Kindergeld geht in die Verlängerung

Soziales Kindergeld geht in die Verlängerung

Ines Baur
von Ines Baur
24.11.2017
Auf einen Blick
  • Kindergeld gibt es laut Gesetz bis zum ersten berufsqualifizierten Abschluss des Kindes.

  • Ausnahme: Der Anspruch besteht fort, wenn für einen Berufswunsch nach einer Ausbildung weitere Ausbildungsabschnitte anschließen.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Eigentlich zahlt der Staat das Kindergeld, bis zum ersten berufsqualifizierten Abschluss. Aber schließen sich für den Berufswunsch an die Ausbildung weitere Ausbildungsabschnitte an, bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen.

Das entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 5 K 2388/15), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

Für weitere Beiträge rund um das Thema Kindergeld abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein

Der Fall: Eine Mutter klagte auf Kindergeld für ihre im Dezember 1991 geborene Tochter. Das Mädchen hatte im Juli 2015 die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Immobilienkauffrau bestanden. Ihr Ziel war von Anfang an der Abschluss zur "geprüften Immobilienfachwirtin" bei der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Um an dem Kurs teilzunehmen, musste sie die erfolgreiche Ausbildung zur Immobilienkauffrau sowie eine mindestens einjährige Berufspraxis nach abgeschlossener Lehre nachweisen. Während des IHK-Lehrgangs war die junge Frau in einem Ausbildungsbetrieb angestellt.

Die Familienkasse verweigerte die Weiterzahlung des Kindergeldes ab August 2015. Begründung: Der Anspruch auf Kindergeld sei durch den Abschluss der ersten Berufsausbildung und der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht gegeben.

Das Urteil: Die Klage der Mutter war erfolgreich. Das Finanzgericht entschied, dass die Erstausbildung der Tochter erst mit dem Abschluss der Prüfung zur Immobilienfachwirtin bei der IHK beendet sei. Die Familienkasse habe daher das Kindergeld bis dahin, beziehungsweise bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs, weiterzuzahlen.

Vergleich Rechtsschutzversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter
2 DMB Securo 198,29 Euro weiter
3 Ratio 229,00 Euro weiter
4 JurPrivat 235,00 Euro weiter
5 Compact Familie 236,93 Euro weiter
RS Privat/ Verkehr/ Beruf/ Wohnen, Laufzeit 1 Jahr, Antragsteller 30 J., nur Top-Familientarife.
Hier Ihren persönlichen Tarif Rechtsschutzversicherung berechnen

Weiter bestehe der Anspruch auf Kindergeld bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung. Und diese ende nicht automatisch mit dem ersten berufsqualifizierenden Abschluss.

Es gebe Ausbildungsberufe, bei denen der erste Berufsabschluss lediglich integrativer Bestandteil eines einheitlichen Ausbildungsgangs sei. Bei einer solchen Ausbildung sei eine Lehre nur ein Teil der kompletten Erstausbildung. Es komme auf das Berufsziel und nicht auf den ersten erreichbaren Abschluss an.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Ines Baur
Ines Baur
Autorin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Ines Baur
Ines Baur
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de