Revolut bewirbt sein neues "Tagesgeld"-Angebot mit einer Verzinsung von bis 2,50 Prozent, die bis zum 12. Mai 2025 für alle Kunden gelten soll – unabhängig vom gewählten Abomodell. Doch ein genauer Blick auf die App und die Bedingungen hinterlässt Zweifel: Ist dieses Versprechen wirklich haltbar oder handelt es sich um geschicktes Marketing?
Die Realität: 2,50 Prozent Zinsen mit Einschränkungen
In der Pressemitteilung betont Revolut, dass der maximale Zinssatz von 2,50 Prozent innerhalb dieser Woche (ab dem 17. März) für alle Neu- und Bestandskunden verfügbar sein wird – unabhängig davon, ob sie das kostenlose Girokonto-Modell oder ein kostenpflichtiges Abo nutzen. Doch in der Revolut-App ist bei manch einem nichts davon zu sehen.
Das kann mehrere Gründe haben. Zum einen könnten Sie noch eine litauische IBAN haben. Dann wird Ihnen das Tagesgeld gar nicht angeboten. Denn die Voraussetzung ist, dass Sie Kundin oder Kunde der deutschen Zweigniederlassung von Revolut sind und eine deutsche IBAN haben. Bestandskunden wird seit Oktober 2024 in Wellen diese Umstellung angeboten.
Das Problem, welches wir sehen: Waren Sie bisher bei der Umstellung auf die deutsche IBAN nicht dabei, wird Ihnen das Tagesgeld auch nicht angezeigt. Sie können von den 2,50 Prozent Zinsen folglich (noch) nicht profitieren.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass das Tagesgeld bei Ihnen in der App freigeschaltet wurde. Auch dies erfolgt laut Revolut aus Kapazitätsgründen nicht bei allen Kundinnen und Kunden gleichzeitig. Der eine profitiert also eher vom guten Zinssatz mit 2,50 Prozent. Der andere muss länger auf das Angebot warten.
Die kommunizierten Konditionen kommen nicht bei allen Kundinnen und Kunden gleichermaßen und zur gleichen Zeit an.