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Auf einen Blick
  • Beim Online-Einkauf stehen oft mehrere Zahlmethoden zur Auswahl, darunter die Sofortüberweisung.

  • Mit der Sofortüberweisung lassen sich schnell und einfach Online-Einkäufe bezahlen.

  • Wie die Sofortüberweisung funktioniert und wie sicher sie ist, lesen Sie in unserem Ratgeber.
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Egal, ob Flugtickets, Bücher oder Drogeriewaren – wer im Internet einkauft, bekommt immer wieder die Sofortüberweisung als Zahlmethode angeboten. Unkompliziert und schnell soll das Geld an den Händler fließen, sodass sich die eingekauften Waren rasch auf den Weg zum Käufer machen. Sie benötigen keine Kreditkarte und keinen zusätzlichen Account. Anders als bei der Echtzeitüberweisung sind an einer Sofortüberweisung jedoch nicht nur Sie und Ihre Bank beteiligt. Zusätzlich ist ein Drittanbieter eingeschaltet.

Das Unternehmen Sofort AG wurde 2005 nahe München gegründet und 2015 vom großen schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna übernommen. Über Klarna laufen häufig auch Zahlungen per Rechnung. Nach eigenen Angaben bieten mehr als 35.000 Händler die Sofortüberweisung als Zahlungsmittel an.

 

So funktioniert die Sofortüberweisung

  • Für die Sofortüberweisung müssen Sie keinen zusätzlichen Account anlegen. Alles, was Sie brauchen, sind Zugangsdaten und die TAN für Ihr Onlinebanking.
  • Im Online-Shop wählen Sie die Zahlmethode “Sofortüberweisung” aus.
  • Sie überprüfen Ihre Bestellung und klicken auf “Kaufen”.
  • Es öffnet sich ein Fenster der Sofort GmbH.
  • Hier wählen Sie Ihr Land und Ihre Bank aus.
  • Dann geben Sie Ihre Zugangsdaten fürs Internetbanking ein und melden sich so über die Seite der Sofort GmbH im eigenen Onlinebanking an.
  • Je nachdem, welches TAN-Verfahren Sie verwenden, geben Sie wie üblich die Transaktion frei.

Der Händler erhält direkt im Anschluss eine Bestätigung, dass das Geld überwiesen wurde. Üblicherweise sollte wenig später die Bestellbestätigung in Ihrem E-Mail-Postfach eintreffen und der Händler kann die Ware zeitnah versenden.

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Wie sicher ist die Sofortüberweisung?

Sensible Onlinebanking-Daten andernorts als auf der Internetseite der eigenen Bank eingeben? Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind hier sicher skeptisch. Bei Klarna handelt es sich aber um einen großen, bekannten Zahlungsdienstleister. Das Unternehmen versichert, dass der Datentransfer über eine gesicherte Verbindung läuft. PIN und TAN würden nicht gespeichert und seien zu keiner Zeit von außen und auch nicht für Mitarbeiter sichtbar. Die TAN kann ohnehin nur einmalig für eine Transaktion genutzt werden, danach ist sie nicht mehr gültig.

Der Händler selbst kann nicht auf Ihr Onlinebanking zugreifen. Durch die Transaktionsbestätigung erfährt er jedoch Name, Kontonummer, Bankleitzahl, Betreff, Überweisungsbetrag, Datum und Uhrzeit sowie die von ihm gewählte Transaktionskennung, also etwa die Auftragsnummer. Zudem besteht immer die Möglichkeit, dass Sie in unseriösen Onlineshops auf gefälschte Webseiten im Namen der Sofort GmbH geleitet werden, wo Ihre vertraulichen Daten gestohlen werden. Dadurch kann ein enormer Schaden entstehen.

Banken dürfen Sofortüberweisung nicht untersagen

In der Vergangenheit hatten einige Banken in ihren AGB die Nutzung der PIN außerhalb des eigenen Onlinebankings untersagt. Das Bundeskartellamt hatte dies allerdings schon 2016 für ungültig erklärt. Mit der Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 wurden 2018 Zahlungsdienstleister wie die Sofort GmbH grundsätzlich gesetzlich anerkannt und unterliegen nun der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Möchten Sie als Kunde einen solchen zugelassenen Drittdienstleister nutzen, muss Ihre Bank dies zulassen.

 

Gab es bereits Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Sofortüberweisung?

“Eine mögliche Entscheidung für Sofortüberweisung setzt unter anderem voraus, dass man diesem Online-Zahlungsdienst das entsprechende Vertrauen entgegenbringt, die Zahlung ordnungsgemäß durchzuführen, sorgsam mit den Daten umzugehen und diese vor unberechtigtem Zugriff zu schützen”, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. “Bei der Verbraucherzentrale NRW sind keine Schadensfälle bekannt, die in Zusammenhang mit Sofortüberweisung stehen”, so der Verbraucherschützer.

Auch die Sofort GmbH selbst versichert auf ihrer Internetseite: “Seit 2005 haben bereits mehrere Millionen Kunden mit Sofort bezahlt. Es ist zu keinem einzigen PIN/TAN Betrugsfall gegenüber Endkunden, die ihre PIN und TAN in die Systeme der Sofort GmbH eingegeben haben, gekommen.” Gegebenenfalls würde das Unternehmen unter bestimmten Umständen sogar für einen Schaden aufkommen.

Fakeshops betrügen mit Sofortüberweisung

Sehr vorsichtig sollten Sie in unbekannten Webshops sein und genau prüfen, ob Sie wirklich bei der Sofort GmbH gelandet sind. In der Vergangenheit wurde die Zahlungsweise Sofortüberweisung vermehrt in Fakeshops angeboten. Als unerfahrener Kunde können Sie kaum erkennen, dass Sie sich auf einer gefälschten Webseite befinden, da diese der echten Webseite der Sofort GmbH täuschend ähnlich sieht. Auch die Domain ist häufig bis auf ein oder zwei Buchstaben identisch. Geben Sie auf dieser Phishing-Seite Ihre Zugangsdaten für das Onlinebanking ein, gelangen diese nicht zu Ihrer Bank, sondern direkt zu Kriminellen. Diese können teils in Echtzeit Ihr Onlinebanking anzapfen oder die so erbeuteten Daten für weitere Straftaten missbrauchen. Auch deshalb ist bei Zahlung per Sofortüberweisung, primär in unbekannten Onlineshops, zu großer Vorsicht zu raten.

Um zu prüfen, ob es sich um ein echtes Zahlformular der Sofort GmbH handelt, rät Klarna sich folgende Merkmale anzusehen: Die Internetadresse muss mit "https://www.sofort.com/" beginnen. Das Sicherheitszertifikat weist die Sofort GmbH als Inhaber aus und das Schlosssymbol vor der Internetadresse zeigt, dass es sich um eine gesicherte Verbindung handelt. Letzteres ist allerdings ein Standard, der in der Regel auch auf Phishing-Seiten für scheinbare Sicherheit sorgt.

Tipp: Bevor Sie sensible Daten in ein Formular eingeben, sollten Sie immer besser zweimal prüfen, ob es sich um eine seriöse und berechtigte Abfrage handelt. Ausführliche Informationen zu Fake Shops und Phishing-Attacken mit aktuellen Warnungen finden Sie in unserem Verbraucherschutzbereich.

Alternativen zur Sofortüberweisung

Als nachteilig kann sich die Sofortüberweisung auch erweisen, wenn die bestellte Ware nicht ankommt oder fehlerhaft ist. Schließlich ist wie bei der Bezahlung per Vorkasse das Geld weg und Sie können es nicht zurückbuchen. Welche Alternativen es zur Sofortüberweisung gibt und wie schnell und sicher verschiedene Zahloptionen beim Online-Einkauf sind, erfahren Sie im entsprechenden Biallo-Ratgeber.

Über die Autorin Sabina Hoerder
Studiert habe ich Germanistik und Soziologie in Osnabrück. Nach Praktika bei ZDF, taz, NDR und Co. sowie freier Mitarbeit bei der Neuen Osnabrücker Zeitung folgte mein Volontariat bei biallo.de. Seit 2009 bin ich Redakteurin.   Berufsbegleitend habe ich Umweltwissenschaften studiert und mich auf den Bereich Energie spezialisiert. Für biallo.de bearbeite ich unter anderem Themen wie den Stromanbieterwechsel oder Energiesparmöglichkeiten im Haus.   Vorwiegend kümmere ich mich im Moment um unsere Print-Aktivitäten. Ich betreue unser „Thema der Woche“ sowie Serien, die wir an Tageszeitungen deutschlandweit liefern.
  Sabina Hoerder