Auf einen Blick
  • Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass Gastronomie, Kosmetikstudios, Freizeit-, Kultur- und Sportstätten schließen müssen.

  • Viele Unternehmen leiden unter Existenzängsten – auch der Einzelhandel.

  • Um das Schlimmste zu verhindern, werden vielerorts Konzepte auf den Weg gebracht, die lokale Unternehmen und Selbstständige unterstützen.
Auch die Verkäufer am Viktualienmarkt in München haben mit dem Teil-Lockdown zu kämpfen.
FooTToo / Shutterstock.com

Schon im ersten Lockdown wurden vielerorts Initiativen gegründet, die mit Gutscheinlösungen den lokalen Handel stärken wollten. Die Idee: Restaurants, Sportstudios, Friseure, Kosmetikstudios, Cafés, kleine Theater und Kinos sollten geholfen werden, damit sie auch nach dem Lockdown noch existieren.

So hat die im März 2020 gestartete Initiative "Helfen.Berlin" innerhalb von sechs Wochen 1,6 Millionen Euro eingenommen. Das Geld floss direkt in Gutscheine und damit direkt an die teilnehmenden Unternehmen. So konnten Cafés, Restaurants und andere vom Lockdown betroffene Unternehmen trotz Schließung, Geld einnehmen und wenigstens einen Teil der Kosten decken.

"Ein Großteil der Gutscheine wurde nie eingelöst – die Menschen wollten ihren Lieblingsorten helfen und mit dem Gutscheinkauf das Geld spenden", sagt Pascal Schreiber, einer der Initiatoren von "Helfen.Berlin".

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"Regional Hero" führt das Konzept fort

Aus "Helfen.Berlin" ist inzwischen die "Regional Hero GmbH" hervorgegangen, mit dem Ziel, eine faire Gutscheinlösung für den regionalen Handel zukunftssicher zu machen. In Berlin hat das Unternehmen die "B-Card" herausgebracht, die wie eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert. Nutzer laden die Prepaid-Karte mit einem Geldbetrag auf, die es sowohl als echte Karte fürs Portemonnaie als auch als App gibt – und können bei allen teilnehmenden Händlern, Restaurants, Kultur- und Sportstätten zahlen, spenden oder einfach auch nur Geld einzahlen. Ganz nach dem Motto: Den Kaffee jetzt zahlen, aber erst im Februar trinken.

Mitte Dezember kommt nach demselben Prinzip die "Minga-Card" heraus. Die ehrenamtlichen Macher von "Helfen.Muenchen.de" hatten sich an die "Regional Hero GmbH" gewandt und die Plattform übergeben. Die "Minga-Card" funktioniert ebenfalls wie eine Prepaid-Kreditkarte und lässt sich nur an den registrierten Münchner Lieblingsorten einlösen. Damit wird sichergestellt, dass das Geld auch in der Region bleibt.

Kunden bietet das System folgende Vorteile:

1. Sie unterstützen Münchner Lieblingsorte
2. Sie sammeln Bonuspunkte
3. Sie können praktisch per App zahlen und ihre Lieblingsorte auch online unterstützen

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Lokale Geschäfte stärken

"Ich würde mir wünschen, dass die Menschen gerade zu Weihnachten bewusster schenken und sich eben nicht für den Gutschein des größten Versandhändlers entscheiden", sagt Pascal Schreiber.

Mit einer Gutscheinlösung wie der "Minga-Card" für München oder "B-Card" für Berlin, können die Schenkenden sicher sein, dass das Geld in der Region bleibt. Zumal das Guthaben nicht einfach verfällt. Ist es nach drei Jahren nicht ausgegeben, kommt das Geld einem wohltätigen Zweck vor Ort zugute."Uns ist es wichtig, dass das Guthaben wirklich in der Region ankommt und nicht auf dem Weg irgendwo versandet", bekräftigt Schreiber.

  • Biallo-Tipp: Aktuell sind weitere Regionen in der Planung. Viele Ihrer lokalen Händler haben heute eine Onlinepräsenz und halten Sie darüber bei Facebook, Instagram & Co. auf dem Laufenden.

Steuerfreie Geschenke für Angestellte

"Minga-Card" und "B-Card" sind aber nicht nur als private Geschenkidee interessant. Auch Arbeitgeber, die ihren Angestellten und der Region etwas Gutes tun wollen, können in die Gutscheinlösung investieren.

Pro Jahr können Arbeitgeber bis zu 528 Euro als steuerfreien Sachbezug von ihrem Arbeitgeber bekommen. Pro Monat wären das 44 Euro, die Arbeitnehmer etwa für Essen, Sport oder kulturelle Veranstaltung ausgeben könnten.

Hinzu kommen 60 Euro, die Unternehmen ihren Mitarbeitern jeweils zu persönlichen Anlässen wie Hochzeit, Geburtstag, der Geburt eines Kindes oder auch dem Firmen-Jubiläum schenken dürfen.

  • Biallo-Tipp: Bis Ende des Corona-Jahres 2020 können Unternehmen ihren Mitarbeitern weitere 1.500 Euro steuerfrei bezahlen – entweder direkt als finanzielle Unterstützung oder als Sachleistung.

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Lokal kaufen hilft

Natürlich können Kunden auch einfach direkt ihren Lieblingsorten helfen, in dem sie auch während des Teil-Lockdowns weiterhin lokal einkaufen und das Essen beim Lieblingsitaliener abholen und zu Hause verzehren. Und viele Anbieter bringen auch eigene Gutscheine auf den Markt, um ihre Existenzgrundlage zu sichern.

Da die meisten Geschäfte weiterhin geöffnet haben, ist es mit Mindestabstand und Maske durchaus möglich, sicher einzukaufen. Auch wenn viele kleine Läden inzwischen zusätzlich ihre Produkte und Services online anbieten, ist das in vielen Fällen doch Mehrarbeit, die ein direkter Kauf vermeiden würde.

Wenn es gar nicht anders geht, ist es natürlich dennoch besser lokal online zu kaufen und nicht alles über Online-Großhändler zu beziehen. Bei genialokal.de etwa haben sich rund 700 inhabergeführt Buchläden zusammengeschlossen, die über die Plattform ihren Online-Handel organisieren.

Gastro unterstützen

Viele Restaurants bieten inzwischen einen Außer-Haus-Verkauf an. Das ist natürlich nicht dasselbe wie normal zu öffnen, hilft aber dabei, wenigstens einen Teil der Kosten zu decken. Speziell auf Gutscheinlösungen für die Gastronomie hat sich das Portal yovite.com spezialisiert. Aktuell sind dort rund 1.500 Restaurants bundesweit registriert.




  Caroline Benzel

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