
- 25% Aktienquote
- Sparplan ab 25€
- Einmalanlage ab 500€
- 5 Risikoklassen

- 20% Aktienquote
- Sparplan ab 250€
- Einmalanlage ab 25.000€
- 7 Risikoklassen

- 30% Aktienquote
- Sparplan ab 25€
- Einmalanlage ab 5.000€
- 10 Risikoklassen
Sie legen noch immer zu – doch das Wachstum schwächt sich ab: Robo-Advisors in Deutschland gewinnen weiterhin Kunden, das Tempo hat sich aber verlangsamt. Das zeigt eine aktuelle Studie von biallo.de zu den digitalen Vermögensverwaltungen.
Für die Auswertung mit dem Titel "Robo-Advisors 2025 – Kunden, Kosten, Künstliche Intelligenz“ hat das Verbraucherportal insgesamt 16 Anbieter befragt. Alle teilnehmenden Robo-Advisors zusammen machen dabei nach Schätzungen der Studie sowohl bei der Kundenanzahl als auch beim verwalteten Vermögen rund zwei Drittel des Marktes aus. Die wichtigsten Ergebnisse unserer Robo-Advisor-Studie.
Insgesamt schätzt die Studie das bei Robo-Advisors angelegte Kundenvermögen auf 18 bis 19 Milliarden Euro. Die Branche zähle derzeit rund 260.000 bis 270.000 Kunden. Im Schnitt liegt die Kundenzahl der befragten Robo-Advisors bei gut 21.000 (siehe Grafik). Sie hat sich seit 2021 zwar mehr als verdoppelt, das Kundenwachstum schwächt sich aber ab: In diesem Jahr dürfte es noch bei knapp zehn Prozent liegen. In den Jahren zuvor wuchs die Kundenzahl zum Teil deutlich zweistellig.

Ein Grund für das nachlassende Wachstum dürfte die Konkurrenz durch Neobroker und Neobanken sein. Die aufstrebenden Finanzfirmen bieten ebenfalls günstige und schnelle Zugänge zum Kapitalmarkt – und ziehen damit vor allem jüngere Anleger an.
Der Durchschnittskunde der Robo-Advisors dagegen ist laut Studie 47 Jahre alt. Die Spanne beim Alter der Kunden ist aber groß: Sie reicht von 0 bis 99 Jahren. Das Startdepot für Säuglinge ist also genauso dabei wie das ETF-Portfolio für Senioren. Ein Drittel der Robo-Advisor-Kunden ist weiblich. Im Schnitt legen Kundinnen und Kunden knapp 51.500 Euro an. Gut die Hälfte hat einen Sparplan. Die monatliche Sparrate liegt im Durchschnitt bei knapp 390 Euro.

Wer sein Geld bei einem Robo-Advisor anlegt, muss dabei im Schnitt mit jährlichen Kosten von 1,11 Prozent der Anlagesumme rechnen. Davon entfallen 0,71 Prozent auf die Servicegebühr, die vor allem die Kosten für die Vermögensverwaltung abdeckt. Hinzu kommen Gebühren für die Anlageprodukte wie ETFs oder Fonds. Sie liegen bei durchschnittlich 0,40 Prozent.
Allerdings unterscheiden sich die Kosten zwischen den Anbietern. So sind Robo-Advisor, die nur auf ETFs setzen, deutlich günstiger: Dort liegt die Servicegebühr im Schnitt bei 0,51 Prozent, die laufenden Kosten betragen 0,16 Prozent. Die günstigsten Gesamtkosten bei einer Anlagesumme von 20.000 Euro bietet Raisin Invest mit 0,59 Prozent jährlich. Dahinter folgt Quirion mit 0,65 Prozent.
Die schwierige Börsenlage 2025 hat die Robo-Advisors im ersten Halbjahr 2025 Performance gekostet. Der beste Anbieter in der offensiven Strategie – die digitale Vermögensverwaltung Zeedin – erreichte zum Stichtag 30. Juni 2025 eine Zwölf-Monats-Performance von gut elf Prozent (siehe Grafik). Zum Jahresende 2024 lag die Performance vor Kosten noch bei fast 21 Prozent.

Immerhin schlagen die besten Robos bei der Performance den MSCI World. Der weltweite Aktienindex gewann zum Stichtag in Euro gerechnet 6,15 Prozent dazu. Deutlich hinterher hinken die Robo-Advisors aber dem Deutschen Aktienindex. Dessen Jahresperformance liegt bei mehr als 30 Prozent.
Börsennotierte Indexfonds (ETFs) sind laut der Studie zwar nach wie vor die wichtigste Anlageklasse der Robo-Advisors: Drei von vier digitalen Vermögensverwaltungen bieten ETFs an. Die Bandbreite wächst aber. So lässt sich etwa bei jedem dritten Robo mittlerweile in Gold investieren. Zwei der befragten Anbieter bieten auch Kryptowährungen an.
Überraschendes Ergebnis der Auswertung: Die Robo-Advisors setzen bei der Geldanlage zwar vor allem auf digitale und automatisierte Prozesse. Dennoch geben gut 80 Prozent von ihnen an, menschliche Experten in die Anlageentscheidungen einzubeziehen. Die Vorstellung, dass die digitalen Vermögensverwaltungen das Geld der Anlegerinnen und Anleger vollautomatisiert investieren, trifft daher nur zum Teil zu.


