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Auf einen Blick
In Harsefeld plant Storengy mit dem Projekt SaltHy einen der größten Wasserstoffspeicher Deutschlands. In unterirdischen Salzkavernen sollen ab den 2030er-Jahren große Mengen Wasserstoff für Industrie und Energiewende zwischengespeichert werden.
Von 1104 bis 1648 war Harsefeld berühmt für seine bedeutende Benediktinerabtei. Danach hatte der kleine Ort, 50 Kilometer südwestlich von Hamburg, dem Besucher nichts Außergewöhnliches mehr zu bieten. Das wird sich ändern, wenn das Unternehmen Storengy dort das Projekt „SaltHy“ realisiert. In 1.500 Metern Tiefe will das Unternehmen, das zum französischen Energiekonzern Engie gehört, riesige Salzkavernen zu Lagerstätten für Wasserstoff ausbauen.
„SaltHy ist ein Pionierprojekt in industriellem Maßstab, das einen entscheidenden Beitrag für Deutschlands Weg zur Treibhausgasneutralität leistet, indem es die Infrastruktur zur Einspeicherung von Wasserstoff zur Verfügung stellt,“ sagt Gunnar Assmann, Projektleiter Wasserstoffspeicherung bei Storengy.
Mit bis zu 4,5 Millionen Euro fördert die Europäische Union dieses Projekt, die Inbetriebnahme des Speichers soll nach aktuellem Planungsstand ab 2032 möglich sein. Rund 750.000 Kubikmeter Wasserstoff sollen hier einmal lagern. Sie sollen die Versorgung Hamburgs sicherstellen. Technologisch sei der kein Problem, meint Assmann. Das habe man bereits mehrfach mit kleineren Anlagen gezeigt. So gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft zwei unterschiedliche Gasspeicher mit einem Gesamtvolumen von 500.000 Kubikmetern.
Dass man sich in dem kleinen Ort nahe Buxtehude engagiert, kommt nicht von ungefähr. Denn in dieser Gegend gibt es riesige, unterirdische Salzkavernen, die in Millionen von Jahren entstanden sind. Storengy pumpt das Salz ab und füllt den entstehenden Hohlraum mit Salz und später mit Wasserstoff.
Dabei wird ein Druck von 60 bis 70 Bar erzeugt, damit sich das Salzgestein nicht weiter ausbreitet. In kleineren Dimensionen existieren schon Wasserstoffspeicher und Wasserstoffnetze, die das Unternehmen im Ruhrgebiet betriebt. In Harsefeld soll die grüne Energie rund 1.500 Meter unter der Erdoberfläche gespeichert und in erster Linie zum Hamburger Hafen, Flughafen und zu vielen industriellen Betrieben wie die Kupferhütte Arubis geliefert werden.
Der Weg zur Klimaneutralität, bei der Wasserstoff eine große Rolle spielt, ist noch weit. Nur ein kleiner Teil des benötigten Wasserstoffs wird wohl in Deutschland selbst erzeugt, die viel größere Menge importiert.
Um Versorgungsschwankungen auszugleichen, braucht es Speicher, die große Mengen Wasserstoff flexibel zwischenspeichern können. Da ist ein Projekt wie der geplante Speicher in Harsefeld mehr als willkommen.

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