Produkttest Festgeld Fimbank

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
12.07.2019
Auf einen Blick
  • Die Fimbank aus Malta bietet Sparern über alle Laufzeiten hinweg überdurchschnittliche Zinsen. Dabei dürften vor allem die Zinssätze bei den kurzen Laufzeiten für Anleger interessant sein.

  • Zwar sind auch in Malta Anlagebeträge bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Anleger abgesichert. Allerdings bewertet die Ratingagentur Fitch die Bonität der Fimbank auf kurze Sicht mit der Note "B".
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Merkmale

Die Fimbank ist ein internationaler Anbieter von Handelsfinanzierungslösungen und geht auf die 1994 gegründete First International Merchant Bank zurück. Hauptsitz ist Malta, Zweigstellen gibt es in Griechenland, Großbritannien und Dubai. Seit 2011 bietet die Fimbank auch Tages- und Festgeldanlagen an, in Deutschland über das Zinsvergleichsportal Zinspilot. Festgeldanleger können bei der Fimbank zwischen fünf Laufzeiten wählen: drei, sechs, zwölf, 24 und 36 Monate. Die höchsten Zinsen gibt es aktuell für drei Monate (0,70 Prozent pro Jahr) und sechs Monate (0,60 Prozent pro Jahr). Bei den anderen Laufzeiten liegen die Festgeldzinsen zum Betrachtungszeitpunkt jeweils bei 0,45 Prozent pro Jahr. Eine Mindestanlage wird nicht vorausgesetzt. Die Maximalanlage beträgt 100.000 Euro.

Kontoeröffnung und -führung erfolgen über die Zinspilot-Partnerbanken Flatex oder Sutor-Bank. Zuvor müssen sich Kunden mit Namen und E-Mail-Adresse bei Zinspilot registrieren. Die Anlage startet jeweils zum 1. oder zum 15. eines Monats. Der Buchungseingang auf dem Zinspilot-Konto muss spätestens zwei Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Anlagestarttermin erfolgen. Sollten Anleger die Einzahlungsfrist verpassen, wird die Anlage automatisch zum nächstmöglichen Anlagestarttermin ausgeführt. Es gilt die maltesische Einlagensicherung von maximal 100.000 Euro je Anleger.

Die Zinsen werden am Laufzeitende dem Referenzkonto gutgeschrieben – ebenfalls zum 1. oder 15. eines Monats. Einen Auszahlungsauftrag können Anleger bis zehn Uhr des letzten Bankarbeitstages vor Ablauf der Laufzeit stellen. Sonst verlängert sich die Anlage um die gleiche Laufzeit zu dem dann gültigen Zinssatz.

Stärken

Die Zinsen sind überdurchschnittlich. So liegen alle angegebenen Zinssätze – vor allem bei kurzen Laufzeiten – deutlich über dem Branchenschnitt. Dabei dürften vor allem die Konditionen bei kurzen Laufzeiten für Anleger interessant sein, die nach einer festverzinsten Alternative zu Tagesgeld suchen. Positiv: In Malta gibt es keine Quellensteuer und die Partnerbank von Zinspilot führt die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Soilidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch ab – sofern kein Freistellungsauftrag vorliegt.

Schwächen

Die Einlagensicherung ist nicht auf deutschem Niveau. Zum Betrachtungszeitpunkt bewertet die renommierte US-Ratingagentur Standard & Poor's die Finanzstabilität der Republik Malta mit A-, also mit einer guten Bonität, aber nicht hervorragenden Bonität. Schlechter sieht es bei der Fimbank selbst aus. Die Ratingagentur Fitch bewertet die Bonität der Fimbank auf kurze Sicht mit der Note B, was Ramschstatus bedeutet. Bei Verschlechterung der Lage sind Ausfälle wahrscheinlich. Außerdem: Die Zinszahlung erfolgt am Laufzeitende mit der Rückzahlung des Anlagebetrages, dadurch entsteht kein Zinseszinseffekt.

Fazit: Trotz überdurchschnittlicher Zinsen ist beim Festgeld der Fimbank Vorsicht geboten. Die Bonität sowohl von Malta als auch der Fimbank selbst bewegen sich nicht auf höchstem Niveau. Es gibt etliche Anbieter, die bessere Zinsen bei höherer Sicherheit bieten.

Bewertung
Festgeld Fimbank
Zinsen (60 Prozent) Zinsen (100%) 3.0 3.0
Sicherheit (35 Prozent) Sicherheit (100%) 3.0 3.0
Anlagehöhe (5 Prozent) Anlagehöhe (100%) 5.0 5.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 3.1
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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de