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Seit etwa einem halben Jahr steigen die Festgeldzinsen für alle Laufzeiten langsam, aber beständig an. Die Entwicklung verläuft aber je nach Anlagedauer unterschiedlich. Vor allem Angebote mit langer Bindung werden immer profitabler. Hier erfahren Sie, welche Banken zuletzt besonders stark erhöht haben, was sich an den Zinsen generell ändert und was aktuell gegen lange Laufzeiten spricht.
Kaum eine Woche vergeht aktuell ohne Zinserhöhungen bei bekannten Banken. Zuletzt haben unter anderem die IKB und die Stellantis Direktbank ihre Zinsen für etliche Laufzeiten erhöht. Auch das Niveau des Gesamtmarktes steigt seit Monaten an:
Der Trend verläuft dabei je nach Laufzeit unterschiedlich. So liegen die Zinsen beim zehnjährigen Festgeld mit im Schnitt aktuell 2,36 Prozent bereits merklich über Vorjahresniveau. Zur Einordnung: In der Spitze waren 2023 zeitweise etwa drei Prozent für diese Laufzeit üblich, am vorläufigen Tiefpunkt Anfang 2025 gab es etwa zwei Prozent. Bei kurzen Laufzeiten hat sich dagegen zuletzt wenig getan. Für das einjährige Festgeld geht es erst seit September letzten Jahres wieder – minimal – aufwärts.
Lange Laufzeiten gewinnen daher weiter an Attraktivität gegenüber kurzen. Wer sich für zehn Jahre statt nur für ein Jahr binden wollte, wurde vor einem Jahr mit einem Zinsaufschlag von 0,29 Prozentpunkten belohnt. Anfang September waren es bereits 0,78 und zuletzt 0,82 Prozentpunkte.
Grund dürfte sein, dass sich die Zinsen langer Festgeldlaufzeiten stärker an den Kapitalmarktzinsen orientieren als bei kurzen. Dort ging es im Dezember noch einmal aufwärts. Die Festgeldzinsen folgten etwas verzögert, wie ein Vergleich mit Bundesanleihen zeigt:
Vorerst ist kein Trendwechsel in Sicht. Solange die Kapitalmarktzinsen zumindest stabil bleiben, dürften auch die Festgeldzinsen weiter steigen – sehr langsam, aber kontinuierlich.
Für Anleger bedeutet das: Auch wenn lange Laufzeiten immer attraktiver wirken, besteht keine Eile, diese abzuschließen. Wer sich dennoch bereits heute lange binden möchte, kombiniert lange Laufzeiten am besten mit kurzen, etwa über eine Zinstreppe. Außerdem sollte das Festgeld am besten deutlich über dem Marktschnitt verzinst sein:
Ab fünf Jahren Laufzeit sind in der Spitze schon wieder um die drei Prozent möglich, so etwa bei der J&T Direktbank (3,05 Prozent) oder der Volkswagen Bank (3,00 %). Über zehn Jahre zahlte zuletzt willbe meist die höchsten Zinsen (zuletzt 3,18 Prozent, Stand: 29.01.2026).

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