerweile auch American Express sowieso so gut wie überall akzeptiert werden, ist das kein Ding der Unmöglichkeit mehr, wie noch vor zwanzig Jahren.

Die Cashback- oder Bonus-Programme sind nicht immer leicht verständlich. Nutzer bekommen aber ganz bequem online einen Ein- und Überblick über ihren Status Quo: Wo stehe ich, wie viel Boni habe ich, was erhalte ich dafür? 

Wer mehrere Cashback-Karten hat, sollte diese strategisch einsetzen. Zum Beispiel: Reisen und Urlaube mit der Karte zahlen, die Cashback auch bei Nutzung im Ausland anbietet. Möchte der Sohn die Kopfhörer aus einem bestimmten Prämien-Konvolut? Dann bitte eben nur mit der für diesen Prämienshop gültige Karte sämtliche Einkäufe und die Tankfüllung zahlen, um möglichst viele Punkte dafür zu sammeln. Und so möglichst zeitnah die Prämie auch einlösen. Wer keine Gimmicks, sondern lieber schlicht und einfach Geld zurück möchte, sollte jeden monatlichen Großeinkauf mit einer Karte zahlen, womit man eine prozentuale Rückvergütung des Einkaufswerts erhält. 

Biallo-Tipp: Mit zu vielen Kreditkarten kann schnell der Überblick verloren gehen und ein finanzielles Chaos verursacht werden. Einfacher ist es, wenige Karten zu verwenden und nur jene, die zu Ihren persönlichen Nutzungszwecken passen.

Worauf achten bei Cashback-Karten?

Wer eine Cashback-Kreditkarte möchte, sollte seine eigenen Nutzergewohnheiten kennen. Denn nicht jede Karte rentiert sich für jeden Kunden. Beachten Sie:

  • Wer wenig konsumiert, sollte eine Karte mit geringer – oder noch besser – ohne Grundgebühr wählen. Denn ist die Gebühr hoch, kommt am Ende eine Art "Nullsummenspiel" bezüglich Kartenpreis und Rückzahlung heraus.

  • Eine Cashback-Karte muss zum Nutzer passen, nicht umgekehrt. Wer niemals ein Flugzeug besteigt, braucht definitiv keine "Miles & More"-Kreditkarte.

  • Augen auf bei der Kreditkarten-Partnerwahl! Fünf Prozent vom Umsatz gutzuschreiben ist obsolet, wenn man nur bei einem bestimmten Reiseanbieter Urlaub buchen kann. Erst recht, wenn der noch teurer ist als andere Anbieter. 

  • Wer die Karte nicht nur für Cashback-Programme nutzt, sondern auch etwa zum Bargeldabheben im In- oder Ausland, sollte sich genau über die Abhebegebühren informieren.

Hygienisch ja, gebührenfrei nicht immer!

Unsere Auswertung von über 1.200 Banken hat ergeben, dass 463 Geldhäuser für Girocardzahlungen Gebühren verlangen. Laden Sie sich hier die komplette Auflistung kostenlos herunter:  Alle 463 Banken mit Gebühren für das Bezahlen mit der Girocard


Mit der Kreditkarte einen Kredit aufnehmen? 

Der Name ist nicht Programm. Denn weder Cashback-Karte noch normale Kreditkarte sind ein geeignetes Mittel zur Geldausleihe. Die Emittenten bieten in der Regel den Null-Prozent-Zinssatz nur bis zum monatlichen Ausgleich des Kreditkartenkontos. Wer für diesen Ausgleich aber mit seinem Verrechnungskonto – also dem Girokonto – ins Soll rutscht, zahlt Dispo- oder Überziehungszinsen

Wer eine Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion hat, sollte besonders achtgeben. Diese Karten verschaffen selten die Freiheit, die sie versprechen. Bei diesen Teilzahlungsabkommen wird ein großer Betrag der Kreditkartenrechnung gestundet und der Karteninhaber darf den Kredit in den Folgemonaten tilgen. 

Was sich verlockend anhört, kann schnell zur Schuldenfalle werden. Zum einen sind Jahreszinsen für diese Teilzahlungen meist enorm hoch – oft viel höher als ein Bankkredit. Und das Rückzahlen wird durch den wachsenden Schuldenberg – Zins und Zinseszins – erschwert. Vor Karten mit Teilzahlungsfunktion oder Revolving Cards warnen Experten und Verbraucherschützer. 


Wieviel kosten Cashback-Kreditkarten?

Cashback-Karten bekommt man ab null bis mehreren hundert Euro für eine Platin- oder Black-Edition. Aber Achtung: Die kostenlosen Kreditkarten sind manchmal an Bedingungen geknüpft, etwa ein bestimmter monatlicher Mindestumsatz. Das sollte aus den Preisangaben ersichtlich sein. Also bitte immer das Kleingedruckte studieren und damit gleich vorweg Ärger vermeiden.

Möchten Sie eine Allrounder-Karte für den Alltag und geringer Monatsgebühr? Die für den Einkauf im Drogeriemarkt ebenso taugt, wie zum Tanken oder für die Urlaubsbuchung? Dann ist eine Karte mit guter Akzeptanz, wie die American Express Gold Card, eine nützliche Alternative. Sie bietet neben ihren umfangreichen Leistungen und Extras mit dem Membership Rewards Programm eine gute Auswahl an Prämien. Hier wird jeder Euro Umsatz als Sammelpunkt gutgeschrieben. Über die Amex App hat der Nutzer den aktuellen Punktestand dauernd in Echtzeit im Blick. Großer Vorteil: Kartentransaktionen können sogar nachträglich ausgeglichen werden.

Ausgewählte Cashback-Kreditkarten im Vergleich

Eine Auswahl an unterschiedlichen Cashback-Karten mit unterschiedlichen Programmen. Im Fokus hier: Gebühr und Cashback-Programm. Für mehr Infos nutzen Sie bitte auch unseren Kreditkarten-Vergleich.

Hinweis: Wenn Sie in der folgenden Tabelle auf einen Link klicken, schließen Sie noch keinen Vertrag ab. Sie gelangen erst einmal zum Kreditkartenanbieter. Dort erhalten Sie noch mal einen detaillierten Überblick über das Angebot. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" offengelegt.

Anbieter Leistung
American Express Gold Card Gebühr: 12,00 € pro Monat
Cashback: Membership Rewards (1 € = 1 MR-Punkt) mit unter anderem 13 Vielfliegerprogrammen
Aktion: 72 € Startguthaben
Advanzia Bank Mastercard Gold Gebühr: 0,00 € pro Jahr
Cashback: 5 % Reisegutschrift mit Bestpreisgarantie, 5 % Rückvergütung bei Mietwagen
DKB Cash Visa Card Gebühr: 0,00 € pro Jahr
Cashback: bis zu 20 % beim Einkauf bei DKB-Partnern; Voraussetzung: nur in Verbindung mit Cash-Konto der DKB und monatlichem Geldeingang von 700 €
Hanseatic Bank Visa Gold Card Gebühr: 0,00 € pro Jahr; im 1. Jahr kostenlos, danach ab 3.000 € Umsatz kostenlos, sonst 35,00 € pro Jahr
Cashback: 5 % Rabatt auf Reisen bei urlaubsplus.de
Hilton Honors Credit Card Gebühr: 48,00 € pro Jahr
Cashback: 1 Honors-Punkt pro 1 € Einkaufswert, 2 Honors-Punkte pro 1 € Umsatz in Hilton Hotels, 10 % Rabatt auf Speisen und Getränke in Hilton Hotels
Aktion: 5.000 Honors-Punkte als Willkommensbonus
ICS Visa World Card Gold Gebühr: 0,00 € pro Jahr; im 1. Jahr kostenlos, danach 35,00 €
Cashback: 5 % Rückerstattung auf Reisebuchungen beim Kooperationspartner Urlaubsplus GmbH
Miles & More Blue Credit Card Gebühr: 4,58 € pro Monat
Cashback: pro 2 € Kartenumsatz 1 Meile sammeln; bei ausgewählten Partnern zusätzlich mehrfache Meilen sammeln
Aktion: 500 Prämienmeilen Willkommensbonus
Payback American Express Karte Gebühr: 0,00 € pro Jahr
Cashback: 1 Payback-Punkt pro 2 € Umsatz / auch außerhalb der Payback-Partner, ausgenommen sind Tankstellenumsätze
Aktion:  4.000 Extra-Punkte  Willkommensgeschenk
Targobank Visa Gold-Karte Gebühr: 59,00 € pro Jahr
Cashback: monatliche Gutschrift von 1 % auf alle Einkaufsumsätze (kein Mindestumsatz)
sowie 5 % Bonus auf Reisebuchungen beim Kooperationspartner Urlaubsplus GmbH


Vor- und Nachteile von Kreditkarten mit Cashback-System

Mit der Kreditkarte bezahlen wir bargeldlos und immer mehr kontaktlos sowie mobil per Smartphone. Weltweit akzeptieren Geschäfte, Dienstleistungsunternehmen wie Hotels, Restaurants, Tankstellen oder Autovermieter das Kartengeld.

Vorteile einer Cashback-Kreditkarte:

  • Geld sparen beim Geld ausgeben,
  • Teilnahme an Bonusprogrammen,
  • attraktive Prämien,
  • Vergünstigungen im zweifachen Prozentbereich bei Partnern der jeweiligen Kreditkarte,
  • je nach Kartenstatus wie Gold, Platin oder Black: Füße hoch in der Luxus Airport Lounge.

Mögliche Nachteile von Cashback-Kreditkarten, die Sie kennen sollten:

  • Je nach Karte eine sehr hohe Jahresgebühr,
  • Rabatte nur bei ausgewählten Partnern,
  • Richtig gute Prämien nur bei sehr hohen Sammelpunktezahlen,
  • bei Teilzahlungen beziehungsweise individuellem Zahlplan extrem hohe Zinsen,
  • Cashback kann an Mindestumsätze gebunden sein,
  • Karten mit Bonusprogrammen können Kunden verleiten, ihren finanziellen Rahmen zu überschätzen und sich zu verschulden. 

Biallo Tipp

Lassen Sie sich nicht von Rabatten, Cashback und Bonusprogrammen zu sehr blenden. Besser ist es, wenn Sie vor der Entscheidung, welche Kreditkarte es werden soll, über das eigene Konsumverhalten nachdenken. Unser Ratgeber  "Kreditkarten: Kosten und Nutzen abwägen" hilft Ihnen dabei.

Fazit

Cashback kann sich durchaus rentieren. Und Punkte einlösen beziehungsweise im Internet Prämien auswählen, kann obendrein Spaß machen. Die "Geld-zurück"-Variante ist wohl am besten für Rabatt-Fans geeignet. Allerdings ist eine Rückvergütung von gerademal 0,5 bis einem Prozent nicht wirklich viel. Prämienmeilensammeln eignet sich für Vielflieger und Vielreisende. Verbraucherschützer kritisieren vor allem, dass die Cashback-Programme meist sehr komplex sind. In puncto Kosten ist deswegen derjenige auf der sicheren Seite, wenn das Cashback-Angebot der Kreditkarte nicht mit zusätzlichen Gebühren verbunden ist.




  Ines Baur


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