Identitätsmissbrauch

BaFin informiert über Fake-Nachrichten im Namen von Trade Republic

Franziska Baum
Redakteurin
Veröffentlicht am: 11.03.2026

Die Finanzaufsicht BaFin warnt aktuell vor einer perfiden Betrugsmasche zulasten von Trade Republic Kunden. Kriminelle nutzen gefälschte SMS und Anrufe, um unberechtigten Zugriff auf Depots und Krypto-Wallets zu erhalten. Erfahren Sie hier, wie Sie die Fake-Nachrichten entlarven und Ihr Vermögen wirksam schützen.

Aktuell informiert die Finanzaufsicht BaFin über eine Betrugsmasche, bei der die Identität der Trade Republic Bank GmbH missbraucht wird. Kriminelle versenden SMS und E-Mails, die den Anschein erwecken, vom Kundenservice der Bank zu stammen. Ziel dieser Betrüger ist es, Kunden durch Manipulation zur Herausgabe von Daten oder zu Überweisungen zu bewegen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie diese Versuche erkennen und wie Sie sicher mit Trade Republic kommunizieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Depot vor unbefugten Zugriffen schützen und was im Ernstfall zu tun ist.

Die Masche der Betrüger: So tarnen sich die Kriminellen

Die Täter setzen auf Verunsicherung. Sie verschicken Nachrichten, in denen sie beispielsweise behaupten, Unbefugte hätten Zugriff auf Ihr Konto. Um das Problem zu lösen, sollen Sie eine mitgeschickte Telefonnummer anrufen. Wer dort anruft, landet nicht beim echten Kundenservice, sondern bei Betrügern. Diese geben vor, Ihr Guthaben sichern zu wollen und fordern Sie auf, Vermögenswerte auf externe Konten oder Krypto-Wallets zu übertragen.

In anderen Fällen erhalten Kunden SMS über angeblich vorgemerkte Auszahlungen. Auch hier wird dazu gedrängt, sofort Kontakt mit einem vermeintlichen Support aufzunehmen. Die Kriminellen fragen dann im Telefonat persönliche Daten ab und versuchen, Sie zu Transaktionen zu überreden.

Was ist Social Engineering?

Beim Social Engineering manipulieren Cyber-Kriminelle menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft oder das Vertrauen in bekannte Marken. Sie bauen künstlichen Zeitdruck auf, damit Sie als Kunde schnell reagieren. So versuchen die Betrüger, Sie dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben oder Sicherheitsbarrieren selbstständig zu umgehen.

So schützen Sie Ihr Depot präventiv

Sie können sich effektiv schützen, indem Sie auf unaufgeforderte Nachrichten skeptisch reagieren. Trade Republic betont, dass Kunden niemals dazu aufgefordert werden, Gelder auf andere Konten oder Krypto-Wallets zu übertragen.

  • Nutzen Sie offizielle Kanäle: Kommunizieren Sie mit Trade Republic im Zweifelsfall ausschließlich über den In-App-Support.
  • Prüfen Sie Absender: E-Mails von Trade Republic stammen von @traderepublic.com oder @news.traderepublic.com. Schauen Sie ganz genau hin, denn Absender-Mails können manipuliert werden.
  • Keine Rückrufe bei Unbekannt: Rufen Sie niemals Nummern an, die Ihnen in einer SMS zugeschickt wurden.
  • Keine Passwörter teilen: Geben Sie niemals Zugangsdaten oder PINs am Telefon oder per Nachricht weiter.

Einen Vergleich seriöser Depot-Anbieter finden Sie in unserem Depot-Check auf biallo.de.

Video-Tipp: Wie Sie Online-Betrug erkennen

Wissen ist der beste Schutz. In diesem Video erfahren Sie mehr über gängige Methoden, mit denen Betrüger im Internet versuchen, an das Geld von Anlegern zu gelangen:

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Was tun, wenn Sie betroffen sind?

Sollten Sie vermuten, dass Sie auf eine solche Masche hereingefallen sind, ist schnelles Handeln gefragt:

  • Support kontaktieren: Informieren Sie Trade Republic umgehend über den Support in der App (Profil > Kontosicherheit > Betrug melden).
  • Konto/Karte sperren: Falls Sie keinen Zugriff mehr auf die App haben, erreichen Sie die Notfall-Hotline zur Kartensperrung unter +49 322 13232813.
  • Anzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei. Dokumentieren Sie dafür alle Nachrichten, Rufnummern und etwaige Transaktionsbelege.

Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Sicherheit finden Sie in unserem Beitrag zur BaFin-Warnung bei WhatsApp-Fallen.

Ihre Meinung ist uns wichtig

Haben Sie bereits Erfahrungen mit solchen Fake-Nachrichten gemacht oder möchten uns Ihre Meinung mitteilen? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an redaktion@biallo.de.

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Quelle

Über die Redakteurin Franziska Baum

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Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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