Produktcheck Girokonto Ethik Bank

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
23.05.2017
Auf einen Blick

Die Ethik Bank ist keine Bank wie jede andere. Ethische Gesichtspunkte stehen nach eigener Darstellung immer Vordergrund. Wie wirkt sich das auf die Konditionen aus?

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Girokonto
Ethik Bank 2,7/5 Girokonto
Ethik Bank
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Merkmale

Basis aller Geschäfte der Ethik Bank ist ihre sozialökologische Anlagepolitik, wie es auf der Internetseite des Instituts heißt. Das heißt, tabu sind etwa Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder Unternehmen mit Kinderarbeit. Außerdem legt die Bank nach eigenen Angaben offen, wofür sie die Kundeneinlagen verwendet. Kunden, die darüber hinaus etwas Gutes tun möchten, können ein Förderkonto eröffnen. Das ist ein Spendenkonto für drei Projekte, wahlweise aus den Bereichen Ethik, Frauen und Umwelt.

Stärken

Die Ethik Bank ist der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen. Damit sind Kundeneinlagen sehr sicher. Durch die Verbindung zur VR-Bank können Kunden kostenlos die rund 19.000 Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken nutzen. Positiv fällt auch der moderate Dispozins auf, der sich mit 7,50 Prozent auf dem Niveau von Direktbanken bewegt.

Schwächen

Das Girokonto ist teuer. Zum 1. Juli 2017 verschlechtern sich die Konditionen sogar noch. Ab dann werden 8,50 Euro im Monat für das Girokonto fällig. Die Girokarte schlägt dann mit 15 Euro im Jahr zu Buche, ebenso die Partnerkarte. Kunden, die weniger als 4.000 Euro im Jahr Umsatz mit der Kreditkarte machen, zahlen für die Mastercard weitere 35 Euro jährlich. Wer sich zusätzlich für das Tagesgeld-Konto entscheidet, erhält keine Zinsen und muss obendrein 3,50 Euro im Monat zahlen. Girokonto, Girokarte, Kreditkarte, Tagesgeld-Konto und Fremdabhebungen summieren sich schnell auf deutlich mehr 200 Euro im Jahr.

Wettbewerber

Die ebenfalls sozial-ökologisch ausgerichtete GLS-Bank bietet vergleichbare Konditionen. Kunden, die wert auf kostenlose Kontoführung und attraktivere Zinsen legen, erhalten bei DKB, ING-Diba und Consorsbank bessere Angebote.

Fazit: Für nachhaltigdenkende Kunden ist der Ansatz durchaus interessant. Das Angebot richtet sich aber nicht an Kunden, die primär auf die Konditionen achten.

Bewertung
Girokonto Ethik Bank
Kontoführung (30 Prozent) Kontoführung (100%) 2.0 2.0
Abhebung (25 Prozent) Abhebung (100%) 3.0 3.0
Karten (15 Prozent) Karten (100%) 1.0 1.0
Zinsen (25 Prozent) Dispozins (80%) 5.0 Guthabenzins (20%) 1.0 4.2
Service (5 Prozent) Userurteile (100%) 3.0 3.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 2.7
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de