Uwe Sander
 

 
Auf einen Blick
  • Der Aktieninvestor und Bestsellerautor Uwe Sander managt seit 2020 erfolgreich das Nachlassdepot von Börsen-Oma Beate Sander.

  • In der neuen Biallo-Kolumne "Sanders Börse" blickt Uwe Sander über den Tellerrand des aktuellen Börsengeschehens hinaus.

  • Anlegerinnen und Anleger erhalten vom "Börsenpiraten" hilfreiche Tipps für den langfristigen Vermögensaufbau.

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Der jahrzehntelange Börsenerfolg der Börsen-Oma Beate Sander war kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klugen, ausgetüftelten und auf Langfristigkeit und Seriosität ausgerichteten Strategie. Das konnte ich in den letzten drei Jahren selbst erfahren, als ich einen Teil ihres Depots nach ihren Grundsätzen managen und durch die vergangenen wilden Jahre führen durfte.

Panikmodus verleitet zu Fehlentscheidungen an der Börse

Wenn es an der Börse mal wieder ruppig zugeht, haben viele Anleger Angst und fragen sich, wie lange sich der Absturz noch fortsetzen wird. Das ist verständlich, denn wenn unser Geld in Gefahr gerät, befinden wir uns schnell im Panikmodus. Dabei wühlen uns schlechte Nachrichten viel stärker auf als gute Nachrichten.

Die Berichterstattung unterstützt uns bei dieser Fixierung auf das Negative massiv, denn Panikmeldungen verbreiten sich viel schneller als eine ausgewogene Information. Bei Anlegern, die ihre Emotionen nicht gut im Griff haben, kann dies fatale Folgen haben. Aktien werden zur Unzeit verkauft, oft gerade dann, wenn die Kurswerte zwischenzeitliche Tiefststände erreichen.

Befeuert wird dies dann noch mit sogenannten Absicherungsangeboten, beispielsweise durch das Setzen eines Stop-Loss-Limits. Wer sich darauf einlässt, lässt unweigerlich zu, dass seine Anteile aus dem Depot verschwinden, wenn eine zuvor gesetzte Marke unterschritten wird. Das geschieht dann völlig automatisch und führt zu irreversiblen Verlusten.

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Korrekturen und Börsencrashs laden zum Aktienkauf ein

So etwas kommt für mich nicht infrage. Im Gegenteil! Wenn die Kurse auf breiter Front fallen, kaufe ich in Raten zu. Die Raten sind deshalb wichtig, weil keiner weiß, wie lange sich ein negativer Trend fortsetzen wird. Aber langfristig gedacht, ergibt sich grundsätzlich ein ganz anderes Bild.

Der langfristige Trend kennt nur eine einzige Richtung und die zeigt eindeutig nach oben. Egal, um welche Krisen es sich handelt. Sie können diesen langfristigen Aufwärtstrend zwar eine Zeit lang erheblich stören, aber sie können ihn nicht stoppen.

Beates Weg zur ersten Million war auch voll von solchen Hindernissen. So musste sie schon nach vier Jahren an der Börse die Dotcomkrise durchstehen, was ihr außerordentlich gut gelang, da sie die Überhitzung in vielen Marktsegmenten rechtzeitig gespürt hat. Und statt gierig zu werden, schichtete sie ihr Depot behutsam um. 2008 bei der Finanzkrise kam ihr diese Erfahrung zur Hilfe und die Folgejahre 2009 und 2010 entwickelten sich für sie zu den besten Börsenjahren überhaupt.

Hoch-Tief-Mut-Strategie der Börsen-Oma

Statt also Angst vor einem Crash zu haben, baute sie eine antizyklische ausgerichtete Vorgehensweise bewusst in ihre Strategie ein. Kaufen, wenn andere Panik bekommen, Gewinne mit Teilverkäufen absichern und in defensivere Titel umschichten, wenn die Kurse massiv zulegen. Wer sich so gegen die herrschende Marktstimmung stemmt, sollte gleich mehrere Tugenden verinnerlicht haben.

Dazu zähle ich in erster Linie den Mut, um in schwierigen Zeiten durchhalten zu können. Außerdem bedarf es einer gehörigen Portion an Selbstbewusstsein, um den kritischen Kommentaren begegnen zu können, denen man sich aussetzt, wenn man sich gegen die gängige Meinung stellt. Zu guter Letzt bedarf es einer ausgeprägten Bescheidenheit, die einen vor übermäßiger Gier schützt.

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Angst und Gier wechseln sich an der Börse ab

Wie oft habe ich es schon erlebt, dass sich Anleger nicht mit dem zufrieden geben wollen, was ihnen der Markt langfristig an Renditechancen bietet. Anstatt sich mit einer langfristigen maßvollen Outperformance zufrieden zu geben, die sich aus dem antizyklischen Vorgehen ergeben kann, setzen sie auf volles Risiko, schrecken auch vor Hebelgeschäften und Kurzzeit-Trades nicht zurück.

Das Internet ist voll von fragwürdigen Empfehlungen zum Kurzzeit-Trading. Als Privatanleger kommt man allerdings fast immer zu spät, wenn man solchen Empfehlungen folgen möchte, denn wenn man mit kurzfristigen Spekulationen Geld verdienen will, geht es nicht um Tage, sondern um Sekunden. Bei diesem "Spiel" hat man gegen die Profis überhaupt keine Chance! 

Warum Nichtstun an der Börse manchmal besser ist

Andererseits haben wir Privatanleger gegenüber den Profis auch ganz entscheidende Vorteile. Wir sind niemanden Rechenschaft schuldig! Wir müssen keine Quartalsbilanzen vorlegen! Wir können Kursrückgänge auch längerfristig aussitzen, wenn sie aus einer allgemeinen Marktschwäche resultieren und wir müssen keine Panik bekommen, wenn wir nicht sofort auf jeden Trend aufspringen müssen! 

Dabei war Beate überhaupt keine Traderin. "Hin und her macht die Taschen leer!" Vielmehr bedarf es eines klaren Kompasses, einer seriösen, langfristigen und dennoch unerschrockenen Grundausrichtung. In unserer regelmäßigen Depotbesprechung auf Youtube, in weiteren Kolumnen, Seminaren und im Coaching vermittle ich, wie sich dies aus meiner Sicht – konkret und an die jeweilige Situation angepasst – umsetzen lässt.

Biallo-Youtube-Tipp: Depotcheck mit Uwe Sander vom Januar 2024


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Über den Autor Uwe Sander

Uwe Sander ist Dozent für Wirtschaftswissenschaften, Autor und freiberuflicher Finanzcoach. Er führt die Strategien seiner verstorbenen Mutter, der Börsen-Legende und „Börsen-Oma“ Beate Sander fort. Im Vordergrund steht eine langfristige, seriöse Finanzplanung, die ihren Fokus auf Value-Investing setzt und dennoch antizyklische Elemente integriert. In seinem Portfolio setzt er auf eine breite Streuung. So ist er in zahlreichen Regionen und Branchen investiert. Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Uwe Sander ist seit 2001 in Aktien investiert und managt seit 2020 einen Teil des Depots von Beate Sander. Auf dem Biallo-Youtube-Kanal @finanzexperten gewährt er regelmäßig Einblick in sein Depot. Im Biallo-Campus führt er Seminare durch und schreibt seit 2024 als Gastautor für biallo.de monatliche Kolumnen zum aktuellen Marktgeschehen.

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