Autokredite

Auto-Preise auf Rekordhoch: So bleiben Sie 2026 trotzdem mobil und finanzieren clever

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 28.01.2026
Neuwagen sind teilweise sehr teuer. Das kann sich nicht jeder leisten, oder doch?
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Haben Sie auch das Gefühl, dass der Traum vom Neuwagen in immer weitere Ferne rückt? Ihr Eindruck täuscht nicht. Wir erleben gerade eine historische Verschiebung auf dem Automarkt, die nichts mehr mit normalen Preisschwankungen zu tun hat. Die Schere zwischen dem, was wir verdienen, und dem, was ein Auto kostet, geht so weit auseinander wie nie zuvor.

Während die Gehälter in den letzten Jahren zwar gestiegen sind, sind die Neuwagenpreise förmlich explodiert. Ein Durchschnittsverdiener muss heute deutlich länger für ein neues Auto arbeiten als noch vor fünf Jahren. Das liegt nicht nur an der Inflation, sondern auch daran, dass viele Hersteller günstige Einstiegsmodelle gestrichen haben und lieber auf teure SUVs setzen.

Der Traum vom Neuwagen wird damit für viele zum finanziellen Kraftakt. Doch es gibt Lichtblicke: Neue Förderungen und schlaue Finanzierungsstrategien können helfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie 2026 die Kostenfalle umfahren.

Zeig mir dein Auto und ich sag dir, wer du bist

Es ist ein offenes Geheimnis, aber die Daten bestätigen es nun schwarz auf weiß: In Deutschland ist das Auto immer noch ein Statussymbol – und je nach Berufsgruppe gibt es gewaltige Unterschiede. Eine Analyse von Versicherungsdaten zeigt spannende Muster:

  • Die Gutverdiener: Ärzte, Anwälte und Unternehmensberater fahren nicht nur die jüngsten Autos, sie geben auch am meisten dafür aus – im Schnitt über 7.000 Euro mehr als der Durchschnitt. Besonders Zahnärzte greifen tief in die Tasche. Die Lieblingsmarke ist hier ganz klar: Mercedes-Benz.
  • Die Ingenieure: Hier siegt die Vernunft. Ingenieure verdienen oft sehr gut, setzen aber auffällig oft auf Volkswagen. Technik und Wiederverkaufswert scheinen hier wichtiger als der reine Show-Effekt.
  • Der Gender-Gap bei Bankern: Im Finanzsektor fahren Männer überdurchschnittlich oft Audi A6 oder Mercedes E-Klasse. Spannend ist der Blick auf die Frauen in der Branche: Sie wählen extrem häufig den Audi A1.
  • Die Handwerker: Maler oder Elektriker spüren die hohen Preise am stärksten. Sie fahren oft ältere Modelle und greifen zu Marken wie Opel oder Ford.

Autokredit 2026: Die Zins-Explosion im Chart

Da die Preise so stark gestiegen sind, kommen die meisten Privatkäufer um eine Finanzierung kaum herum. Doch Vorsicht: Die durchschnittlichen Marktzinsen steigen. Wie unsere Auswertung des Biallo-Index zeigt, haben die Zinsen im Januar 2026 einen Sprung nach oben gemacht.

Quelle: Biallo-Index, Stand: 23. Januar 2026

Besonders kurzlaufende Kredite (36 Monate, rote Linie) sind teurer geworden und kratzen im Durchschnitt an der 9-Prozent-Marke. Doch es gibt eine gute Nachricht: Dieser Durchschnitt beinhaltet auch sehr teure Angebote. Wer vergleicht, findet Banken, die sich gegen diesen Trend stellen.

Für typische Kreditsummen zwischen 15.000 und 25.000 Euro und die Laufzeit von 48 Monaten haben wir drei Anbieter identifiziert, die aktuell Konditionen um die 5-Prozent-Marke bieten – also fast die Hälfte günstiger als der Marktdurchschnitt.

Hier sehen Sie die besten drei Angebote aus unserem Autokredit-Vergleich (Stand: Januar 2026) auf einen Blick:

AnbieterZins (effektiv p.a.)Rate (Bsp.)*BewertungBesonderheiten
PSD Bank Rhein-Ruhr5,39 %
(Effektiver Zins)
578,70 €4,8 / 5Auch für Selbstständige: Finanzierung auch für Freiberufler möglich.
ING Autokredit

5,63 % (effektiver 2/3-Zins)

(Spanne: 3,79 - 10,49 %)

581,30 €5 / 5Maximale Flexibilität: Jederzeit kostenlose Sondertilgungen möglich. Keine Vorfälligkeitsentschädigung.
Bank of Scotland

5,94 % (effektiver 2/3-Zins)

(Spanne: 5,14 - 5,99 %)

584,66 €4,4 / 5Ratenpause: Einmal im Jahr kann die Rate für einen Monat ausgesetzt werden.
Stand: 28. Januar 2026; *Die Beispielrate bezieht sich auf die Konditionen für eine Kreditsumme von 15.000, 20.000 und 25.000 Euro sowie die Laufzeit von 48 Monaten gemäß Anbieterrechner auf biallo.de.

Unser Tipp: Der Barzahler-Trick Lassen Sie ihr Fahrzeug nicht sofort vom Autohaus finanzieren. Die Herstellerbanken locken zwar oft mit niedrigen Schaufensterzinsen, diese gelten aber häufig nur für den vollen Listenpreis ohne Rabatt. Nutzen Sie lieber einen der oben genannten unabhängigen Ratenkredite (etwa von der PSD Bank oder ING) und treten Sie im Autohaus als Barzahler auf. So können Sie oft 10 bis 20 Prozent Rabatt aushandeln. Das spart am Ende oft mehr Geld als die vermeintliche 0,99 Prozent-Finanzierung des Händlers.

Die neue E-Auto-Prämie: So viel Geld gibt es vom Staat

Nach dem Förder-Chaos der letzten Jahre hat die Bundesregierung zum 1. Januar 2026 eine neue Prämie aufgelegt. Das Ziel: E-Autos sollen nicht mehr nur Spielzeuge für Besserverdienende sein. Deshalb gibt es jetzt eine starke soziale Komponente.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Basisprämie: 3.000 Euro für reine E-Autos.
  • Sozialbonus: Wer weniger als 60.000 Euro (Haushaltseinkommen) versteuert, bekommt 1.000 Euro extra. Unter 45.000 Euro sind es sogar noch einmal 1.000 Euro mehr.
  • Kinderbonus: 500 Euro pro Kind für die ersten beiden Kinder.
  • Maximalförderung: Bis zu 6.000 Euro sind möglich.

Wichtig: Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro (Singles/Paare). Wer mehr verdient, geht leer aus – so sollen Mitnahmeeffekte verhindert werden. Zudem müssen Sie das Auto mindestens 36 Monate behalten. Nähere Informationen finden Sie beim ADAC.

Günstige Stromer: Hoffnungsträger und Enttäuschungen

Die Prämie bringt wenig, wenn es keine bezahlbaren Autos gibt. Hier schauen 2026 alle auf zwei Modelle:

Der VW ID.Polo: Er sollte der "Volks-Stromer" für unter 25.000 Euro werden. Leider zeigen aktuelle Berichte, dass sich die günstigste Basisversion verspätet. Wer jetzt bestellt, landet durch bessere Ausstattung oft doch wieder bei über 30.000 Euro. 

Der Renault Twingo E-Tech: Die Franzosen machen ernst. Der neue Twingo soll tatsächlich für unter 22.000 Euro kommen und zielt mit günstigen Leasingraten direkt auf Pflegedienste und Pendler. Die Reichweite von ca. 250 km ist für die Stadt völlig ausreichend.

Kostenfalle oder Sparschwein? Die Wahrheit über die Kosten

Lassen Sie sich nicht vom reinen Kaufpreis blenden. Entscheidend ist die "Total Cost of Ownership" (TCO), also was Sie das Auto über die Jahre wirklich kostet. Hier punkten E-Autos massiv:

  • Keine Kfz-Steuer.
  • Geringere Wartungskosten (kein Ölwechsel, weniger Verschleiß).
  • Günstigere "Treibstoffkosten" (bei Heimladung).

Ein Vergleich zeigt oft: Ein Tesla Model Y kann über fünf Jahre gerechnet günstiger sein als ein VW Golf Verbrenner. Und im Kleinwagensegment lohnt sich ein E-Auto dank der neuen Förderung oft schon ab dem ersten Kilometer.

Vergleichen ist Pflicht

Der Automarkt 2026 ist zweigeteilt. Wer gut verdient, hat die freie Auswahl. Wer aufs Budget achten muss, wird durch hohe Preise und Zinsen unter Druck gesetzt. Doch mit der neuen Förderung für E-Autos und einem genauen Kreditvergleich lässt sich der Traum vom neuen Auto realisieren. Rechnen Sie spitz und lassen Sie sich nicht von Emotionen leiten.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Wie erleben Sie die aktuellen Autopreise? Planen Sie 2026 eine Neuanschaffung oder fahren Sie Ihren "Alten" weiter? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinung gerne per E-Mail an redaktion@biallo.de.

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Biallo Autokredit Empfehlung

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Kreditbedarf: 20.000 €, Laufzeit: 48 Monate. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar.
Anbieter und Produkt
Zinssatz
Bewertung
Rate
Anbieter und Produkt
Zinssatz
5,39%
Bewertung
4,8/5
Rate
462,96 €
Anbieter und Produkt
Zinssatz
5,63%
Bewertung
Rate
465,04 €
Anbieter und Produkt
Zinssatz
5,94%
Bewertung
Rate
467,72 €
Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 28.01.2026

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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